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11.10.2017, 16:27

Bildschirmeinstellungen permanent speichern (Änderungen bein nächsten Start erhalten)

Ich habe heute Knoppix, über den Reiter "Knoppix auf Flash installieren", auf einen 8GB-USB-Stick installiert. Größe der Overlay-Datei habe ich den maximalen (vorgegebenen) Speicherplatz verwendet. (Was bedeutet Overlay genau? Der eigentliche verfügbare Speicherplatz zum arbeiten?)
Ursprünglich hatte ich, unter Windows, die Knoppix-Live-DVD (8.1) mit dem WinDiskImager auf einen anderen USB-Stick kopiert. Von diesem USB-Stick aus hatte ich nochmal Knoppix ("auf Flash installeren") auf einen weiteren (also den jetzigen USB-Stick) kopiert damit der PC nicht denkt mein Knoppix sei eine unbeschreibbare DVD.


Ich besitze einen Laptop dieser mit einem 24-Zoll-Monitor verbunden ist, demensprechend habe ich die Einstellung so gesetzt das der Laptop-Monitor deaktiviert ist und den 24-Zoll-Monitor als primär mit einer Auflösung 1600x900 eingestellt. Aber wenn ich das System neu starte dann Verwendet er wieder die Ur-Einstellung; mein 24-Zoll-Monitor wird jedesmal beim Neustart wieder als sekundärer Zweitblidschrim mit zu großer Auflösung geladen ... ich muss es jedesmal (bei jedem Neustart) wieder umstellen! Andere Einstellungen, z.b. Browser oder Textdateien auf dem Desktop, bleiben erhalten! Nur das System verhält sich noch so als würde es noch auf einer DVD wohnen!

Wie kann man diesen Bug korrigieren?


Bei Googel habe ich komischerweise nichts Hilfreiches gefunden, entweder nur alte Versionen wo es noch den Reiter "Einstellungen speichern" gegeben hat oder andere Versionen. Ich hatte sogar Versucht die Einstellungen in diesem komplizierten Terminal mit sudo nano ~/.profile zu bearbeiten, aber Knoppix speichert anscheinend die Einstellungen woanders. Es würde mir schon reichen wenn ich weiss wie die Datei richtig heisst, dann könnte ich manuell die Werte dort festlegen.

Wenn ich ein Update des Systems durchführen will sagt er mir außerdem das kein Speicherplatz mehr verfügbar ist!


Vielen Dank, Knoppix ist wirklich wunderbar! Aber die Einstellungen sollten schon immer so beibehalten werden wie man sie selbst einstellt.
Ich kenne keinen Menschen mehr dieser noch diese PC-mittelalterlichen Scheiben (DVDs oder CDs) verwendet, ich z.b. habe schon seit 5 Jahren kein DVD-Laufwerk mehr. vielleicht sollte man Linux-Varianten auch extra für USB-Sticks anbieten, dann könnte man auch alles so einrichten das die Systemeinstellungen immer schön gespeichert bleiben. Für Sicherheitsfreaks ist eine Scheibe natürlich attraktiver ...




Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Turrican2k« (11.10.2017, 18:46)


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11.10.2017, 19:54

Was bedeutet Overlay genau? Der eigentliche verfügbare Speicherplatz zum arbeiten?)

usb stick DUPLIKAT BACKUP clonen ??
wenn ich das richtig gemacht habe, führt dich der Link von oben zu einem Beitrag in anderem Zusammenhang, wo ich diese Funktionen erst vor Kurzem beschrieben hatte. Man findet natürlich jede Menge Information im Internet. Es dauerte einige Wochen mit Knoppix, bis ich selbst die Zusammenhänge so weit erfasste.
Statt einer kurzen Antwort darauf, was Overlay überhaupt ist, versteht man vielleicht besser die Zusammenhänge. Wenn die Darstellung dir nicht gefällt, oder du fragen hast, kannst du dich ja melden. ich sehe hier oft rein und antworte gerne.

Bevor ich zu den anderen fragen komme, möchte ich noch einen Link zu einer anderen Diskussion liefern: Habe keinen Ton
Dort beschreibe ich eher grundsätzlich, wie ich eine Installation eines Knoppix bewerte. Für mich ist Knoppix ein pures Live-System und nicht zur Installation geeignet, die Begriffe verwende ich aber (noch) etwas anders als du.

... ich muss es jedesmal (bei jedem Neustart) wieder umstellen!

