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1

04.06.2019, 21:50

Knoppix als Workstation verwenden

Hallo Leute, ich bin neu hier im Forum. Bei Linux bin ich schon länger.
Ich wollte mal wissen, ob man das aktuelle Knoppix als Workstation nehmen kann? Ich habe die Live Version von Koppix 8.2 auf einem USB-Stick an einem alten Netbook (CPU N450 2x1,66 Ghz, 1 GB RAM) getestet und es hat mir gefallen.
Nur habe ich gelesen, dass Knoppix nicht als Workstation geeignet ist. Also als Hauptbetriebssystem. Und in dem Beitrag "Knoppix Update", schrieb pit234a "Grundsätzlich kann man aber sagen: dafür ist Knoppix nicht gemacht". Meinte er damit, dass es nicht als Workstation geeignet ist?


Was meint Ihr dazu?

Gruß Tron

Beiträge: 606

Geschlecht: Männlich

2

05.06.2019, 10:14

Hallo.
Meinst Du mit aktueller Version die 8.5?
Dann würde ich dir davon abraten denn es gibt genug teilweise ungelöste Probleme.
Seit dem erscheinen der V6.1 2006 ist Knoppix nicht als Betriebssystem zur Installation auf sda/ vorgesehen.
Wenn Du knoppix 8.2 schon einmal auf USB probiert hast ist das vielleicht eine Flash Installation.
Das sind zwei Partitionen.Eine FAT32 und eine Linux Reiserfs für Knoppix.
Ich empfehle dir Ubuntu,Lubuntu,Kubuntu 18.04 64Bit die wird bis 2023 unterstützt oder Suse 15 64Bit.Bei Suse habe ich leider noch nicht genug Ahnung.

pit234a

Fortgeschrittener

3

05.06.2019, 11:30

Meinte er damit, dass es nicht als Workstation geeignet ist?


Nun, was ist denn eine Workstation? Ich kenne da nicht die Anforderungen und deshalb bleibt meine Antwort entsprechend vage.
Ich kann dir eigentlich nur erzählen, was Knoppix ist und dann kannst du vielleicht selbst entscheiden, ob das für dich passt.

Irgendwo auf einem PC oder einer VM läuft ein Debian-GNU/Linux. Dieses ist nicht ganz original, es ist leicht verändert und diese Veränderungen kann man nachlesen. Hauptsächlich werden Pakete mit neueren Versionen von SW hinzugefügt, aber auch einige Mechanismen des Systems sind ausgetauscht. Von Zeit zu Zeit lässt Klaus Knopper (stellvertretend für die Knoppix-Entwickler) ein Script laufen und baut aus diesem System unser Knoppix.
Knoppix ist ein Live-System und genau so gedacht.
Man kann damit arbeiten, aber schon die (lästigen) 3D-Effekte zeigen, dass es hier hauptsächlich um Demo geht. Knoppix will Anwendern Lust auf Linux machen und protzt damit, was da alles so geht. Deshalb hat es auch nicht nur ein Desktop-Environment an Bord, sondern mehrere. Das würde ja kaum jemand so machen, wenn er sich ein System installiert. Das taugt nur, um unterschiedliche DEs anzusehen und mal zu testen.
Trotzdem kann man mit Knoppix auch arbeiten und zwar ganz hervorragend, denn es bietet einem eine Vielzahl an bereits installierter SW und mit der Overlay-Partition außerdem einen Mechanismus, eigene Einstellungen zu erhalten und auch zusätzliche Programme zu installieren.
Es bleibt aber immer Live, also auf dem Zustand stehen, zu dem es von Klaus Knopper ausgecheckt worden ist.
Nun ist es aber genau eine der Stärken von OpenSource, dass dauernd entwickelt wird und laufend Korrekt8uren einfließen. Wer sich darüber ärgert, alle paar Wochen eine neue Version von FireFox zu bekommen, hat hier schon einen kleinen Einblick bekommen. Bei vielen Projekten ist die Entwicklung noch rasanter und viele der Fehlerkorrekturen, die laufend einfließen, helfen der Sicherheit eines Systems und zwar Sicherheit hinsichtlich Stabilität und Verletzlbarkeit. Deshalb wollen die meisten Anwender von OpenSource regelmäßige Updates und viele Distributionen liefern hierzu grafische Frontends und Automatismen aus.
Das gilt nicht für Knoppix. Es ist keine Distribution, es will nicht installiert werden, es soll Live benutzt werden.

