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23.09.2020, 12:05

Burn-o-mat Paket installieren

Hallo,

möchte für die AVR Programmierung meiner AVR-Prozessoren das Programmpaket von Burn-o-mat "avr8-Burn-o-mat..........deb" installieren. Wie geht das?
Meine Vorgehensweise:
Habe das .deb Paket von der Burn-O-mat Webseite in einen Ordner "BurnOmat" heruntergeldaen und mit dbkg, apt install und aptitude install versucht u installieren. dbkg funktioniert nicht, die Rückmeldeung in den beiden anderen Fällen war, dass das Paket nicht gefunden wird.
Die gleiche Vorgehensweise habe ich mit Java SE-15 versucht (Burn-O-mat benötigt Java-SE) aber auch ohne Erfolg.

Gibt es eine Lösung?

Gruß Frewer

Beiträge: 846

Geschlecht: Männlich

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23.09.2020, 22:42

Hallo.
Ich gehe davon aus das deine AVR-Prozessoren 64 Bit sind.
Benutzt Du Knoppix Flash am USB Stick oder hast Du es auf HDD installiert?
Ist ein Knoppix Update Installiert?
Gib im Terminal mal diese Befehle ein: uname -m und uname -a
Das ist 32 Bit mit dem 64 Bit Kernel.
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knoppix@Microknoppix:~$ uname -m
x86_64
knoppix@Microknoppix:~$ uname -a
Linux Microknoppix 5.3.5-64 #16 SMP PREEMPT Wed Oct 23 02:08:38 CEST 2019 x86_64 GNU/Linux
knoppix@Microknoppix:~$
____________________________________________________________________________________

Das ist 64 Bit mit dem 64 Bit Kernel.
____________________________________________________________________________________
knoppix@Microknoppix:~$ uname -m
i686
knoppix@Microknoppix:~$ uname -a
Linux Microknoppix 5.3.5 #17 SMP PREEMPT Wed Oct 23 17:54:30 CEST 2019 i686 GNU/Linux
knoppix@Microknoppix:~$
____________________________________________________________________________________

Das Problem ist jetzt .........deb" Pakete können nur mit der Synaptic-Paketverwaltung Installiert werden. Diese kann bei Knoppix aber nur unter 32 Bit benutzt werden.
Prüfe mal ob die Paketverwaltung funktioniert wenn sie nach der Fehlermeldung wieder aus geht benutzt Du 64 Bit.
Das würde ein Knoppix Update voraussetzen denn da werden i386 Pakete Installiert. Dann kannst Du zwar .deb Pakete Installieren aber nur 32Bit.
Knoppix ist für diesen Zweck nicht geeignet ich empfehle dir Debian 64Bit dafür zu benutzen.
von Pentium II bis HP Laptop gibt es keinen Rechner der mir sagt was ich machen soll :thumbsup:
ich bin Ubuntu im Sinne von Desmond Tutu
Linux Knoppix Flash auf USB Stick

klaus2008

Meister

Beiträge: 2 759

Geschlecht: Männlich

3

24.09.2020, 01:19

Hallo Frewer!

Das folgende funktioniert mit Knoppix 8.6.1. Es wird eine Internetverbindung benötigt.

In einem Terminal werden die folgenden Befehle ausgeführt. Die Frage nach der Installation der Palete ist mit Ja zu beantworten.

Quellcode

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sudo apt update
cd ~/Downloads
wget http://avr8-burn-o-mat.aaabbb.de/avr8-burn-o-mat-2.1.2-all.deb
sudo apt install ./avr8-burn-o-mat-2.1.2-all.deb
avr8-burn-o-mat



