24.11.2017, 22:58 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Knoppix Forum | www.KnoppixForum.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

23.01.2007, 20:33

?berlegungen zur Finanzierung

Ende letzten Jahres ging die Meldung durch die Presse, der Entwickler des Netzpost-Programms "Pegasus" habe dessen Entwicklung eingestellt, da nicht gen?gend Spenden hereinkamen, die Arbeit fortzusetzen.

Es ist klar, da? auch die Programmentwickler ihre Rechnungen bezahlen m?ssen. Und wenn jemand auf Freiwilligkeit setzt, statt den Nutzer zu zur Zahlung zu g?ngeln und zu dr?ngeln, dann hat er um so mehr verdient, ihm auch etwas zu geben. (Und: Schaut man sich einmal an, wieviel ein Rechner mit und einer ohne die Programmpakete des "Marktf?hrers" kostet - wie ich gesehen habe, betr?gt der Unterschied, schon wenn es nur um Betriebssystem plus Works geht, bei technisch gleich ausgestatteten Rechnern rund 100 Euro.)

Freilich bleibt immer mehr Anwendern immer weniger von ihrem Einkommen; der Wunsch zu spenden ger?t da in Konflikt mit ernsthaften anderen Notwendigkeiten. Es spielt aber auch noch ein anderes Problem eine Rolle: N?mlich, wie man spenden k?nnte.

Nat?rlich soll das Knoppix-Projekt etwas bekommen, klar. Das Knoppix-Projekt baut aber auf Debian auf - das mu? also auch etwas bekommen. Im Debian-Projekt sind verschiedene andere Projekte enthalten: Open Office, K3B, Kooka und wie sie alle hei?en. Diese haben wiederum andere Projekte als Grundlage ... und so weiter, und so weiter. Manche Projekte kennt man gar nicht - wer hat z. B. die (ernsthaften) Schriften entwickelt, die mit der Knoppix ausgeliefert werden? Und dann sind da noch die anderen n?tzlichen Projekte, die dem Anwender kostenlos beistehen, etwa dieses Forum hier.

Nun stellen wir uns mal vor, jemand k?nnte 10 Euro spenden. Da kommt doch bei den einzelnen Projekten gerade mal der Gegenwert eines abgebrannten Streichholzes an. Wenn man Pech und der Empf?nger ein drolliges Konto hat, mu? der f?r die Verbuchung des Geldeingangs mehr Bankgeb?hren zahlen, als die Spende ausmacht.
Und g?be man die 10 Euro an ein einzelnes Projekt, erwischte man wom?glich ein gerade gut finanziertes, w?hrend ein anderes, nicht minder wichtiges, just wegen Geldmangels eingeht.



Soweit die Problembeschreibung.

Vielleicht gibt es so was ja schon und ich habe blo? noch nichts davon geh?rt, aber vielleicht eben auch nicht: K?nnten die Projekte nicht - zus?tzlich zu der direkten Spendenm?glichkeit - eine Art "Spendensammelgemeinschaft" gr?nden? (?brigens: Wenn es gel?nge, sie als gemeinn?tzig und steuerlich f?rderw?rdig anerkannt zu bekommen, w?rde dies noch mehr Nutzern erm?glichen, Spenden - wenn auch bescheidene - zu leisten, durch die Steuerersparnis.)
So w?rden auch kleine Betr?ge sinnvoll gespendet werden k?nnen, da nur eine ?berweisung erforderlich w?re. Die Projekte w?rden die Verteilung unter sich regeln (dabei w?ren die Bankbuchungen auf das Ma? des unbedingt Erforderlichen zur?ckgefahren). Zugleich k?nnten sie n?tzlichen Projekten aushelfen, die fehlender Mittel wegen nicht vorw?rtskommen, und dergleichen mehr.

Damit w?re doch allen gen?tzt, oder?

Freundliche Gr??e an alle

Tobias

2

23.01.2007, 22:04

Hallo Tobias,

> K?nnten die Projekte nicht ... eine Art "Spendensammelgemeinschaft"
> gr?nden?

> Die Projekte w?rden die Verteilung unter sich regeln

damit entlaesst du in meinen Augen die SpenderInnen aus der
Verantwortung.

Ich wuerde den SpenderInnen zurufen: "Es ist euer Geld, also
kuemmert euch gefaelligst darum, dass es *in euren Augen* sinnvoll
ausgegeben wird und waelzt die Verantwortung dafuer nicht auf andere
ab!"

Mir waere das Spenden an eine grosse "Gemeinschaft der Linux Projekte"
auch zu anonym und unverbindlich.

Ich moechte viel lieber, dass die SpenderInnen sich mit den Projekten
*persoenlich* identifizieren. D.h.: Ich moechte z.B., dass *alle* Mitglieder
dieses Forums zu der Erkenntnis gelangen, dass es *ihr* Forum ist (und
nicht etwa das des Admins oder der Moderatoren) und das es in ihrer
Verantwortung liegt, ob und wie gut das Forum funktioniert (wozu auch
gehoert, die noetigen finanziellen Mittel zu organisieren).

Ich finde allerdings auch, dass das Bezahlen/Spenden von Kleinbetraegen
in Verbindung mit dem Internet sehr schlecht (gar nicht) geloest ist.
Waere es z.B. moeglich, mit der Anmeldung in diesem Forum
*unproblematisch/automatisch/sicher* 20 Cent einzuziehen, dann wuerde
dieser Betrag vermutlich den meisten Neu-Mitgliedern recht sein und die
Finanzierung des Forums durch die Mitglieder waere gesichert.

Tschuess
Karl

3

25.01.2007, 15:57

Lieber Karl,

> damit entlaesst du in meinen Augen die SpenderInnen aus der Verantwortung.

> Ich wuerde den SpenderInnen zurufen: "Es ist euer Geld, also kuemmert euch gefaelligst darum, dass es *in euren Augen* sinnvoll ausgegeben wird und waelzt die Verantwortung dafuer nicht auf andere ab!"

Damit ?berforderst Du leider den Normalanwender. Wie soll ich denn ?ber alle Projekte auf dem Laufenden bleiben? Da k?me ich den ganzen Tag zu nichts anderem mehr. Ich wei? doch auch gar nicht, welche Projekte so alles z. B. hinter K3B stehen, ja, ich w??te nicht mal, wie ich das herausbekommen sollte.

Und es fu?t doch ein Projekt auf dem anderen, wie ich es im Eingangsbeitrag beschrieben hatte. Wenn jemand einem Projekt direkt etwas zukommen lassen will - na klar, das soll weiter m?glich sein. Aber zus?tzlich sollte es eine M?glichkeit geben, wie der Nutzer - der eben ein Programm anwendet, ohne sich nun tiefsch?rfend damit zu befassen, welches Projekt die Oberfl?che entwickelt hat und welches Projekt die Schriftarten und welches die Schaltfl?chen und welches Projekt die dies-und-das - trotzdem auch zur Finanzierung beitragen kann. Egal, ob er sich nun bestimmten Projekten besonders zugetan f?hlt (etwa Knoppix) oder einfach die Idee freier Software unterst?tzen will. Knoppix w?re, wie im Eingangsbeitrag dargestellt, ohne die Unter- und Unter-unter-Projekte usw. doch gar nicht m?glich.

Wenn man vom Nutzer verlangt, sich als Teil eines Projektes zu f?hlen, dann geht das schief. F?r den Nutzer ist dss Programm nur Werkzeug, nur Mittel zum Zweck. Dabei wird man sich zwar einer gewissen Str?mung verbunden f?hlen, eben "Freie Programme, die mit dem Pinguin" - das wars aber schon. Genauso, wie ein Autofahrer zwar seiner Marke zugetan ist, w?hrend regelrechte "F?ns bis auf die Knochen", die sogar zum Werk fahren und da besichtigen, wie die Schrauben in die Bleche gedreht werden, die Ausnahme sind.

Geld ist knapp, besonders bei den "kleinen Leuten", die den meisten Nutzen von den Freien Programmen haben. Je schwieriger man es macht, sich zu entscheiden, wem man denn nun was gibt, desto weniger wird ?berhaupt etwas gezahlt. Und das ist zum Nachteil aller, denn wenn sinnvolle Projekte am Geldmangel eingehen, schl?gt das wieder auf die Nutzer zur?ck.

Es ist nicht nur das Problem, wie man die Geld?bermittlung als solche gestaltet, sondern eben auch, wie man herausbekommt, an wen man eigentlich zahlen sollte. Und da scheint mir so eine Art Geldsammel-Organisation eine brauchbare L?sung. Vielleicht gibt's ja andere, bessere, einfachere, auf die ich blo? nicht komme. Daher der Beitrag. Ich wei? nicht, ob ich klar genug ausdr?cke, um was es mir geht. Der Nutzer hat in der Regel einfach weder Zeit noch Lust noch M?glichkeiten, das Zusammenspiel der einzelnen Projekte zu erkennen. Und dann m??te er noch bei jedem die Zahlungsm?glichkeiten herausbekommen. Das wird einfach nix. Das macht keiner. Und keines der Projekte bekommt Geld.

Freundliche Gr??e

Tobias

RalfonLinux

Erleuchteter

Beiträge: 2 931

Geschlecht: Männlich

4

25.01.2007, 16:31

Ist doch garnicht das Problem.
Spendet alle auf mein Konto, und ich verteile das Geld.
Einen gewissen Abzug f?r die Verwaltung ist klar, aber der Rest geht raus.
Ich w?re je nach Spendenaufkommen sogar bereit noch einen HartzIV einstzustellen.
Sollte es noch mehr werden, k?nnen wir ?ber 400Euro-Kr?fte nachdenken.

Eine Vollzeitstelle werde ich wohl ohne Unterst?tzung vom Arbeitsamt nicht einrichten k?nnen, aber wenn mir einer die Formulare entsprechend ausf?llt.

In erwartungsfroher Haltung
Ralf
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
Keine ? ....... :evil:

Quellcode

1
2
3
4
5
6
7
8
.
    ~
   - -          M
   /V\         - *
  // \\        /V\
 /( _ )\      // \\
  ^~ ~^      /( _ )\
              ^~ ~^

5

25.01.2007, 19:30

Aber gibt es das denn nicht schon in gewissem Grade?

Zum Beispiel koenntest Du der Free Software Foundation Europe spenden. Die gibt das IIRC an Projekte weiter, bezahlt davon Entwickler-Events und Marketing-Massnahmen etc.

Dann kann man z.B. seine Buecher, CDs, etc. bei bookzilla.de kaufen, dann gehen 5% der Summe an obige FSFE.

Debian als Projekt an sich nimmt IIRC doch auch Spenden entgegen.

Da kann man doch schon mal was abdruecken, ohne sich im Detail ueberlegen zu muessen, wer die Kohle nun genau kriegt/am meisten verdient hat/am dringendsten benoetig.

Zuletzt gab's in der Zeitschrift Linux-User auch eine Coupon-Aktion, wenn man da LinDVD gekauft hat, gingen 3 EUR an ein Open Source Projekt. Wenn man doch die eigentlich dazugehoerige Grafikkarte abbestellt hat, gingen nochmal 5 EUR rueber. Welches Projekt das genau bekommen soll, konnte man auf der Shop-Seite waehlen. Und wenn man nicht waehlen mochte, dann konnte man immer noch auf die Mehrheit zaehlen (zur Auswahl standen IIRC KDE, mplayer, etc.).

Und ich glaube, auch KDE und Gnome empfangen Spenden. So ein ganzes Desktop-Environment finde ich auch noch breit genug gefaechert.

Bei einer grossen Organisation faende ich problematisch, was ist, wenn man mit der Verteilung nicht einverstanden ist. Angenommen, ich wuerde nur die Kommandozeile benutzen, gar kein X. Dann wuerde ich eigentlich nicht wollen, dass irgendwelche grafischen Projekte was bekommen, denn das braechte mir selbst ja nicht. Der naechste will nichts fuer Multimedia-Projekte spenden, weil er sich ueberhaupt nicht fuer sowas interessiert und nur mit dem Rechner arbeiten will. Finde ich nicht schlimm, dass man waehlen muss.

6

30.01.2007, 20:15

Lieber Ralf,

so einfach ist das leider nicht. Es mu? ja auch geregelt sein, welche Projekte sich dem anschlie?en, wie sie das Geld unter sich verteilen und dergleichen.

