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29.11.2011, 21:48

Sicherung mit Knoppix hängt immer an der selben Stelle

Nabend zusammen!

Die Festplatte meines Laptops ist defekt. Dummerweise ist genau am selben Tag mein brandneuer USB Stick kaputt gegangen, auf dem ich meine gesamten Unidaten gesichert hatte. Jetzt muss ich dringen an den Uni Ordner auf meinem Desktop um ihn zu sichern.
Ich bin im Terminal in der grafischen Oberfläche von Knoppix. Wenn ich jetzt mit:

Quellcode

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dd if=/dev/sda2 | gzip > /media/sdb1/sicherung.gz

versuche meine Windows Partition zu sichern, dann bleibt der Vorgang immer an der selben Stelle hängen. Bei knapp 80mb ist Schluss. Bei ner iso sind 175mb. Dann tut sich nix mehr!
Die Sicherung soll auf meiner externen USB Festplatte landen, die definitiv genug freien Speicher zur Verfügung hat.
Seht ihr irgend eine Möglichkeit wie ich das hinkriegen kann?
Ich brauche echt nur diesen einen Ordner, der Rest wäre mir völlig egal. Sonst sind 5 Semester einfach futsch :(

klaus2008

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2

29.11.2011, 22:26

Hallo!

Du schreibst, dass Du in ersterLinie an einem bestimmten Ordner interssiert seist. Dann ist es vielleicht erst einmal nicht notwendig, die gesamte Partition zu speichern. Knoppix bietet nämlich eine gewisse Unterstützung für den Gebrauch von NTFS-Laufwerken an. Solange Du nur lesend mit dem NTFS-Laufwerk arbeitest, sollte es keine Problem geben, sofern man das Laufwerk überhaupt in das Dateisystem einbinden kann. Das könnte man mit dem PCMan-Dateimanager versuchen.

Ein andere Möglichkeit wäre, an Stelle von dd das Prgramm dd_rescue zu verwenden. Suche einfach mit der Suchfunktion diese Forums nach dd_rescue (oder eventuell ddrescue).

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29.11.2011, 22:38

Nee, das Problem ist ja dass mit das Laufwerk leider standardmäßig gar nicht in Knoppix angezeigt wird... Deshalb geht das mit dem Dateimanager leider nicht.
Und inwiefern ist dd_rescue komfortabler bzw besser als dd?

klaus2008

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4

29.11.2011, 23:28

dd_rescue gibt nicht sofort auf, wenn es zu Lesefehlern kommt.

Hast Du schon versucht, die Partiton /dev/sda2 im Terminal in das Dateisystem einzubinden? Dafür gibt es den mount-Befehl.

5

30.11.2011, 08:39

Ja, über Nacht 9 std. lang. Leider wurde nix angezeigt.
Befehl zum mounten wie folgt:

Quellcode

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sudo mkdir /media/Windows

sudo mount -t ntfs /dev/sda2 /media/Windows

klaus2008

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6

30.11.2011, 09:51

Wenn der mount-Befehl keine Rückmeldung lieferte, hat er kein Problem gefunden. Als nächsten Schritt könnte man im PCMan-Dateimanager nachschauen, ob es Dateien unter dem Pfad /media/Windows gibt.

7

30.11.2011, 09:54

Ich glaube wir reden (noch) aneinander vorbei ;)

Wie gesagt: Es wurde nix angezeigt, ergo nix gemountet.
Nun habe ich mit dd_rescue -r eine 75GB große iso erstellt. Das hat mir erstmal hoffnung gemacht. Allerdings lässt sich diese ISO weder mit winrar noch mit clone cd öffnen. Muss ich da was spezielles benutzen, oder ist die iso einfach unbrauchbar?

RalfonLinux

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8

30.11.2011, 10:19

Die ISO ist ein Abbild deiner Festplatte.
Da wird dir ein WinRAR o.ä. nichts nutzen.

Wenn du in die ISO schauen willst, kannst du unter KNOPPIX folgendes eingeben:
Image mit knoppix mounten
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
Keine ? ....... :evil:

Quellcode

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30.11.2011, 10:42

Das Image war leider leer, obwohl die Größe 80GB angezeigt wurde. Komisch.
Gibt es keine Möglichkeit ohne zu Mounten (denn das macht er ja scheinbar nicht, zumindest hat sich über Naacht in 9std. nix getan) auf einzelne Ordner zuzugreifen?

BITTE, ich bin sonst echt am *rsch :(

10

30.11.2011, 13:58

Das wohlmöglich größte Problem ist, dass die Daten die ich brauche auf der gleichen Partition liegen, von der auch gebootet werden soll. Das funktioniert ja aber nicht mehr, weil die wahrscheinlich kaputt ist...

RalfonLinux

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11

30.11.2011, 14:56

Zitat

Das Image war leider leer, obwohl die Größe 80GB angezeigt wurde. Komisch.
Kann ich mir nicht vorstellen, da es ja vorher 80MB gepackt sein sollten.
Nur Nullen wären nicht so groß.

Wie lautete den dein dd_rescue-Befehl ?
Hast du das Image auch gepackt ?
Wenn nicht, dann wäre mal ein

Quellcode

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dd if=IMAGEDATEI bs=512 count=1 | hexdump -C
interessant.

