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progi

Fortgeschrittener

31

31.07.2017, 14:27

Hi,
also cheatcode tohd macht zusätzlich zu

Zitat

macht eine Kopie aller KNOPPIX Daten auf das angegebene medium udn bereitet keinerlei Systemstart darauf vor


einmalig in laufender Sitzung einen Start des Knoppix vom "Medium von tohd",
Dieses Medium kann (nb einem Sticks) auch auf einer geeigneten Festplattenpartition liegen - > dies beschleunigt KNOPPIX (meist) deutlich.

Um erneut das "KNOPPIX vom Medium auf tohd" zu starten muß man nun nicht mehr tohd ausführen, sondern kann sich das kopieren ersparen, indem man fromhd benutzt.

Zitat

Also, man kann dann zwar auch auf NTFS kopieren, aber es bleibt dann das nun hinlänglich besprochene Problem des Systemstarts bestehen.

Richtig

Also um fromhd benutzen zu können (übrigens mit linux, linux64) sollte man darauf achten "dem boots-Vorgang mittels cheatcode" auch die richtigen Dateien linux und minirt.gz (der richtigen Knoppix-Version - hier wohl 771) zur Verfügung zu stellen.

Also um den cheatcode fromhd zu benützen gilt natürlich

Zitat

das nun hinlänglich besprochene Problem des Systemstarts


booten woher :
1. booten z.B. daher, wo man tohd ausgeführt hat,
2. eine passende KNOPPIX-DVD (hier wohl 771)
3. die bootonly.iso von der KN771-DVD brennen (dann kann man ev. auch von einem CD-Laufwerk aus booten)
4. von einem angepaßten bootsmanager "das nun hinlänglich besprochene Problem des Systemstarts"

Hier möchte ich für andere Leser den Unterschied zwischen 2 Systemen skizieren.
1. mittels cheatcode tohd : weiterhin eine KNOPPIX-Datei - also komprimiert - also "ein KNOPPIX-System"
2. mittels des Scripts 0wn : entpackt - ähnelt nun viel mehr einem Debian-System (Betonung ähnelt) - Platzbedarf ca 2-3x wie unter 1. Dateisysteme sind dabei viel strenger vorgegeben.


MfG
progi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »progi« (31.07.2017, 14:40)


FM_81

Fortgeschrittener

32

31.07.2017, 15:23

RE: KNOPPIX ab 7.7 auf NTFS Dateisystem legen und booten?

Mein Hinweis auf 'ntfs_stage1_5' funktioniert zwar, allerdings muss ich gestehen, dass die STAGE-Files die ich verwendet habe, schon gehörig alt waren; aktuellerer GRUB-Legacy scheint die gar nicht mehr zu haben. (neu ist auch nicht immer besser!)

Ist aber auch nicht nötig, denn das
Was ich nicht will, ist eine übliche USB-Installation eines GNU/Linux auf einem USB-Stick. Es geht mir darum, dass das Live-System Image auf einem NTFS-Stick liegt und von diesem gebootet werden kann.
funktioniert ohne größeren Aufwand mit GRUB4DOS. Version 0.4.6a findet man vereinzelt noch zum Download ... Auspacken ...
Die Datei grldr daraus ins Wurzelverzeichnis (des NTFS-USB-Sticks) kopieren; alle KNOPPIX-Dateien ebenfalls.
Den MBR des Sticks (HIER UNBEDINGT DAS RICHTIGE GERÄT WÄHLEN) mittels des Programmes bootlace.com schreiben. Eine menu.lst mit KNOPPIX-Inhalt im Wurzelverzeichnis erstellen.

Von einem solchen System aus schreibe ich gerade diesen Beitrag; der Teufel steckt vielleicht noch irgendwo im Detail, dass es nicht immer und überall funktioniert? Hatte aber selbst keine Probleme ...
Gruß, FM_81
ACHTUNG!
Ihre Systemleistung reicht nicht aus, um einen BLUE-SCREEN zu erzeugen!
Möchten Sie statt dessen einen GREEN-SCREEN sehen?

---- [Ja] ---- [Nein] ---- [Weiß noch nicht] ----

pit234a

Fortgeschrittener

33

01.08.2017, 17:10

funktioniert ohne größeren Aufwand mit GRUB4DOS. Version 0.4.6a findet man vereinzelt noch zum Download ... Auspacken ...
Die Datei grldr daraus ins Wurzelverzeichnis (des NTFS-USB-Sticks) kopieren; alle KNOPPIX-Dateien ebenfalls.
Den MBR des Sticks (HIER UNBEDINGT DAS RICHTIGE GERÄT WÄHLEN) mittels des Programmes bootlace.com schreiben. Eine menu.lst mit KNOPPIX-Inhalt im Wurzelverzeichnis erstellen.

Von einem solchen System aus schreibe ich gerade diesen Beitrag; der Teufel steckt vielleicht noch irgendwo im Detail, dass es nicht immer und überall funktioniert? Hatte aber selbst keine Probleme ...
Gruß, FM_81
Ich habe zwar innerlich schon damit abgeschlossen und mich an den Gedanken mit Zwei Sticks zu leben schon angepasst. Aber vielleicht motiviert mich ja etwas irgendwann wieder...

Kannst du deine Einstellungen hier posten?
Das würde nicht nur meinen Wiedereinstieg dann beschleunigen, es dienst sicher auch dem allgemeinen Verständnis.

