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trasim

Anfänger

Beiträge: 2

Geschlecht: Männlich

1

01.10.2018, 13:13

Dauerhaftes Verkürzen des Startvorgangs durch Einstellungen am zuständigen Boot-Skript

Hallo zusammen,

nachdem die Anzahl der Antworten zu wichtigen Fragen hier teilweise gegen 0 geht (in Worten: Null !!), ist meine Hoffnung entsprechend gering, hier eine Lösung zu finden. Ich probiere es aber trotzdem mal.

Nachdem ich auf meinem alten HP-Laptop (Intel-2-Kern, 1,8 GHz, 4GB-RAM) schon einige Systeme relativ problemlos zum Laufen bringen konnte (mindestens über den Startvorgang selbst hinaus), z.B. alle Win-Vers. (von w2k, XP, Vista bis W10, aktuell Win7 !!) auf HDisk und seit kurzem per USB-Stick auch Linux (Debian, Ubuntu, Mint), hapert es bei Knoppix an allen Ecken und Enden. Meinen Arbeits-Stick habe ich mir mithilfe der Knoppix 8.2 ISO im Flash-Install.Verfahren erstellt, also genau nach Vorschrift.
Der Ablauf des Bootvorgangs kann anhand der Fotos im Dateianhang nachvollzogen werden.

Einzelheiten will ich jetzt hier nicht zu sehr ausbreiten, sonst wird das mehrere Seiten lang. Ich will Linux und Win ganz einfach in einem gemeinsamen Heimnetz unter Fritzbox-Routern zusammenfassen und gegenseitig auf Ordner zugreifen können ohne ständig neue PWD-Eingaben, wie es bei jedem durchdachten System selbstverständlich ist.

Ich suche bei Knoppix nach einem Skript, das den Bootvorgang weitgehend steuert, vergleichbar mit dem üblichen Linux-Konfig.-File (/etc/default/grub), in dem ich zunächst mal folgende dauerhafte (!!) Einstellungen vornehmen kann:
  • Abschalten des Splashscreens
  • Einstellen des Haupt-Bildschirms, großen Desk- statt kleinem Laptop
  • Einbinden der Win-Freigaben unter Linux als auch umgekehrt Linux-Freigaben für Win7
  • Automat. Start des Samba-Servers, bzw. Freigabe der Lnx-Laufwerke für Win, bisher mußte
  • ich den jedes Mal manuell starten
  • insgesamt deutliche Beschleunigung des Bootvorgangs und Weglassen unnötiger Hardware-Komponenten,
  • die vom System bereits zuvor als nicht vorhanden oder nicht brauchbar erkannt wurden.
Insgesamt dauert der Boot-Vorgang momentan zwischen. 3-5 Minuten. Dann habe ich aber erst einen zwei-geteilten Bildschirm (klein=Laptop / groß=Desktop) auf dem jeweils nur die Hälfte des Gesamt-Inhalts zu sehen ist und fummele mir jedes Mal alles zurecht, bis ich schließlich ans eigentliche Arbeiten komme. Dauer insgesamt ca. 45 Min. pro Neustart!!

Da Knoppix sich ständig aufhängt, bin ich den halben Tag mit Neustart und Einrichten beschäftigt und komme kaum noch zu meiner eigentlichen Arbeit.

Dann sind aber noch langee nicht alle Probleme gelöst, sondern nur die eigentlichen Start-Optionen eingerichtet!!

Ein gewaltiges Problem, dem ich noch nicht auf den Grund kommen konnte, ist die extrem verzögerte Reaktion auf fast jeden Mausklick, der fast unbrauchbare Doppelklick statt des Öffnen-Befehls, die ständige CPU-Höchstbelastung bei einfachsten Arbeiten, z.B. Arbeiten mit Firefox usw.

Der einzige Vorteil, den ich bisher bei Knoppix entdecken konnte, ist die gute Hardware-Erkennung und die fast autom. Netzwerkeinrichtung, die besser läuft als bei allen anderen mir bekannten Linux-Systemen. Aber, wie gesagt, wenn ich am Ende doch nicht zu meiner Arbeit komme, kann man auch die Vorteile vergessen.

Kein Mensch zwingt mich, mit Knoppix zu arbeiten. Aber wenn sich schon mal jemand die Mühe macht, so ein System auf die Beine zu stellen, würde ich auch gern die Zielgruppe kennenlernen, die damit angesprochen werden soll. Als Produktiv-System würde ich es nach meinem jetzigen Erkenntnisstand jedenfalls keinem empfehlen!

Ich hoffe, mir kann da jemand auf die Sprünge helfen, damit sich meine Einschätzung doch noch ändert und danke schon mal für hilfreiche Hinweise in gutem Deutsch und keinem Fach-Chinesisch, das ich nicht verstehe !