Das ist dem geschuldet, dass Knoppix den Start des Xservers jedesmal vollkommen neu vornimmt.
Was ich gesehen habe, ist das, dass Knoppix ein Start-Script benutzt. genauer gesagt sind es wohl wenigstens zwei solcher Scripts und an keines kommt man für Änderungen heran, weil sie in den Tiefen des Knoppix-Image schlummern. Man könnte sie auf der Overlaypartition bearbeiten, aber das ist nicht einfach.
Es startet aber schließlich ein Xserver und der liest verschiedene Konfigurationsdateien aus. Berühmt und bei mir noch immer in Benutzung (also nicht auf Knoppix, auf meinen anderen Systemen), ist die xorg.conf. Solch eine Datei kann man sich auch in Knoppix erstellen. Ich möchte ein mögliches Vorgehen hier aber erst mal vertagen. Du solltest erst mal darüber nachdenken, ob du das überhaupt willst und ob Knoppix das ist, was du am suchen bist. Ichhabe das in Knoppix auch nie probiert und es wäre also ein Versuch, der möglicherweise nicht gelingt.
Denn Knoppix ist Live und mit einer xorg.conf würdest du diesen Charakter dann zerstören. Sie wäre ja fest geschrieben und wenn du den Stick an einem anderen PC benutzt, dann würde der unpassende Informationen lesen.
Deshalb denke ich an eine andere Möglichkeit. Vielleicht kann man die Einstellungen, die du nun manuell tätigst, durch ein Script erledigen lassen. Das brauchst du dann nur nach dem Login auszuführen, um deine Einstellungen für diesen PC zu erhalten.

Knoppix ist Live und deshalb sollte/darf man keinen Update (apt-get upgrade) machen. Das macht gar keinen Sinn, weil dann ja mehr Änderungen in die Overlay geschrieben werden, als das System überhaupt groß ist.

vielleicht sollte man Linux-Varianten auch extra für USB-Sticks anbieten

Ja, da ist schon was dran, aber bedenke: Knoppix ist Live und auch bei der gleich beschriebenen Möglichkeit bleibt das so. Knoppix liegt auf seinen Images, die bleiben immer unverändert.
Mit der Version 8.1 hat man aber zum ersten Mal ein neues Boot-Konzept probiert und das erlaubt es, das iso-File mittels dd* direkt auf einen USB-Stick zu legen. Die Overlay-Partition wird dabei gleich mit angelegt und beim ersten Booten so ausgedehnt, dass sie den kompletten freien Platz belegt. Diese Methode hat einige Einschränkungen, aber es kann damit tatsächlich das Brennen einer CD/DVD gespart werden.
Was immer man in der Overlay nun ändert, kann in Knoppix 8.1 auch durch eine Option (Remastering) zusammen mit den Knoppix-Images zu einem neuen, resultierenden Image geformt und auf einen Stick gebracht werden. Aber das bleibt dann wieder Live.

*dd ist eines der grundlegenden Kommandos in wohl jedem unixartigen System.

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11.10.2017, 20:04

in diesem komplizierten Terminal mit sudo nano ~/.profile


den wollte ich nicht im Zusammenhang mit dem anderen Text nehmen.
Das Terminal in Knoppix ist das LXDE-Terminal und das ist eher einfach und nicht kompliziert. Affig und störend finde ich persönlich die eingeschalteten 3D-Effekte auf dem Desktop und um das Terminal herum, das verwirrt. Aber das Terminal und auch der Editor nano sind wirklich einfach. Es gibt "echte Editoren", die von Profis bevorzugt werden, die wirklich kompliziert sind. Aber nano ist definitiv für Anfänger wie mich entwickelt. Ich bin sehr froh, dass es solche einfachen Editoren gibt.

die ~/.profile ist deine persönliche Konfigurationsdatei für die bash.
Die BASH ist die wichtigste Shell in Linux-Systemen, sie wird dort fast immer als Standard eingesetzt. Es gibt aber auch zahlreiche andere Shells. Die BASH ist wirklich mächtig und sie interpretiert alles, was du in einem Terminal eingibst und führt dann Befehle aus. Damit sie das richtig tun kann, braucht sie einige Informationen und die bezieht sie aus diversen Konfigurationsdateien. Für den User knoppix kannst du in dessen Heimatverzeichnis in der .profile Konfigurationen tätigen, die dann die allgemeinen Einstellungen ergänzen oder auch ersetzen. Du kannst hier etwa das Aussehen deines Prompts bestimmen und verschiedene Variablen setzen.
Du kannst hier nicht eine Einstellung für deinen Monitor setzen.


edit:
und weil das deine -profile ist, kannst du die auch selbst editieren und musst nicht mit sudo zum root werden.