FM_81

Fortgeschrittener

34

01.08.2017, 20:14

Der 8GB-Stick in meinem Test wurde (nur um sicher zu gehen) unter WINDOWS mit NTFS formatiert. (keine Schnellformatierung)

Der Rest passierte unter Linux ...
Die Datei grldr aus dem entpackten GRUB4DOS-Download wurde auf den Stick kopiert;
der gesamte Inhalt der KNOPPIX-ISO-Datei ebenfalls. Meine Testversion war 7.7.
Sieht dann so aus:

Quellcode

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test@pc:/media/TEST$ ls -la
insgesamt 369
drwx------ 1 test users   4096 Jul 31 15:03 .
drwxr-xr-x 4 root  root    4096 Aug  1 19:35 ..
-rw------- 1 test users     54 Jul 31 12:05 autorun.bat
-rw------- 1 test users     45 Jul 31 12:05 autorun.inf
-rw------- 1 test users    967 Jul 31 12:05 autorun.pif
drwx------ 1 test users   4096 Jul 31 12:05 boot
-rw------- 1 test users  32606 Jul 31 12:05 cdrom.ico
drwx------ 1 test users      0 Jul 31 12:05 efi
-rw------- 1 test users 311653 Aug 21  2015 grldr
-rw------- 1 test users   1744 Jul 31 12:05 index.html
drwx------ 1 test users   4096 Jul 31 12:25 KNOPPIX
-rw------- 1 test users   3060 Jul 31 13:29 menu.lst
Die Datei menu.lst muss manuell erstellt werden.
Der erste Abschnitt ('setkey'-Teil) macht nur eine deutsche Tastatur,
der restliche Inhalt geht aus der SYSLIUNX.CFG hervor, deren Syntax ist aber NICHT identisch.
Man muss auch nicht alle Optionen des Originals hinein nehmen!

Quellcode

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setkey greater bar
setkey less backslash
setkey doublequote at
setkey ampersand caret
setkey slash ampersand
setkey parenleft asterisk
setkey parenright parenleft
setkey equal parenright
setkey question underscore
setkey backslash minus
setkey z y
setkey Z Y
setkey y z
setkey Y Z
setkey plus bracketright
setkey asterisk braceright
setkey semicolon less
setkey colon greater
setkey minus slash
setkey underscore question
setkey caret backquote
setkey quote equal
setkey backquote plus
setkey bracketleft semicolon
setkey braceleft colon
setkey bracketright quote
setkey braceright doublequote
setkey bar bracketleft
setkey at braceleft

color white/red black/light-gray
default 0
timeout 30

title knoppix
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title adriane
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off video=640x480 nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1 adriane
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title knoppix64
kernel /boot/isolinux/linux64 lang=de apm=power-off nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title adriane64
kernel /boot/isolinux/linux64 lang=de apm=power-off video=640x480 nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1 adriane
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title debug
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1 debug
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title debug64
kernel /boot/isolinux/linux64 lang=de apm=power-off nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1 debug
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title fb1024x768
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off vga=791 video=1024x768 xmodule=fbdev nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title fb1280x1024
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off vga=794 video=1280x1024 xmodule=fbdev nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title fb800x600
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off vga=788 video=800x600 xmodule=fbdev nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title fb640x480
kernel /boot/isolinux/linux lang=de apm=power-off vga=785 video=640x480 xmodule=fbdev nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1
initrd /boot/isolinux/minirt.gz

title memtest
kernel /boot/isolinux/memtest

title dos
kernel /boot/isolinux/memdisk
initrd=/boot/isolinux/balder.img

title failsafe
kernel /boot/isolinux/linux lang=de vga=normal atapicd nosound noapic nolapic noacpi pnpbios=off acpi=off nofstab noscsi nodma noapm nousb nopcmcia nofirewire noagp nomce libata.force=noncq hpsa.hpsa_allow_any=1 nonetwork nodhcp xmodule=vesa
initrd /boot/isolinux/minirt.gz
An der Stelle ist alles benötigte auf dem Stick, aber er ist noch nicht bootfähig!

Hier kommt das Programm bootlace.com aus dem GRUB4DOS-Paket ins Spiel, es kann laut enthaltener Doku unter Windows und Linux ausgeführt werden!
Ich habs unter Linux gemacht:
Heraus finden wie der Stick heißt, mit blkid oder fdisk -l oder wie auch immer, in meinem Test hieß er /dev/sdd
Dann zum entpackten GRUB4DOS-Verz. navigieren, Root-Rechte sind beim Schreiben eines neuen MBR nie verkehrt:

Quellcode

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su
cd <VERZ_wo_GRUB4DOS_entpackt>
./bootlace.com /dev/sdd
Hier unbedingt das richtige Device auswählen!

Mehr war es nicht ...

Gruß, FM_81
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pit234a

Fortgeschrittener

35

01.08.2017, 20:33

Danke.

Das sieht ja wirklich ziemlich gelassen aus. Da bekommt man ja wieder Lust...

pit234a

Fortgeschrittener

36

04.08.2017, 17:02

Teilerfolg

Vorab nochmals Dank an alle, die mithelfen und ihre Gedanken hier äußern.
Der letzte Beitrag von FM_81 hat mich inspiriert, doch noch einen Versuch zu wagen.
Also, ganz aufgegeben habe ich das Thema ja eh noch nicht, aber es schien mir zu kompliziert es derzeit nochmal angehen zu wollen.
Besagter Beitrag stellt aber eine akzeptable Hürde in Aussicht und war daher motivierend. Als erstes besorgte ich mir dazu heute einen neuen USB-Stick. USB-Stick und Performance wäre vielleicht auch mal ein sinnvoller Thread in einem KNOPPIX-Forum, ich will hier nur soviel sagen: neuere Sticks mit USB3.0 und USB3.1 (alle Kingston DataTraveler) zeigten sich als unbrauchbar für einen Stick mit einem Betriebssystem, selbst für das gepackte KNOPPIX. Gefühlt ist deren Geschwindigkeit einen Faktor fünf langsamer, als der alte USB2.0 von Kingston, den ich bisher als KNOPPIX-Stick mit FAT genutzt habe. Die schnellsten in meinem Sortiment sind keine echten Sticks, sondern SD-Card-Reader im USB-Format. Sie haben nur zwei Probleme: nicht stabil genug für die Hosentasche und drastischer Leistungseinbruch bei Erwärmung. Deshalb wurde mein neuer Stick nun ein kleiner Intenso mit USB3.0 und 64G und der scheint in Ordnung zu sein. Am USB3 hatte ich ihn allerdings bisher noch nicht booten können.
Mit diesem kleinen Stick legte ich unter einem Ubuntu zwei Partitionen an, eine ca 7G große ext2 am Ende für die Overlay-Partition und den Rest in NTFS.
Auf die NTFS-Partition kopierte ich die Daten aus dem FAT des KNOPPIX-Sticks, legte die geforderten Dateien aus GRUB4DOS darauf, editierte die menu-lst (weil ich dort syslinux und nicht isolinux habe und einige Einträge nicht brauche), legte den Bootloader an und:
erst man Fehlstart.
Zwar bootete das System im ersten Schritt, konnte dann aber keine Partitionen finden.
Ich dachte an einen Fehler meinerseits, das Einlegen des Sticks in Ubuntu brachte aber eine Fehlermeldung des NTFS-Dateisystems.
Also, einzigen verfügbaren Windows Rechner genommen, NTFS repariert und siehe da, das Booten gelang nun auf meinem Test-PC und genau laut Einstellungen der menu.lst und mit eingebundener Overlay-Partition, also genau mein KNOPPIX. Der Bootvorgang war deutlich flotter, als gewohnt. Der neue Stick hängt aber am gleichen USB2 Port an dem PC.