Es m??te etwas sein, das unter den Normalnutzern allgemein bekannt wird. Unser Karl z. B. k?nnte dann einfach auf die Eingangsseite des Forums einen Schalter setzen "Mitglied bei ..." setzen, und der Nutzer erf?hrt die Bankverbindung dieser Organisation.

Das Problem an sich ist ja nicht neu, sondern taucht immer wieder auf. Auch die Bio-Bauern und -L?den zuppelten fr?her jeder f?r sich herum. Und wunderten sich, da? es wirtschaftlich nicht vorw?rtskam. Die Bindung der Kunden an bestimmte Einzelprojekte sorgte daf?r, da? man nie ?ber diesen Tellerrand hinauskam. Der Normverbraucher will nicht die Lebensgeschichte seines Kaffeebauern h?ren und von Weltrevolution gleich gar nichts. Er will seinen Kaffe mahlen, br?hen und das Ergebnis trinken. Aber es w?re ihm zum Beispiel durchaus lieb, wenn der Kaffeebauer, der ja schlie?lich die ganze Arbeit hatte, daf?r auch einen vern?nftigen Preis bekommt, statt sich mit dem zufriedengeben zu m?ssen, was ein Weltkonzern als Aufkaufpreis diktiert. Und so schuf man den fair gehandelten Kaffee - eine Organisation stellt sicher, da? die Preise angemessen sind usw., und der Nutzer braucht nur nach dem Zeichen zu schauen und wei?, da? die Richtung seinen W?nschen entspricht. Und derlei Kaffee ist nun in ganz normalen Gesch?ften absetzbar, denn es ist kein Einzelprojekt mehr, das vom Verbraucher verlangt, "seinen" Kaffeebauern geradezu zu adoptieren. Sondern es deckt eine bestimmte Richtung ab.

?hnliches hat man beispielsweise mit GNU gemacht. Es mu? sich nicht jeder Programmentwickler hinsetzen und ?berlegen, wie er Lizenzbedingungen hinknobelt, die zwar seinen Kollegen freie Hand lassen, dabei aber verhindern, da? ein b?ser Bi... ?h, Bube sich alles unter den Nagel rei?t, mit einem Urheberrechtsschutz versieht und das der Allgemeinheit entzogene Programm nur noch gegen satten Geldprofit zug?nglich macht. Durch GNU kann unser Programmentwickler sein Werk einfach unter diese Lizenz stellen, und fertig.

Und so m??te es auch mit der Finanzierung laufen. Wer freie Programme (wie sie z. B. auf der Knoppix sind) unterst?tzen will, der soll einen Anlaufpunkt daf?r haben. Einen.



Lieber Brack,

die "Free Software Foundation" k?nnte in die Richtung gehen, die ich meine. Unter http://www.fsfeurope.org/help/donate.de.html haben sie auch eine Spendenm?glichkeit. Allerdings verbl?fft mich, da? dort nur von monatlichen Spendern die Rede ist.

Sie schreiben, da? sie im Aufbau sind. Und ich habe so auf die Schnelle nichts gefunden, ob die Projekte (sprich Programmentwickler) sich von ihnen auch vertreten f?hlen. Mir ist auch nicht klar, ob z. B. unser Karl von ihnen etwas bek?me.

Es scheint schon in die richtige Richtung zu gehen, sie m??ten aber viel klarer und einfacher sich beschreiben, und es m??te allgemein bekanntwerden, da? es sie gibt und wer sie sind (allgemein meint: dem Normalanwender, so wie man halt etwa wei?, da? es einen Tierschutzverein gibt, auch wenn man selber noch nichts mit ihm zu tun hatte).

Was bittsch?n ist ein "IIRC"?

Verk?ufe, bei denen ein Teil des Kaufpreises gespendet wird, scheinen mir an der Sache vorbeizugehen. Da kann man doch gleich direkt spenden.

Spenden an KDE/Gnome - da w?rde ich vermuten, da? nur die Projekte etwas bekommen, die Teil dieser B?ndelungen sind, und mich fragen, ob sie auch neue Projekte unterst?tzen. ?hnlich sieht es mit Debian aus. Und ob das dann auch wirklich die ganze Leiter herunterreicht? Es baut halt eines auf dem anderen auf, wie in meinem Eingangsbeitrag geschildert.

> Bei einer grossen Organisation faende ich problematisch, was ist, wenn man mit der Verteilung nicht einverstanden ist. Angenommen, ich wuerde nur die Kommandozeile benutzen, gar kein X.

Das Problem hat der Normalanwender so nicht.

Ich habe mir auch ?berlegt, da? der eine Programme f?r sinnlos h?lt, die der andere n?tzlich findet. Von mir w?rden Spiele-Entwickler gar nix bekommen. Blo? - wat dem einen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall, warum sollen diese Nutzer auf Bezahlprogramme verwiesen bleiben? Und da bin ich schon bei der Meinung, "na ja, so lange es nicht wichtigeren Projekten das Geld wegnimmt" - und dar?ber bei der Meinung "das m?ssen die Projektverantwortlichen unter sich ausmachen". Und dann finde ich es doch in Ordnung.

Freundliche Gr??e an alle

Tobias

7

30.01.2007, 22:20

Zitat von »"Tobias"«


die "Free Software Foundation" k?nnte in die Richtung gehen, die ich meine. Unter http://www.fsfeurope.org/help/donate.de.html haben sie auch eine Spendenm?glichkeit. Allerdings verbl?fft mich, da? dort nur von monatlichen Spendern die Rede ist.


Ja, finde ich auch verwirrend, aber moeglicherweise geht's darum nur, wann diese "Titel" vergeben werden. Ich glaube ja nicht, dass sie nicht gegen einmalige Spenden unterhalb der dort gelisteten Summen wehren wuerden.

Zitat


Es scheint schon in die richtige Richtung zu gehen, sie m??ten aber viel klarer und einfacher sich beschreiben, und es m??te allgemein bekanntwerden, da? es sie gibt und wer sie sind (allgemein meint: dem Normalanwender, so wie man halt etwa wei?, da? es einen Tierschutzverein gibt, auch wenn man selber noch nichts mit ihm zu tun hatte).


Naja, das mag ja auch leicht subjektiv sein, als wie bekannt man die FSF(E) ansieht ;)

Zitat


Was bittsch?n ist ein "IIRC"?


http://www.acronymfinder.com/acronym.aspx?rec={8F1A77FC-89E8-11D4-8351-00C04FC2C2BF}


Zitat


Verk?ufe, bei denen ein Teil des Kaufpreises gespendet wird, scheinen mir an der Sache vorbeizugehen. Da kann man doch gleich direkt spenden.


Das ist Deine persoenliche Meinung. Weiter oben bist Du noch verbluefft wegen der monatlichen Spenden. Das hoert sich so an, als ob Dich das abschreckt. Also haette man so eine Moeglichkeit, sich nicht gross mit den Spendenmodalitaeten auseinander zu setzen. Wie gesagt, ich finde es eigentlich gut, dass es viele Moeglichkeiten gibt, so ist vielleicht fuer jeden was dabei.

Ausserdem, inwiefern ist das jetzt so gross verschieden von Deinem Beispiel mit dem "fairen" Kaffee? In beiden Faellen kaufe ich was, was ich eh haben will und unterstuetze nebenbei eine gute Sache, die mir am Herzen liegt.


Zitat


Spenden an KDE/Gnome - da w?rde ich vermuten, da? nur die Projekte etwas bekommen, die Teil dieser B?ndelungen sind, und mich fragen, ob sie auch neue Projekte unterst?tzen. ?hnlich sieht es mit Debian aus. Und ob das dann auch wirklich die ganze Leiter herunterreicht? Es baut halt eines auf dem anderen auf, wie in meinem Eingangsbeitrag geschildert.


Du setzt voraus, dass jeder will, dass im Endeffekt jedes Projekt 5 Cent bekommt (weil es so stark gestreut werden muss, dass jeder eben nicht mehr bekommt). Ich finde das fast schon engstirnig.

Bei einer Spende an das KDE-Team finde ich es voellig logisch, dass das nur an offizielle KDE-Projekte geht. Deswegen spendet man ja dem KDE-Team. Vielleicht weil man der Meinung ist, dass man durch eine gute Oberflaeche mehr Leute an Linux ranfuehren kann. Ich denke, die Motivationen fuer das Spenden sind zu vielschichtig, als dass man das ueber einen Kamm scheren kann.

Zugegebenermassen, eine Art Spendenorganisation "fuer alles" wuerde ich nicht als Problem ansehen. Eine weitere Moeglichkeit, wie man sich engagieren kann und moeglicherweise auch eine, die noch fehlt.


Zitat


Das Problem hat der Normalanwender so nicht.


Du definierst schon wieder, was normal ist ;)

Zitat


Ich habe mir auch ?berlegt, da? der eine Programme f?r sinnlos h?lt, die der andere n?tzlich findet. Von mir w?rden Spiele-Entwickler gar nix bekommen. Blo? - wat dem einen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall, warum sollen diese Nutzer auf Bezahlprogramme verwiesen bleiben?


Wieso sind sie denn auf Bezahlprogramme verwiesen? Das verstehe ich jetzt irgendwie nicht. Nur weil ich nicht spenden kann, muss ich Loehnware benutzen?

8

08.02.2007, 15:57

Lieber Brack,

>> Es scheint schon in die richtige Richtung zu gehen, sie m??ten aber viel klarer und einfacher sich beschreiben, und es m??te allgemein bekanntwerden, da? es sie gibt und wer sie sind (allgemein meint: dem Normalanwender, so wie man halt etwa wei?, da? es einen Tierschutzverein gibt, auch wenn man selber noch nichts mit ihm zu tun hatte).

> Naja, das mag ja auch leicht subjektiv sein, als wie bekannt man die FSF(E) ansieht

Wenn Du irgendwo auf den Bus wartest, oder bei ?hnlichen Gelegenheiten, dann erw?hne doch mal im Gespr?ch beil?ufig die FSF. Wieviele - so sie nicht vom Fach sind - werden mit der Bezeichnung etwas anfangen k?nnen?

Die wenigsten K?ufer fairen Kaffees - um bei dem Beispiel zu bleiben - werden sich ausf?hrlich ?ber die Grunds?tze und Arbeitsweise der das Siegel vergebenden Organisation informiert haben. Sondern sie haben eine ungef?hre Vorstellung, gewonnen durch irgendwelche Artikel ihrer Tageszeitung, Illustrierten usw., durch Beitr?ge allgemeiner Fernsehmagazine, oder es hat ihnen auch nur jemand von derlei Beitr?gen erz?hlt. Aber sie finden es gut, und es ist f?r sie handhabbar. Also machen sie es. Sie haben zu der Organisation ein durch die Berichterstattung der allgemeinen Medien - nicht der Fachmedien und nicht der Medien irgendeiner Ideologie - Vertrauen gefa?t. Und sie setzen darauf, da?, sollte es doch zu Unregelm??igkeiten kommen, sie durch diese Berichterstattung davon erfahren. - Und darauf, da? sie sich au?erdem auch durch die Ver?ffentlichungen der Organisation ?ber diese informieren k?nnen, falls sie es doch einmal w?nschen sollten.

So ist es mit allen derartigen Organisationen.

Eine solche Organisation halte ich f?r erforderlich, um den Fortbestand der wirklich freien Programme wirtschaftlich abzusichern. Ehe sie das leisten kann, mu? sie erst einmal die dargelegte allgemeine Bekanntheit erreichen. Die FSF hat diese Bekanntheit nicht.


>> Was bittsch?n ist ein "IIRC"?

> http://www.acronymfinder.com/acronym.aspx?rec={8F1A77FC-89E8-11D4-8351-00C04FC2C2BF}

Der Schalter funktioniert leider nicht, es erscheint auf dem Schirm eine Meldung, die ich schon deshalb nicht verstehe, weil sie auf Englisch ist. Es scheint eine Fehlermeldung zu sein ("Server Error in '/' Application").


>> Verk?ufe, bei denen ein Teil des Kaufpreises gespendet wird, scheinen mir an der Sache vorbeizugehen. Da kann man doch gleich direkt spenden.

> Das ist Deine persoenliche Meinung. Weiter oben bist Du noch verbluefft wegen der monatlichen Spenden.

