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progi

Fortgeschrittener

31

31.07.2017, 14:27

Hi,
also cheatcode tohd macht zusätzlich zu

Zitat

macht eine Kopie aller KNOPPIX Daten auf das angegebene medium udn bereitet keinerlei Systemstart darauf vor


einmalig in laufender Sitzung einen Start des Knoppix vom "Medium von tohd",
Dieses Medium kann (nb einem Sticks) auch auf einer geeigneten Festplattenpartition liegen - > dies beschleunigt KNOPPIX (meist) deutlich.

Um erneut das "KNOPPIX vom Medium auf tohd" zu starten muß man nun nicht mehr tohd ausführen, sondern kann sich das kopieren ersparen, indem man fromhd benutzt.

Zitat

Also, man kann dann zwar auch auf NTFS kopieren, aber es bleibt dann das nun hinlänglich besprochene Problem des Systemstarts bestehen.

Richtig

Also um fromhd benutzen zu können (übrigens mit linux, linux64) sollte man darauf achten "dem boots-Vorgang mittels cheatcode" auch die richtigen Dateien linux und minirt.gz (der richtigen Knoppix-Version - hier wohl 771) zur Verfügung zu stellen.

Also um den cheatcode fromhd zu benützen gilt natürlich

Zitat

das nun hinlänglich besprochene Problem des Systemstarts


booten woher :
1. booten z.B. daher, wo man tohd ausgeführt hat,
2. eine passende KNOPPIX-DVD (hier wohl 771)
3. die bootonly.iso von der KN771-DVD brennen (dann kann man ev. auch von einem CD-Laufwerk aus booten)
4. von einem angepaßten bootsmanager "das nun hinlänglich besprochene Problem des Systemstarts"

Hier möchte ich für andere Leser den Unterschied zwischen 2 Systemen skizieren.
1. mittels cheatcode tohd : weiterhin eine KNOPPIX-Datei - also komprimiert - also "ein KNOPPIX-System"
2. mittels des Scripts 0wn : entpackt - ähnelt nun viel mehr einem Debian-System (Betonung ähnelt) - Platzbedarf ca 2-3x wie unter 1. Dateisysteme sind dabei viel strenger vorgegeben.


MfG
progi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »progi« (31.07.2017, 14:40)


FM_81

Fortgeschrittener

32

31.07.2017, 15:23

RE: KNOPPIX ab 7.7 auf NTFS Dateisystem legen und booten?

Mein Hinweis auf 'ntfs_stage1_5' funktioniert zwar, allerdings muss ich gestehen, dass die STAGE-Files die ich verwendet habe, schon gehörig alt waren; aktuellerer GRUB-Legacy scheint die gar nicht mehr zu haben. (neu ist auch nicht immer besser!)

Ist aber auch nicht nötig, denn das
Was ich nicht will, ist eine übliche USB-Installation eines GNU/Linux auf einem USB-Stick. Es geht mir darum, dass das Live-System Image auf einem NTFS-Stick liegt und von diesem gebootet werden kann.
funktioniert ohne größeren Aufwand mit GRUB4DOS. Version 0.4.6a findet man vereinzelt noch zum Download ... Auspacken ...
Die Datei grldr daraus ins Wurzelverzeichnis (des NTFS-USB-Sticks) kopieren; alle KNOPPIX-Dateien ebenfalls.
Den MBR des Sticks (HIER UNBEDINGT DAS RICHTIGE GERÄT WÄHLEN) mittels des Programmes bootlace.com schreiben. Eine menu.lst mit KNOPPIX-Inhalt im Wurzelverzeichnis erstellen.

Von einem solchen System aus schreibe ich gerade diesen Beitrag; der Teufel steckt vielleicht noch irgendwo im Detail, dass es nicht immer und überall funktioniert? Hatte aber selbst keine Probleme ...
Gruß, FM_81
ACHTUNG!
Ihre Systemleistung reicht nicht aus, um einen BLUE-SCREEN zu erzeugen!
Möchten Sie statt dessen einen GREEN-SCREEN sehen?

---- [Ja] ---- [Nein] ---- [Weiß noch nicht] ----

33

01.08.2017, 17:10

funktioniert ohne größeren Aufwand mit GRUB4DOS. Version 0.4.6a findet man vereinzelt noch zum Download ... Auspacken ...
Die Datei grldr daraus ins Wurzelverzeichnis (des NTFS-USB-Sticks) kopieren; alle KNOPPIX-Dateien ebenfalls.
Den MBR des Sticks (HIER UNBEDINGT DAS RICHTIGE GERÄT WÄHLEN) mittels des Programmes bootlace.com schreiben. Eine menu.lst mit KNOPPIX-Inhalt im Wurzelverzeichnis erstellen.