Dies kann man nun wiederum auch auf einer internen Festplatte.
Nur: wenn es mal nicht mehr geht, weil Anwendungen dann doch irgendwann veraltet sind, muss man alles neu machen, also ein neues Knoppix benutzen und alle Veränderungen wiederholen. Man kann die Einstellungen sichern, doch neuere Versionen von Programmen übernehmen nicht immer die älteren Settings, nicht problemlos und zwar vor allem, wenn da gleich mehrere Versionen übersprungen werden, wie das von einem Knoppix zum nächsten ja ganz normal ist.

Schlussendlich: man hat keine Vorteile davon. Was man auf einem Knoppix bekommt, kann man im Großen und Ganzen mit vielen Distributionen genauso ebenfalls installieren. Nur eben mit den jeweiligen Mechanismen der Distribution.
Knoppix kommt default mit LXDE als DE. Lubuntu ebenfalls. Man möchte die Einstellungen aus Knoppix? kann man kopieren. Man möchte die 3D-Effekte (wozu?), also installiert man Compiz dazu und richtet das ein, wie es bei Knoppix benutzt wird. Man möchte auch das Brennprogramm k3b? dann installiert man es eben. Und so weiter. Es ist nichts in einem Knoppix geheim, es hat keine verborgenen Tricks, keine mysteriösen Anwendungen.
Seine Stärke liegt im Live-Modus.

Beiträge: 606

Geschlecht: Männlich

4

05.06.2019, 13:57

Ein upgrate Koppix 7.7.1 auf 7.2.0 hatte ich mal probiert.
Dann funktionierte nichts mehr.
Ganz klar wenn Knoppix als Live System gedacht ist.
als ich Lubuntu mal auf VirtualBox getestet habe hatte ich schon den Verdacht es sieht nach Knoppix aus war mir aber nicht sicher.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ubuntuli« (05.06.2019, 14:04)


pit234a

Fortgeschrittener

5

05.06.2019, 18:41

also gut.

Vielleicht noch ein Wort zu den Möglichkeiten, Knoppix ein Update zu geben.
Wie schon vielfach beschrieben besteht Knoppix (im Wesentlichen) aus drei Teilen, die beim Booten zusammengeführt werden. Diese Teile kann man sich ansehen, sie heißen KNOPPIX, KNOPPIX1 und die Overlay-Partition. Die Inhalte aus allen drei Bereichen werden zusammengeführt und das Ergebnis ist dann das laufende System.
In der Overlay steht dabei "das Delta" zu KNOPPIX und KNOPPIX1, also, sowohl alles, was zusätzlich installiert wird, private Daten und Einstellungen, aber auch alle deinstallierten Programme finden hier ihren Niederschlag.
Das Overlay passt also immer nur zu dem Knoppix, das gerade ausgeliefert und mit dem es installiert wird.

Aber.
Die beiden Teile KNOPPIX und KNOPPIX1 kann man (eigentlich) einfach austauschen. Das Gerüst darum herum ändert sich nur selten. Wenn ich nun ein 7.7.1 auf dem Stick habe und mir von der 8.2 DVD KNOPPIX und KNOPPIX1 nehme und damit jene auf meinem Stick ersetze, wird das mit großer Sicherheit gut gehen und ich habe damit dann quasi mein Knoppix von 7.7.1 auf 8.2 gehoben.
Nur: nun kommt ja meine Overlay ins Spiel.
Die Deltas passen nun gar nicht mehr zu den Programmversionen, die für 8.2 verlangt werden. Diese Deltas kann man aber manuell entfernen.

Und ich zeige das nun hier ausdrücklich nicht, weil das keine Anleitung sein soll und ich lediglich ein wenig theoretische Überlegungen anstelle, um die Funktionsweise von Knoppix damit vielleicht etwas besser verständlich zu machen. Ich habe derartige Experimente mit früheren Versionen von Knoppix aber durchgeführt und sie dienten eben auch meinem Verständnis des Systems, das sich aber natürlich laufend wandelt und womöglich neue Mechanismen mitbringt (in der Tat kamen solche Mechanismen mit 8.1), die dann nicht mehr auf die hier beschriebene Weise funktionieren würden, ohne weitere Maßnahmen durchzuführen (die ich der Übersichtlichkeit wegen nicht erwähnen möchte).