Gruß
Klaus

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24.09.2020, 13:11

Hallo ubuntuli, vielen Dank,
Knoppix 8.6.1 habe ich auf einer Harddisk mit Flash<<Knoppix installiert, die über USB am PC hängt. Das funktioniert auch prima und mein Plan ist, dass, wenn ich etwas mehr Erfahrung mit dem Umgang habe, WIN XP durch Knoppix zu ersetzen. Im Gegensatz zu WIN XP ist Knoppix sehr stabil auf meinem Rechner. Mit WIN XP habe ich immer wieder Abstürze.
Habe Deine Zeilen eingegeben, das Ergebnis ist wie von Dir beschrieben

knoppix@Microknoppix:~$ uname -m
x86_64
knoppix@Microknoppix:~$ uname -a
Linux Microknoppix 5.3.5-64 #16 SMP PREEMPT Wed Oct 23 02:08:38 CEST 2019 x86_64 GNU/Linux

also 32 Bit mit 64Bit Kernel.
Synaptic-Paketverwaltung funktioniert, mir ist aber nicht klar, wie ich da an das Paket avr8-burn-o-mat komme.


Hallo Klaus,
die Anleitung hat funktioniert.
Aber: wo finde ich das Programm?
Ikon ist unter "Entwicklung" vorhanden und das Starten geht, obwohl ich nach dem Kommando avr8-burn-o-mat im Terminal die Fehlermeldung bekomme:
-Error while loading preferences: /usr/local/etc/avrdude.conf (Datei oder Verzeichnis nicht gefunden)

In meiner ehemaligen Win XP Umgebung habe ich eine avrdude.conf. Reicht es diese in das genannte Verzeichnis zu kopieren?
Leider kann ich weder mit dem Pacman das Verzeichnis /usr/local/etc noch mit dem Terminal in dem ordner etwas anzeigen, der Ordner wird leer angezeigt.
Gibt es da eine spezielle Vorgehensweise?

vielen Dank für die Hilfe an Euch und meine Frage zu Java ist auch erledigt, da beim install Prozess Java SE auch installiert wurde.

Frewer

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24.09.2020, 16:46

also 32 Bit mit 64Bit Kernel.


der Befehl uname gibt einige System-Information. Ich zitiere mal aus der man-page:

Quellcode

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UNAME(1)                                    User Commands                                    UNAME(1)

NAME
       uname - print system information

SYNOPSIS
       uname [OPTION]...

DESCRIPTION
       Print certain system information.  With no OPTION, same as -s.

       -a, --all
              print all information, in the following order, except omit -p and -i if unknown:

       -s, --kernel-name
              print the kernel name

       -n, --nodename
              print the network node hostname

       -r, --kernel-release
              print the kernel release

       -v, --kernel-version
              print the kernel version

       -m, --machine
              print the machine hardware name

       -p, --processor
              print the processor type (non-portable)

       -i, --hardware-platform
              print the hardware platform (non-portable)

       -o, --operating-system
              print the operating system


Worauf es mir ankommt: uname -a beinhaltet auch die Information aus uname -m
Ich kann nicht verstehen, welche zwei unterschiedlichen Aussagen sich dadurch ergeben, dass man die Ausgaben nacheinander schaltet und wie man da von 32Bit auf 64Bit kommt oder Mischbetriebe sehen kann.
Wenn da steht: i686 ist das 32Bit
steht da x86_64 ist es 64Bit
und zwar Kernel, bzw Architektur.

Ob da nun 32Bit oder 64Bit genutzt wird, kann vielleicht am ehesten an der Ausgabe von getconf LONG_BIT abgelesen werden.

Quellcode

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> getconf LONG_BIT
64
ist ein 64Bit System, wenn hier 32 steht, ist es eben 32. Nur ein 64Bit Kernel kann LONG_BIT setzen, muss aber nicht. Wo das gesetzt werden kann habe ich vergessen und auch keine Notwendigkeit dafür.