Leider konnte ich zwei andere PCs nicht booten.
Einer ist ein Mac-Book und ganz gewiss EFI, der erkannte den Stick gar nicht zum Booten (Standard-KNOPPIX wird mit mehreren Möglichkeiten erkannt), über das Icon für Windows(Mac-Nutzer wissen vielleicht, was ich damit meine) startete der Stick und blieb dann aber hängen.
Ein anderer PC erkannte den Stick, konnte damit aber nichts anfangen und bootete ihn nicht. Ich hielt diesen PC immer für ein BIOS (habe keine Passwort um nachzuschauen), sah aber auch, dass KNOPPIX 771 ihn als EFI behandelte. Der neue Stick mit KNOPPIX auf NTFS und Grub4Dos arbeitete nicht.

Ich sehe, dass es außer bootlace.com noch eine 64-Version davon gibt.
Die Dokumentation habe ich nicht mal angesehen, nur mehr oder weniger blind nachgeäfft, was mir hier erklärt wurde.

Ganz so schlecht ist das Ergebnis bisher nicht.
Ich kann einen Laptop booten, schneller als bisher. Ich kann den Stick im Windows als NTFS benutzen (getestet) und ich habe meine Overlay-Partition bei der Aktion noch ein wenig vergrößert (der Stick hat ja mehr Platz).

Ich verstehe nicht wirklich, wie KNOPPIX das anders macht und fließend die Architekturen wechselt. Vollkommen ohne entsprechende manuelle Wahl. Ich denke, dass doch vielleicht eine gewisse Automagie im SYSLINUX drin steckt, die mit den diversen GRUB-Versionen nicht oder nicht einfach hergestellt werden kann.
Ob ich noch weiter testen möchte, weiß ich im Augenblick nicht, aber ich werde jedenfalls erst mal noch eine Weile so mit diesem Stick spielen.

pit234a

Fortgeschrittener

37

04.08.2017, 17:52

KNOPPIX und KNOPPIX1


Zitat von »scdbackup«



Gute Theorie. Ich hatte mich schon gewundert, was KNOPPIX1 machen soll.
Ich bekomme das mit den Zitaten hier irgendwie nicht so richtig hin. Ihr kommt damit hoffentlich klar.

Gerade sehe ich die Datei /KNOPPIX/KNOPPIX/overlay-contents.txt:

Quellcode

1
2
KNOPPIX: base system incl. Firefox, Gimp, Libreoffice
KNOPPIX1: openscad, slic3r, scribus, inkscape, blender, freecad, librecad, biber, kdenlive, openshot

Das passt gut zur bisherigen Annahme.

pit234a

Fortgeschrittener

38

04.08.2017, 19:05

weiterer kleiner Erfolg

zusätzlich zu grldr habe ich nun einfach noch grldr.mbr und grldr.pbr ins Rootverzeichnis auf meinen NTFS-Stick gelegt. Ohne großen Plan, weshalb. Danach kann ich nun einen Rechner mehr booten. Da ist definitiv ein Unterschied.

Zuvor hatte ich es schon auf einem 32Bit-rechner probiert und musste die Kernelauswahl manuell passend treffen, dann bootete auch dieser.

Es sieht so aus, als wären nur die MacBooks mit ihrem EFI-Boot tatsächlich immun.

FM_81

Fortgeschrittener

39

05.08.2017, 07:56

... ich will hier nur soviel sagen: neuere Sticks mit USB3.0 und USB3.1 (alle Kingston DataTraveler) zeigten sich als unbrauchbar für einen Stick mit einem Betriebssystem, selbst für das gepackte KNOPPIX. Gefühlt ist deren Geschwindigkeit einen Faktor fünf langsamer, als der alte USB2.0 von Kingston, den ich bisher als KNOPPIX-Stick mit FAT genutzt habe. Die schnellsten in meinem Sortiment sind keine echten Sticks, sondern SD-Card-Reader im USB-Format. Sie haben nur zwei Probleme: nicht stabil genug für die Hosentasche und drastischer Leistungseinbruch bei Erwärmung. Deshalb wurde mein neuer Stick nun ein kleiner Intenso mit USB3.0 und 64G und der scheint in Ordnung zu sein. Am USB3 hatte ich ihn allerdings bisher noch nicht booten können.
Das ist in gewisser Weise normal, USB3-Unterstützung geschieht oftmals nur auf Ebene des Betriebssystemes. Aber hast Du ein solches schon während des Bootens? NEIN!
Und selbst wenn es vereinzelte Kombinationen Rechner-USB3-Stick gäbe oder gibt, die es quasi auf Hardware-Ebene supporten: sobald der Stick am nächsten PC steckt, sieht es wieder anders aus ...

Einer ist ein Mac-Book und ganz gewiss EFI, der erkannte den Stick gar nicht zum Booten (Standard-KNOPPIX wird mit mehreren Möglichkeiten erkannt), über das Icon für Windows(Mac-Nutzer wissen vielleicht, was ich damit meine) startete der Stick und blieb dann aber hängen.
Ein anderer PC erkannte den Stick, konnte damit aber nichts anfangen und bootete ihn nicht. Ich hielt diesen PC immer für ein BIOS (habe keine Passwort um nachzuschauen), sah aber auch, dass KNOPPIX 771 ihn als EFI behandelte. Der neue Stick mit KNOPPIX auf NTFS und Grub4Dos arbeitete nicht.
EFI ist eine andere Geschichte, darauf bezog sich meine Erklärung nicht. Als GRUB4DOS seine "populärste Phase" hatte (geschätzt so um 2009 bis 2011?), dürften die wenigsten realistisch über EFI nachgedacht haben ...
Und MAC-Zeugs ist sowieso noch mal eine andere Geschichte der Version einer anderen Geschichte ...
Da dürften nur signierte Bootloader weiter helfen? Wovon einer sicherlich im Original-KNOPPIX enthalten ist ...