Von einem solchen System aus schreibe ich gerade diesen Beitrag; der Teufel steckt vielleicht noch irgendwo im Detail, dass es nicht immer und überall funktioniert? Hatte aber selbst keine Probleme ...
Gruß, FM_81
Ich habe zwar innerlich schon damit abgeschlossen und mich an den Gedanken mit Zwei Sticks zu leben schon angepasst. Aber vielleicht motiviert mich ja etwas irgendwann wieder...

Kannst du deine Einstellungen hier posten?
Das würde nicht nur meinen Wiedereinstieg dann beschleunigen, es dienst sicher auch dem allgemeinen Verständnis.

FM_81

Fortgeschrittener

34

01.08.2017, 20:14

Der 8GB-Stick in meinem Test wurde (nur um sicher zu gehen) unter WINDOWS mit NTFS formatiert. (keine Schnellformatierung)

Der Rest passierte unter Linux ...
Die Datei grldr aus dem entpackten GRUB4DOS-Download wurde auf den Stick kopiert;
der gesamte Inhalt der KNOPPIX-ISO-Datei ebenfalls. Meine Testversion war 7.7.
Sieht dann so aus:

Quellcode

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test@pc:/media/TEST$ ls -la
insgesamt 369
drwx------ 1 test users   4096 Jul 31 15:03 .
drwxr-xr-x 4 root  root    4096 Aug  1 19:35 ..
-rw------- 1 test users     54 Jul 31 12:05 autorun.bat
-rw------- 1 test users     45 Jul 31 12:05 autorun.inf
-rw------- 1 test users    967 Jul 31 12:05 autorun.pif
drwx------ 1 test users   4096 Jul 31 12:05 boot
-rw------- 1 test users  32606 Jul 31 12:05 cdrom.ico
drwx------ 1 test users      0 Jul 31 12:05 efi
-rw------- 1 test users 311653 Aug 21  2015 grldr
-rw------- 1 test users   1744 Jul 31 12:05 index.html
drwx------ 1 test users   4096 Jul 31 12:25 KNOPPIX
-rw------- 1 test users   3060 Jul 31 13:29 menu.lst
Die Datei menu.lst muss manuell erstellt werden.
Der erste Abschnitt ('setkey'-Teil) macht nur eine deutsche Tastatur,
der restliche Inhalt geht aus der SYSLIUNX.CFG hervor, deren Syntax ist aber NICHT identisch.
Man muss auch nicht alle Optionen des Originals hinein nehmen!

Quellcode

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setkey greater bar
setkey less backslash
setkey doublequote at
setkey ampersand caret
setkey slash ampersand
setkey parenleft asterisk
setkey parenright parenleft
setkey equal parenright
setkey question underscore
setkey backslash minus
setkey z y
setkey Z Y
setkey y z
setkey Y Z
setkey plus bracketright
setkey asterisk braceright
setkey semicolon less
setkey colon greater
setkey minus slash
setkey underscore question
setkey caret backquote
setkey quote equal
setkey backquote plus
setkey bracketleft semicolon
setkey braceleft colon
setkey bracketright quote
setkey braceright doublequote
setkey bar bracketleft
setkey at braceleft

color white/red black/light-gray
default 0
timeout 30

title knoppix
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title adriane
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off video=640x480 nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1 adriane
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title knoppix64
kernel /boot/isolinux/linux64 lang=de apm=power-off nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title adriane64
kernel /boot/isolinux/linux64 lang=de apm=power-off video=640x480 nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1 adriane
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title debug
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1 debug
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title debug64
kernel /boot/isolinux/linux64 lang=de apm=power-off nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1 debug
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title fb1024x768
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off vga=791 video=1024x768 xmodule=fbdev nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title fb1280x1024
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off vga=794 video=1280x1024 xmodule=fbdev nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title fb800x600
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off vga=788 video=800x600 xmodule=fbdev nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title fb640x480
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off vga=785 video=640x480 xmodule=fbdev nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title memtest
kernel /boot/isolinux/memtest

title dos
kernel /boot/isolinux/memdisk
initrd=/boot/isolinux/balder.img

title failsafe
kernel /boot/isolinux/linux lang=de vga=normal atapicd nosound noapic nolapic noacpi pnpbios=off acpi=off nofstab noscsi nodma noapm nousb nopcmcia nofirewire noagp nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 nonetwork nodhcp xmodule=vesa
initrd /boot/isolinux/minirt.gz
An der Stelle ist alles benötigte auf dem Stick, aber er ist noch nicht bootfähig!