MfG, trasmin
.
»trasim« hat folgende Datei angehängt:

pit234a

Fortgeschrittener

2

03.10.2018, 21:06

Kein Mensch zwingt mich, mit Knoppix zu arbeiten. Aber wenn sich schon mal jemand die Mühe macht, so ein System auf die Beine zu stellen, würde ich auch gern die Zielgruppe kennenlernen, die damit angesprochen werden soll. Als Produktiv-System würde ich es nach meinem jetzigen Erkenntnisstand jedenfalls keinem empfehlen!


wenn ich darauf eingehe, erledigen sich vielleicht einige deiner Fragen.
Knoppix ist vor allem ein Demo-System.
Es ist dafür gedacht, als Live-System einem Interessierten zu zeigen, was so mit Linux geht. Oder gehen kann, denn offensichtlich geht bei dir nicht alles, wie es sollte.
Man kann mit Knoppix durchaus arbeiten. Wenn man es mittels Flash-Install auf einen Stick bringt und dort eine Overlay-Partition einrichtet, dann geht das eine Weile ganz gut(*) (nicht immer auf aller HW) und man kann so einen Stick in der Hosentasche als Austauschdatenträger (in FAT32) zwischen PCs benutzen, auf dem man dann für den Fall der Fälle auch ein System booten könnte, von dem aus man gewissen Arbeiten vornehmen kann.
Zu dem Demo-Charakter von Knoppix zählen etwa die 3D-Effekte, die ja auch nicht für produktives Arbeiten gedacht sind, oder die unterschiedlichen DesktopEnvironments (KDE, LXDE...) in die man booten kann. Kein Mensch würde auf einem PC mehrere DEs installieren, man arbeitet immer nur mit einem, an das man sich gewöhnt hat.
Zwischen Demo und Experiment sind die Bemühungen um "Bariere-Freies" arbeiten mit dem PC angesiedelt, was sich Ariadne nennt. Das ist eine ganz wichtige Entwicklung für Menschen mit Sehbehinderung und Klaus Knopper hat ein persönliches Interesse daran, dies voran zu treiben und jeweils in Knoppix anzubieten.
Außer diesem Demo-Charakter bietet Knoppix auch einige SW, die sich zu Analyse-Zwecken eignet sowie einige Datenrettungs-Tools. Man kann also Knoppix auch als Notfall-System für solche Zwecke nutzen, aber die hierfür nötigen Programme haben meist keine grafische Oberfläche und sind eher für Speziallisten, die dann wiederum möglicherweise andere Live-Systeme bevorzugen mögen, wo sie gar nicht erst mit grafischen Oberflächen genervt werden.

Wenn man Knoppix verändern möchte, braucht man die Overlay-Partition. Hier werden zusätzlich installierte SW und persönliche Einstellungen gespeichert. Beim Booten wird der Inhalt der Overlay mit dem unveränderlichen Live-System gemerged.
Dabei wird Knoppix von einigen Scripts gesteuert.
Automatischer Start von Programmen kann in der /etc/rc.local realisiert werden.
Zum Booten wird Syslinux (oder Isolinux bei der DVD) benutzt (also kein GRUB) und in den entsprechenden Konfig-Dateien können Bootoptionen festgeschrieben werden. Diese befinden sich irgendwo im Root-Verzeichnis des Sticks.
Monitor-Einstellungen kann man mit X-Rander setzen (wobei der Charakter eines Live-Systems mitunter vernichtet wird, wenn das immer auf eine feste HW eingestellt bleiben soll).
Zu all diesen Punkten gibt es hier Beiträge; einige dieser Dinge habe ich selbst umgesetzt, weiß also, dass man da was machen kann.
Weil ich derzeit kein Knoppix laufen habe und meine VM damit auch streikt, kann ich dazu nun keine Details liefern. Wenn du aber weißt, dass Knoppix gar nicht zum produktiven Einsatz in deinem Sinne gedacht ist und entsprechende Änderungen mitunter schon tiefer gehende Kenntnisse erfordern, dann überlegst du es dir vielleicht ja auch anders damit. Insbesondere den Teil des Bootvorgangs, der "fest verdrahtet" im unveränderlichen Live-System liegt, kann man nur schwer beeinflussen. Die privaten Einstellungen sind ja immer ein Offset und man kann sich vorstellen, dass das mitunter problematisch ist.

Dass man hier keine Antworten bekommt, stimmt so nicht. Mir wurde bisher immer gut geholfen. Es gibt aber nur ungefähr drei oder vier Leute, die sich tatsächlich mit Knoppix befassen und hier gelegentlich mal rein sehen. Ich gehöre nicht dazu, versuche aber gerne, das Ein oder Andere zu erläutern, eben abseits detaillierter Fachkenntnisse.

(*) in der OpenSource Welt wird ja ständig am Code gearbeitet und manchmal kommen täglich Neuerungen und Verbesserungen, vor allem aber Fehler-Korrekturen und hierunter besonders interessant jene, die Sicherheitslücken schließen. Deshalb kann man guten Gewissens kein System produktiv einsetzen, auf dem man nicht regelmäßig auch Updates fährt. Knoppix ist dafür nicht gemacht. Grundsätzlich können die bewährten Debian-Mechanismen zwar benutzt werden (also von der Kommandozeile, ohne Grafik), weil aber alle Änderungen als Offset in der Overlay-Partition landen, würde das System sehr schnell Probleme bekommen, weil es zu Laufzeit-Unverträglichkeit beim Mergen großer Mengen von Dateien kommen wird. Deshalb kann man Knoppix jeweils eine Weile (ohne Updates) betreiben (und weil es ja Live ist und nur gelegentlich genutzt wird, womöglich auch länger, als andere Systeme, die 24x7 am Netz laufen), aber grundsätzlich ist ein System nicht für einen produktiven Einsatz (auch nicht als Desktop-System) geeignet, bei dem man hier einen eingefroren Zustand mitgibt. Bei Knoppix ist das Konstruktionsbedingt.

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