Gruß, FM_81
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pit234a

Fortgeschrittener

40

05.08.2017, 12:08

USB-Sticks und vermutlicher Abschluss

Ah, jetzt sehe ich etwas klarer mit den Zitaten.
Das ist in gewisser Weise normal, USB3-Unterstützung geschieht oftmals nur auf Ebene des Betriebssystemes.
Ja schon. Aber dass ein USB3 Stick deutlich sehr viel langsamer ist,als ein USB2, dafür gibt es für mich keinen guten Grund. An den meisten PCs habe ich nur USB2 und nur einmal über zusätzliche PCI-Karte USB3 nachgerüstet (der bootet allerdings quasi nie sondern läuft immer und wenn er bootet, kann er das nicht von diesem Anschluss) und dann einen Laptop mit einem USB3 Anschluss, der mir nicht gehört und worauf ich nur eingeschränkt Zugang habe. Ich kann den aber über Bootmenü auch mit KNOPPIX vom Stick oder von der DVD booten, BIOS kann ich nicht erreichen.
Auf den Kingston Sticks USB3.0 ( sie heißen alle DataTraveller G4 und ich benutze 64G und 32G) habe ich auch schon andere Betriebssysteme installiert oder Live-DVDs und die gleiche Erfahrung gemacht. Sie eignen sich zum direkten Transfer von Daten und sind dabei nicht auffällig, aber sie stürzen total ab, wenn sie ein System Booten.
Mit dem neuen Intenso USB3.0 und dem alten Kingston USB2.0 habe ich eine Wartezeit von der ersten KNOPPIX-Grafik (mit dem daVinchy-TUX) bis zum erscheinen meines Bildschirms unter LXDE (wo sehr viel aus der Overlay-Partition genommen werden muss) in Größenordnung von wenigen Augenblicken bis zu Sekunden. Die Wartezeit fällt auf, doch vollkommen akzeptabel und mit deutlichen Vorteilen beim neueren Intenso.
Bei den Kingston USB3 Sticks dauert das in der Größenordnung von 30 Sekunden und bis dann der Bildschirm steht und ich meine Tastenkürzel benutzen kann, vergeht wieder etliche Zeit und dann starten alle Applikationen ebenfalls um einen gefühlten Faktor zehn langsamer, als auf den beiden anderen Sticks. So langsam, dass es teilweise quälend ist, damit zu arbeiten.
Also ich mit dem HD-installierten KNOPPIX mit einem solchen Stick spielte, brauchte alleine ein einziges grub-install oder install-grub, wie das nun auch immer heißen mag, etliche Minuten. Ich verzweifelte dabei nahezu vor Ungeduld.
Bei manchen Anwendungen gibt es sogar gelegentliche Hänger oder Abstürze, die ich auf extreme Laufzeitprobleme einzelner Komponenten zurück führe.

Das Verhalten ist extrem auffällig und bei jedem der fünf Sticks aufgetreten, die ich zu unterschiedlichen Zeitpunkten kaufte (einer hat deshalb auch schon USB3.1).
Auch bei älteren USB2-Sticks habe ich derartige negative Erfahrungen früher schon gemacht.
Das hat ganz sicher nichts mit dem Standard zu tun, eher etwas mit dem internen Aufbau oder den verwendeten Kontrollern.

Wie auch immer. Es kann jemand total enttäuscht von KNOPPIX on Stick sein, wenn er an so etwas gerät und womöglich noch denkt, mit dem neuen, schnellen USB3 nun den gewaltigen Geschwindigkeitssprung zu erleben.
USB3 bedeutet hier nicht viel und sogar die manchmal (eher selten) bei den Sticks angegebenen, angeblichen Datenraten sollten hier mit Vorsicht genossen werden. Man sieht nicht in einen Stick rein (was ich allerdings früher schon mal machte und tatsächlich eine Reihe untauglicher HW entdecken konnte) und es ist deshalb eher Glückssache, was man da erwischt.
Herstellernamen garantieren hier für nichts.


EFI ist eine andere Geschichte
Ja. Und an mir bislang auch praktisch vollkommen vorbei gegangen. Bisher habe ich etwa ein halbes dutzend MACs mit einem EFI installiert und das ziemlich gut verstanden und hinbekommen. Allerdings ohne Notwendigkeit, in die Details zu blicken. ich weiß auch nicht, ob ich das will und brauchen werde. Es gibt immer mehr Rechner mit UEFI und nicht BIOS. Viele machen aber da irgendeine BIOS-Emulation und ich werde erst im Laufe der Zeit (vielleicht nach Jahren) bemerken, ob ich die nun mit meinem neuen Stick booten kann, oder nicht. testen werde ich es unentwegt bei jeder Gelegenheit, aber die sind nicht so häufig und Notwendigkeiten sind nochmal. seltener.


Für meine gewünschten Einsatzzwecke, die ich immer wieder und regelmäßig brauche, genügt der Stick so, wie er nun ist, vollkommen den Anforderungen. Ich kann alles damit machen, was ich mir vorgestellt habe und auf den vorgesehenen PCs läuft er tadellos.

