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27.09.2012, 22:58

Wenn die HDD-Installation streikt-welche Lösungen helfen weiter?

Guten Abend an die Freunde des Knoppix-Forums.!

Im Mai 2011 wurde erstmalig mit Knoppix 6.4.3 eine HDD-Installation riskiert,obwohl bekanntlich hierfür Knoppix ausdrücklich nicht primär geeignet ist.
Dafür sprechen jedoch die gute Vorkonfiguration bei Knoppix und der Erhalt vieler Systemeinstel-
lungen.
Bei dieser Erstinstallation kam es dann nach vielen fehlerfreien Bootvogängen zu einem irrever-
siblen Shutdown bei jedem Bootversuch.Als mir das ständige Sichern der Daten des home-Verzeich-
nisses und die wiederholte Neuinstallation zu lästig wurde, habe im Beitrag "Knoppix 6.4.3 HD-Installation Shutdown beim Bootstart" dem Forum das Problem geschildert
.
Unser allseits bekannter und geschätzter Klaus 2008 riet dann dazu, die menu.lst in /boot/grub und
die
/var/log/X.org.0.log-Datei auszuwerten.Die letzte Datei zeigte dann ein Problem zwischen dem Trei-
bei nouveau und der Grafikkarte FX 5200.
Eine Neuinstallation der Festplatte mit angepassten cheat-codes beim Start der Live-DVD brachte
dann die endgültige Lösung-
Von kleinen Macken wie verschwundenen Icons oder Audio-Einstellungen abgesehen läuft alles rund und Knoppix bügelt manchen Fehler im Laufe der Zeit wieder von alleine aus.

Von der fehleranfälligen Erstinstallation existierte aber ein Festplattenklon, der im September zum
Einsatz kam.Wie nicht anders ztu erwarten, trat dann der Shutdown-Fehler auch hier plötzlich auf.

Nun wurde überlegt, die menu.lst von der intakten Neuinstallation zu übernehmen und mit einer Live-
DVD in den havarierten Klon zu kopieren.Leider ist es mit dem Hinüberkopieren der menu.lst doch nicht getan.

Daher meine Frage an das Forum;

Welche weiteren Dateien einer Festplatte sind bekanntermaßen für den Bootvorgang relevant
und könnten durch Übernahme von der intakten Installation die Reparatur ermöglichen?

Verhält sich eine Knoppix HDD-Installation tolerant beim Anschluss an wechselnde Motherboards mit unterschiedlichen Plattformen wie Intel-AMD und unterschiedlichen Grafikkarten oder ist hier mit Problemen zu rechnen.

Für zielführende Tipps und Ratschläge dankbar verbleibt

Knoppixfan69

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Knoppixfan69« (27.09.2012, 23:11)


klaus2008

Meister

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2

30.09.2012, 10:45

Hallo, Knoppixfan69!

Wenn Du sicher bist, dass die Probleme vom Treiber für die Grafikkarte stammen, könntest Du überlegen, ob Du bei einer frischen Installation einmal den propietären Treiber von nVidia in der Version 173.14.35 (legacy) ausprobiern möchtest. Diesen Treiber findet man im testing-Zweig (wheezy) des Debian-Paketsystems. Da die Installation dieses Treibers etwas umständlich ist, könnte ich versuchen, Dir bei Bedarf eine kleine Anleitung zu schreiben. Möglicherweise könnte es dabei aber zu Problemen mit zu aktualisierenden Paketen kommen; denn Knoppix 6.4.3 basiert auf relativ alten Pakten. Bei einem Wechsel der Grafikkarte müsste man dann vermutlich diesen Treiber wieder entfernen.

Auf jeden Fall wäre das wieder einmal eine möglicherweise sehr zeitaufwändige "Bastelaufgabe".

Gruss
Klaus

3

30.09.2012, 16:09

Installation des proprietären Nvidia-Treibers wohl vermeidbar

Hallo Klaus 2008!

Wenn eine bestimmte Nvidia -Grafikkarte mit den Opensource-Treibern von Knoppix schlecht oder gar nicht funktioniert ist, kommt der Knoppix-Freund wohl um die Mühe der Nachinstallation des proprietären Nvidia-Treibers nicht herum. Vielleicht hat er ja für einen Test Zugriff auf Knoppix-DVDs des Linux-Magazins,die zur Cebit-Messe manchmal closed source Treiber mitbringen.