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11.10.2017, 20:11

Ich verstehe, Knoppix ist so gemacht das es immer im gleichen Zustand verbleibt (Optimal für DVDs/CDs)

Gibt es denn eine schöne Alternative zu Knoppix?

Ich hatte die letzten Jahre immer gelegentlich Knoppix "getestet" und es war für mich immer das schönste Linux. Leider bin ich immer an dem, in dem Thread genannten Problem, mit Knoppix gescheitert. Ich würde gerne ein Linux-Betriebssystem vom USB-Port aus nutzen. Hauptsächlich für die grundlegenden Dinge des Lebens; Internet/surfen, Facebook, Banking usw., Windows will ich weniger benutzen ,nur bei bedarf, soll aber auf den internen Datenträgern vorhanden bleiben. Vielleicht wäre Ubuntu die richtige Variante(?).
Besonderst schön gefallt mir Raspbian vom Raspberry, die Paketinstallation dieser mit einer art Playstore verknüpft ist (also wo man automatisch sämmtliche Pakete durchsuchen und installieren kann) ist sehr attraktiv, Debian für x86 Systeme hat mich weniger überzeugt. Knoppix dagegen ist gut ausgestattet; ganz besonders die Auswahlfunktion "Knoppix auf Flash installieren".

5

11.10.2017, 23:57

ich will mich an einer Antwort versuchen, bin da aber wenig kompetent.
Vor vielen langen Jahren habe ich mich für OpenSource entschieden und zunächst auch mit Linux-Systemen mein Leben in der Welt der Freien begonnen. Dabei habe ich im Laufe der Zeit auch etliche Male Systeme auf USB-Datenträger installiert, weil ich keine andere HW verfügbar hatte, um etwas zu testen. Das funktioniert mit Linux sehr gut. Es gab dann aber Entwicklungen, die mich nachdenklich machten und von Linux Abstand nehmen ließen. Damals fand ich voller Dankbarkeit FreeBSD, das ich bis heute als mein Hauptsystem benutze. So lange und so zufrieden, dass ich den Anschluss an die Linux-Welt fast komplett verloren habe.
Lediglich gelegentlich habe ich für andere Nutzer mal ein Ubuntu installiert. Hauptsächlich auf Macs. Ich habe auch mit einer Version länger gespielt und versucht, es für mich zu gewinnen. Aus dieser Zeit, vor etwa zwei Jahren, benutze ich selbst noch immer ein Ubuntu, ab und zu. Ich habe niemals eine tiefere Beziehung zu Ubuntu entwickelt und mag es nicht sonderlich. Es kommt mir aber absolut Endanwendergerecht vor.
Einen Vergleich zu anderen Distributionen kann ich kaum wagen.
Was ich immer lese ist etwa, dass Ubuntu die klassische Distribution für Endanwender ist, die nicht viel eigene Vorstellungen ins System einbringen wollen und das nehmen, was ihnen serviert wird während Arch-Linux eher für solche Leute gemacht ist, die genauere Vorstellungen haben, was sie denn realisieren möchten und dabei nicht auf vorgefertigte Lösungen setzen wollen. Damit habe ich zwei Distributionen herausgegriffen, denen eine sehr gute Dokumentation zu eigen ist. Ubuntu bietet das alles auch auf Deutsch, bei Arch kenne ich es nur in Englisch. Ubuntu hat außerdem ein sehr nettes und durchaus kompetentes Support-Forum in Deutsch. Alleine deshalb und wegen des wirklich anschaulichen Wikis möchte ich es empfehlen.
Dabei ist vielleicht hilfreich zu wissen, dass Ubuntu mehrdeutig ist. Es ist sowohl der Name für eine bestimmte Version, als auch die Oberbezeichnung für eine ganze Reihe von Unterversionen. Die Entwicklungsvorgabe bei Ubuntu ist immer gewesen, keine unnötige Redundanz zu liefern. Also, ein Mail-Programm und nicht zehn und nur eine Desktop-Umgebung und ein Brennprogramm usf. Deshalb ist Ubuntu zunächst relativ schmal, aber umfassend. Es gibt Unterversionen, wie Lubuntu mit dem LXDE Desktop-Environment oder Xubuntu mit XFCE oder Kubuntu mit KDE und einige mehr. Ubuntu hat ein eigenes Environment, an das ich mich nie gewöhnen konnte.
Nun ist aber Ubuntu so durchdacht, dass die einzelnen Versionen zu ihren Inhalten sehr gut angepasst und dafür optimiert sind, dass aber trotzdem jemand, der ein Lubuntu installiert, mit wenigen Befehlen auch ein KDE oder XFCE nachrüsten kann und etwa jedem Nutzer ein eigenes Environment spendiert oder selbst gelegentlich wechselt.
Es gibt für jede Version auch grafische Tools, die die Verwaltung des Systems für Neulinge vereinfachen.
Und Ubuntu bietet eine große Auswahl an zusätzlicher SW in einem sehr stabilen Paket-Management.