Wenn man etwas spendet, m?chte man f?r gew?hnlich jetzt etwas geben und nicht gleich zu einem monatlichen Beitrag verdonnert werden. Daher verbl?fft mich, wenn auf der Seite der Eindruck erweckt wird, es seien nur Dauerspender vorgesehen.

> Also haette man so eine Moeglichkeit, sich nicht gross mit den Spendenmodalitaeten auseinander zu setzen. [...]
> Ausserdem, inwiefern ist das jetzt so gross verschieden von Deinem Beispiel mit dem "fairen" Kaffee? In beiden Faellen kaufe ich was, was ich eh haben will und unterstuetze nebenbei eine gute Sache, die mir am Herzen liegt.

Beim Kaffee geht es darum, einen fairen Kaufpreis der gew?nschten Ware sicherzustellen. Bei Verkauf mit Spendenzuschlag hingegen soll man etwas kaufen, das mit der gew?nschten "Ware" allenfalls indirekt zu tun hat, und einen Zuschlag zahlen, den der Verk?ufer abf?hrt.

Um bei Deinem Beispiel Bookzilla zu bleiben: Wenn man sich irgendeinen Roman kauft, hat das mit Knoppix nichts zu tun. Man ruiniert aber wom?glich seinen Buchh?ndler, der sehen mu?, wie er sein knuddeliges kleines L?dchen gegen die Gro?ketten bestehen l??t.

Und wenn bei so einem Verkauf ohnehin alle Spenden an ein bestimmtes Projekt gehen, kann man diesem die Spende gleich direkt ?berweisen.

Zudem hat ein Spendenzuschlag von vornherein den Haken, wom?glich an eine Kaufsache gekoppelt zu sein, die den K?uferw?nschen nicht entspricht, schlimmstenfalls der K?ufer niemals kauft. Damit ist der Spenderkreis von vornherein recht eingeschr?nkt; wohl kaum jemand wird einen Kauf dadurch an den Haaren herbeiziehen m?gen, da? er wochenlang dar?ber gr?belt, ob er nicht doch jemanden kennt, dem er das Dingens dann schenken kann.

Mit meinem Beitrag wollte ich anregen, eine Spendenm?glichkeit f?r Normalanwender zu schaffen (die sich weiter nicht mit dem Zusammenspiel der einzelnen Projekte befassen m?gen). Und insoweit greift das Kaffee-Beispiel, auch wenn es naturgem?? bei freien kostenlosen Programmen keinen Kaufpreis gibt.

Wie in meinem Eingangsbeitrag erw?hnt, soll diese Geldsammelorganisation die anderen Spendenm?glichkeiten nicht ersetzen, sondern erg?nzen.

Und sie soll das Zusammenspiel der Projekte ber?cksichtigen.


>> Spenden an KDE/Gnome - da w?rde ich vermuten, da? nur die Projekte etwas bekommen, die Teil dieser B?ndelungen sind, und mich fragen, ob sie auch neue Projekte unterst?tzen. [...] Und ob das dann auch wirklich die ganze Leiter herunterreicht?

> Du setzt voraus, dass jeder will, dass im Endeffekt jedes Projekt 5 Cent bekommt (weil es so stark gestreut werden muss, dass jeder eben nicht mehr bekommt). Ich finde das fast schon engstirnig.

Wie bereits in meinem Eingangsbeitrag dargelegt, m??ten die Projekte die Verteilung des Geldes unter sich regeln.

Auch ich vermute, da? eine rein mathematische Aufteilung nicht sinnvoll w?re, obwohl ab einem bestimmten Spenden-Gesamtaufkommen die Kleinstbetr?ge sich erklecklich zusammenl?ppern.

Vermutlich w?re sinnvoller, zuerst die finanziell bedrohten Projekte zu st?tzen. Auch, wenn es Projekte ganz unten auf der Leiter sind, Projekte, auf denen die anderen, viel bekannteren, aufbauen.

Welche Verfahrensweise am zweckm??igsten ist, wissen die Projektbetreiber am besten (da sie die Auswirkung der einzelnen Projekte auf den Gesamtzusammenhang einsch?tzen k?nnen), und darum scheint mir am besten, wenn sie das mit einander entscheiden.


>> Das Problem hat der Normalanwender so nicht.

> Du definierst schon wieder, was normal ist

Nein. Das definiert der Alltag. Es gibt einen Teil Nutzer, f?r die Programme Selbstzweck sind - sie schreiben derlei selbst, kennen sich damit aus. Und es gibt einen anderen, sehr viel gr??eren Teil, f?r den Programme blo?es Mittel zum Zweck sind - sie wollen einen Brief schreiben oder die roten Augen aus den Familienfotos bekommen, wobei sie ?ber h?chst Oberfl?chliches hinaus weder verstehen (wollen) noch sich damit befassen (wollen), was sich dabei im Innern des Kastens tut. Es soll blo? funktionieren. Es ist der gleiche Unterschied wie zwischen Automechaniker und Autofahrer, zwischen Uhrmacher und Armbanduhrtr?ger, zwischen Fernsehtechniker und Fernsehzuschauer, usw. usf.

Frag an besagter Bushaltestelle doch mal nach dem Unterschied zwischen einer Kommandozeile und X (bzw. deren Entsprechungen bei Win oder MacIntosh).


>> Ich habe mir auch ?berlegt, da? der eine Programme f?r sinnlos h?lt, die der andere n?tzlich findet. Von mir w?rden Spiele-Entwickler gar nix bekommen. Blo? - wat dem einen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall, warum sollen diese Nutzer auf Bezahlprogramme verwiesen bleiben?

> Wieso sind sie denn auf Bezahlprogramme verwiesen? Das verstehe ich jetzt irgendwie nicht. Nur weil ich nicht spenden kann, muss ich Loehnware benutzen?

Wie in meinem Eingangsbeitrag angemerkt, bleibt immer mehr Anwendern immer weniger von ihrem Einkommen, was schon ihre F?higkeit schm?lert, zu spenden. Das wird sich eher verschlimmern als bessern. Es werden freie kostenlose Projekte an Geldmangel eingehen, siehe "Pegasus". W?rde die Geldsammel-Organisation nun Spiele grunds?tzlich als nicht unterst?tzungsw?rdig ansehen (um diese grunds?tzliche F?rderw?rdigkeit/F?rderunw?rdigkeit ging es in diesem Abschnitt), h?tten sie eine viel h?here Gefahr als die anderen Projekte, da? ihnen das Geld ausgeht. Und dann blieben dem Nutzer eben nur Bezahlprogramme. Was ich nicht gerecht f?nde.

Freundliche Gr??e

Tobias

RalfonLinux

Erleuchteter

Beiträge: 2 931

Geschlecht: Männlich

9

08.02.2007, 16:44

@Tobias

Zitat

>> Was bittsch?n ist ein "IIRC"?

> http://www.acronymfinder.com/acronym.aspx?rec={8F1A77FC-89E8-11D4-8351-00C04FC2C2BF}

Sollte wahrscheinlich "http://www.acronymfinder.com/acronym.aspx?rec={8F1A77FC-89E8-11D4-8351-00C04FC2C2BF}" (Zusammengeschrieben) hei?en.
Manchmal hilft aber auch ein bisschen Nachdenken, und der Versuch von einer Suchmaschine.
Da kommt dann z.B. http://www.edv-abkuerzungen.de/index.php?query=IIRC bei raus.
Und das sogar in Alemannisch ;-)

Zitat

Der Schalter funktioniert leider nicht, es erscheint auf dem Schirm eine Meldung
Du darfst den Begriff "Link" jetzt aber nicht falsch ?bersetzen.
Ein "Link" ist eine "Verkn?pfung", ein "Switch" ist ein "Schalter"

Zitat

Wie in meinem Eingangsbeitrag angemerkt, bleibt immer mehr Anwendern immer weniger von ihrem Einkommen, was schon ihre F?higkeit schm?lert, zu spenden.

Und gerade dann sollten Sie die Freeware nur gegen eine Spendenquittung bekommen.
Es gab mal den Begriff der PublicDomain, der CrippleWare, der Shareware.
Sie alle sind nicht gro? geworden, weil alle Benutzer den Meldung
"Nun benutzt du dieses Programm schon 90 Tage, ?berweise endlich die 4,99 DM an Bankkonto 123/ BLZ 456"
einfach weg gedr?ckt haben.
Noch einfacher konntest du es den Leuten nicht machen.

Um bei deinem Kaffee zu bleiben, der Kaffeebauer bekommt vorher mehr f?r seine Ernte.
Glaubst du wirklich, das er mehr bekommen w?rde, wenn jedem Kaffeepaket ein ausgef?llter ?berweisungstr?ger beigef?gt worden w?re ?

Da wird eine zentrale Spendenstelle genauso erfolgreich sein.

jm2c
Ralf
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
Keine ? ....... :evil:

Quellcode

1
2
3
4
5
6
7
8
.
    ~
   - -          M
   /V\         - *
  // \\        /V\
 /( _ )\      // \\
  ^~ ~^      /( _ )\
              ^~ ~^

10

08.02.2007, 22:54

Moin Tobias!

Bevor wir und im Kreis drehen und in Haarspaltereien oder hinkenden Beispielen verfieseln, fasse ich doch mal zusammen.

Du siehst also einen generellen Bedarf einer zentralen Spenden-Stelle und hast recht eindeutige Vorstellungen davon, wie das aussehen sollte, z.B. ueber die Etablierung einer Marke, die moeglichst die gesamte Oeffentlichkeit kennen sollte. Das ganze waere als Ergaenzung zu bestehenden Spendenangeboten zu sehen, die Dir teilweise noch nicht bekannt waren und die Du nicht fuer ausreichend haelst.

Abgesehen davon, dass ich so meine Bedenken an der praktischen Durchfuehrbarkeit einer Art "Spendendachverbandes", wie ich Deine bisherigen Ausfuehrungen fuer mich verstehe, habe, was fuer weitere Handlungsmoeglichkeiten hat man/Du neben dem Verbreiten der Idee wie hier im Knoppix-Forum? Also mal abgesehen vom Klassiker "Ja dann mach's doch selber!"
Gibt es vielleicht schon irgendeine Organisation, die man dazu ausbauen und unterstuetzen koennte? Was ist mit der FSF(E) als Grundlage? Wenn Du bei denen den Eindruck hast, sie sprechen nur Dauerspender an, dann bitte um Klaerung, ob dem wirklich so ist und ob man das auf der Webseite vielleicht klarer herausstellen kann. Ich mach' das jetzt auch gleich mal, vielleicht hilft's denen, die da noch (auf die FSFE-Seite) kommen.

Weitere Ideen?

11

20.02.2007, 15:15

Lieber Ralf,

>>> Was bittsch?n ist ein "IIRC"?

>> http://www.acronymfinder.com/acronym.aspx?rec={8F1A77FC-89E8-11D4-8351-00C04FC2C2BF}

> Sollte wahrscheinlich "http://www.acronymfinder.com/acronym.aspx?rec={8F1A77FC-89E8-11D4-8351-00C04FC2C2BF}" (Zusammengeschrieben) hei?en.
> Manchmal hilft aber auch ein bisschen Nachdenken, und der Versuch von einer Suchmaschine.

Leider nicht. Die entsprechende Textstelle (25.01.2007) hie?: "Die gibt das IIRC an Projekte weiter, bezahlt davon Entwickler-Events und Marketing-Massnahmen etc."

Bei Abk?rzungen stehen oft die gleichen Buchstaben f?r v?llig unterschiedliche Bedeutungen. Gibt man eine Zeichenfolge in eine Suchmaschine ein, erh?lt man keine Auskunft, welche Bedeutung gemeint ist, sondern nur alle (Fund-)Stellen, in denen diese Zeichenfolge vorkommt. Welche Bedeutung im hiesigen Zusammenhang gemeint ist, l??t sich nicht erschlie?en, und schon aus was wei? ich wie vielen Tausend Fundstellen herauszudestillieren, welche Bedeutungen diese Buchstabenfolge ?berhaupt haben kann, ist mir unm?glich. So wie es dasteht, klang es f?r mich nach einer - vielleicht vertraglich vereinbarten, vielleicht auf einer Selbstverpflichtung beruhenden - Art Abgabe, die man "IIRC" nennt. Sehr vielleicht auch nach einer Organisation oder einem Projekt.