Ich habe eine große Partition mit NTFS und darauf liegt KNOPPIX und wird mittels Grub4Dos gebootet. Eine kleinere Partition in EXT2 enthält meine "private" Overlay-Partition, wird im Betrieb flüssig eingebunden und lädt meine zusätzliche SW und benutzt meine Einstellungen, um angestammte SW zu verdrängen. So erhalte ich einen LXDE mit OpenBox und meinen Einstellungen aus den anderen Systemen (wo ich OpenBox ohne LXDE direkt nutze). Damit kann ich sehr flott wie gewohnt auch in Knoppix-Live arbeiten und bei Bedarf weitere Änderungen vornehmen.
Die Gedanken an eine remasterte Version von KNOPPIX, die meinen Bedürfnissen noch eher gerecht werden könnte, habe ich von Anfang an nur halbherzig verfolgt. Außer dem kleineren Platzbedarf bringt das keine praktischen Vorteile zum derzeitigen Modell, das sehr viel einfacher umsetzbar war.
Mit diesem Stick kann ich nun meinen gewünschten Laptop booten, um die regelmäßigen Datensicherungen dort durchzuführen und ich kann ihn in einem Windows problemlos als Datenspeicher im NTFS-Format nutzen und die immer häufiger vorkommenden großen Dateien hierhin kopieren. Diese NTFS-Partition kann ich lesend und schreibend auch in meinen privaten Systemen einbinden, wo ich vorwiegend FreeBSD im Einsatz habe. Das ist auch der Hauptgrund für die Overlay-Partition in ext2, denn das kann ich dort ebenfalls lesend und schreibend.
Damit bin ich sehr zufrieden und ich weiß nicht, ob ich noch irgendeine Motivation habe, diese Zufriedenheit eventuell zu vergrößern, indem ich mich mit EFI quäle. Ich hätte den Ansatz mit Grub4Dos schon nicht versucht, weil ich auf Grub2 fixiert war (modern...).

Deshalb möchte ich hier eine Art offenen Schluss setzen und allen Beteiligten nochmal danken. Das war eine sehr fruchtbare Diskussion.

pit234a

Fortgeschrittener

41

05.08.2017, 14:16

Nachsatz zu EFI

obwohl Schluss beschlossen, kreisen die Gedanken ja immer noch.

EFI verbietet sich. Es braucht ja eine FAT-Partition und damit habe ich dann wieder das Dilemma, dass Microsoft dazu nur bestimmte und speziell zertifizierte Sticks akzeptiert und bei allen anderen keine zwei Partitionen erlaubt.

pit234a

Fortgeschrittener

42

20.11.2019, 11:14

Bemerkungen mit 860

Mit Knoppix 8.6.0 hatte ich den Antrieb, das nochmal zu probieren.
Zwar habe ich mich "eigentlich" schon gegen dieses Modell entschieden und möchte in Zukunft meine Knoppix-Sticks so nutzen, dass die zwar allesamt angepasst sind, also meinen eigenen Wünschen entsprechen, aber nicht gleichzeitig noch als Datenträger für große Dateien dienen müssen. Quasi derart, dass ich sowohl ein Knoppix auf einem Stick habe, als auch einen Austauschdatenträger auf einem anderen Stick. Tatsächlich hatte ich auch nun immer schon zwei Sticks in der Tasche. Denn man kann nicht (U)EFI (so einfach) von NTFS starten. (Eigentlich sollte das auch gehen, aber es ist mir nie gelungen und meine Fähigkeiten und meine Geduld sind begrenzt.)
Es ist aber wirklich auch super, ein Knoppix auf NTFS zu haben, denn es booten noch immer 95% aller meiner meiner PCs damit. Und mit großer NTFS-Austausch-Partition kann man dann Daten auch so kopieren (quasi von beliebigen Systemen, die Knoppix ohne EFI können), dass sie direkt in einem Windows verwendbar sind und Windows ist wohl leider immer noch das System, mit dem man überhaupt Daten austauschen muss. Dabei geht ja für Knoppix, jenachdem, etwas mehr als 5G drauf und das kann man auf einem 128G Stick bequem verschmerzen.

Es gibt also immer noch den gleichen Grund, weshalb ich diesen Thread startete, wenngleich ich mich "eigentlich" anders entschieden habe.
Dabei sah ich nun, dass es nicht funktionierte, wenn ich die Partitionen zuvor mittels gparted erstelle. gparted lässt da nun einen freien Bereich von 1M vor der Partition (was auch sehr sinnvoll ist, Stichwort Allignement). Wenn dieser freie Bereich vorhanden war, konnte Knoppix anschließend nicht booten und zwar fand es seltsamerweise die Partitionen angeblich nicht.
Wie auch immer, ich hatte ja noch den alten Stick mit dem 771 und legte dort nun einfach 860 hin, ließ den bootloader aber neu schreiben und das funktionierte schon mal.
Dann legte ich diesen Stick mittels dd auf den neuen, größeren Stick und das funktionierte dann auch. Anschließend änderte ich die Partitionen, vergrößerte den NTFS-Bereich und verschob die Overlay. Zur Sicherheit ebenfalls nochmal den bootloader neu geschrieben. Auch das funktionierte.

Grundsätzlich geht das also immer noch. Wer es mal probieren möchte und Probleme damit hat, sollte mal nachsehen und dann den freien Bereich vor der eigentlichen Partition weglassen. Wie auch immer man das machen kann.

Wer weiter oben gelesen hat, dass mir die Performance schlecht erschienen war, hat damit dann eine mögliche Antwort: Dateisysteme, die nicht gut ausgerichtet sind, sind auf Speichermedien deutlich langsamer.

Beiträge: 713

Geschlecht: Männlich

43

24.11.2019, 17:07

Hallo pit234a. Was verstehe ich an dieser Formulierung falsch?
Denn man kann nicht (U)EFI (so einfach) von NTFS starten.


Du kannst Knoppix mit einem Trick neben Windows(NTFS) installieren.
Es ist aber wirklich auch super, ein Knoppix auf NTFS zu haben,

Flash kann nicht Funktionieren weil Knoppix Setup bis V8.1 kein NTFS erkennt.
sda1/ ist der Windows bootloader und darf nicht geändert werden.
sda2/ ist Windows und kann mit einem Partition Manager von Windows verkleinert werden.
Warum von Windows?Weil GParted von Knoppix alle Umlaute und Sonderzeichen zum Beispiel Ä,ä,Ö,ö,Ü,ü,ß, in andere Zeichen tauscht. z.B: З=ä №=ü №▀=üß sind Beispiele kann aber bei Windows Probleme verursachen wenn System Dateien mit diesen Buchstaben umbenannt wurden.Abgesicherter Modus und System auf einen früheren Punkt zurück setzen hilft dann auch nicht.

Auf dem freien Speicher kann dann Knoppix Installiert werden. Die Knoppix DVD Installation Setup auf HD erkennt nur diesen freien Speicher weil das Setup von Knoppix bis einschließlich 8.1 NTFS nicht erkennt.Nur FAT32.