Wenn man also die Deltas entfernen will, kann man zwischen solchen unterscheiden, die zusätzliche SW darstellen (auch zusätzlich entfernte SW) und solchen, die persönliche Einstellungen betreffen, etwa die Konfiguration eines Druckers oder ein eigenes Bild für den Hintergrund und so weiter. All die letzteren Einstellungen liegen im Heimatverzeichnis des Users knoppix und wenn man nur dieses erhält, aber alle weiteren Einträge von der Overlay löscht, können die privaten Settings mit hoher Wahrscheinlichkeit von den Programmen aus 8.2 richtig ausgewertet werden. (Manchmal aber eben nicht, meist aber schon).
In meinem Knoppix installiere ich zB immer OpenBox zusätzlich, weil das der Fenstermanager ist, den ich zusammen mit LXDE verwenden möchte. OpenBox kann nämlich gut mit LXDE und ich nutze OpenBox auch auf meinen anderen Systemen und habe dafür eine Konfiguration, die meine Tastaturkürzel enthält und das Verhalten und Aussehen der Fenster beschreibt.
Wenn ich nun meinen 7.7.1 Stick nähme, KNOPPIX und KNOPPIX1 austausche gegen jene aus 8.2, die Overlay lösche, außer dem Heimatverzeichnis des Users knoppix, dann würde dieses neue Knoppix von Stick starten (die Mechanismen aus 7.7.1 würden auch 8.2 starten und zusammensetzen und auch die Overlay hinzufügen), ich hätte aber noch kein OpenBox zur Verfügung. Meine Konfiguration ist vorhanden, würde aber nicht ausgewertet, weil die SW dazu noch fehlt. Nun würde ich also OpenBox neu installieren (wegen der Konfiguration an anderen Stellen würde ich vielleicht gar keinen grafischen Modus zu dieser Zeit haben) und erst beim nächsten Booten würde mir OpenBox mit meiner Konfiguration geladen werden.
Man kann sich sicher leicht vorstellen, dass so etwas eine ganz schöne Plackerei sein kann und tatsächlich ist es dann nicht schwieriger, Knoppix komplett neu auf den Stick zu legen und die benötigen Konfigurationen einzeln aus der Sicherung zurück zu spielen.

Nochmal: die Overlay ist quasi das lebendige Knoppix, die beiden Teile KNOPPIX und KNOPPIX1 sind eingefroren und unveränderlich.
Würde man ein Live-System pflegen wollen und hier Updates realisieren mögen, würden die alle in der Overlay landen. Bei über 5000 ausgelieferten SW-Paketen, wäre nach wenigen Wochen die Overlay "overstressed". Alles, was wegfällt und alles, was neu hinzukommt, muss hier eingepflegt werden. Das kann eine Zeit lang gut gehen, aber ich erwarte damit massive Probleme. Es wird zu Laufzeit-Problemen kommen und die Overlay wird schließlich immer fetter, weil sich ja laufend und immer was ändert.