Ich selbst habe nie wirklich verstanden, was einen zu einem sogenannten Distro-Hopping bewegen kann. Also, mir gefällt jenes Linux nicht aber ein anderes besser, also wähle ich eine neue Distribution.
Was wirklich unterscheidet sind doch nur Verwaltungstools und die braucht man im Grunde gar nicht, weil wenige Befehle das alles erledigen können. Und man kann doch alles selbst so einrichten und umbauen, dass es einem gefällt. Ich setze mir doch auch einen Bildschirmhintergrund, wie ich ihn haben möchte und wechsele deshalb nicht meine Distribution. Und außer Ubuntu erfindet auch keiner eine eigene Desktop-Umgebung. Ob ich XFCE in Ubuntu einsetze oder in Arch-Linux oder auch auf FreeBSD, das macht doch keinen großen Unterschied. Wichtig ist, dass es geht und gemacht werden kann und dabei sind vorgefertigte Pakete eine große Hilfe und das gibt es für Ubuntu eben.
Deshalb verstehe ich auch nie so wirklich, was an Knoppix begeistert und viele so abfällig über Ubuntu reden lässt.
Ich meine, ich bin von Knoppix auch begeistert und nutze es sehr gerne. Eben als Live-System, das ich an meine Bedürfnisse ein wenig angepasst habe.
Was man da sieht, ist ein LXDE mit einem Compiz. Compiz ist, soviel ich weiß, ein 3D-Composite- und Fenster-Manager. Schaltet man ihn in Knoppix aus, übernimmt Metacity als Fenstermanager. Bei mir ist das nun Openbox.
Jedenfalls gibt es all diese Komponenten auch bei Ubuntu und außerdem wird im Wiki gut beschrieben, wie man sie einbauen und nutzen kann. So what? Wenn es jemandem tatsächlich gefällt, dass explodierende Fenster ihn von der Arbeit abhalten, dann kann er sich das doch einfach installieren und einrichten.
Alles, was es dazu braucht, ist ein wenig Mühe bei der Lektüre und Verständnis dafür erwerben, wie das jeweilige System funktioniert.
Meiner bescheidenen Erfahrung nach, geht das mit Ubuntu wirklich ziemlich gut.

Kein Betriebssystem ist sicher und der Anwender ist eine größere Gefahr, als irgendwelche Programme und desto mehr Programme man installiert und desto größer diese sind, desto verletzlicher wird ein System. Deshalb haben Live-Systeme einen guten Ruf erhalten. Weil sie unveränderlich sind, kann eine Attacke nicht über das Ausschalten hinaus wirken. Im Betrieb kann man genauso gut ausgespäht werden, wie mit jedem anderen System auch. Was Knoppix besser eingestellt hat, ist eigentlich good practice und sollte so in etwa von jedem vorsichtigen Anwender gehandhabt werden. Mit einer Overlay-Partition verflüchtigt sich die vermeintliche Sicherheit durch einfaches Abschalten des Systems. Ein Schädling kann hier überleben.
Deshalb ist die Idee sehr gut, dass man aus einem aktuellen und für sich angepassten Knoppix ein neues Image remastert.
Ich finde die Idee super und hatte mich da auch schon eingelesen. 8.1 bringt das jetzt als eingebauten Automatismus. Ich wollte das allerdings nicht wegen mehr Sicherheit für mich haben.
Für dich wäre das aber eine Möglichkeit.
Du könntest tatsächlich, wenn du Knoppix nur von einem PC nutzen willst, versuchen dein Einstellungsproblem zu beheben, SW hinzfügen, die dir vielleicht fehlt oder dein System sonst anpassen und dann davon ein neues Image erstellen lassen, das du von einem neuen Stick nutzen könntest. Als Live-System für einen speziellen PC und gezielten Zweck.
Wie bei allen Knoppix-Versionen verzichtest du dann auf laufende Updates.