Besser ist aber immer diesen Bereich schon vorher zu Partitionieren.
1 bis 1.4 GB Linux swap, Rest reiserfs für Knoppix dann erkennt Knoppix Setup das automatisch auf sda4/.
An dieser Stelle ist natürlich wichtig zu wissen das auf einer primären Festplatte nur maximal 4 Partitionen möglich sind.Mit den 2 Partitionen für Knoppix und 2 für Windows ist die Platte voll. Es kann keine weitere Partition erstellt werden. Knoppix läuft auch auf einer Erweiterten Partition. Mit der erweiterten Partition sind das 3. Auf der erweiterten können mehrere Partitionen eingerichtet und benutzt werden.Mann muss dann nur darauf achten das alle Partitionen sich um +1 ändern wenn die erweiterte sda3/ ist.

Der Bootloader muss auf sda1/ im MBR gespeichert werden. Dann kannst Du beim Starten im Menü Windows oder Debian GNU=Knoppix wählen.

Ob das in deinem Fall funktioniert weiß ich nicht mit der NTFS Partition, kann aber gehen.
Dein Risiko wenn Du es nicht probierst.
Erst Daten sichern!

pit234a

Fortgeschrittener

44

24.11.2019, 18:17

Was ich mache, ist KEINE KNOPPIX-INSTALLATION und schon gar nicht neben einem Windows.

Worum es hier geht, ist ein lauffähiges Knoppix Live-System zu bekommen. Du kennst ja da Flash-Install script. Dies legt Knoppix und seine Bestandteile auf eine FAT32-Partition und erstellt eine zusätzliche Overlay-Partition in reiserfs. Von dieser FAT32-Partition wird Knoppix gebootet udn zwar sowohl im BIOS, als auch im (U)EFI Modus. Der EFI_Modus braucht eine eigene EFI-Startpartition. Wo immer ich die sehe, ist die in einem FAT angelegt. Knoppix macht das auch, nimmt eben die komplette FAT32-Partition als seine EFI-Boot-Partition. Das geht auch problemlos.
Nun hat man also auf seinem typischen Knoppix-Stick eine große FAT32 und eine recht kleine reiserfs-Partition. Die große FAT32-Partition eignet sich ganz hervorragend, um damit Daten zu transportieren und zwischen unterschiedlichen Systemen auszutauschen. Das ist ja eine super-Eigenschaft eines Knoppix vom Stick: man eben nicht nur ein System, dass man im Notfall mal schnell Live starten kann, man hat auch noch ausreichend freien Platz, um diesen Stick als ganz gewöhnlichen Datenträger zu benutzen.

Soweit, so gut.
Nun habe ich aber immer wieder Anwendungen, die Dateien größer 4GB erzeugen und das kann nicht auf einem FAT32 gespeichert werden.
Deshalb wollte ich eine Lösung, die mir auf meinem NTFS-Datenstick ein Knoppix als Live-System ermöglicht, also grad so, wie es das Flash-Install Paket auch anfertigt. DIe nötigen Schritte muss ich dann von Hand durchführen, ich kann das Script nicht nutzten, denn es kennt nur den oben beschriebenen Aufbau mit FAT32 und reiserfs.
Ich möchte aber eine große NTFS-Datenpartition mit einem Live-Knoppix und eine Overlay in ext4. Den letzten Punkt ignorieren wir an dieser Stelle. Die Partitionen muss ich manuell erstellen, wozu ich mein bereits fertiges Knoppix mit FAT32 und reiserfs nutze. Dass gparted Umlaute "falsch" macht, stimmt nicht. gpart macht das schon richtig, aber sehr oft werden unterschiedliche Code-Pages in unterschiedlichen Systemen benutzt und gibt es durcheinander. Deshalb sollten Umlaute generell nie in Datenträgerbezeichnungen (also Partitions-Namen) benutzt werden. Auch keine Sonderzeichen und ich mache so etwas eh aus Tradition niemals.
Also, ich erzeuge eine große NTFS-Partition und lege nun manuell die Teile des Knoppix darauf, die normalerweise das Flash-Install-Script automatisch drauf legt. Dann erzeuge ich eine kleine ext4 Partition benutzt diese als Overlay und kopiere meine existierende Overlay (reiserfs aus dem automatisch erstellten Stick) komplett hierher.
Soweit, so gut und alles ganz einfach.
Doch nun fehlt noch der Boot-Mechanismus. Weil das Flash-Install-Script nicht ausgeführt wird, kann der auch nicht geschrieben werden. Muss also manuell passieren. Dazu versuchte ich zuerst den im Knoppix mitgelieferten GRUB zu benutzen und scheiterte. Das ist (war in Version 771) ein Grub-1 Loader und der wollte kein NTFS (sie die vorherigen Posts dieses Beitrages). Als ich darüber nachdachte, ob dieser Mechanismus durch Grub-2 ersetzt werden könnte, kam aber der gute Vorschlag, es mit GRUB4DOS zu probieren. Das gelingt auch wirklich gut.
Damit habe ich nun genau, was ich wollte: einen NTFS-Stick als Austauschdatenträger auf dem außerdem ein Knoppix liegt, das in der Not auch mal gebootet werden kann (und zudem auch noch die Overlay in ext4 hat).

Was ich damit sagen wollte, dass dies nicht auf (U)EFI-Systemen geht, liegt natürlich zum Teil an dem benutzten Bootloader, zum Teil aber auch daran, das ich noch nie gesehen oder geschafft habe, eine NTFS-Partition als Boot-Partition für EFI-Systeme zu benutzen. Soweit ich gelesen habe, sollte das laut Spezifikation ebenfalls möglich sein. Ich habe hier nicht viel Arbeit investiert. Zu 95% kann ich meinen Stick mit seiner NTFS-Partition erfolgreich auf meinen Rechnern nutzen. Nur einige Macs gehen halt nicht damit, weil die keinen Legacy-Modus kennen und ausschließlich EFI-booten.
Grundsätzlich sollte es aber durchaus möglich sein, auch von einem NTFS als EFI-Partition booten zu können und damit wäre dann mein Stick perfekt.
Dass Klaus Knopper und sein Team nicht auf NTFS setzen, hat ganz sicher seinen Grund auch in der proprietären Lizenz. NTFS ist immer noch geheim und gehört Microsoft alleine. Die Freien Versionen beruhen auf Beobachtung, Erraten und Nachahmen der Mechanismen. Die sind gut geraten! Aber es bleibt im Grunde ein geheimes und proprietäres Dateisystem.