Hier kommt das Programm bootlace.com aus dem GRUB4DOS-Paket ins Spiel, es kann laut enthaltener Doku unter Windows und Linux ausgeführt werden!
Ich habs unter Linux gemacht:
Heraus finden wie der Stick heißt, mit blkid oder fdisk -l oder wie auch immer, in meinem Test hieß er /dev/sdd
Dann zum entpackten GRUB4DOS-Verz. navigieren, Root-Rechte sind beim Schreiben eines neuen MBR nie verkehrt:

Quellcode

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su
cd <VERZ_wo_GRUB4DOS_entpackt>
./bootlace.com /dev/sdd
Hier unbedingt das richtige Device auswählen!

Mehr war es nicht ...

Gruß, FM_81
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35

01.08.2017, 20:33

Danke.

Das sieht ja wirklich ziemlich gelassen aus. Da bekommt man ja wieder Lust...

36

04.08.2017, 17:02

Teilerfolg

Vorab nochmals Dank an alle, die mithelfen und ihre Gedanken hier äußern.
Der letzte Beitrag von FM_81 hat mich inspiriert, doch noch einen Versuch zu wagen.
Also, ganz aufgegeben habe ich das Thema ja eh noch nicht, aber es schien mir zu kompliziert es derzeit nochmal angehen zu wollen.
Besagter Beitrag stellt aber eine akzeptable Hürde in Aussicht und war daher motivierend. Als erstes besorgte ich mir dazu heute einen neuen USB-Stick. USB-Stick und Performance wäre vielleicht auch mal ein sinnvoller Thread in einem KNOPPIX-Forum, ich will hier nur soviel sagen: neuere Sticks mit USB3.0 und USB3.1 (alle Kingston DataTraveler) zeigten sich als unbrauchbar für einen Stick mit einem Betriebssystem, selbst für das gepackte KNOPPIX. Gefühlt ist deren Geschwindigkeit einen Faktor fünf langsamer, als der alte USB2.0 von Kingston, den ich bisher als KNOPPIX-Stick mit FAT genutzt habe. Die schnellsten in meinem Sortiment sind keine echten Sticks, sondern SD-Card-Reader im USB-Format. Sie haben nur zwei Probleme: nicht stabil genug für die Hosentasche und drastischer Leistungseinbruch bei Erwärmung. Deshalb wurde mein neuer Stick nun ein kleiner Intenso mit USB3.0 und 64G und der scheint in Ordnung zu sein. Am USB3 hatte ich ihn allerdings bisher noch nicht booten können.
Mit diesem kleinen Stick legte ich unter einem Ubuntu zwei Partitionen an, eine ca 7G große ext2 am Ende für die Overlay-Partition und den Rest in NTFS.
Auf die NTFS-Partition kopierte ich die Daten aus dem FAT des KNOPPIX-Sticks, legte die geforderten Dateien aus GRUB4DOS darauf, editierte die menu-lst (weil ich dort syslinux und nicht isolinux habe und einige Einträge nicht brauche), legte den Bootloader an und:
erst man Fehlstart.
Zwar bootete das System im ersten Schritt, konnte dann aber keine Partitionen finden.
Ich dachte an einen Fehler meinerseits, das Einlegen des Sticks in Ubuntu brachte aber eine Fehlermeldung des NTFS-Dateisystems.
Also, einzigen verfügbaren Windows Rechner genommen, NTFS repariert und siehe da, das Booten gelang nun auf meinem Test-PC und genau laut Einstellungen der menu.lst und mit eingebundener Overlay-Partition, also genau mein KNOPPIX. Der Bootvorgang war deutlich flotter, als gewohnt. Der neue Stick hängt aber am gleichen USB2 Port an dem PC.