Die Zweitinstallation mit den korrigierten cheatcodes arbeitet aber seit 16 Monaten tadellos.

Es liegen zwei 80-Gbyte Festplatten verschiedener Hersteller vor, die auf demselben PC mit derselben Live-DVD einer HDD-Installation unterzogen wurden.

Unterschiede gibt es nur bezuglich der beim Start gewahlten cheatcodes.

Daß nach einer Anzahl von" X"-Pc-Starts dann plötzlich ein irreversibler Boofehler auftaucht,habe ich
von der Ursache her zwar bis heute nicht verstanden und werde hier auch vorläufig nicht weiter suchen

Die korrekt arbeitende Festplatte betrachte ich nun als "Organspender"

Meine Überlegung war, daß es genügen könnte eine bestimmte (kleine) Zahl von Dateien ,die für
den einwandfreien Bootvorgang eine Rolle spielen, per USB-Stick und Live-DVD in den Crash-
Kandidaten hinüberzukopieren so daß man von gelungener Reparatur sprechen kann.

Mit der menu.lst und dem Ordner /boot habe ich dies ohne Erfolg probiert

Ich hatte das Forum nur bemüht , um Anregungen zu erhalten mit welchen weiteren Kopieraktionen
vielleicht doch noch zum Ziel zu gelangen wäre.

Nun ist der Bootvorgang egal ob bei Windows oder Linux mit Standardinstallation oder gar von einer
Live-DVD komplex und nur die Experten unter den Nutzern wissen, was bei Linux da alles mitspielt.

Möglicherweise ist mein Gedankengang also vom Ansatz her irrig, und Knoppix erlaubt in diesem
speziellen Fall keine bequeme und zeitsparende Reparatur

Man erinnert sich aber an Rettungs-DVDs in der Windows-Welt,mit der defekte oder fehlende Dateien nachinstalliert werden und in machen Fällen die komplette Neuinstallation von Betriebs-system und Anwendungen vermieden werden können,wobei wir bei Knoppix ja beides in einem Rutsch erledigen.

Ich werde das Knoppix-Forum und knoppix.net mal nach ähnlichen Fällen durchsuchen und erst
nach einigen weiteren Experimenten resignieren und den Crash-Kandidaten neu aufsetzen

Viel Spaß demnächst mit Knoppix 7.0.5 wünscht

Knoppixfan69

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Knoppixfan69« (30.09.2012, 16:21)


klaus2008

Meister

Beiträge: 2 692

Geschlecht: Männlich

4

01.10.2012, 10:57

Hallo!

Zitat

Welche weiteren Dateien einer Festplatte sind bekanntermaßen für den Bootvorgang relevant
und könnten durch Übernahme von der intakten Installation die Reparatur ermöglichen?

Systemrelevante Einstellungen findet man bei Knoppix hauptsächlich in den Dateien, die sich im Verzeichnis /etc und dessen Unterverzeichnissen befinden.

Benutzerspezifische Konfigurationsdateien findet man im Heimatverzeichnis /home/knoppix. Entweder beginnt deren Dateiname mit einem Punkt, oder sie befinden sich in Unterverzeichnissen von /home/knoppix, deren Namen ebenfalls mit einem Punkt beginnen.

Der führende Punkt im Dateinamen bewirkt, dass die Verzeichnisse und Dateien normalerweise bei Ausgaben des Programms ls nicht angezeigt werden. Erst mit der Option -a, also "ls -a", erscheinen solche Namen in der Ausgabeliste. Auch der PCMan Dateimanager bietet die Option, "verborgene" Dateien anzuzeigen.

Meine Idee bestünde nun darin, die systemrelevanten Konfigurationsdateien, d. h. das Verzeichnis /etc, zu sichern und bei Problemen während des Systemstarts eine Wiederherstellung zu versuchen. Ein Anhaltspunkt, welche Dateien wiederhergestellt werden müssen, könnte das Datum der letzten Änderung sein. Ein Problem würde sich nur ergeben, wenn neue Softwarepakete installiert werden, die neue Konfigurationsdateien mitbringen.

Vielleicht hilft es auch, die Anzahl der erfolgreichen Systemstarts in einer Datei zu protokollieren, die sich zum Beispiel im Heimatverzeichnis befinden kann. Es genügte dabei, das Datum automatisch nach dem Aufbau der Arbeitsumgebung in diese Protokolldatei zu schreiben.

Gruss
Klaus

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