Ich brauche das als Austausch-Dateisystem zu Windows-Rechnern, um Dateien über 4GB zu transportieren. Dies sind nicht meine Rechner, ich nutze kein Microsoft. Aber ich habe in meinem Beruf einen Bedarf dafür, Dateien von Windows-Rechnern zu kopieren und sie zu anderen Windows-Rechnern zu transportieren und dabei gibt es Dateien, die über 4GB groß sind. Diese Rechner sind speziell, sie können NTFS aber unter Umständen kein ExFat (ich auch nicht) und es darf auch nicht zusätzlich SW installiert werden, also etwa ein Mechanismus, um ein ext4 Dateisystem zu lesen. NTFS ist gesetzt und es führt kein Weg daran vorbei, wenn Dateien größer 4G ausgetauscht werden sollen!
Dazu kann ich natürlich einen ganz gewöhnlichen USB-Stick nehmen, in NTFS formatieren und eben zum Austausch von Daten benutzen.
Nun hat mir aber manchmal Knoppix schon sehr gute Dienste geleistet, besonders, da ich es (dank Overlay) so einstellen kann, dass ich damit flüssig und gut arbeiten kann. Dazu kann ich natürlich einen zweiten Stick mitnehmen, auf dem ich Knoppix dann mittels Flash-Install laufen habe. Dazu genügt dann auch ein kleiner Stick, weil ja keine Daten hiermit transportiert werden müssten. Nur, das kommt wirklich sehr selten einmal vor, dass ich überhaupt ein Knoppix starten möchte und es zeigte sich, dass ich dann den bewussten Stick natürlich nicht eingesteckt hatte, also in die Hosentasche. Den Austauschdatenträger in NTFS habe ich IMMER dabei, den brauche ich beinahe täglich und muss Dateien darauf ablegen, zurück spielen oder mitnehmen und weiter geben. Das sind Daten-Mengen bis zu 80GB (selten). Für noch größere Datenmengen habe ich natürlich auch immer externe Festplatten in NTFS dabei, aber allermeist genügt der Stick aus der Hosentasche, ist schnell und unkompliziert zu benutzen.
Ja genau, darauf habe ich nun für die sehr seltenen Notfälle auch zusätzlich ein Knoppix liegen und kann es starten, allerdings nicht im EFI-Boot.

Das ist Knoppix -Live, wie es benutzt werden sollte!
Installationen von Knoppix sind Käse!

Nebenbei: du musst da sehr vorsichtig sein mit solchen Äußerungen, die als guter Rat gemeint sind, dass sda1 der Windows-Bootloader ist und so weiter. Hier ist extrem wichtig, die unterschiedlichen Windows-Versionen zu unterscheiden. Ich glaube, dass erst ab Win7 im EFI-Boot und mit EFI-Partition gebootet werden konnte. Ob das schon das GPT-Schema konnte, weiß ich indessen gar nicht. Ich wäre da vorsichtig, würde mich nicht trauen, jemandem einen Rat zu geben. Du redest hier von der EFI-Partition und die wird von allen Systemen genutzt und außerdem von maximal vier Partitionen, was wiederum nur für den MBR-Modus gilt. Was du sagst, ist schlicht und ergreifend heute nicht mehr gültig und stammt aus einer zunehmend zerfallenden Vergangenheit. Es kann für dich in einem speziellen Fall noch funktionieren, aber es ist keinesfalls allgemeingültig. In richtig konfigurierten Systemen kannst du mit GPT und EFI mehrere Systeme nebeneinander installieren, schreibst ihren Startmechanismus in der EFI-Partition fest, hast mal locker für etwa 128 Partitionen und damit für wenigstens 50 Betriebs-Systeme direkt primäre Partitionen zur Verfügung.
Kurz: vergiss alles, was du jemals zu dem Thema gelernt hast und für sicher hältst! Die Welt ändert sich da schneller, als wir Alten das noch kapieren können.

Beiträge: 713

Geschlecht: Männlich

45

25.11.2019, 00:27

Die Größe der FAT Partition hängt natürlich von der Größe des USB ab. Die reiserfs Partition ist bei der Flash Installation immer 400MB.
Worum es hier geht, ist ein lauffähiges Knoppix Live-System zu bekommen.

Kürzlich schrieb beta-tester etwas von Problemen mit seinem PXE-Server um Knoppix zu booten. Bestimmt meinst Du das. Ich glaube er hat das Problem gelöst. Eine andere Möglichkeit Knoppix im laufenden BS zu booten kenne ich nicht außer VB aber das ist nicht in dem Sinne deiner Idee geeignet. Such mal bei Startprobleme.

pit234a

Fortgeschrittener

46

25.11.2019, 11:30

die Overlay-Partition will mindestens 400M groß sein, wenn sie mittels des Flash-Install scripts angelegt wird. Die kann deutlich größer sein und bei einer mittels dd auf einen Stick gebrachten, dann aber leider im Bootverhalten unveränderlichen Knoppix-Version, expandiert sie sogar über den kompletten Stick, also den kompletten freien Platz außerhalb von Knoppix.
Ich zeige mal drei meiner Sticks, die jeweils vollkommen unterschiedlich sind und alle ein Knoppix-Live mit Overlay enthalten:

Quellcode

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pit@Celsius ~:- > mmls -B /dev/da0
DOS Partition Table
Offset Sector: 0
Units are in 512-byte sectors

      Slot      Start        End          Length       Size    Description
000:  Meta      0000000000   0000000000   0000000001   0512B   Primary Table (#0)
001:  -------   0000000000   0000002047   0000002048   1024K   Unallocated
002:  000:000   0000002048   0012290047   0012288000   0005G   Win95 FAT32 (0x0c)
003:  000:001   0012290048   0242614271   0230324224   0109G   Linux (0x83)
pit@Celsius ~:- > mmls -B /dev/da1
DOS Partition Table
Offset Sector: 0
Units are in 512-byte sectors