Und zu ?berlegen, warum ein Schalter nicht schaltet, das hat man dem Nutzer schon l?ngst abgew?hnt. "Ja, da ist vielleicht der Mirror nicht aktualisiert/der Server gerade nicht erreichbar/die Seite nicht mehr drauf, oder sonst was, wei? ich auch nicht" - wenn man bei entsprechenden Gelegenheiten ein paar Mal derlei Orakelspr?che von Fachleuten geh?rt hat, die gerade zur Hand waren, dann l??t man's eben k?nftighin bleiben und fragt lieber gleich noch mal beim Absender nach.
(Man m?chte den alten Sch?lerspruch weiterdichten: "Chemie ist da, wo's knallt und stinkt; Physik, wo nie 'n Versuch gelingt. Und wo es niemals klappt g'rad jetz': das ist, ganz klar, das Internetz.")

Die Sache zeigt sehr sch?n in der Nu?schale, woran es bei der Komputerwelt hakt. Ein Fachmann will einem Nur-Anwender etwas erkl?ren. Statt den Hinweis "das sagen wir f?r 'sicher bin ich mir da aber nicht'" hinzuschreiben - was weder nennenswert mehr Aufwand verursacht h?tte, als die Fundstelle zu suchen, noch den Platz vergr??ert h?tte, den es im Forum einnimmt -, den der Leser sofort sieht, wird als L?sung ein technischer Ablauf gew?hlt, der dem Leser erst am Ende dieses zus?tzlichen Ablaufs ein Ergebnis zeigt, aus Sicht des Lesers also umst?ndlich ist. Und dann funktioniert es nicht, die Technik legt sich selber lahm (das Forumsprogramm hat doch sicher eigenm?chtig einen Teil der Verkn?pfung nicht in den Schalter ?bernommen). Und die Reaktion der Fachwelt ist nicht etwa ein "Au je, ein Fehler in dem sch?nen Forums-Programm - der geh?rt aber sofort behoben, damit er sich nicht wiederholt", sondern ein "Wenn die liebe Anwenderschaft sich vielleicht ein bissele weniger trant?tig anstellen w?rde, w?re das Problem doch gar keins".


>> Der Schalter funktioniert leider nicht, es erscheint auf dem Schirm eine Meldung

> Du darfst den Begriff "Link" jetzt aber nicht falsch ?bersetzen.
> Ein "Link" ist eine "Verkn?pfung", ein "Switch" ist ein "Schalter"

Ich ?bersetze gar nicht. Englisch hatte ich zwar in der Schule, und gute Noten hab' ich daf?r auch bekommen, aber ich habe l?ngst alles wieder vergessen, da ich es nie gebraucht, nie einen ernsthaften Nutzen f?r mich davon gehabt habe.

Im Quelltext der Netzseite ist die Zeichenfolge nat?rlich eine Verkn?pfung. Auf dem Schirm wird sie jedoch als ein Dingens angezeigt, auf das man klickt und das dann zu dieser Seite (um-)schaltet. Was schaltet, ist ?blicherweise ein Schalter. Auf einer Netzseite kann der Schalter ganz anders hei?en als die Verkn?pfung, derer er sich bedient.

Der Nutzer beschreibt die Dinge nach dem, was er sieht, nicht nach dem, was der Fachmann darunter versteht. Die Bundespost hat Jahrzehnte mit dem Versuch hingebracht, die Bev?lkerung auf "Postzusteller" und "Postwertzeichen" abzurichten - die blieb aber bei "Brieftr?ger" und "Briefmarke". Auch die eingefleischtesten Anh?nger naturwissenschaftlicher Ma?einheiten bestellen sich "eine Tasse" oder "ein K?nnchen" Kaffee, "ein kleines" oder "ein gro?es" Bier, statt die Milliliter-Zahlen zu verwenden. Diese stehen und bleiben da, wo sie hingeh?ren, n?mlich im Preisverzeichnis und ?hnlichem, wo sie aus Verbraucherschutz- und Wettbewerbsgr?nden angebracht und richtig sind.

Ich habe keine Ahnung, was ein "Switch" ist, und mag mich auch nicht weiter damit befassen. Fr?her hatte "Netz" die Bedeutung von "Stromnetz". Wenn man heute sagt, "ich nehme den Rechner vom Netz" (oder das ber?hmte "... bitte den Netzstecker ziehen") ist in der Regel das Datennetz gemeint. Man wird "Strom-Stecker" oder "Datennetz-Stecker" sagen, sofern erforderlich.


>> Wie in meinem Eingangsbeitrag angemerkt, bleibt immer mehr Anwendern immer weniger von ihrem Einkommen, was schon ihre F?higkeit schm?lert, zu spenden.

> Und gerade dann sollten Sie die Freeware nur gegen eine Spendenquittung bekommen.

Da bin ich v?llig anderer Meinung. Ich verstehe, da? manch Programmentwickler angesichts seiner oder des Projektes Bankausz?ge sich eine Zwangsabgabe w?nscht, aber sie ist der falsche Weg, s. u.

> Es gab mal den Begriff der PublicDomain, der CrippleWare, der Shareware.
> Sie alle sind nicht gro? geworden, weil alle Benutzer den Meldung
"Nun benutzt du dieses Programm schon 90 Tage, ?berweise endlich die 4,99 DM an Bankkonto 123/ BLZ 456" einfach weg gedr?ckt haben.
> Noch einfacher konntest du es den Leuten nicht machen.

Zun?chst: von den benannten Begriffen kann ich nur mit "Shareware" etwas anfangen, und ich habe jetzt auch nicht die Zeit, mich da weiter zu informieren. (Es scheint auch nicht erforderlich.)

Wenn man versucht, die Nutzer zu einer Spende zu dr?ngen, geht das nach hinten los. Beispiel: "Opera" - in Tests hie? es, es sei noch besser als Feuerfuchs, und es habe noch mehr n?tzliche Funktionen als dieser.
Durch die Zwangswerbung hat "Opera" sich unbeliebt gemacht, und als ihnen schlie?lich dieser Seifensieder aufging, sie den "Kauf des Werbungs-Abschalters" aufgaben, konnten sie gerade noch dem Feuerfuchs hinterdreinwinken, der als wirklich freies Programm einen erklecklichen Marktanteil erreicht hatte und weiter ausbaut.
Im Leben au?erhalb der elektronischen Welt ist es auch nicht anders. Just verglich beispielsweise in einem Beitrag ZDF-"WISO" die Untergrundbahnen von Paris und Berlin; es wurde besonders darauf hingewiesen, da? die Schwarzfahrer-Zahl in Paris deutlich ?ber der von Berlin liege, obwohl in Berlin die Bahnsteige frei zug?nglich seien, w?hrend man in Paris durch Schleusen m?sse, die den Zutritt ohne Fahrschein zu verhindern h?tten.

"Shareware" schlie?lich ist auch nur eine Form von Verkauf.

Die Entwickler der wirklich freien Programme halten es doch wohl mit dem Grundsatz "Da habt ihr's, und viel Spa? damit" - sie dr?ngen den Nutzer in keiner Form zur Zahlung. Und das ist auch richtig so. Wer einfach nicht zahlen kann, soll weder ausgeschlossen sein noch sich schuldig, minderwertig oder zur?ckgesetzt f?hlen.

Au?erhalb der elektronischen Welt gibt es zum Beispiel die "Kasse des Vertrauens", vielleicht kennst Du das: Statt Eintritt zu verlangen, f?r Informationsbrosch?ren zu kassieren usw. steht einfach ein Geldb?chschen daneben, und jeder gibt nach Belieben. Der Kassensturz zeigt in aller Regel, da? dabei nicht weniger, sondern sogar mehr eingenommen wird als beim ?blichen Kassieren, und das, obwohl etliche nichts einwerfen. Daf?r werfen aber andere mehr ein, als sie m??ten.

Man l??t sie aber nicht durch das ganze Haus robben und in allen Ecken nachkucken, ob da zuf?llig eine Geldb?chse steht. Und es steht auch nicht f?r jeden Projektbeteiligten eine eigene B?chse herum.

(Eine Zwangsabgabe w?re ?brigens wohl auch f?r die Entwickler ein Pyrrhussieg - sie m??ten sich Ma?nahmen gegen Vervielf?ltigungen einfallen lassen, was neben dem Wettlauf zwischen Schlosser und Einbrecher auch Zusatzschwierigkeiten in der Anwendung der rechtm??ig erlangten Programme mit sich br?chte.
Und sie m??ten gegenseitig Vertr?ge aushandeln, wer gegen wieviel seiner Spendeneinnahmen die Programme der anderen in seinen eigenen verwenden darf. Und sich um die Verwaltungsarbeiten mit den Spenden k?mmern - oder das einem Dachverband ?bertragen ...
W?re es da nicht einfacher und besser, statt auf einen Quasi-Verkauf umzustellen es gleich bei wirklich freien Programmen zu belassen und einen Spenden-Dachverband einzurichten?)




Moin-moin, Brack,

> Bevor wir und im Kreis drehen [...]

Das finde ich auch. Die ganzen Nebendebatten sind durchaus interessant, tragen aber zur hiesigen Sache leider nichts bei.

> Du siehst also einen generellen Bedarf einer zentralen Spenden-Stelle [...]

Ja. Der Begriff "Marke" k?nnte vielleicht mi?verst?ndlich sein, aber Du meinst sicher das Richtige.

> Abgesehen davon, dass ich so meine Bedenken an der praktischen Durchfuehrbarkeit einer Art "Spendendachverbandes", [...] habe,

Die habe ich auch. Ich erlebe immer wieder, wie inhaltlich sehr gute Projekte (au?erhalb der elektronischen Welt, vor allem Kunst/Kultur/Soziales) daran scheitern, da? sie Organisations- und Wirtschaftsfragen untersch?tzen.

> was fuer weitere Handlungsmoeglichkeiten hat man/Du [...]
> Gibt es vielleicht schon irgendeine Organisation, die man dazu ausbauen und unterstuetzen koennte? Was ist mit der FSF(E) als Grundlage? Wenn Du bei denen den Eindruck hast, sie sprechen nur Dauerspender an, dann bitte um Klaerung, ob dem wirklich so ist und ob man das auf der Webseite vielleicht klarer herausstellen kann. Ich mach' das jetzt auch gleich mal, vielleicht hilft's denen, die da noch (auf die FSFE-Seite) kommen.

Meine M?glichkeiten, etwas anzuregen oder selber zu tun, sind wohl ersch?pft, ich bin, wie gesagt, blo?er Anwender. Der einzige f?rderliche Hinweis in der ganzen Diskussion kam von Dir, n?mlich der auf die FSF.

Ich hatte vor, ihnen zu schreiben und sie auf die Diskussion hier hinzuweisen. Damit wollte ich noch ein wenig warten, in der Hoffnung, da? sich vielleicht doch noch weitere Ans?tze f?nden.

Zwischendurch hatte ich versucht, mich auf ihren Seiten zu informieren, aber das ist einfach unm?glich. Chaos, Kauderwelsch und Spielerchen - ich verstehe es nicht. Da hilft nur abrei?en und neu bauen. Das Problem ist nicht nur die Frage, ob sie lediglich Dauerspender wollen, sondern ?berhaupt, was ihre Ziele sind, wie sie vorgehen, usw. (Insbesondere im Beitrag vom 30.01. hatte ich kurz umrissen, was ich auf der Netzseite eines "Spendendachverbands" erwarten w?rde.)

Nun hast Du ihnen netterweise schon geschrieben; hattest Du sie nur der Dauerspender-Frage wegen angesprochen, oder sie ?ber die Diskussion hier informiert? Vielleicht g?be sie ihnen ja sogar Anregungen f?r ihre Arbeit?

Wenn ich verstehen w?rde, worin sie ihre Aufgabe sehen (und w??te, zu welchen ?nderungen dieser sie bereit sind), w?rde ich mich nat?rlich bem?hen, ob ich ihnen Vorschl?ge machen kann, etwa zu den Inhalten ihrer Netzseiten.