Du könntest auch eine HD-Installation aus einem laufenden Knoppix auf einen USB-Stick durchführen. Der sollte wenigstens 16G groß sein. Knoppix braucht alleine schon etwa 12GB. In dieser HD-Installation hast du dann ein Debian mit erweiterten Quellen und ohne grafische Update-Funktion. Du kannst aber die Debian-Mechanismen nutzen. Und du bekommst alles, was bei Knoppix installiert ist und du kannst Konfigurationen fest einstellen.
Ich habe das nur einmal getestet und war davon gar nicht angetan.
Die Stärke von Knoppix ist Live (und dass es fein gepackt ist, was es ja auch schneller macht).
Man darf auch nicht vernachlässigen, dass Knoppix einige Mechanismen einbaut, die den orginal-Bootmechanismus ausblenden. Stattdessen tritt die Knoppix-HW-Erkennung und Konfiguration in Erscheinung, die aber nur im Live-System wirkt und sinnvoll ist. Es kann gut sein, dass ein derartig erzeugtes System anschließend nicht wie erwartet arbeitet.

Bisher habe ich aus meiner Erfahrung versucht, die verschiedenen Seiten zu beleuchten, wie sie sich mir darstellen.
Nun will ich auch noch einen weiteren Schuss versuchen und erklären, was ich vermutlich an deiner Stelle wählen würde.
Und zwar würde ich versuchen, das nun vorhandene Knoppix so zu bekommen, dass dein Monitor-Einstellungsproblem gelöst ist. Das ist dann (vermutlich) nicht mehr so gut geeignet, für andere PCs, aber das scheint ja eh eine geringere Rolle zu spielen.
Der Vorteil der gepackten, unveränderlichen Knoppix-Images auf dem Stick ist enorm. Kein installiertes System kann mit so wenig Datenverkehr auskommen und Sticks sind nicht gut im Schreiben und halten länger, wenn weniger geschrieben wird.
Die nötigen Maßnahmen könnten vermutlich schnell umgesetzt sein, zumindest keinen allzu großen Aufwand bedeuten.
Es würde mich am ehesten reizen, es damit zu versuchen. Es bedeutet die schönste Herausforderung.
Auf die Aktualisierung der vorhanden SW kann ich verzichten und warte einfach auf die Neuerungen der nächsten Knoppix-Version.


Alles wie immer meine Sicht der Dinge und hoffentlich eine Hilfe für dich.

6

12.10.2017, 05:14

Danke, das war eine schöne sehr ausführliche Antwort.
Ich versuche das Monitorproblem zu lösen, das wird leider etwas kompliziert deshalb ziehe ich eine HD Installation auf dem Usb Stick vor. Ich habe nur Angst das dabei Knoppix den Bootloader von Windows (welcher UEFI is) beeinflussen, verändert oder zerstört. Kann ich, ohne Konsequenzen, eine HD Installation auf den Stick machen? Vielleicht stöpsel ich einfach die HD raus.


Grafische Updatefunktion, was ist damit genau gemeint? Eine Möglichkeit das System über Desktop zu updaten? Das kann man im Terminal machen.

Knoppix ist wie gesagt gut ausgestattet und es gefällt mir persönlich am besten. Das Problem ist nur das es Live ist, aber das soll wohl so Knoppix ausmachen.

7

12.10.2017, 15:55

Grafische Updatefunktion, was ist damit genau gemeint?


in Ubuntu kann man in einer GUI verschieden Optionen setzen, automatisch Updaten, an bestimmten Tagen nach Updates suchen oder nach einer gewissen Zeit und solche Dinge. Oder einfach nur benachrichtigt werden, wenn es etwas gibt oder im Hintergrund gleich auch downloaden und einspielen. Das ist recht komfortabel. Man kann sich auch informieren lassen, wann es ein neues Release gibt. Der Update zu einem neuen Release geht dann (meines Wissens nach) nicht vollständig automatisiert. Nicht ganz und gar, aber als ich das einmal zu Testzwecken probierte, da lief es vollkommen problemlos und ohne Hürden.

