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klaus2008

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13.09.2012, 21:28

Knoppix 7.0.4 mit Matrox-Grafikkarte

Hallo!

Wie schon im Thread "Knoppix 7.0.4 CD und DVD verfügbar" festgestellt wurde, gibt es Schwierigkeiten, Knoppix 7.0.4 mit einer Matrox MGA 400 oder 550 Grafikkarte zu benutzen, weil der Desktop (Xserver) nicht gestartet wird.

Verwendet man die Knoppix 7.0.4 Live-CD, kann man auf die folgende Weise das System mit der erwähnten MGA 400 benutzbar machen. Zunächst bootet man mit der folgenden Zeile in den Runlevel 2.

Quellcode

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knoppix no3d 2
Dann entfernt man das automatisch geladene Kernelmodul matrox_w1 mit dem Befehl

Quellcode

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modprobe -r matrox_w1
Anschließend wird das System in den Runlevel 5 versetzt, indem man den Befehl

Quellcode

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init 5
ausführt.

Um das System komfortabler benutzen zu können, kopierte ich die Knoppix 7.0.4 DVD auf die Festplatte und erzeugte eine Overlaydatei im KNOPPIX-Verzeichnis. Als Bootloader verwende ich GRUB mit den üblichen Bootparametern, wie sie in der isolinux.cfg aufgeführt sind. Beim ersten Start von der Festplatte bootete ich in den Runlevel 2 und fügte der Konfigurationsdatei /etc/modprobe.d/blacklist-knoppix.conf die Zeile

Quellcode

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blacklist matrox_w1
hinzu. Anschließend führte ich den Befehl

Quellcode

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reboot
aus, um den Effekt zu testen. Der Desktop wurde normal aufgebaut, ohne dass der fortgelassene Bootparamter no3d ergänzt werden musste.

Ich experimentierte mit verschiedenen Konfigurationsdateien für den Xserver (/etc/X11/xorg.conf) und erfuhr so, dass es ein Kernelmodul gab, welches den Start des Xservers mit der Matrox-Grafikkarte behinderte. Der Befehl lsmod zeigte das Kernelmodul matrox_w1 an, welches einen Bezug zur Matrox-Hardware erahnen lässt. Jetzt stellen sich mir die folgenden Fragen:
  1. Stört das Kernelmodul matrox_w1 immer oder muss es nur konfiguriert werden?

  2. Welche Funktion hat dieses Kernelmodul?


Gruss
Klaus

klaus2008

Meister

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15.09.2012, 10:05

Hallo!

Ich habe jetzt einmal ausprobiert, was geschieht, wenn man den das Kernelmodul matroxfb_base.ko in der init der minirt.gz lädt. Dafür kopierte ich das Kernelmodul in das modules-Verzeichnis der minirt.gz. Es wird dann sofort geladen und erzeugt das Framebuffer-Gerät /dev/fb0. Dieses soll zum Beispiel beim MPlayer für eine beschleunigte Videodarstellung dienen. Lädt man dieses Kernelmodul erst nach der init, werden keine Framebuffer-Geräte angelegt.

In der Konfigurationsdatei /etc/modules führte ich das Kernelmodul i2c_matroxfb auf. Damit werden dann auch noch andere Kernelmodule geladen, die für die Framebuffer-Videoausgabe zuständig sind.

Beim Start des Xservers wird der Treiber mga nicht geladen, weil er keine Kontrolle über die Grafikkarte erhält. Aber das Framebuffer-Gerät wird benutzt. Mit den Bootparametern screen=1280x1024 und depth=24 erhalte ich eine sinnvolle Auflösung und Farbtiefe.

Orientiert habe ich mich an der Beschreibung "Matrox G450 AGP dual-head Hardware Acceleration".

Gruss
Klaus

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