Freundliche Gr??e an alle

Tobias

RalfonLinux

Erleuchteter

Beiträge: 2 931

Geschlecht: Männlich

12

20.02.2007, 18:22

Hallo Tobias,

Zitat

Und dann funktioniert es nicht, die Technik legt sich selber lahm (das Forumsprogramm hat doch sicher eigenm?chtig einen Teil der Verkn?pfung nicht in den Schalter ?bernommen). Und die Reaktion der Fachwelt ist nicht etwa ein "Au je, ein Fehler in dem sch?nen Forums-Programm - der geh?rt aber sofort behoben, damit er sich nicht wiederholt", sondern ein "Wenn die liebe Anwenderschaft sich vielleicht ein bissele weniger trant?tig anstellen w?rde, w?re das Problem doch gar keins".
der Computer ist ein bl?des St?ck Metall, das von mir Leben eingehaucht bekommt.
Er ist also nur so gut, wie ich ihn erschaffen kann.

Leider bin auch ich nicht Fehlerfrei geschaffen worden, also wird auch mein Produkt nicht fehlerfrei sein k?nnen.

Wieso bedienst du dich eines Autos, um schnell von A nach B zu kommen ?
Wenn Gott gewollt h?tte, das du f?hrst, h?tte er dir R?der statt F??e gegeben.

Du bist also bereit deine pers?nlichen "Missbildungen" durch etwas Mitarbeit und Gehirnschmalz aufzuheben.
Wieso g?nnst du dem Computer nicht das gleiche Recht.
Er macht einen Fehler, und du k?nntest durch ein bisschen Mitarbeit und Gehirnschmalz deine pers?nlichen Mi?st?nde beheben.

Zitat

Ein Fachmann will einem Nur-Anwender etwas erkl?ren...

Das die Experten nie sagen: "Das hei?t ... und bedeutet ..." ist reiner Selbstschutz.
Wenn ich dir jedes Mal etwas zu Essen gebe, wenn du Hunger hast, wirst du nie in der Lage sein, dich selber zu versorgen, sondern st?ndig bei mir vor der T?r stehen.
Wenn ich dir aber zeige, wie man Reis anbaut, hoffe ich mal, das dir auch auff?llt, das Gerste nicht auf B?umen w?chst.
Wenn ich dir dann zeige wie man K?he schlachtet, wirst du es vielleicht mit Hunden und Katzen probieren.
Aber n?chste Woche vielleicht mit einem Schwein.
Und wenn ich dich dann in die Selbstst?ndigkeit entlassen kann, habe ich wieder Zeit f?r den N?chsten.
Leider stellt Ihr euch aber nicht alle Hintereinander an, und somit habe ich 20 Leute, welchen ich den Fischfang erkl?ren muss.
Je eher ich dich also Selbstst?ndig habe, desto mehr Zeit habe ich f?r die/den N?chsten.

Bez?glich deines Schalter:

Zitat

Auf einer Netzseite kann der Schalter ganz anders hei?en als die Verkn?pfung, derer er sich bedient.

Du schaltest keine Seite um. Es ist kein Fernseher mit festen Programmen.
Du trimmst h?chstens die Empfangsfrequenz. Es deswegen aber Trimmer zu nennen ?
Gewisse Begriffe haben sich eingeb?rgert.
Also auch der Link f?r eine Weiterverzweigung.
Der Switch ist nur die englische ?bersetzung deines Schalters.
Und du merkst, der Switch ist ein anderes Themengebiet. (Wo du aber wei?t, wo du es Nachlesen kannst)
Es ist also sehr gef?hrlich, wenn man sich nicht an den vereinbarten Slang h?lt.
Versuch doch mal als Berliner in Bayern ein paar Schrippen zu bekommen.

Zitat

Die Bundespost hat Jahrzehnte mit dem Versuch hingebracht
Wieso Bundespost, ich dachte die hei?en gelbe Pest ?
Der Name Bundespost hat sich bei mir nie verfestigt.
Liegt vielleicht daran, das ich immer die gelben Messwagen gesehen habe.

Und um auf den Kaffee zu kommen, als ich das letzte mal fragte, "Wie gro? ist den Ihre Tasse Kaffee ? 150 oder 250 Milliliter ?" wurde mir mit der Hand angezeigt "So gro?".
Scheinbar hat die Bedienung als Fachkraft versagt.
Also habe ich mich als Nutzer an ihre Gepflogenheiten angeglichen und die Frage umgestellt."Ne kleine Tasse, oder ne'n Kaffeepott ?"
Wenn ich als Laie etwas von einer Fachkraft m?chte, sollte man versuchen, so genau wie m?glich seine Bed?rfnisse vorzutragen.
Nichts dazu dichten, umsetzen, ?bersetzen.
Nur weil du nicht wei?t, das es einen Switch gibt, f?hrst du mich in die falsche Richtung. "Der Schalter ist defekt" (Stromschalter ?, ach ne, der meint den Switch, oder vielleicht doch nur den HUB.?)


Zitat

Wenn man versucht, die Nutzer zu einer Spende zu dr?ngen, geht das nach hinten los. Beispiel
Der Firefox (Englische ?bersetztung der chinesischen Bezeichnung Feuerfuchs f?r den Kleinen Panda, bzw. europ?ischen Rotfuchs) hat den Opera abgeh?ngt, und verdient trotzdem kein Geld.
Auch er ben?tigt Spenden. Sollten die nicht freiwillig kommen, geht er genauso Zugrunde, oder er f?hrt eine Zwangsspende ein.


Zitat

Da habt ihr's, und viel Spa? damit
Wenn ich Entwickler einer Freeware bin, und in meiner gro?z?gigen G?te auf einer Verg?tung verzichte, dann mu?t du aber auch damit leben, was ich dir biete.
Das ist aber ein krasser Wiederspruch zu der eingeforderten Perfektionalit?t der Foren-Software.

Zitat

sie m??ten gegenseitig Vertr?ge aushandeln, wer gegen wieviel seiner Spendeneinnahmen die Programme der anderen in seinen eigenen verwenden darf
Darum kommst du nicht herum.
Wenn eine zentrale Stelle die Spenden annimmt, wird es immer Probleme mit der Verteilung geben.

Zitat

Meine M?glichkeiten, etwas anzuregen oder selber zu tun, sind wohl ersch?pft, ich bin, wie gesagt, blo?er Anwender.

Zitat


Wenn das die OStdeutschen damals auch gesagt h?tten, w?rd' die Mauer immer noch stehen.
Und die Startbahn-West haben wir ja auch nicht verhindert, und wieso streiken wir eigentlich f?r eine Lohnerh?hung ?

Zitat

Zwischendurch hatte ich versucht, mich auf ihren Seiten zu informieren, aber das ist einfach unm?glich. Chaos, Kauderwelsch und Spielerchen - ich verstehe es nicht. Da hilft nur abrei?en und neu bauen. Das Problem ist nicht nur die Frage, ob sie lediglich Dauerspender wollen, sondern ?berhaupt, was ihre Ziele sind, wie sie vorgehen, usw. (Insbesondere im Beitrag vom 30.01. hatte ich kurz umrissen, was ich auf der Netzseite eines "Spendendachverbands" erwarten w?rde.)
SIe machen es freiwillig, und du mu?t nehmen, was du bekommst, und/oder es besser machen.

Zitat

Wenn ich verstehen w?rde, worin sie ihre Aufgabe sehen (und w??te, zu welchen ?nderungen dieser sie bereit sind), w?rde ich mich nat?rlich bem?hen, ob ich ihnen Vorschl?ge machen kann, etwa zu den Inhalten ihrer Netzseiten.
Frag sie ! http://www.fsfeurope.org/help/help.de.html

Ralf
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
Keine ? ....... :evil:

Quellcode

1
2
3
4
5
6
7
8
.
    ~
   - -          M
   /V\         - *
  // \\        /V\
 /( _ )\      // \\
  ^~ ~^      /( _ )\
              ^~ ~^

13

20.02.2007, 18:35

Ups, ich hatte in der Zwischenzeit auch Antwort von jemand von der FSFE bekommen. Nur war ich da zu beschaeftigt, um das hier zu posten. Im Prinzip enthielt die Antwort, dass durchaus auch Einmalspenden willkommen sind und man evtl. die Texte auf der Webseite nochmal pruefen und ggfs. klarer formulieren wird.

Naja, Open Source lebt halt vom Mitmachen ;)

14

20.02.2007, 19:51

Zitat von »"Tobias"«


Bei Abk?rzungen stehen oft die gleichen Buchstaben f?r v?llig unterschiedliche Bedeutungen.

...



Das sehe ich ein bisschen so wie Ralf bzgl. Selbststaendigkeit. Ich bin nicht hier, um den Leuten die Welt zu erklaeren und bei jedem Problem in die Bresche zu springen. Also gibt es Hilfe zur Selbsthilfe. Der Link ging leider nicht, ist mir nicht aufgefallen. Ich haette jetzt aber so viel Eigeninitiative erwartet, die URL http://www.acronymfinder.com/ aufzurufen, und mal zu gucken, was es da gibt (ein Suchfeld, in das man "IIRC" eingeben kann). Die richtige Bedeutung findet sich da an erster Stelle. Was ich persoenlich auch nicht anders erwarten wuerde, weil das sehr gelaeufig ist.

Aber Du hast schon recht, die Fehlermeldung beim nicht funktionierenden Link ist wirklich sehr abenteuerlich.

Zitat


Die Sache zeigt sehr sch?n in der Nu?schale, woran es bei der Komputerwelt hakt. Ein Fachmann will einem Nur-Anwender etwas erkl?ren.


Nun, es gibt zwei Gruppen, die beide andere Beduerfnisse, Kenntnisse, Vorgeschichten, etc. haben. Wieso muss "der Entwickler" alles perfekt machen? Ein Dialog geht nicht nur in eine Richtung. Wenn sich nicht beide bemuehen, einander zu verstehen, ist in jedem Fall einer frustriert. Hoechst wahrscheinlich sogar beide.

Zitat


Statt den Hinweis "das sagen wir f?r 'sicher bin ich mir da aber nicht'" hinzuschreiben - was weder nennenswert mehr Aufwand verursacht h?tte, als die Fundstelle zu suchen, noch den Platz vergr??ert h?tte, den es im Forum einnimmt -, den der Leser sofort sieht, wird als L?sung ein technischer Ablauf gew?hlt, der dem Leser erst am Ende dieses zus?tzlichen Ablaufs ein Ergebnis zeigt, aus Sicht des Lesers also umst?ndlich ist. Und dann funktioniert es nicht, die Technik legt sich selber lahm (das Forumsprogramm hat doch sicher eigenm?chtig einen Teil der Verkn?pfung nicht in den Schalter ?bernommen). Und die Reaktion der Fachwelt ist nicht etwa ein "Au je, ein Fehler in dem sch?nen Forums-Programm - der geh?rt aber sofort behoben, damit er sich nicht wiederholt", sondern ein "Wenn die liebe Anwenderschaft sich vielleicht ein bissele weniger trant?tig anstellen w?rde, w?re das Problem doch gar keins".


Also wie gesagt, das hoert sich fuer mich so an, als wolltest Du alles vorgekaut bekommen.

Zitat


Der Nutzer beschreibt die Dinge nach dem, was er sieht, nicht nach dem, was der Fachmann darunter versteht.


Der Fachmann hat in einem Forum keine direkte Rueckmeldung und so gut wie keine Moeglichkeit, non-verbal zu kommunizieren, was erwiesenermassen einen grossen Anteil an einer Kommunikation hat. Mit diesen widrigen Umstaenden muss man irgendwie umgehen. Und ich bin da immer noch der Meinung, dass da beide Seiten zu gehoeren.

Natuerlich kann man seine Erwartungen aeussern, dann muss man aber damit rechnen, mit den Erwartungen der anderen konfrontiert zu werden.

Leider scheint mir, dass sowas immer in einer Grundsatzdiskussion ausartet :(

Zitat


Zun?chst: von den benannten Begriffen kann ich nur mit "Shareware" etwas anfangen, und ich habe jetzt auch nicht die Zeit, mich da weiter zu informieren. (Es scheint auch nicht erforderlich.)


Das ist doch eigentlich ein gutes Beispiel, dass auch andere evtl. nicht genuegend Zeit haben oder es nicht fuer erforderlich halten, in dieser oder jener Weise zu reagieren ;)


Um's ganz ehrlich zu sagen: wenn jemand im Forum postet und ich den Eindruck habe, ich muss bei Adam und Eva mit dem Erklaeren anfangen, damit das Problem geloest werden kann, dann antworte ich nicht mehr. Es sei denn, mich interessiert das Ergebis selbst.