Ralf
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
Keine ? ....... :evil:

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30.11.2011, 15:43

Hallo Ralf!

Die Meldung ist dann:

Quellcode

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*
1+0 Datensätze ein
1+0 Datensätze aus
00000200
512 Bytes (512 B) kopiert, 0,00031541 s, 1,6 MB/s

RalfonLinux

Erleuchteter

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13

30.11.2011, 18:21

Was hat denn dass dd_rescue.log gesagt ?
Deiner Ausgabe nach hat er es noch nicht mal geschafft die ersten Bytes von der Platte zu lesen, oder sie sind wirklich \x00
Das wäre u.a. bei einem Controllerfehler der Fall.
Da du aber sonst auf die Platte zugreifen kannst, tippe ich mal darauf, dass da etwas schief gelaufen ist.

Kommt denn bei

Quellcode

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dd if=IMAGEDATEI bs=512 count=100 | hexdump -C | grep -v -E  "[0-9,a-f][0-9,a-f] 00 [0-9,a-f][0-9,a-f] 00 [0-9,a-f][0-9,a-f] 00"
was raus ?
Oder auch

Quellcode

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dd if=IMAGEDATEI bs=512 count=100 | hexdump -C | grep -i "NTFS"

Notfalls den Count nicht auf 100 sondern auf 1000 oder noch mehr.

Etwas muss doch auf der Platte sein.

Ralf
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
Keine ? ....... :evil:

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01.12.2011, 03:27

Hab mir derweil ne neue Platte gekauft (weil ich eig. täglich mit den Rechner auch arbeiten muss) und lasse grade trotzdem mit Knoppix noch mal dd_rescue laufen. Er rennt seit 8 Stunden und hat von 80GB grade mal 178,9 MB in ne iso geschrieben. Bis 175 ging es wieder fix, seitdem nur fehler. Er ist bei errs: 3306 jetzt.
Gibts das noch irgendwelche Hoffnung auf diesem Wege, oder sollte ich die Platte wenn überhaupt zu ner professionellen Datenrettung geben?

edit: achso, befehl war dd_rescue /dev/sda2 /media/sdb1/rescue.iso

diesmal also ohne -r. mit -r schreibt er zwar immer eine 80gb iso, diese ist (angeblich) aber immer schon nach wenigen minuten (2-3) geschrieben und lässt sich anschlie0end nicht öffnen/mounten

RalfonLinux

Erleuchteter

Beiträge: 2 934

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15

01.12.2011, 08:58

Das hört sich doch sehr nach einem physikalischen Defekt an.
Eigentlich sollte er "immer gleich schnell" die Sektoren lesen, da er keine Interpretation der Datenstruktur macht.
Wenn er also am Anfang normal arbeitet, dann Probleme hat und auf Fehler läuft, scheint es deine Platte zerbeamt zu haben.

Das -r bedeutet, dass er von hinten nach vorne arbeitet, ohne -r von vorne nach hinten.

Er hat also bei deinem ersten Versuch von hinten angefangen, und das läßt sich nicht mounten, da der Anfang gefehlt hat.

Eine Möglichkeit wäre ein

Quellcode

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losetup `losetup -f` /media/sdb1/ALTESIMAGE


Damit spielst du ihm die Datei als Device ein, und könntest dann mal mit testdisk dran gehen.

Bei dem -r hat er 75GB gemacht, da würden sir also die ersten 5GB fehlen, können, wenn du Glück hast, nur Windows-Dateien sein.

Ralf
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
Keine ? ....... :evil:

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01.12.2011, 10:10

Das funktioniert leider nicht so ganz :(
Nach Eingabe von

Quellcode

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losetup -f /media/sdb1/ALTESIMAGE
kommt einfach eine neue Codezeile und die Anzeige der Devices in TestDisk spuckt auch nichts neues aus. Das kann ich wohl leider wirklich harken :cursing: :thumbdown:

klaus2008

Meister

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17

01.12.2011, 10:35

Warum verwendest Du den Befehl nicht genau so, wie Ralf ihn aufschrieb? ALTESIMAGE muss dann natürlich durch den tatsächlichen Dateinamen des alten Images ersetzt werden!

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01.12.2011, 14:17

Weil er den so nicht ausgeführt hat und ich dachte dass das #'losetup' der Fehler wäre

klaus2008

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19

01.12.2011, 16:03

Das Problem ist wohl, dass Du ' anstatt ` verwendet hast. Das erste Zeichen ist ein einfaches Anführungszeichen, wohingegen es sich beim zweiten um einen Akzent handelt. Diesen Akzent findest Du auf einer deutschen Tastatur, wenn Du die Taste mit den zwei Akzentsymbolen gleichzeitig mit der Umschalttaste drückst. Danach muss man noch die Leertaste drücken, damit das Zeichen alleine geschrieben wird und nicht als Akzent dient.

In der Shell bedeutet

Quellcode

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losetup `losetup -f` /media/sdb1/ALTESIMAGE
die Verknüpfung zweier Befehle. Zuerst wird der Befehl, der zwischen diesen speziellen Anführungszeichen (bzw. Akzenten) steht, ausgeführt. Dessen Rückgabewert wird dann an der betreffenden Stelle des zweiten losetup-Befehls eingefügt.

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