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1

16.11.2019, 20:41

Knoppix 8.6: angeblich fehlt "libz.so.1" eine Datei

Hallo,

ich habe mir von nextcloud.com den Desktop-Client geladen. Da es sich um ein Datei im Format "AppImage" handelt, sollte sie unabhängig von der verwendeten Distribution laufen. So lautet jedenfalls die Theorie...

Aber:


Quellcode

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$ ./Nextcloud-2.6.1-x86_64.AppImage

Nextcloud-2.6.1-x86_64.AppImage: error while loading shared libraries: libz.so.1: cannot open shared object file: No such file or directory


Wie kriege ich das Programm unter K 8.6. zum Laufen?

Beiträge: 711

Geschlecht: Männlich

2

17.11.2019, 15:02

Hallo.
Ich bezweifele das deine Theorie stimmt. Zerlege mal das Wort „App Image“. meine Theorie ist Android Smartphone.
"Die gemeinsame Bibliothek kann nicht benutzt werden, die Datei mit gemeinsam genutzten Objekten kann nicht geöffnet werden."

pit234a

Fortgeschrittener

4

17.11.2019, 21:09

/Nextcloud-2.6.1-x86_64.AppImage


das findet sehr wahrscheinlich die passenden libs deshalb nicht, weil es eine 64Bit Anwendung ist und Knoppix 32Bit ist. Im Detail habe ich aber nicht nachgelesen, weil es mich weder betrifft, noch interessiert.
Außerdem kenne ich mich solchen "AppImage" gar nicht aus, aber es würde ja bedeuten, dass diese Dinger gar nicht abhängig von einer Distribution sind und damit also Abhängigkeiten hard-encoded sind. Tatsächlich ist das seit Jahren der Weg von OS-X. Wenn das nun auch in GNU/Linux genommen wird, ist das ein Verfall der alten Vorgaben für ein GNU/Linux System, dass nämlich alle Abhängigkeiten zusammen passen und pro System deshalb nur einmal installiert werden.

Sehr sehr oft sind aber Meldungen über fehlende Libs eigentlich nur Meldungen üder fehlende Libs in der passenden Version. Geht man im System auf die Suche, findet man alternative Libs, die man dann statt dessen mittels Links setzen kann.

In einem Knoppix halte ich das alles für fehl am Platze. Entweder ist SW enthalten oder es gibt sie im passenden Repsoitry oder man verzichtet eben darauf. Meine Meinung. Knoppix ist ein Live-System und eben eine Demo. Es ist kein wirkliches Arbeitssystem, mit dem man sich dann auseinandersetzt und das man so zusammen baut, wie man das haben möchte.

5

17.11.2019, 21:20

das findet sehr wahrscheinlich die passenden libs deshalb nicht, weil es eine 64Bit Anwendung ist und Knoppix 32Bit ist.


Ja, das klingt sehr plausibel. Das ich das nicht gesehen habe... Danke für den Hinweis!

Knoppix mag ein Live-System sein, aber es eignet sich eben auch als ein System, mit dem unterwegs an fremden Rechnern gearbeitet werden kann, wenn man es von USB startet. Danke der hervorragenden Erkennung der Hardware läuft es ohne Verrenkungen auf fast jedem Rechner. Ich habe mir ein Knoppix für genau diesen Zweck auf USB eingerichtet, und den NextCloud benötige ich, um damit die Dateien, die ich dann bearbeite, sofort wieder in meine eigene Wolke laden zu können.

Und im Prinzip sind Docker oder Container keine schlechte Idee. Vorausgesetzt, man installiert die richtige Architektur. ;)

pit234a

Fortgeschrittener

6

18.11.2019, 15:08

Vorausgesetzt, man installiert die richtige Architektur.


Habe eben mal "mein neues" Knoppix 860 angeworfen und ein ein apt search nextcloud zeigt mir einen bereits installierten client und Sprachpaket. Wenn es also im Repositry vorhanden ist, sollte es auch passen und einfach über apt installierbar sein. Dabei gibt es allerdings eine etwa ältere Version. Meist ist das doch eher unwichtig.

