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1

09.08.2018, 18:49

Knoppix 7.4 im 64-bit-Modus auf HD installieren

Moin allerseits,

Weiß jemand wie man Knoppix auf HD installiert, aber mit dem 64-bit Kernel?
Versucht hab' ich schon den normalen DVD-boot mit der Optionsliste "knoppix64 usw...". Das funktioniert auch: Dann bootet Knoppix den 64-bit Kernel und es erscheint
auch der Desktop, alles klar soweit. Nur, wenn man dann in dieser Betriebsart die HD-Installation durchführt, wird wieder die 32-bit-Variante installiert. Ich vermute, es liegt
irgendwie an diesem "0wn" script. Hat jmd. 'ne Idee dazu? 8) - Danke im Voraus!

pit234a

Fortgeschrittener

2

10.08.2018, 09:00

nein.
Knoppix ist außerdem in allen Anwendungen immer 32Bit. Es kann halt nur einen 64Bit Kernel nutzen.
Den müsste man zwar nachträglich ändern können, aber ich weiß nicht, wie das geht.
Ich verstehe außerdem auch nicht, wieso derart viele Leute Knoppix auf eine HD installieren möchten. Dafür ist es nicht gedacht. Es ist eine Demo und kein Betriebssystem für die Installation.
Knoppix ist ein Debian-GNU/Linux.
Also, wenn man so etwas haben möchte, installiert man sich ein solches, fügt die zusätzlichen Paket-Quellen hinzu, die Knoppix nutzt und die ja frei zugänglich und dokumentiert sind und baut sich dann, was man eben haben möchte.
Mit dem HD-Installations-Script von Knoppix wird das System, so, wie es gerade eben läuft, auf die Platte geschoben und dann ein passender Bootmechanismus dazu gegeben. Das bedeutet, dass beiden Images KNOPPIX und KNOPPIX1 vollständig entpackt werden und dazu die Overlay-Partition gemerged wird. Man hat dann anschließend all diese redundanten Anwendungen, die man für gewöhnlich vermeidet. Man nutzt doch entweder KDE oder LXDE. Knoppix hat beide an Bord und noch viel mehr, weil es eben zeigen will, wie ein GNU/Linux aussehen kann und was damit so geht. Es soll Lust machen auf mehr. Aber es soll nicht installiert benutzt werden.
Die HD-Installation ist eigentlich überholt und hatte den Zweck, dass man daraus wieder ein eigenes Live-System bauen kann. Sich von dem Ballast trennen und dann ein kleines, maßgeschneidertes System wieder zu Live machen kann. So etwas führt man am ehesten in einer VM durch.
Zum echten Betrieb fehlen Knoppix die typischen Verwaltungstools, mit denen man seine Distribution aktuell halten kann. Das bedeutet für einen Anwender, dass er hier sehr viel selbst regeln muss und weil Knoppix so viel enthält, ist das keine leichte Aufgabe.

Der Vorteil von Knoppix ist ja, dass es in den beiden Images fest geschrieben und unkaputtbar ist. Es ist so auch ziemlich sicher vor Angriffen (natürlich gilt das nicht für das laufende System) und das hat einen gewissen Charme. Außerdem erkennt es sehr viele HW und hat Routinen, diese einzubinden. Das alles geht bei HD-Installation verloren und man bekommt kein bisschen mehr, als wenn man sich ein solches System aus einem Debian oder Ubuntu zusammen stellt. Im Gegenteil.

Deshalb meine ich, anstatt dieses Problem zu lösen, solltest du besser ein 64Bit Ubuntu nehmen (wenn dir LXDE bei Knoppix gefallen hat, dann vielleicht ein Lubuntu) und dieses so bauen, wie du das willst.

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