      Slot      Start        End          Length       Size    Description
000:  Meta      0000000000   0000000000   0000000001   0512B   Primary Table (#0)
001:  -------   0000000000   0000002047   0000002048   1024K   Unallocated
002:  000:000   0000002048   0025992187   0025990140   0012G   Win95 FAT32 (0x0c)
003:  -------   0025992188   0025993215   0000001028   0514K   Unallocated
004:  000:001   0025993216   0031457279   0005464064   0002G   Linux (0x83)
pit@Celsius ~:- > mmls -B /dev/da2
DOS Partition Table
Offset Sector: 0
Units are in 512-byte sectors

      Slot      Start        End          Length       Size    Description
000:  Meta      0000000000   0000000000   0000000001   0512B   Primary Table (#0)
001:  -------   0000000000   0000002047   0000002048   1024K   Unallocated
002:  000:000   0000002048   0227555327   0227553280   0108G   NTFS / exFAT (0x07)
003:  000:001   0227555328   0245759999   0018204672   0008G   Linux (0x83)

Man sieht jedenfalls, dass das immer vollkommen unterschiedlich aussehen kann und es gibt kein "immer 400M" für die Overlay.

Mit PXE-Boot hat das nun wiederum gar nichts zu tun.
Beim PXE-Boot wird aus dem Netzwerk gebootet, nicht von einem Stick.
Ich habe mein Netzwerk nicht dabei und überhaupt allermeist keinen Zugriff auf da Internet, wo man vielleicht dann irgendwo ein Knoppix zum PXE-Boot hosten könnte.
Nein, ich brauche Knoppix vom Stick (selten) UND den Stick gleichzeitig als Datenträger für Windows-Systeme. Also, einen solchen Stick möchte ich haben. Andere sind nur zum Booten eines Systems im Notfall oder als Austauschdatenträger im privaten Umfeld und da nehme ich ext4 und nicht NTFS zum Austausch von Dateien.

Ich weise ausdrücklich immer darauf hin, dass ich Knoppix live haben will, weil du häufiger den Rat äußerst, es doch zu installieren und die Begriffe hier ein wenig durcheinander gehen.
Es wird sicher niemand hier noch mitlesen, aber ich will das trotzdem zusammenfassen, um verständlich zu bleiben.
Knoppix kommt als iso-Datei auf die Server. Ein ISO ist ein Abbild eines optischen Datenträgers. Heutzutage ist das eine DVD. Mit einem Knoppix-ISO kann also eine Bitgetreue DVD erstellt werden, die ein LiveSystem enthält. Live-Systeme starten vom jeweiligen Datenträger direkt, sie müssen nicht auf einem lokal vorhandenen Datenträger erst noch installiert werden. DVDs sind aus unterschiedlichen Gründen unpraktisch, man will Knoppix lieber auf einem USB-Stick oder eine SD-Card haben. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:
-mittels dd kann das ISO direkt auf einen USB-Stick gelegt werden
-mittels eines Scripts (Flash-Installation) kann aus einem laufenden Knoppix heraus dieses auf ein entsprechendes Medium gelegt werden. Hierbei gibt es diverse Optionen.
-durch manuelles Kopieren der benötigten Bestandteile und aufbereiten der Bootumgebung kann man auch einen solchen Stick basteln.
Diese Versionen sind alle drei gute Versionen, weil sie Knoppix als Live-System erhalten und es gepackt auf einem Dateisystem liegt, von wo es bei Bedarf auch gebootet werden kann.

Keine gute Version ist es, Knoppix mittels HD-Installation zu benutzen. Dabei wird es ausgepackt und als Live-System zerstört. Ob das Ziel einer HD-Installation dabei tatsächlich eine HD ist, oder ein USB-Stick, bleibt egal. Es geht um die unterschiedlichen Methoden.

Nun können alle diese Methoden als Installation bezeichnet werden und das kann natürlich für Verwirrung sorgen. Deshalb betone ich immer, dass ich Knoppix als Live-System haben möchte. Keine HD-Installation!!! Niemals.
Bei der dd-Methode wird zunächst das ISO bitgetreu auf einen Stick geschrieben. Dieser kann dann gebootet werden, ist aber als DVD-System in diesem Bereich Read-Only. Beim ersten Start wird hier aber automatisch eine Overlay-Partition erzeugt und zwar so groß, wie es eben nur möglich ist. Mit der overlay-Partition kann man sein System auch verändern und persönliche Einstellungen und Daten erhalten, aber, man kann nicht die Konfigurationsdateien für den Isolinux-Bootprozess verändern.
Das geht aber bei den beiden anderen Methoden. Standard ist das Flash-Install-Script, das eine Overlay erzeugt, wobei man die Größe angeben kann und Knoppix auf eine FAT32 Partition legt. Hier sind nun die Konfigurationsdateien des Syslinux-Boot-Prozesses zugänglich und können verändert werden. Das ist nicht nur einfach DER Standard, sondern der beste Weg, ein Knoppix zu benutzen.
Meine Basteleien ahmen das nach. Nur, ich lege nicht Knoppix auf ein FAT32, sondern auf ein NTFS und weil hier Syslinux nicht geht, nehme ich einen Grub4Dos Bootloader. Der hat eine eigene Konfigurationsdatei, die aber jener aus Syslinux ziemlich ähnlich ist. Ich verändere aber nichts an Knoppix, lasse es live, genauso, wie es auf dem ISO der DVD drauf ist.

Also nochmal: ich will und bekomme am Ende ein Knoppix als Live-System auf einem USB-Stick, das nicht mittels Flash-Install erstellt wird und deshalb nicht automatisch auf einem FAT32 landet. Ich mache aber manuell beinahe die gleichen Dinge, die vom Flash-install-Script automatisch durchgeführt werden und lasse Knoppix dabei als Live-System intakt. Keine HD-Installation, Keine Installation auf einem lokal fest eingebauten Datenträger, keine Installation neben einem anderen Betriebssystem, kein PXE-Boot. Knoppix Live auf einem Stick mit Overlay-Partition und lediglich FAT32 durch NTFS ersetzt.

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