Mein Knoppix ist hauptsächlich ein Not-System. Zwar fertig konfiguriert, dass ich bequem damit arbeiten kann, aber allermeist brauche ich es überhaupt nicht. Clouds stehe ich skeptisch gegenüber, Ideologisch, aber vor allem ganz praktisch: oft genug habe ich kein oder zu schwaches Netz, um hier Geduld aufzubringen. Neuerdings nutze ich deshalb Knoppix mit großer Overlay in ext4, um dort auf dem Stick direkt Daten sichern oder auslagern zu können.

Knoppix als echtes Arbeitssystem hat meiner Ansicht nach doch schon Nachteile. Hauptsächlich, weil es keine Updates kann und deshalb oft mit veralteter SW arbeitet. Nunja, vielleicht bin ich da etwas zu kritisch, aber daher kam meine Äußerung, dass ich so etwas auf einem Knoppix nicht für gut halte. Also Anwendungen, die man echt pflegen muss und vor allem solche, die man nicht direkt aus den Repositries beziehen kann, sondern erst zurecht- und hinein-basteln muss.

7

19.11.2019, 22:57

Also Knoppix behauptet, auch 64bittig zu fahren:

Linux Microknoppix 5.2.5-64 #10 SMP PREEMPT Sat Aug 3 20:57:52 CEST 2019 x86_64 GNU/Linux

Also das kann doch nicht die Ursache gewesen sein.

Den Desktop-Client aus dem Knoppix-Rep wollte ich nicht nehmen, weil ich etwas gelesen hatte, dass NextCloud 17 (Server) eine neue Version des Client benötigt. Muss ich aber noch mal genau nachlesen, was da war. Vielleicht geht's ja doch damit.

Was die Sache mit Knoppix und Aktualisierungen angeht: m.M.n. ist es nur bedingt sinnvoll, ein Knoppix-System aktuell halten zu wollen. Zum einen, weil Knoppix in einigen Dingen nicht ganz 100% kompatibel mit dem ursprünglichen Debian ist, und zum anderen kann ein Knoppix ganz einfach durch die nächste Version ersetzt werden, und das unter Beibehaltung der Datenpartition. In Zusammenarbeit mit einem wolkigen Speicher, der von überall benutzt werden kann, ist ein solches Knoppix ein sehr gutes "Notsystem", sowohl für daheim als auch unterwegs.

pit234a

Fortgeschrittener

8

20.11.2019, 11:28

durch die nächste Version ersetzt werden, und das unter Beibehaltung der Datenpartition.

Aber Achtung: die Daten-Partition, also /KNOPPIX-DATA, die Overlay-Partition, das ist auch der Ort, wo alle Deltas zum System landen. Also alles, was du veränderst, alle SW, die gelöscht oder hinzugefügt wird. Und das passt dann sehr wahrscheinlich nicht zu der neuen Version. Lediglich alle Einstellungen aus /home/knoppix können mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder verwendet werden.

Linux Microknoppix 5.2.5-64 #10 SMP PREEMPT Sat Aug 3 20:57:52 CEST 2019 x86_64 GNU/Linux

Das ist ein Zwitter. Was ich sage, stimmt nicht zu 100%, ist aber für alle praktischen Belange so lesbar: Knoppix nutzt wahlweise einen 32 oder 64Bit Kernel, je nach CPU. Der 64Bit Kernel dürfte heute meist benutzt werden und der kann dann auch mehr RAM verwalten.
Aber, das System selbst, also alles außer dem Kernel, also quasi das komplette eigentliche Knoppix, ist 32Bit.
32Bit Anwendungen laufen auf 64Bit-CPUs.
Wollte man wahlweise ein 32Bit oder 64Bit Knoppix booten, müsste das sehr viel mehr Platz haben und alles müsste doppelt vorhanden sein.

Debian will wohl den 32Bit-Support einstellen und Knopper denkt angeblich darüber nach, in Zukunft Knoppix als 64Bit-System zu bauen. Logisch, irgendwie wahrscheinlich unvermeidbar und für mich genau einer der Gründe, es nun mit 8.6.0 nochmal zu versuchen. Es könnte das letzte 32Bit kompatible Knoppix sein.
Aus meinen Versuchen leite ich eine Empfehlung für 8.6 ab. Ich habe mir 8.1 oder 8.2 gelegentlich angesehen. Im Vergleich dazu arbeitet 8.6 bei mir deutlich solider und ich brauchte quasi keine zusätzliche SW zu installieren.

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