Zitat


Zwischendurch hatte ich versucht, mich auf ihren Seiten zu informieren, aber das ist einfach unm?glich. Chaos, Kauderwelsch und Spielerchen - ich verstehe es nicht. Da hilft nur abrei?en und neu bauen. Das Problem ist nicht nur die Frage, ob sie lediglich Dauerspender wollen, sondern ?berhaupt, was ihre Ziele sind, wie sie vorgehen, usw. (Insbesondere im Beitrag vom 30.01. hatte ich kurz umrissen, was ich auf der Netzseite eines "Spendendachverbands" erwarten w?rde.)


Nun, ich erlebe es haeufig, dass wenn man einen nach seinen Erwartungen an eine Webseite/ein Produkt/einen Hilfetext/etc. fragt, das ganze evtl. noch mit weiteren abstimmt und am Ende richtig stolz auf sein Machwerk ist, ein weiterer dazukommt und prompt nicht damit klar kommt. ;)

Zitat


Nun hast Du ihnen netterweise schon geschrieben; hattest Du sie nur der Dauerspender-Frage wegen angesprochen, oder sie ?ber die Diskussion hier informiert? Vielleicht g?be sie ihnen ja sogar Anregungen f?r ihre Arbeit?

Wenn ich verstehen w?rde, worin sie ihre Aufgabe sehen (und w??te, zu welchen ?nderungen dieser sie bereit sind), w?rde ich mich nat?rlich bem?hen, ob ich ihnen Vorschl?ge machen kann, etwa zu den Inhalten ihrer Netzseiten.


Hier die Antwort:

Zitat


Moin Ingo,

On Thursday 08 February 2007 23:04, Ingo Strauch wrote:
> Ich war schon selbst einmal etwas verwirrt darueber und jetzt kam das
> Thema nochmal in einem Forum auf. Die Spenden-Webseite auf
> www.fsfeurope.org erweckt den Eindruck, man muesse/solle regelmaessig
> spenden. Zumindest ist durchgehend von monatlichen/jaehrlichen Spenden
> die Rede, nie von einzelnen Spenden. Das koennte Interessierte
> abschrecken, die durch eine Einmalspende keine Verpflichtungen eingehen
> wollen.

es stimmt, dass wir regelm??ige Spenden am liebsten haben.
Gerade hier in Deutschland ist das leicht mit einem Dauerauftrag m?glich.
Selbstverst?ndlich freuen wir uns auch ?ber einmalige Spenden.
Wenn das der Text noch nicht gut genug hergibt, dann sollten wir den
verbessern.


> Mittlerweile deute ich die Seite
> http://www.fsfeurope.org/help/donate.de.html (die uebrigens aktuell mit
> einem 404-Fehler quittiert wird)

Wir haben ein akutes Hardwareproblem mit dem Recher, der gerade
unsere Webdienste einschr?nkt. Wir hoffen das im Laufe des Tages beheben zu
k?nnen.

> so, dass die speziellen Titel vergeben
> werden, wenn gewisse Spendensummen erreicht sind, es aber nicht
> zwingend notwendig ist, solche Summen aufzubringen. Liege ich da
> richtig? In jedem Fall halte ich es fuer hilfreich, diesen Sachverhalt
> etwas deutlicher zu formulieren.

Ja, Du bist auf dem richtigen Dampfer.
Auch hier werden wir mal schauen, ob wir das verbessern k?nnen.

Vielen Dank f?r die freundlichen Hinweise!

> Hier uebrigens der Link zu besagter Forums-Diskussion, in der das Thema
> "Spenden an die FSF Europe" angeschnitten wurde:
> http://www.elearnit.de/knoppix/forum/viewtopic.php?t=2444

Ah, interessant.
Es ist tats?chlich so, dass wir nicht direkt Entwickler finanzieren.
Der Grund ist, dass wir als zentrale Stelle gar nicht die optimalen
L?sungen kennen und damit beauftragen k?nnten.
Als FSFE schaffen wir vor allem gute Bedingungen f?r Entwickler,
Unternehmen und alle, welche Freie Software einsetzen und erstellen m?chten.
Insofern schlagen wir vor, den entsprechenden Projekten finanziell etwas
zukommen zu lassen und uns, damit die Projekte sicher arbeiten k?nnen.

Das Thema von Zahlungsm?glicheiten besch?ftigt mich pers?nlich
auch schon l?nger. Siehe diesen ?lteren Artikel:
http://www.linux-magazin.de/heft_abo/ausgaben/2002/06/arbeitsteilung_im_massenmarkt

Gru?,
Bernhard Reiter


War ja nicht so schwer.

Anonymous

unregistriert

15

28.02.2007, 16:49

So eine Spendengemeinschaft zu verwalten ist aber auch nicht ohne. Wenn da viele mitmachen, reden viele mit. Das zu koordinieren kann ein Fulltime-Job werden....

16

13.03.2007, 16:22

Nebenher

Lieber Ralf,

> Leider bin auch ich nicht Fehlerfrei geschaffen worden, also wird auch mein Produkt nicht fehlerfrei sein k?nnen.

Wollte man dem folgen, w?re nie eine Weiter- oder gar H?herentwicklung m?glich.

Daran k?nnte etwas sein; verglichen mit den Einzellern - die praktisch unsterblich sind und noch unter schwersten Bedingungen lebensf?hig bleiben - k?nnte man mehrzellige Organismen durchaus als Fehlschlag ansehen.

> Wieso bedienst du dich eines Autos, um schnell von A nach B zu kommen ?

Weil man mich dazu n?tigt. In Zeiten, als es kein Auto gab, erwartete man nicht, da? jemand t?glich Dutzende von Kilometern binnen k?rzester Zeit zur?cklegt.

> Wenn Gott gewollt h?tte, das du f?hrst, h?tte er dir R?der statt F??e gegeben.

Da in der Bibel nirgends Suppe erw?hnt wird, darf der gute Christ keine essen. - Nein, aber mal ernsthaft: Man k?nnte durchaus behaupten, Gott h?tte dem Menschen die R?der mittelbar gegeben, n?mlich indem er ihn mit der F?higkeit ausstattete, sich welche zu erfinden. (Wobei man viereckige R?der bei ebenem Untergrund als Gottesl?sterung ansehen m??te; schlie?lich ist der Mensch Gottes Ebenbild, d?rfte sich so dumm gar nicht anstellen.)

Zun?chst ist die Frage, ob Gott oder Evolution am Werke war, oder vielleicht sogar noch ganz etwas anderes. Dann ist die Frage, ob jede Entwicklung auch eine zum Guten ist. Nicht alles, das man tun kann, sollte man auch tun.

Was die Theologen zu umf?nglichen Abhandlungen veranla?t, ob es einen freien Willen gibt und wie dieser - falls vorhanden - in Gottes Plan pa?t. Derlei Fragen stellt sich zunehmend auch die Naturwissenschaft, schau' Dich mal auf den Netzseiten von Nano (3-Sat) um: http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/redaktion/90981/index.html

Geh' mal auf die Stra?e, z?un' Dir ein St?ckchen zwei-mal-vier-Meter ein, z?chte Bohnen und M?hrchen darauf - schon bald wird man Dich beh?rdlicherseits darauf aufmerksam machen, da? so etwas nicht geht. Wenn Du hingegen ein Auto hast, nimmst Du noch viel mehr Platz in Anspruch, man tr?gt daf?r sogar Berge ab und zerst?rt Naturschutzgebiete und setzt Oma SCHULZE auf ihre alten Tage aus ihrem klein H?usel, nur damit die Autobahn gebaut werden kann, Du mit dem Knatterstinker freie Fahrt hast. Du verbrauchst viel mehr Platz als zwei-auf-vier-Meter, bl?st Giftgase in die Luft, ?berf?hrst Kinder, die auf der Stra?e spielen wollen, l??t ?l ins Grundwasser, und was derlei Segnungen des Fortschritts mehr sind. Das alles geht, w?hrend Gem?seanbau vor Deiner Haust?r eben verboten ist.

Wenn Du Dich auf den Marktplatz setzt und Berechtigungsscheine verkaufst, mit denen man in den Reichstag M?ll schmei?en darf - man wird Dich auslachen. Hei?t man hingegen Regierung und verkauft Verschmutzungszertifikate, dann ist das ein gro?er Durchbruch und die Rettung der Welt, wenn nicht sogar des Abendlandes.

Wer immer eine neue Plage erfunden hat, kann sich der Unterst?tzung der Gesellschaft gewi? sein. Er mu? nicht beweisen, da? sein Schmarrn wenigstens unsch?dlich ist, sondern man l??t ihn erst mal machen. Die Gesch?digten m?ssen wieder und wieder und wieder nachweisen, da? sie gesch?digt wurden und wo der urs?chliche Zusammenhang zu besagter gro?artiger Erfindung ist. Und schon Jahrzehnte sp?ter reagiert dann die Gesellschaft prompt - mit der ?berlegung, da? man jetzt aber mal ganz kr?ftig ?berlegen m?sse.

Man bosselt einfach drauf los, ohne R?cksicht auf die Folgen - das war und ist mit anderen Verfahren auch nicht anders gewesen, ob Kunstd?nger, Radioaktivit?t (es gab sogar eine Zahnpasta, die Radium enthielt!) oder Automobilismus. Warum also sollte es mit dem Komputerismus anders sein? N?heres in den B?chern: ^CAPEK "Der Krieg mit den Molchen" und CRICHTON "Dino Park"

Eines sch?nen Tages kracht dann alles zusammen, die Frage ist nur das "Wie". Siehe Stromnetze, die nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande schon immer mal wieder ausfallen. Vielleicht - das ist freilich unwahrscheinlich - setzt sich auch die Vernunft durch. Ein Autoteile-Zulieferer - Fischerwerke - hat den ganzen neumodischen Firlefanz 'rausgeschmissen und ist zur Menschenarbeit zur?ckgekehrt. Wie berichtet wurde, gibt es gerade noch ein einziges Roboterchen in der ganzen riesigen Fabrik, alles andere l?uft von Hand. Und siehe, es l?uft nicht nur, sondern es l?uft besser und - billiger!

Vielleicht kommen ja mehr Menschen auf den Trichter, die bislang erfolgreiche Hirnw?sche von "ohne Komputer geht es nicht" abzusch?tteln. Man w?rde staunen, wieviel leichter vieles dann ist.

("Ja, warum benutzt Du denn dann einen Komputer?" - Siehe oben, es ist wie beim Auto.
Und wenn man schon gen?tigt wird, dann sollte man sich wenigstens f?r das kleinere ?bel entscheiden - so empfehle ich Linux und die [wirklich] Freien Programme.)


> Wieso g?nnst du dem Computer nicht das gleiche Recht.

Weil er ein Werkzeug ist. Derlei Rechte werde ich ihm gern zugestehen, wenn er sich zu einer Lebensform entwickelt hat. Davon aber scheint er doch noch weit, weit entfernt - derzeit ist er ein Werkzeug, und ein Werkzeug hat zu funktionieren. Von einem Hammer l??t Du Dir auch nicht gefallen, da? der Kopf bei jedem dritten Schlag vom Stiel Dir auf den Fu? plumpst - oder?

> Das die Experten nie sagen: "Das hei?t ... und bedeutet ..." ist reiner Selbstschutz.
> Wenn ich dir jedes Mal etwas zu Essen gebe, wenn du Hunger hast, wirst du nie in der Lage sein, dich selber zu versorgen, sondern st?ndig bei mir vor der T?r stehen.

Moooment mal. Es ging um eine rein sprachliche Frage. Wenn die Fachleute unter sich ein Ak?kauwe verwenden wollen, dann m?gen sie das tun - untereinander.

> Du schaltest keine Seite um. Es ist kein Fernseher mit festen Programmen.
[...]

Ich schalte von einer Seite auf eine andere Seite um, beispielsweise von der Knoppix-Seite zur 3-Sat-Nano-Seite. Genauso, wie ich den Fernseher von 3-Sat auf den Bayerischen Rundfunk umschalte.

Technisch mag das - je nach verwendetem Verfahren - ein Frequenzwechsel sein oder nicht, das ist mir als Zuschauer egal. Ich schalte vom einen Programm ins andere, von einer Seite zur anderen.

> Es ist also sehr gef?hrlich, wenn man sich nicht an den vereinbarten Slang h?lt.

Dieser Slang ist nicht "vereinbart", sondern wird - wie bei den oben genannten fehlgeschlagenen Versuchen etwa der Bundespost - von einer Kaste dem Rest der Menschheit aufzuzwingen versucht.