Leider konnte ich zwei andere PCs nicht booten.
Einer ist ein Mac-Book und ganz gewiss EFI, der erkannte den Stick gar nicht zum Booten (Standard-KNOPPIX wird mit mehreren Möglichkeiten erkannt), über das Icon für Windows(Mac-Nutzer wissen vielleicht, was ich damit meine) startete der Stick und blieb dann aber hängen.
Ein anderer PC erkannte den Stick, konnte damit aber nichts anfangen und bootete ihn nicht. Ich hielt diesen PC immer für ein BIOS (habe keine Passwort um nachzuschauen), sah aber auch, dass KNOPPIX 771 ihn als EFI behandelte. Der neue Stick mit KNOPPIX auf NTFS und Grub4Dos arbeitete nicht.

Ich sehe, dass es außer bootlace.com noch eine 64-Version davon gibt.
Die Dokumentation habe ich nicht mal angesehen, nur mehr oder weniger blind nachgeäfft, was mir hier erklärt wurde.

Ganz so schlecht ist das Ergebnis bisher nicht.
Ich kann einen Laptop booten, schneller als bisher. Ich kann den Stick im Windows als NTFS benutzen (getestet) und ich habe meine Overlay-Partition bei der Aktion noch ein wenig vergrößert (der Stick hat ja mehr Platz).

Ich verstehe nicht wirklich, wie KNOPPIX das anders macht und fließend die Architekturen wechselt. Vollkommen ohne entsprechende manuelle Wahl. Ich denke, dass doch vielleicht eine gewisse Automagie im SYSLINUX drin steckt, die mit den diversen GRUB-Versionen nicht oder nicht einfach hergestellt werden kann.
Ob ich noch weiter testen möchte, weiß ich im Augenblick nicht, aber ich werde jedenfalls erst mal noch eine Weile so mit diesem Stick spielen.

37

04.08.2017, 17:52

KNOPPIX und KNOPPIX1


Zitat von »scdbackup«



Gute Theorie. Ich hatte mich schon gewundert, was KNOPPIX1 machen soll.
Ich bekomme das mit den Zitaten hier irgendwie nicht so richtig hin. Ihr kommt damit hoffentlich klar.

Gerade sehe ich die Datei /KNOPPIX/KNOPPIX/overlay-contents.txt:

Quellcode

1
2
KNOPPIX: base system incl. Firefox, Gimp, Libreoffice
KNOPPIX1: openscad, slic3r, scribus, inkscape, blender, freecad, librecad, biber, kdenlive, openshot

Das passt gut zur bisherigen Annahme.

38

04.08.2017, 19:05

weiterer kleiner Erfolg

zusätzlich zu grldr habe ich nun einfach noch grldr.mbr und grldr.pbr ins Rootverzeichnis auf meinen NTFS-Stick gelegt. Ohne großen Plan, weshalb. Danach kann ich nun einen Rechner mehr booten. Da ist definitiv ein Unterschied.

Zuvor hatte ich es schon auf einem 32Bit-rechner probiert und musste die Kernelauswahl manuell passend treffen, dann bootete auch dieser.

Es sieht so aus, als wären nur die MacBooks mit ihrem EFI-Boot tatsächlich immun.

FM_81

Fortgeschrittener

39

05.08.2017, 07:56

... ich will hier nur soviel sagen: neuere Sticks mit USB3.0 und USB3.1 (alle Kingston DataTraveler) zeigten sich als unbrauchbar für einen Stick mit einem Betriebssystem, selbst für das gepackte KNOPPIX. Gefühlt ist deren Geschwindigkeit einen Faktor fünf langsamer, als der alte USB2.0 von Kingston, den ich bisher als KNOPPIX-Stick mit FAT genutzt habe. Die schnellsten in meinem Sortiment sind keine echten Sticks, sondern SD-Card-Reader im USB-Format. Sie haben nur zwei Probleme: nicht stabil genug für die Hosentasche und drastischer Leistungseinbruch bei Erwärmung. Deshalb wurde mein neuer Stick nun ein kleiner Intenso mit USB3.0 und 64G und der scheint in Ordnung zu sein. Am USB3 hatte ich ihn allerdings bisher noch nicht booten können.
Das ist in gewisser Weise normal, USB3-Unterstützung geschieht oftmals nur auf Ebene des Betriebssystemes. Aber hast Du ein solches schon während des Bootens? NEIN!
Und selbst wenn es vereinzelte Kombinationen Rechner-USB3-Stick gäbe oder gibt, die es quasi auf Hardware-Ebene supporten: sobald der Stick am nächsten PC steckt, sieht es wieder anders aus ...