Nun, ich würde tatsächlich die Festplatte raus nehmen.
Es hängt viel davon ab, wie sehr du auf Knoppix vertraust.
Ich habe es nur einmal mit einer solchen HD-Install auf Stick probiert und dabei wird am Ende der Grub auf den Stick geschrieben. Bzw, ich habe das nicht zugelassen, denn das Menü sagte mir, es werde auf die erste Platte schreiben. Das wollte ich natürlich nicht. Es kann aber sein, dass das nur unglücklich im Dialog formuliert ist. Da ich vorsichtig war und an der Stelle abgebrochen hatte, kann ich das nicht mit Gewissheit sagen.
Bei meinem Test habe ich dann anschließend den Grub manuell installiert, nachdem ich die entsprechenden Einträge editiert hatte (was ich ja ohnehin machen wollte). Dazu musste ich in die Stick-Umgebung chrooten und benutzte eine Anleitung aus dem Ubuntu Wiki.
Anschließend habe ich hier auch was dazu geschrieben. Anmerkungen zu Festplatteninstallation auf USB-Stick

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12.10.2017, 23:07

Mir fällt ein das ich zwei Festplatten in meinem Laptop verbaut habe. Morgen werde ich die System-Festplatte (Windows) abklemmen und versuchen Knoppix auf die sekundäre Festplatte zu installieren. Dabei werde ich eine Partition von ca. 20GB erstellen, das wird hoffentlich keine Daten dort beschädigen. Dort soll dann Knoppix drauf, das wäre dann nichtmehr Live sondern veränderbar und updatefähig?


Das BIOS muss während dessen und wenn ich Knoppix booten will auf Bios gestellt sein, will ich normal Windows booten stelle ich es wieder auf UEFI. Das müsste sich dann so funktionieren wie ich es mir vorstelle? Dann entfällt allerdings der USB-stick.

9

13.10.2017, 08:04

das ist für mich kompliziert. Ich kann da nicht mit ausreichender Sicherheit antworten.

Wenn du einen UEFI-Rechner hast, bootet der im EFI-Modus von der EFI-Partition, die normalerweise die erste Partition auf der ersten Platte ist. (ich weiß nicht, ob das so sein muss, es war bei allen Rechnern so, die ich bisher nachgesehen hatte) Will man mehrere Systeme booten, braucht ein jedes einen entsprechenden Eintrag in dieser Partition.
Einen USB-Stick kann man quasi "am System vorbei" booten, wenn das "BIOS" entsprechende Auswahlmöglichkeiten anbietet.
Knoppix kann EFI im Live-Modus.
Bei einer HD-Installation schreibt es den Bootmanager Grub und sofern ich mich recht erinnere, Grub2 und der kann EFI. Ich bin aber im Augenblick schon nicht ganz sicher, ob Knoppix tatsächlich Grub2 benutzte, oder ich das für eines meiner Experimente nachinstalliert hatte. Jedenfalls muss dieser Grub dann auch durch einen Eintrag im (P)MBR der ersten Platte gestartet werden und die wäre dann ja nicht vorhanden. Grub2 würde normalerweise der "vorgelagerte" Bootmanager, der sowohl Windows als auch Knoppix starten könnte.
Im Augenblick sehe ich gerade keine Möglichkeit, wie ein System von Platte zwei gestartet werden kann, wenn gleichzeitig auf Platte eins ein bootfähiges System liegt, ohne dass hier (also auf eins) ein entsprechender Lademechanismus liegt. Allenfalls könnte man einen Lademechanismus auf einem Stick etablieren und auf die zweite Platte richten. So ganz trivial ist das nicht.
Ich fürchte, da wirst du rum probieren müssen.

Die Methode HD-Installation von Knoppix liefert ein veränderbares System, das fast wie ein "normal" installiertes System ist. Es gibt immer noch Unterschiede, auf die ich aber nicht eingehen möchte, weil ich sie nicht alle parat habe und sicher auch nicht alles gesehen habe, als ich damit mal gespielt hatte. Aber grundsätzlich wird das zusammengefasste und gepackte Knoppix auf ein beschreibbares Dateisystem installiert. Genauer gesagt auf deren zwei und die werden im Installationsprozess angelegt. Ich fürchte, dass dabei alle Daten im Ziel zerstört werden. Eine zuvor angelegte Partition nutzt also insofern nichts. Knoppix wird zwei Partitionen erstellen wollen, eine für SWAP und eine für das System.

