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1

30.04.2019, 10:25

Keine Zugriffsberechtigung - Rettungsversuch Raid5 - Openmediavault

Hallo,
ich versuche seit 2 Tagen meine Daten zu retten und die Verzweifelung steigt...
Meine bislang größte Hoffnung war die Knoppix-Live-CD.

Es geht um ein Raid5, das ich nach einer Havarie mit Openmediavault zwar mach einer Neuinstallation erkannt habe, aber nicht wieder angesprochen bekomme...

Eine "Wiederherstllung ist auch nicht möglich, weil sich keine Festplatte auswählen lässt.
Da ich NIXWEIß, war es bis zu diesem Ergebis für mich schon recht abenteuerlich...
Dann hatte ich von den Live-CDs gelesen und bin auf diesem Weg zu Knoppix gekommen.
Meine Ergebnisse sehen so aus:



Die Raid5 Festplatten werden gefunden

Aber ich kann auf die Daten nicht zugreifen... Was sicher an den Freigaben liegt, die ich unter OMV eingerichtet habe, vermute ich mal.


Auf Thumpnails, vom Plexmediaserver kann ich aber zugreifen - also müssten die Daten doch auch noch irgendwie da sein.
Ich würde mich riesig über Hilfe freuen.
Entweder das jemnd eine Ahung hat, wie man OMV / Linux wieder Repariert, in der ursprungsversion
oder wie ich hier auf die Daten doch noch zugreifen kann - ich kenne ja die Freigabenamen und Passwörter...
oder was ich sonst noch tun kann oder an wen ich mich wenden kann. Bei Openmediavault bekomme ich leider keine Antwort auf mein Posting.

Vielen Dank für jede Hilfe
Ach ja, ich kenne mich den Sachen nur soweit aus, dass ich es nach Anleitung ( Technikaffe.de ) gebaut und zum laufen gebracht habe und froh war, dass es lief. Also bitte Anregungen einfach und verständlich. Vielen Dank!!!

pit234a

Fortgeschrittener

2

30.04.2019, 18:58

Ich lehne mich mal sehr weit aus dem Fenster, denn ich kenne nicht Openmediavault und auch nur unzureichend Linux.
Du schreibst, dass du einen Raid5 hast und ein klassischer Raid5 braucht wenigstens 3 Platten, wovon eine Redundant ist. Eine kann also sterben, ohne dass dir dabei Daten verloren gehen.
In deinem Screenshot sind drei Platten gelistet, die SW, erklärt dass der Pool "clean" ist. Das sieht doch gut aus? Wo ist das Problem?

Es handelt sich um einen SW-Raid. Die Platten werden in einem sogenannten md-Gerät zusammengefasst. Auf welche Weise, müsste eigentlich das System verstehen, in dem der Pool angelegt wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass über alle Linux-Systeme hier immer gleiche Mechanismen verwendet werden und entsprechend wundere ich mich, dass Knoppix den Pool überhaupt erkennen und sogar einbinden kann.

Wenn du viel Glück hast, sind damit deine Daten auch erreichbar.
Dass du keine Berechtigung hast, könnte daran liegen:
Ein Benutzer in einem Unix-System bekommt einen Benutzernamen und ein Passwort, aber auch einige Nummern. Ich zeige mal eine Ausgabe zum Verständnis:

Quellcode

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2
pit@Celsius ~:- > id
uid=1001(pit) gid=0(wheel) groups=0(wheel),5(operator),44(video),920(vboxusers)
Diese Ausgabe stammt aus meinem laufenden System. Ich bin hier der User pit mit uid (user id) 1001 und gid (group id)0.

Quellcode

1
2
knoppix@Microknoppix:~$ id
uid=1000(knoppix) gid=1000(knoppix) Gruppen=1000(knoppix),6(disk),20(dialout),21(fax),22(voice),24(cdrom),25(floppy),26(tape),27(sudo),29(audio),30(dip),34(backup),44(video),46(plugdev),100(users),104(fuse),105(netdev),107(lpadmin),109(partimag),111(powerdev),113(scanner),115(gnokii),130(debian-tor),134(x2gousers),144(kismet
diese Ausgabe ist aus einem laufenden Knoppix und wie man sieht, der User knoppix hat UID 1000 und GID 1000.