Deshalb ergibt sich für mich der folgende Weg, Knoppix zu nutzen:
Eine Version nehmen und auf einen Stick mit Overlay legen. Alles so umbauen, wie es mir gefällt, neue SW hinzunehmen und konfigurieren. So lange nutzen, wie das irgend möglich ist und das bedeutet natürlich: nicht zur täglichen Arbeit benutzen, weil alle SW schon gleich veraltet ist. Aber als Notsystem und für spezielle Fälle hat man es eben in der Hosentasche UND kann es als ganz gewöhnlichen Austausch-Datenträger (in FAT) nutzen. Man hat also einen USB-Stick (in FAT), der in allen PCs funktioniert und wo man Daten hin speichern und zwischen den PCs transportieren kann. UND man kann im Bedarf ein Knoppix von diesem Stick booten und damit Dinge machen, die man mit anderen Systemen vielleicht nicht so einfach machen kann. Meine Knoppix-Sticks werden in etwa 99% nur als Datenträger benutzt und sehr selten, bin ich froh, wenn ich sie auch booten kann und dann ein System vorfinde, mit dem ich halbwegs umgehen kann.
Vielleicht ein Beispiel aus meiner Praxis.
Ein Windows PC hatte eine Systemplatte verbaut, die zu klein geworden war und nun Anwendungen behinderte und gelegentlich zu Hängern führte. Die Platte sollte ausgetauscht werden, ohne das System mit allen Anwendungen neu installieren zu müssen. Weil ich keine Ahnung habe, welche Möglichkeiten es dafür in Windows gibt, bootete ich hier Knoppix von meinem Stick, klonte die vorhandene Platte auf eine neue mit mehr Kapazität, veränderte die Partitionen anschließend und beim nächsten Systemstart bootete ich von der neu eingerichteten Platte und hatte mein Problem gelöst.
Die benutzten Befehle und Mechanismen sind seit Jahren nahezu gleich und ob ich das mit einem Knoppix 5.x oder 8.2 oder auch einem anderen Live-System mache, ist vollkommen egal.

Dafür brauche ich keine 3D-Effekte und auch sehr viel andere SW, die Knoppix an Bord hat, um damit anzugeben, könnte mir gestohlen bleiben. Es ist nur so, dass es viel einfacher ist, SW nicht zu löschen und sie einfach nicht zu benutzen.
Damit kämen wir dann aber zu dem Komplex "Remastering", was natürlich extrem sinnvoll sein kann. Damit kann man sich sehr einfach aus einem existierenden Knoppix ein neues Knoppix bauen, in das alle Änderungen (aus der Overlay) direkt übernommen werden. Das Ergebnis ist aber wieder ein (neues) Live-System mit all den konstruktionsbedingten Einschränkungen für den Gebrauch.

Vielleicht wurden diese Einschränkungen nun vielleicht noch besser greifbar, als in vorherigen Beiträgen. Vielleicht auch nicht.
Außerdem ist dies nur mein Standpunkt (mit Begründung) und ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen.
Man kann Knoppix zu Spiel und Arbeit einsetzen und es dazu auch auf eine interne Platte legen, aber wozu? Die größte Stärke von Knoppix ist ja, dass es auf unterschiedlicher HW booten kann und genau dieser Vorteil wird ja ad absurdum geführt, wenn es auf dem immer gleichen Rechner eingesetzt werden soll.
Für mich macht so etwas einfach keinen Sinn.

6

05.06.2019, 18:44

Hallo ubuntuli, hallo pit234a. Vielen Dank erst mal für Euren Beitrag.
Mit Workstation meinte ich so was wie Ubuntu oder Windoof. Also ein BS für die Täglichen arbeiten. Wie ich aus Euren Beiträgen verstanden habe, ist es dafür nicht geeignet. Ich fand es nur schön, dass das Konppix 8.2 so schnell, unkompliziert und Ressourcen schonend ist.
Nun da es nicht als Workstation geeignet ist, versuche ich mal lubuntu in der 32 bit und 64 bit Version, xubuntu 32 bit und 64 bit und evtl das inoffizielles-linuxmint-19.1-lxde.
Das BS soll nämlich nicht schon im Leerlauf einen großen Teil der wenigen Systemressourcen verbrauchen und flüssig laufen

Gruß Tron

Beiträge: 606

Geschlecht: Männlich

7

05.06.2019, 21:53

Noch einen Rat möchte ich dir geben.
Vor genau 20 Jahren war die Umstellung von 16Bit auf 32Bit.
Seit etwa 10 Jahren hat die Verwendung von 64Bit Systemen zugenommen.
32Bit Systeme können zwar noch benutzt werden wird es aber bald nicht mehr geben.
Ich rate dir 64Bit zu benutzen 32Bit stirbt.
32Bit probieren und dann 64Bit ist Zeitverschwendung.

pit234a

Fortgeschrittener

8

06.06.2019, 09:29

Also ein BS für die Täglichen arbeiten


mein BS hat nichts mit GNU/Linux zu tun, ich nutze aber auch für meine täglichen Arbeiten die gleiche OpenSource-SW.