10

14.10.2017, 04:44

So, folgendes ist geschehen;

Hatte versucht Knoppix auf die sekundäre Festplatte zu installieren, leider hat er das jedes mal nach der Partition abgebrochen. Ubuntu hat funktioniert, aber leider kann ich die zweite Festplatte nicht zum booten wählen (wg. Umbau CD>HD Schacht) weshalb ich dann deine Idee "HD Installation auf USB Stick" versucht habe. Knoppix ließ sich hier als HD installieren, konnte aber nicht booten :(
Ubuntu hat funktioniert! Werde mir nächsten Monat extra einen High Speed Stick dafür kaufen...

Bei dem Versuch die Linux-Partition wieder zur ntfs und dann mit dem alten System zu verbinden habe ich mir die Platte zerschossen; Neu formatiert! System-Festplatte ist aber unbeschadet weil diese immer ausgebaut war.

11

14.10.2017, 11:41

Ich bin froh über die Rückmeldung und dass deine Installation keinen (größeren) Schaden genommen hat. Bei solchen Experimenten ist es eher üblich, schmerzhaftes Lehrgeld bezahlen zu müssen. Zumindest habe ich das schon häufiger tun müssen.

Leider bin ich nach wie vor etwas unsicher, was die Grub-Version in Knoppix angeht. Ich habe nicht lange in meinen Aufzeichnungen gesucht, weil ich da nicht strukturiert bin und das alles auch just for fun mache. Umso länger ich aber nachdenke, desto sicherer werde ich mir, dass ich in der Knoppix 7.7.1 Grub2 nachinstalliert hatte, eben genau deshalb, weil dort per Default Grub verwendet wird. Das ältere Grub kann kein EFI.
Weil ich insgesamt eh nur geringes Interesse an dieser Installation hatte und zudem (eigentlich aber wie erwartet) eher enttäuscht war, widmete ich dem keine große Aufmerksamkeit.

Bei Ubuntu install-Medien ist es manchmal etwas tricky, in den Efi-Modus zu booten. Das hängt an der Art, wie das aufgebaut ist. Bei meinen Macs, wo ich es installierte, konnte ich in ein Auswahlmenü gehen (quasi eine BIOS-Boot-Auswahl) und dort den Boot anwerfen. Ließ ich indessen den gewöhnlichen CD/DVD Boot zu (eine andere Tastenkombination), dann bootete es mal in EFI und mal im BIOS -mode. Ist es dann im BIOS-Mode gebootet und man installiert daraus, ergibt sich später kein EFI-System. Man muss das dann manuell umbauen, was relativ aufwändig ist. Hatte man indessen den EFI-Modus gebootet, wurde das System auch richtig eingerichtet. Man kann nachsehen, ob man im EFI-Modus ist. Ich zitiere mal eine Seite, die ich dazu gerade selbst gefunden habe, weil ich das soeben nachsehen wollte: https://askubuntu.com/questions/162564/h…fi-uefi-or-bios

Soviel ich mich erinnere, bietet Ubuntu dann auch an, eine eigene EFI-Partition anzulegen oder eine bestehende mit zu nutzen. Wie gut es das nun macht, kann ich nicht sagen und ich lese auch, dass es von Rechner zu Rechner große Unterschiede mit EFI gibt. In meinen Fällen wollte ich nur Ubuntu und ließ deshalb Ubuntu eine eigene Partition einrichten. Je-nachdem, wie du dann in Zukunft starten möchtest, kannst du das auf einem Stick evtl ebenso machen.