Einer ist ein Mac-Book und ganz gewiss EFI, der erkannte den Stick gar nicht zum Booten (Standard-KNOPPIX wird mit mehreren Möglichkeiten erkannt), über das Icon für Windows(Mac-Nutzer wissen vielleicht, was ich damit meine) startete der Stick und blieb dann aber hängen.
Ein anderer PC erkannte den Stick, konnte damit aber nichts anfangen und bootete ihn nicht. Ich hielt diesen PC immer für ein BIOS (habe keine Passwort um nachzuschauen), sah aber auch, dass KNOPPIX 771 ihn als EFI behandelte. Der neue Stick mit KNOPPIX auf NTFS und Grub4Dos arbeitete nicht.
EFI ist eine andere Geschichte, darauf bezog sich meine Erklärung nicht. Als GRUB4DOS seine "populärste Phase" hatte (geschätzt so um 2009 bis 2011?), dürften die wenigsten realistisch über EFI nachgedacht haben ...
Und MAC-Zeugs ist sowieso noch mal eine andere Geschichte der Version einer anderen Geschichte ...
Da dürften nur signierte Bootloader weiter helfen? Wovon einer sicherlich im Original-KNOPPIX enthalten ist ...

Gruß, FM_81
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40

05.08.2017, 12:08

USB-Sticks und vermutlicher Abschluss

Ah, jetzt sehe ich etwas klarer mit den Zitaten.
Das ist in gewisser Weise normal, USB3-Unterstützung geschieht oftmals nur auf Ebene des Betriebssystemes.
Ja schon. Aber dass ein USB3 Stick deutlich sehr viel langsamer ist,als ein USB2, dafür gibt es für mich keinen guten Grund. An den meisten PCs habe ich nur USB2 und nur einmal über zusätzliche PCI-Karte USB3 nachgerüstet (der bootet allerdings quasi nie sondern läuft immer und wenn er bootet, kann er das nicht von diesem Anschluss) und dann einen Laptop mit einem USB3 Anschluss, der mir nicht gehört und worauf ich nur eingeschränkt Zugang habe. Ich kann den aber über Bootmenü auch mit KNOPPIX vom Stick oder von der DVD booten, BIOS kann ich nicht erreichen.
Auf den Kingston Sticks USB3.0 ( sie heißen alle DataTraveller G4 und ich benutze 64G und 32G) habe ich auch schon andere Betriebssysteme installiert oder Live-DVDs und die gleiche Erfahrung gemacht. Sie eignen sich zum direkten Transfer von Daten und sind dabei nicht auffällig, aber sie stürzen total ab, wenn sie ein System Booten.
Mit dem neuen Intenso USB3.0 und dem alten Kingston USB2.0 habe ich eine Wartezeit von der ersten KNOPPIX-Grafik (mit dem daVinchy-TUX) bis zum erscheinen meines Bildschirms unter LXDE (wo sehr viel aus der Overlay-Partition genommen werden muss) in Größenordnung von wenigen Augenblicken bis zu Sekunden. Die Wartezeit fällt auf, doch vollkommen akzeptabel und mit deutlichen Vorteilen beim neueren Intenso.
Bei den Kingston USB3 Sticks dauert das in der Größenordnung von 30 Sekunden und bis dann der Bildschirm steht und ich meine Tastenkürzel benutzen kann, vergeht wieder etliche Zeit und dann starten alle Applikationen ebenfalls um einen gefühlten Faktor zehn langsamer, als auf den beiden anderen Sticks. So langsam, dass es teilweise quälend ist, damit zu arbeiten.
Also ich mit dem HD-installierten KNOPPIX mit einem solchen Stick spielte, brauchte alleine ein einziges grub-install oder install-grub, wie das nun auch immer heißen mag, etliche Minuten. Ich verzweifelte dabei nahezu vor Ungeduld.
Bei manchen Anwendungen gibt es sogar gelegentliche Hänger oder Abstürze, die ich auf extreme Laufzeitprobleme einzelner Komponenten zurück führe.

Das Verhalten ist extrem auffällig und bei jedem der fünf Sticks aufgetreten, die ich zu unterschiedlichen Zeitpunkten kaufte (einer hat deshalb auch schon USB3.1).
Auch bei älteren USB2-Sticks habe ich derartige negative Erfahrungen früher schon gemacht.
Das hat ganz sicher nichts mit dem Standard zu tun, eher etwas mit dem internen Aufbau oder den verwendeten Kontrollern.