> Versuch doch mal als Berliner in Bayern ein paar Schrippen zu bekommen.

Derlei soll schon geklappt haben. Wohingegen ich bislang noch nicht geh?rt habe, da? B?cker ihre Kundschaft dazu anhielten, bei der Bestellung sorgsamst die genaue fachsprachliche Bezeichnung des Geb?cks zu verwenden, das zu erwerben sie heischten.

?brigens ist eine Semmel und eine Schrippe zweierlei. Die "Semmel" mu? lediglich aus feinem Weizenmehl bestehen, daher hat sie ihren Namen, w?hrend die Schrippe eine kratzerartige Einkerbung aufzuweisen hat. Das "Rundst?ck" hingegen hat rund zu sein, der Wecken (in den verschiedenen Sprachformen, wie Weggerl usw.) keilf?rmig. Es ist also durchaus fraglich, ob es im K?nigreiche Baiern ?berhaupt Schrippen zu kaufen gibt.

> Wieso Bundespost, ich dachte die hei?en gelbe Pest ?
> Der Name Bundespost hat sich bei mir nie verfestigt.

Aha, also h?ttest Du - folgte man Deiner Logik - immer erst mal eine Belehrung ?ber die zutreffende Bezeichnung erhalten m?ssen, damit Du Dich an den vereinbarten Slang h?ltst.

Statt dessen benennst die Dinge so, wie Du sie als blo?er Nutzer (schau an, schau an!) wahrnimmst. Zu Bundespost-Zeiten gab es hierzulande nur ein Postunternehmen, so da? eine unterscheidende Benennung sich er?brigte. Man mu?te lediglich zwischen Ost und West unterscheiden k?nnen, falls notwendig. Heute hingegen nimmst Du den augenf?lligen Unterschied der Postanbieter als Namen, und so kommst Du auf "Gelbe" Post - die eigentlich "Deutsche Post AG" hei?t.

> Und um auf den Kaffee zu kommen, als ich das letzte mal fragte, "Wie gro? ist den Ihre Tasse Kaffee ? 150 oder 250 Milliliter ?" wurde mir mit der Hand angezeigt "So gro?".
> Scheinbar hat die Bedienung als Fachkraft versagt.

"Scheinbar" trifft es genau. In Wirklichkeit hat sie n?mlich nicht versagt. Im Gegensatz zu Deiner Haltung, die b?mmelige Kundschaft m?ge gef?lligst erst mal die Fachsprache lernen, hat besagte Verk?uferin Dir in einer dem blo?en Nutzer (schau an, schau an!) gem??en Form zu erkl?ren versucht, welche Tassengr??en gehandelt werden.

Diese Erkl?rung - es geht um einen Rauminhalt - ist noch leichter und besser zu verstehen, wenn sie mit g?ngigen "Alltagsma?en" (die strenggenommen keine sind) erfolgen, also etwa "Tasse oder Becher". Auch dies ist doch keine Fach- sondern Laiensprache.

> Wenn ich als Laie etwas von einer Fachkraft m?chte, sollte man versuchen, so genau wie m?glich seine Bed?rfnisse vorzutragen.

Genau das tun die Laien ja. Blo? k?nnen sie, da sie Laien sind, eben nur das beschreiben, das sie als Laien auch wahrnehmen.

Ein Antragsteller tr?gt der Beh?rde vor, was er will. Das tut er laienhaft, und als Antwort bekommt er den Dreiklang: "Das geht nicht. Das ging noch nie. Das ist ?berhaupt und sowieso v?llig unm?glich." Wenn dann zuf?llig jemand in der Warteschlange steht, der das gleiche Problem schon mal hatte, es schlie?lich doch gel?st bekam und daher das "Z?ndwort" kennt, vermittels dessen dem Fachmann ein Licht aufgeht, dann hat der Antragsteller Gl?ck gehabt, denn kaum ist das richtige Stichwort gefallen, schaut der Beh?rdenmitarbeiter den Antragsteller strafend an: "Ja, wenn Sie gleich gesagt h?tten, da? sie das Formblatt Siebenundvierzig-Zw?lf f?r einen Fall nach Paragraf F?nfzehn-klein-c in der dem internen Rundschreiben des Innenministers von Februar gem??en Ausnahmeverwendung wollten ..." Ja, ja, "so einfach ist das", "der Laie soll sich mal nicht so haben".


> Wenn ich Entwickler einer Freeware bin, und in meiner gro?z?gigen G?te auf einer Verg?tung verzichte, dann mu?t du aber auch damit leben, was ich dir biete.

Da bin nicht nur ich anderer Ansicht, sondern wohl auch unser Karl, wie sein Beitrag vom 2007-01-30 unter http://www.elearnit.de/knoppix/forum/viewtopic.php?t=2443 nahelegt.


> Und die Startbahn-West haben wir ja auch nicht verhindert, und wieso streiken wir eigentlich f?r eine Lohnerh?hung ?

Weil der Mensch nun mal so gebaut ist, da? er es auch dann versucht, wenn ihm klar ist, da? er nichts bewirken wird.




Lieber Brack,

> Ich haette jetzt aber so viel Eigeninitiative erwartet, die URL http://www.acronymfinder.com/ aufzurufen, und mal zu gucken, was es da gibt (ein Suchfeld, in das man "IIRC" eingeben kann). Die richtige Bedeutung findet sich da an erster Stelle.

Das h?tte ich so gehandhabt, wenn ich eine Vorstellung gehabt h?tte, in welcher Richtung die Bedeutung von "IIRC" ungef?hr liegen m??te. Eine solche Vorstellung hatte ich aber nicht, wie bereits geschildert. Zeichengleiche Abk?rzungen k?nnen nun mal f?r alles m?gliche stehen, so da? auch die H?ufigkeit keinen Aufschlu? dar?ber geben kann, ob Du diese Bedeutung gemeint hast.

Und es w?re durchaus m?glich gewesen, da? Du gar nicht zum Acronymfinder verschalten wolltest, sondern eine andere Erkl?rseite meintest, aber - aus welchen Gr?nden auch immer - einen falschen Schalter einkopiert hattest.

Ich h?tte in jedem Falle noch einmal fragen m?ssen, denn da? Du einfach ein doppelt verschl?sseltes "sicher bin ich mir da nicht" gemeint hattest, w?re mir dann allenfalls als m?gliche, aber nicht als zwingende L?sung erschienen.


> Wieso muss "der Entwickler" alles perfekt machen?

Mu? er ja gar nicht, ...

> Ein Dialog geht nicht nur in eine Richtung.

... eben. Dem Fachmann bietet sich durch die R?ckfragen, was er jetzt wohl gemeint hat, die M?glichkeit, besser zu werden (sowohl fachlich als auch in der F?higkeit, anderen etwas zu erkl?ren).

Bestimmt bist Du auch mal in der Situation, da? ein anderer der Fachmann ist und Du als Laie Dich bem?hst, seine Ausf?hrungen und einen Sachverhalt zu verstehen.

> Also wie gesagt, das hoert sich fuer mich so an, als wolltest Du alles vorgekaut bekommen.

Wollte ich nicht. Sondern ich wollte zeigen, woran es in der Verst?ndigung zwischen Komputeristen und Laien hakt. Bis jetzt sehe ich hier noch keine Anmerkung "Wir werden das Forumsprogramm ?berarbeiten (lassen)" oder derlei. Aber daf?r jede Menge Ausf?hrungen, der Laie m?ge sich doch weniger deppert anstellen.

> Der Fachmann hat in einem Forum keine direkte Rueckmeldung und so gut wie keine Moeglichkeit, non-verbal zu kommunizieren, was erwiesenermassen einen grossen Anteil an einer Kommunikation hat. Mit diesen widrigen Umstaenden muss man irgendwie umgehen. Und ich bin da immer noch der Meinung, dass da beide Seiten zu gehoeren.

Ja, eben, es geh?ren beide Seiten dazu, s. o. Dir w?re lieber, wenn ich, statt Dich zu fragen, was Du gemeint hast, Kaffeesatzleserei betreiben w?rde - und dann m?glicherweise ann?hme, Du h?ttest etwas v?llig anderes sagen wollen, als Du tats?chlich gemeint hast.

Ob "non-verbale Kommunikation" einen so gro?en Anteil hat oder nicht, mag dahingestellt bleiben (ich bin da anderer Ansicht; bevor die unselige 68erei alles in Befindlichkeitsso?e ers?ufte, konnte man sehr gut "nur-verbal" ?ber Sachfragen reden), denn genau gleiche Unterhaltungen erlebe ich sehr h?ufig im t?glichen Leben, wo Komputerist und Laie nebeneinanderstehen oder -sitzen. Es ist dabei auch egal, ob die Beteiligten zu meinem Umfeld geh?ren oder nicht. Mir v?llig Unbekannte, die ich zuf?llig bei irgendeiner allt?glichen Gelegenheit erlebe, geraten bei dieser in genau gleiche Auseinandersetzungen. Beispielsweise sind die Nur-Anwender von automatischen Funktionen (etwa in Textverarbeitungen) genervt, w?hrend Komputeristen diese m?glichst ausweiten.

Es ist nun einmal so, da? Komputeristen eine Kaste f?r sich bilden und nur ihresgleichen als mitspracheberechtigt ansehen. Das ist weder neu noch ungew?hnlich. Beispielsweise gab es fr?her Baumeister, die sich bem?hten, Geb?ude zu errichten, die dem Zweck entsprachen. Mit dieser steinzeitlichen Haltung wurde dann in fortschrittlicheren Zeiten ganz schnell Schlu? gemacht; jetzt war man Architekt und "gestaltete Raumsituationen", also eher so etwas wie begehbare Skulpturen. Menschen st?ren da blo?. Das Ergebnis: Als der Murks errichtet wurde, bekam der Architekt f?r "diesen Meilenstein" einen Designpreis. Ein paar Jahre sp?ter bekam er wieder einen, daf?r, da? er "diesen Schandfleck" umfassend umbauen lie?. Wenn man nicht gleich die Gnade der Abri?birne walten l??t, um "die Baus?nden der Vergangenheit" zu beseitigen. Man nimmt dann auch nicht etwa die Verantwortlichen in Regre?, sondern der Steuerzahler mu? doppelt und dreifach zahlen.
Oder ?rzte; sie gefielen sich so lange in der Rolle des "Halbgottes in Wei?", bis Rechtsprechung und Gesetzgeber ihnen verordneten, den Patienten unaufgefordert, umfassend und in einer f?r ihn verst?ndlichen Ausdrucksweise beraten zu m?ssen, auch ?ber jene Behandlungswege, die zwar m?glich, hier aber nicht ratsam w?ren, und auch dar?ber, warum sie als nicht ratsam erscheinen. Davor bekam man vom Arzt ein "na, wenn Sie Medizin ausstudiert und Ihre Zulassung als Arzt bekommen haben, dann rede ich gern mal mit Ihnen dar?ber" zu h?ren.

> Um's ganz ehrlich zu sagen: wenn jemand im Forum postet und ich den Eindruck habe, ich muss bei Adam und Eva mit dem Erklaeren anfangen, damit das Problem geloest werden kann, dann antworte ich nicht mehr.

Ich k?me mir unh?flich vor, wenn ich jemandem einfach nicht mehr antworten w?rde. Es kann passieren, da? ich unwillentlich nicht mehr antworte. Ich komme nicht so oft ins Internetz, habe auch dann oft andere Dinge zu tun, und so kann es vorkommen, da? ich Beitr?ge inzwischen einfach vergessen habe. Aber mich bewu?t ausschweigen - nein, das w?rde ich, glaube ich, wohl nicht tun.

Und wenn ich jemandem was erkl?re, fange ich meist schon von mir aus beim Urschleim und den Pantoffeltierchen an. Entweder kennt er das schon, dann schadet es nichts, oder er kennt es noch nicht, dann n?tzt ihm doch der Rest meiner Erkl?rung nichts, wenn ich die Grundlagen nicht mitliefere.

Wenn ich einem Lehrling etwas Berufsbezogenes erkl?re, werde ich nat?rlich anders vorgehen, als wenn mich jemand anderer einfach so um Rat gefragt hat. Der Lehrling mu? die Grundlagen des Berufes erlernen, w?hrend ein anderer nur in die Lage versetzt werden soll, eine ungef?hre Vorstellung davon zu bekommen, in welchem Zusammenhang das geschilderte Problem steht.