Oh, es gäbe noch viel dazu zu sagen.
Es ist gut, einen schnellen Stick zu verwenden. Die sind wirklich schneller und machen mehr Spaß. Sie sind aber nicht um einen Faktor zehn schneller.
Meine Systeme von USB-Stick waren damals immer sehr viel schneller, als von eingebauten Platten. Heute sind eingebaute Platten aber schneller und besonders bei SSD gibt es wirklich flotte Dinger, mit denen auch der schnellste Stick sich nicht mal vergleichen darf. Erwarte lieber nicht zu viel davon.
Sieh es so, dass du in einer Lernphase bist und noch nicht in einer produktiven Phase. (Das klingt hoffentlich nicht überheblich, ich bin selbst in einer dauerhaften Lernphase).
Mach dir Gedanken über SWAP. Ich nutze grundsätzlich nur dann SWAP, wenn ich zu wenig Speicher habe. Bei 64Bit Rechnern sollten es schon 4G RAM sein. Manche Systeme können angeblich nicht gut ohne SWAP (Knoppix legt sogar SWAP im RAM an, was ja eigentlich totaler Mist ist). Wenn SWAP vorhanden ist, wird er irgendwann genutzt und du willst keinen Auslagerungsspeicher auf einem USB-Stick!
Auch die Auslegung des Dateisystems sollte man überdenken. Mir war es immer wichtig, wenig Schreibverkehr zu haben und ich wählte deshalb nur ungern Journals auf einem Stick.
Auch die Methode, wie gemountet wird, kann Datenverkehr verringern (bei mir ist es etwa noatime, in Linux sind die Optionen wohl etwas anders. Ubuntu hat ein Wiki zum Tunen und erklärt dazu ein wenig was). Man kann außerdem (wenn genug davon da ist) einige Dinge in den RAM legen anstatt auf einen Stick zu schreiben (was auch im angesprochenen Ubuntu-Wiki erklärt wird) und man kann schließlich einige Dienste nicht starten, die zusätzliche Action entfalten, um zB Syslogs zu schreiben, die man doch nie liest.

Noch ein Satz zur Ubuntu-Version.
Wenn du DAS Ubuntu genommen hast und mit der angebotenen Oberfläche zufrieden bist, will ich dich hier nicht weiter beeinflussen.
Wenn du eher etwas in der Art haben möchtest, wie Knoppix default daherkommt, dann könntest du Lubuntu nehmen. Es benutzt den LXDE-Desktop.
Solche Dinge sind sicher Geschmackssache. Ich mag keine unnötigen Störungen durch 3D-Effekte und sage das ausdrücklich, weil ich nicht besonders objektiv in meiner Beurteilung bin. Aber auf einem relativ schwachen PC lief DAS Ubuntu bei mir im Standby mit über 40% Auslastung und ein Lubuntu mit etwa 5%. Moderne Rechner schlucken die größeren Anforderungen natürlich locker, aber warum sollte ich meinen PC mit etwas beschäftigen, das mich eh nur stört?
Man hat die Wahl und wer die Wahl hat, hat die Qual.
Wer aber nicht probiert und sich auch schlau macht, kann ja kaum eine echte Wahl treffen. Man muss auf die harte Tour herausfinden, was man am ehesten mag. Blut, Schweiß und Tränen...

12

20.10.2017, 01:59

Hab jetzt keine Lust alle Beiträge genauestens durchzulesen... vielleicht ist die passende Antwort bereits dabei.

Ich habe als Workaround mit dem Programm "Bildschirmeinstellungen" (unten neben der Startleiste das Monitor-Symbol) ein *.screenlayout Skript erstellt. Der Inhalt vom Skript sieht bei mir halt so aus:

#!/bin/sh
xrandr --output VGA-0 --mode 1600x1200 --pos 0x0 --rotate normal --output DVI-0 --mode 1600x1200 --pos 1600x0 --rotate normal --output HDMI-0 --off
sudo killall xscreensaver

Der Bildschirmschoner wird bei mir gleich mit getötet. Einmal die von mir so benannte Monitor.sh ausgeführt führt zu meinen Bildschirmeinstellungen zurück, nach jedem start von KNOPPIX.
Bei jedem der andere Peripherie hat, sieht der Inhalt entsprechend anders aus!

13

23.10.2017, 17:16

ich möchte auch noch etwas anfügen, weil ich eben beim Spielen mit dem neuen Knoppix 8.1 von einem "dd-hergestellten" Stick das Problem hatte, dass ich da die Bootoptionen in syslinux.cfg ja nicht editieren konnte und somit immer mit 3D gestartet wurde, was ich normalerweise verhindern möchte.
Dazu fand ich die Datei /etc/X11/Xsession.d/45knoppix
Diese Datei wertet die X-relevanten Cheatcodes aus und legt dann auch das gewünschte Verhalten fest.
Weil ich ein Overlay hatte, konnte ich nun eine /KNOPPIX-DATA/etc/X11/Xsession.d/45knoppix anlegen, bzw die bestehende hierhin kopieren udn verändern. Diese wird dann beim Booten die Original-45knoppix überlagern. In der neuen 45knoppix habe ich dann einfach den Part zu no3d entsprechend meiner Wünsche bearbeitet.
Es gibt auch Sektionen zum Xscreensaver und mehr.

ich kann mir vorstellen, dass hier auch Manipulationen zum Layout gut ankommen.

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