Wie auch immer. Es kann jemand total enttäuscht von KNOPPIX on Stick sein, wenn er an so etwas gerät und womöglich noch denkt, mit dem neuen, schnellen USB3 nun den gewaltigen Geschwindigkeitssprung zu erleben.
USB3 bedeutet hier nicht viel und sogar die manchmal (eher selten) bei den Sticks angegebenen, angeblichen Datenraten sollten hier mit Vorsicht genossen werden. Man sieht nicht in einen Stick rein (was ich allerdings früher schon mal machte und tatsächlich eine Reihe untauglicher HW entdecken konnte) und es ist deshalb eher Glückssache, was man da erwischt.
Herstellernamen garantieren hier für nichts.


EFI ist eine andere Geschichte
Ja. Und an mir bislang auch praktisch vollkommen vorbei gegangen. Bisher habe ich etwa ein halbes dutzend MACs mit einem EFI installiert und das ziemlich gut verstanden und hinbekommen. Allerdings ohne Notwendigkeit, in die Details zu blicken. ich weiß auch nicht, ob ich das will und brauchen werde. Es gibt immer mehr Rechner mit UEFI und nicht BIOS. Viele machen aber da irgendeine BIOS-Emulation und ich werde erst im Laufe der Zeit (vielleicht nach Jahren) bemerken, ob ich die nun mit meinem neuen Stick booten kann, oder nicht. testen werde ich es unentwegt bei jeder Gelegenheit, aber die sind nicht so häufig und Notwendigkeiten sind nochmal. seltener.


Für meine gewünschten Einsatzzwecke, die ich immer wieder und regelmäßig brauche, genügt der Stick so, wie er nun ist, vollkommen den Anforderungen. Ich kann alles damit machen, was ich mir vorgestellt habe und auf den vorgesehenen PCs läuft er tadellos.

Ich habe eine große Partition mit NTFS und darauf liegt KNOPPIX und wird mittels Grub4Dos gebootet. Eine kleinere Partition in EXT2 enthält meine "private" Overlay-Partition, wird im Betrieb flüssig eingebunden und lädt meine zusätzliche SW und benutzt meine Einstellungen, um angestammte SW zu verdrängen. So erhalte ich einen LXDE mit OpenBox und meinen Einstellungen aus den anderen Systemen (wo ich OpenBox ohne LXDE direkt nutze). Damit kann ich sehr flott wie gewohnt auch in Knoppix-Live arbeiten und bei Bedarf weitere Änderungen vornehmen.
Die Gedanken an eine remasterte Version von KNOPPIX, die meinen Bedürfnissen noch eher gerecht werden könnte, habe ich von Anfang an nur halbherzig verfolgt. Außer dem kleineren Platzbedarf bringt das keine praktischen Vorteile zum derzeitigen Modell, das sehr viel einfacher umsetzbar war.
Mit diesem Stick kann ich nun meinen gewünschten Laptop booten, um die regelmäßigen Datensicherungen dort durchzuführen und ich kann ihn in einem Windows problemlos als Datenspeicher im NTFS-Format nutzen und die immer häufiger vorkommenden großen Dateien hierhin kopieren. Diese NTFS-Partition kann ich lesend und schreibend auch in meinen privaten Systemen einbinden, wo ich vorwiegend FreeBSD im Einsatz habe. Das ist auch der Hauptgrund für die Overlay-Partition in ext2, denn das kann ich dort ebenfalls lesend und schreibend.
Damit bin ich sehr zufrieden und ich weiß nicht, ob ich noch irgendeine Motivation habe, diese Zufriedenheit eventuell zu vergrößern, indem ich mich mit EFI quäle. Ich hätte den Ansatz mit Grub4Dos schon nicht versucht, weil ich auf Grub2 fixiert war (modern...).

Deshalb möchte ich hier eine Art offenen Schluss setzen und allen Beteiligten nochmal danken. Das war eine sehr fruchtbare Diskussion.

41

05.08.2017, 14:16

Nachsatz zu EFI

obwohl Schluss beschlossen, kreisen die Gedanken ja immer noch.

EFI verbietet sich. Es braucht ja eine FAT-Partition und damit habe ich dann wieder das Dilemma, dass Microsoft dazu nur bestimmte und speziell zertifizierte Sticks akzeptiert und bei allen anderen keine zwei Partitionen erlaubt.

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