Vielleicht hilft dir die folgende Auflistung bei deiner Entscheidung.
BS (BetriebsSystem) ist ein nicht genormter Begriff.
Darunter verstehen Manche ein komplettes System, inklusive grafischer Oberfläche und Anwendungen. Diese Unterteilung sagt es einem schon, dass man hier genauer hinsehen sollte.

Dann kann man diese Komponenten ausmachen:
-Kernel
-Userland
-Weitere Anwendungen

Für die meisten Systeme ist der Kernel nicht Wert, einen eigenen Namen zu erhalten. Er ist vorhanden und hat selbstverständlich sehr wichtige und grundlegende Aufgaben in der Abstraktion der HW, aber meist hat er eben keinen Namen. Niemand kennt den Namen des Kernels eines Windows. Davon wird nicht mal geredet. Für Mac wird manchmal XNU genannt, aber niemand kann damit etwas anfangen und mein System, FreeBSD, ist angeblich MACH-basiert, was immer das heißen soll. Der Kernel hat keinen Namen und wird deshalb manchmal als K-FreeBSD bezeichnet, der Kernel zu FreeBSD.
Bei Linux ist das anders. Linux ist ein solcher Kernel und nicht mehr.
Aber alle Welt benutzt diesen Namen synonym für alle möglichen Erscheinungsformen und Paarungen von SW, ja, für komplette Distributionen.
Das ist natürlich verwirrend und vor allem unbedarfte Anwender verstehen das zunächst nicht.

Aus irgendwelchen Gründen wollen sie kein Windows mehr und sie wollen statt dessen Linux und denken, dass die beiden Begriffe vergleichbar sind, weil das ja ständig so kolportiert wird.
Das ist aber überhaupt nicht so, nicht mal im Ansatz. Weil die meisten Leute Windows kennen, bleibe ich mal bei einem typischen OpenSource-System und bei Linux. Dann füllen sich die Begriffe von oben fast immer so:
-Linux
-GNU
-Weitere Anwendungen

Für die allermeisten Anwender bleiben sowohl Linux als auch GNU geradezu unsichtbar und unwichtig. Ein typischer Anwender lebt in der Welt der Anwendungen.
Eine wichtige solche Anwendung ist das DE und du scheinst das ja auch erkannt zu haben. Eines der modernen Moloch-DEs wie KDE ist derart aufgeblasen, dass selbst schon wieder so etwas wie ein eigenes System darstellt. So etwas verbraucht natürlich Ressourcen, nur um da zu sein und bestimmte Leistungen vorzubereiten, von denen es denkt, dass Anwender das gut finden könnten. Wenn man dazu auch noch 3D-Effekte einschaltet, ist das System quasi immer mit sich selbst beschäftigt. Und da läuft nun ja noch keine Anwendung, wie ein GIMP oder LibreOffice, die ja weitere Ressourcen verbrauchen.
Die Wahl des DE ist also schon mal wichtig und bei Ubuntu hat man das Entwicklungsziel, für jede Aufgabe genau eine Anwendung auszuliefern. Das bedeutet, wenn du Lubuntu nimmst, sind alle Anwendungen so ausgerichtet, dass sie maximal gut zu LXDE, dem hier verwendeten DE passen. Man muss nicht darauf stehen bleiben, aber das ist eine Möglichkeit und die ist nicht schlecht gemacht.
Deshalb halte ich Lubuntu für eine sehr gute Wahl, wenn man ein relativ schmales System haben möchte.

Auf Basis von Lubuntu kann nochmal verschlankt werden und gar nicht erst in LXDE gewechselt werden, doch das führt nun zu weit. Vielleicht noch dies: Lubuntu bietet dieses Profil, mit eigenen Settings oder das Profil LXDE zur Auswahl (beim Einloggen) und hier ist LXDE auch ein wenig schmaler, als Lubuntu.

Ob du 32Bit oder 64Bit möchtest, hängt doch von deiner HW ab.
Du solltest mit 64Bit wenigstens 4G RAM haben. Hast du diese oder mehr, dann möchtest du auch 64Bit, weil die mit 32Bit nicht benutzt werden können.
Knoppix entscheidet beim Booten, welchen Kernel es benutzen will. Alle Anwendungen sind immer 32Bit. Nur der Kernel wird ausgetauscht, wenn eine 64Bit-CPU vorliegt.

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