Alle Dateien in einem Unix-System gehören einem Benutzer und haben verschiedene Rechte für Benutzer, Gruppe und Andere (User, Group, Others).
Mit großer Sicherheit gehören die gespeicherten Dateien in deinem Raid Benutzern mit anderen UID und GID, sodass der Nutzer Knoppix hier nicht ausreichende Rechte hat.

Quellcode

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2
root@Microknoppix:/home/knoppix# id
uid=0(root) gid=0(root) Gruppen=0(root)
Was ist das? Das der User root, den man auch den SuperUser in einem Unix nennt. Es muss nicht sein, aber allermeist hat dieser privilegierte Nutzer UID 0 und GID 0.

Deshalb mein Vorschlag, es mal als root zu versuchen. Es gäbe noch einige andere Dinge, die man testen könnte, aber ich denke, dies ist einfach und kann vielleicht schon direkt was bringen.
Öffne ein Terminal (Knoppix hat unten in der Leiste ein Symbol dafür). In dem Fenster gibst du ein su (für switch user) und drückst dann enter. Damit bist du root, was an dem geänderten prompt erkennbar ist. Da ist nun ein # zu sehen. Nun setze den Befehl ab: pcmanfm &
Damit wird ein Fenster mit einem Dateimanager geöffnet, das aber nun root gehört. Versuch mal, ob du damit was sehen kannst.

Wäre vielleicht zu schön und zu einfach um wahr zu sein, aber einen Versuch ist es Wert.

Beiträge: 618

Geschlecht: Männlich

3

01.05.2019, 12:14

Ich kenne unter Linux und speziell bei Knoppix nur eine Möglichkeit im Terminal.
Probiere mal

Quellcode

1
cd /media

oder

Quellcode

1
cd /media/benutzer

Benutzer ist dein Name wenn Du im Netzwerk eingeloggt bist.
dann
ls -l
wenn Du sda2/ nicht als insgesamt 2 lesen kannst ist die Festplatte nicht gemountet und kann nicht gelesen werden.

Beiträge: 618

Geschlecht: Männlich

4

01.05.2019, 17:38

Die nächsten Schritte sind dann

Quellcode

1
2
3
mount sda2
cd sda2
ls -l

im Ordner
home/knoppix
sind deine Daten.Dann startest Du Midnigt Commander mc. mit ihm kannst Du Daten von sda/ nach adb/ kopieren.
Achte bitte darauf mc kann nur 16Bit Daten kopieren.
Alle Dateien und Ordner die länger als 8 Zeichen sind werden hinten auf 8 Zeichen gekürzt.
Ich kenne nur einen Kompromiss der das verhindern kann.
Du komprimierst alle Dateien und Ordner auf 8Zeichen.zip

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ubuntuli« (01.05.2019, 18:07)


pit234a

Fortgeschrittener

5

01.05.2019, 18:06

Hallo.
ubuntuli, du übersiehst hier einige Sachen.

Das Gerät, worum es geht, ist keine einzelne Platte und es wird nicht als sda oder sdb erkannt, sondern als md127 und es ist auch bereits automatisch von Knoppix gemountet worden und zwar nach /media/md127.
Ich hätte nicht erwartet, dass sowas überhaupt möglich ist und automatisch funktionieren kann.
Aber: um so besser.

Dateien kopieren, wenn man sie erst mal erreicht, kann man mit vielen unterschiedlichen Werkzeugen. Der mc ist vielen lieb geworden, aber in meinen Augen schon immer sehr unpraktisch gewesen und heute einfach veraltet.
Das ist aber erst einen Schritt weiter.

In meinem Vorschlag wollte ich testen lassen, ob Dateien als root erreichbar sind. root hat so ungefähr die meisten Rechte überhaupt, er darf fast alles und das auf fast allen Systemen. Deshalb habe ich die Hoffnung, dass root Dateien lesen kann, die der User knoppix nicht mal sehen darf.
Es gibt hierfür nun auch die unterschiedlichsten Ansätze. Ich wählte einen, der beinahe ohne Terminal auskommt und ein Fenster des Dateimanagers pcmanfm öffnet. Mit diesem könnten Daten auch direkt per drag and drop kopiert werden, viel bequemer, als mit mc. Doch das wäre erst ein nächster Schritt.

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