> Nun, ich erlebe es haeufig, dass wenn man einen nach seinen Erwartungen an eine Webseite/ein Produkt/einen Hilfetext/etc. fragt, das ganze evtl. noch mit weiteren abstimmt und am Ende richtig stolz auf sein Machwerk ist, ein weiterer dazukommt und prompt nicht damit klar kommt.

Zun?chst ist immer die Frage, mit wem sich der erste abgestimmt hat. Wenn wir bei der Komputerei bleiben: Die Komputeristen unter meinen Bekannten fragen andere Komputeristen, ob beispielsweise diese Netzseite (die nachher von Laien genutzt werden soll) leicht zu bedienen sei. Und ernten Lob ?ber Lob. Denn die Seite ist mit den neuesten Programmbibliotheken und der angesagtesten Programmiersprache und wei?-der-Dingens-was-noch-alles gebaut. Sehr, sehr selten einmal setzt jemand auch einen Nur-Nutzer vor diese Seite und fragt ihn nach dessen Meinung. Die f?llt selbstverst?ndlich v?llig anders aus, da den Anwender allein die Nutzbarkeit intressiert.

Zweitens: Wenn mehrere gangbare L?sungen m?glich sind, gibt es verschiedene Geschm?cker. Programme h?tten hier gegen?ber mechanischen Vorrichtungen einen wesentlichen Vorteil: man k?nnte das eine tun, ohne das andere zu lassen. Macht man aber nicht (mehr).

Ich komme immer wieder auf GEOS zur?ck: Dort war von vornherein fast jeder Befehl auf dreierlei Art erreichbar - ?ber das Men?, durch einen anklickbaren Schalter und durch einen Tastatur-Kurzbefehl. Der Nutzer konnte sich frei entscheiden, was gef?llt ihm besser, wie will er es handhaben. Bei heutigen Programmen besteht diese Wahlfreiheit nicht mehr oder nur noch stark eingeschr?nkt - wer (sprich: welcher Laie) mag schon die ganze Programmeinrichtung umdefinieren?

?blicherweise bekommt der Nutzer dann allerlei Ausreden zu h?ren: "Na ja, in Ihrem Alter, da kommt man nicht mehr so zurecht mit der neuen Technik, gelt?" Ein Professor f?r Gestaltung hat das mit seinen durchweg jugendlichen Studenten mal sehr sch?n ausprobiert. Er stellte ihnen die Aufgabe, mit Mobiltelefonen eine Konferenzschaltung aufzubauen - aber jeder bekam das Ger?t eines anderen, die Bauweise war ihm nicht vertraut. Und siehe da, die Jugendlichen hatten genau die gleichen Schwierigkeiten.

Nicht der Nutzer ist zu unbeholfen, sondern es fehlt der Wille, sachgerecht zu gestalten. Die Komputeristen halten es wie weiland PROKRUSTES. - Es ist eine Grundsatzfrage.

17

13.03.2007, 16:25

Zur Sache

(Mike2d schrieb:)
> So eine Spendengemeinschaft zu verwalten ist aber auch nicht ohne. Wenn da viele mitmachen, reden viele mit. Das zu koordinieren kann ein Fulltime-Job werden....

Lieber Mike,

da hast Du nat?rlich recht. Bei anderen Aufgaben scheint es aber auch zu klappen (etwa GNU), und bei anderen Organisationen (etwa dem Roten Kreuz) ebenso.

Ich h?tte noch die Bef?rchtung, da? so ein Spendensammel-Verein sich zu "fast so was wie einer Beh?rde" oder gar einer "Grauen Eminenz" auswuchern k?nnte, die wom?glich anfinge, sich haupts?chlich um ihr eigenes Wohlergehen zu k?mmern, auf Kosten der Projekte, die sie eigentlich unterst?tzen sollte.

Derlei Gefahren w?ren aber auch bei anderen - sagen wir mal, GNU - grunds?tzlich m?glich. Man mu? sie von vornherein mit einberechnen und durch entsprechende Regelungen im "Grundlagenvertrag" verhindern.

Der eigentliche Arbeitsanfall wird vermutlich in der Anfangszeit besonders hoch sein; wenn es aber erst mal l?uft, m??te er sich deutlich verringern.



(Ralf schrieb:)
> Der Firefox [...] hat den Opera abgeh?ngt, und verdient trotzdem kein Geld.
> Auch er ben?tigt Spenden. Sollten die nicht freiwillig kommen, geht er genauso Zugrunde, oder er f?hrt eine Zwangsspende ein.

Um so wesentlicher w?re doch, ihm diese Sorge abzunehmen? Womit wir wieder bei meinem urspr?nglichen Beitrag w?ren.

Es ist nicht Sache von Feuerfuchs, Geld einzuspielen. Also sollte man ihn - wie auch die anderen Projekte - davon entlasten.



(Brack teilte mit:)
> Der Grund ist, dass wir als zentrale Stelle gar nicht die optimalen
L?sungen kennen und damit beauftragen k?nnten.
> Als FSFE schaffen wir vor allem gute Bedingungen f?r Entwickler,
Unternehmen und alle, welche Freie Software einsetzen und erstellen m?chten.
> Insofern schlagen wir vor, den entsprechenden Projekten finanziell etwas
zukommen zu lassen und uns, damit die Projekte sicher arbeiten k?nnen.

Sehr gut, da? Du sie auf die Diskussion hier hingewiesen hast; das hat die Sache sehr beschleunigt. Dankesch?n.

Ihre Antwort halte ich f?r unbefriedigend.

a)
Es scheint, da? sie sich als eine Art "Auftraggeber" verstehen (das w?rde der Rolle eines Spendensammel-Vereins zuwiderlaufen).

b)
Zu ihrer Aufgabe kommt auch jetzt von ihnen nur etwas, das sehr nach Sprechblase aussieht.

Es weckt nur Fragen, gibt aber keine Antworten: Was verstehen sie unter "Guten Bedingungen schaffen"? Und wenn sie die f?r Entwickler, Unternehmen und Anwender schaffen wollen - wie soll das gehen?

c)
Wenn man bei irgendwelchen Flutkatastrofen in gleicher Weise handeln w?rde, dann spr?che beispielsweise das Rote Kreuz: "Wer spenden will, der soll mal zusehen, da? er irgendwie Verbindung zu B?rgermeistern der versunkenen D?rfer bekommt, und dann soll er den Gemeindekassen ?berweisen. Ach ja, und uns auch was geben, damit wir weiterarbeiten k?nnen."

So l?uft's doch nicht. Sondern wenn Spenden erforderlich sind, wendet sich das Rote Kreuz an die ?ffentlichkeit: "Spenden f?r die Flutopfer bitte auf unser Konto so-und-so" - und durch die allgemeine T?tigkeit des Roten Kreuzes wei? der Spendenwillige dann auch, da? seine Spende die Opfer erreicht. - Nicht er mu? hinterherrennen, da? ihm jemand seine Spende abnimmt, sondern die Spendenb?chse rennt ihm nach, er soll m?glichst wenig Aufwand haben.


Kurz, die FSF scheint weder als derartige Organisation angelegt zu sein noch Neigung zu haben, sich in diese Richtung zu entwickeln.

Ich hatte mich inzwischen ein wenig in der Stadtb?cherei umgetan, wo mir die Zeitschrift "Linux-User" auffiel: http://www.linux-user.de/ (?brigens, in Heft 3/2007 geht es auch um Knoppix, auch unser Forum ist vermerkt.)
Zuf?llig habe ich mitbekommen, da? (nach dem v?llig unverst?ndlichen Aus des WDR f?r die Sendung) die beiden Macher des WDR-Computerclubs ihre Arbeit fortsetzen, allerdings im Internetz: http://www.cczwei.de/index.php

Sowohl dem Linux-User als auch dem "CC Zwei" habe ich Ende Februar jeweils eine kurze Nachricht geschickt, in der ich meine Beweggr?nde umri? und die Schalter zu den Diskussionen ("Finanzierung" und "Wunsch-Seiten") einf?gte.

Antwort habe ich bislang nicht bekommen; man wird sehen, ob sie sich redaktionell des Themas annehmen werden.
Es kann nat?rlich auch sein, da? meine Nachrichten irgendwie ungelesen verschwunden sind.

Weiter ist mir bis jetzt nichts eingefallen, das ich tun k?nnte.

Freundliche Gr??e an alle

Tobias

18

13.03.2007, 19:48

Re: Zur Sache

Zitat von »"Tobias"«


b)
Zu ihrer Aufgabe kommt auch jetzt von ihnen nur etwas, das sehr nach Sprechblase aussieht.

Es weckt nur Fragen, gibt aber keine Antworten: Was verstehen sie unter "Guten Bedingungen schaffen"? Und wenn sie die f?r Entwickler, Unternehmen und Anwender schaffen wollen - wie soll das gehen?


Da muesstest Du sie schon selbst fragen, wenn es Dich brennend genug interessiert. Ich fuer meinen Teil sehe meine "Arbeit" hier als erledigt an ;)

Der Rest der beiden Eintraege ist mir ehrlich gesagt zu ausufernd und teilweise zu "wiederholend" in dem Sinne, dass ich keine Lust auf eine Diskussion habe, was Menschen von anderen erwarten (koennen). Ich weiss auch nicht, wie ich das genauer ausdruecken soll. Ich werde meine Zeit halt anderweitig nutzen.

Ein ernstgemeinter Tipp am Ende: Du solltest Dir wirklich den Gebrauch von "Schalter/verschalten" statt "Link/verlinken" oder "Verweis/verweisen" abgewoehnen. Da versteht doch keiner, was Du meinst. Nach dem Satz hier dachte ich wirklich, Du willst uns auf den Arm nehmen:

Zitat


Und es w?re durchaus m?glich gewesen, da? Du gar nicht zum Acronymfinder verschalten wolltest, sondern eine andere Erkl?rseite meintest, aber - aus welchen Gr?nden auch immer - einen falschen Schalter einkopiert hattest.
[/url]

19

13.09.2007, 12:12

mein banaler Vorschlag zur Finanzierung von OSS Projekten:

Entwickler des Projektes haben meist keine Zeit sich um den Support zu k?mmern.

Hier kommen Anwender ins Spiel die die Software auch gesch?ftlich / proffesionell nutzen.

Da gibt es dann User darunter die sich auf ihre Art revangieren und im zugeh?rigen Forum t?tig sind um andere zu unterst?tzen und den Autor zu entlasten.

Ausserdem bieten sie gleichzeitig kostenpflichtigen Support an - f?r Firmen die den Support auch f?r einen gewissen Zeitraum / ad-hoc gew?hrleistet haben m?chten.

Wenn jemand letzteres ist Anspruch nimm ist es doch dann m?glich, von diesem Geld auch wieder etwas an den Autor in Form von "Spenden" Unterst?tzungsgelder zur?ckflie?en zu lassen. Es ist bei vielen Projekten auch schon machbar, Implementierung von Feature Requests mit einem gewissen Obolus zu honorieren.

Wenn dann eine andere Preis-Kalkulation erforderlich ist - tut es einfach.

20

04.01.2010, 11:32

RE: ?berlegungen zur Finanzierung

Ende letzten Jahres ging die Meldung durch die Presse, der Entwickler des Netzpost-Programms "Pegasus" habe dessen Entwicklung eingestellt, da nicht gen?gend Spenden hereinkamen, die Arbeit fortzusetzen.
Die Frage ist, ob das stimmt.
1. Viele Entwickler sitzen auf ihrem Projekt und tun sich sehr schwer, andere angemessen mitarbeiten zu lasen. Die machen dann einen Fork und so zerteilt sich die gemeinschaftliche Arbeitskraft. Statt zu forken könnten OS-Projekte ja auch mal versuchen, sich zusammenzuschließen.

2. "Geld verdirbt den Charakter" heißt es. Wenn Menschen in einem Motivationsprojekt Geld erhalten, dann ist das immer ein Problem. Wenn wirklich Kosten da sind, kann man sie ja öffentlich auflisten z.B. Server und Hosting. Dafür könnte ein Projekt sicher angemessen Spenden oder Sponsoring hereinbekommen.

Linux HardwareLinux Computer & PCs | Linux Notebooks & Laptops | Geek Shirts | Geek und Nerd Shirt Shop