Das sieht man bei einem Knoppix (861) auf 64Bit CPU und Kernel, aber mit 32Bit-System, weil eben Knoppix ist 32Bit!:

Quellcode

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knoppix@Microknoppix:~$ uname -m
x86_64
knoppix@Microknoppix:~$ getconf LONG_BIT
32


und nochmals aus diesem System die einzelnen Teile aus uname, erst alle (-a) und die in der Reihenfolge, wie sie zu -a zusammengesetzt werden:

Quellcode

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knoppix@Microknoppix:~$ uname -a
Linux Microknoppix 5.3.5-64 #16 SMP PREEMPT Wed Oct 23 02:08:38 CEST 2019 x86_64 GNU/Linux
knoppix@Microknoppix:~$ uname -s
Linux
knoppix@Microknoppix:~$ uname -n
Microknoppix
knoppix@Microknoppix:~$ uname -r
5.3.5-64
knoppix@Microknoppix:~$ uname -v
#16 SMP PREEMPT Wed Oct 23 02:08:38 CEST 2019
knoppix@Microknoppix:~$ uname -m
x86_64
knoppix@Microknoppix:~$ uname -p
unknown
knoppix@Microknoppix:~$ uname -i
unknown
knoppix@Microknoppix:~$ uname -o
GNU/Linux

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24.09.2020, 17:55

Hallo pit234a und danke für die Erklärungen!
Es wird langsam immer klarer. Also die unterschiedlichen Kdos des uname geben bei mir exakt dieselben Antworten, wie bei Dir pit234a.

Jetzt habe ich auch die Datei avrdude.conf (mit find avrdude.conf. allerdings braucht man wieder know how um den Pfad zu finden) gefunden, allerdings ganz wo anders als im Ordner, der im Burn-o-Mat Programm angegeben ist. Die Datei steht nicht in usr/local/etc sondern in /UNIONFS/etc (was auch immer das bedeutet!).
Wie ich mit der Diskrepanz des Ablageortes der .conf umgehe, wird sich zeigen, wennich das erste Programm in den AVR lade. Dazu brauche ich aber noch etwas Zeit.

Über meine Erfahrung werde ich selbstverständlich hier berichten.


Trotzdem bleibt bei mir die Frage nach dem Speicherort der avrdude.conf Datei. Warum finde ich sie nicht in usr/local/etc?

Gruß Frewer

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24.09.2020, 23:48

Warum finde ich sie nicht in usr/local/etc?


du benutzt Knoppix und Knoppix ist ein Live-System.
Wenn du wirklich ein GNU/Linux benutzen möchtest, solltest du über kurz oder lang eines installieren. Das geht auch auf externen Medien.

Damit Knoppix als Live-System funktionieren kann, braucht es einige komplizierte Mechanismen, um die einzelnen Teile zusammen zu führen. das kann man ein wenig erahnen, wenn man sich die Ausgabe von mount vornimmt und gewissenhaft betrachtet. Erahnen, aber nicht wirklich verstehen. Ich gebe sie trotzdem mal auszugsweise aus einem Live-System vom ISO wieder:

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rootfs on / type rootfs (rw,size=4075992k,nr_inodes=1018998)
/dev/sr0 on /mnt-system type iso9660 (ro,relatime,nojoliet,check=s,map=n,blocksize=2048)
/dev/cloop0 on /KNOPPIX type iso9660 (ro,relatime,nojoliet,check=s,map=n,blocksize=2048)
/dev/cloop1 on /KNOPPIX1 type iso9660 (ro,relatime,nojoliet,check=s,map=n,blocksize=2048)
/dev/cloop2 on /KNOPPIX2 type iso9660 (ro,relatime,nojoliet,check=s,map=n,blocksize=2048)
unionfs on /UNIONFS type aufs (rw,relatime,si=38f355b915b1a643,noplink)
unionfs on /usr type aufs (rw,relatime,si=38f355b915b1a643,noplink)
unionfs on /home type aufs (rw,relatime,si=38f355b915b1a643,noplink)

Nur kurz und oberflächlich und hoffentlich trotzdem halbwegs verständlich ohne zu verfälschen, vom Einfachen angefangen, ist
- /dev/sr0 die DVD/CD oder in meinem Falle das ISO, das ich in einer virtuellen Maschine gestartet habe.
- /dev/cloopn das jeweilige Image der derzeit drei Teile, aus denen Knoppix besteht und die sind gepackt und unveränderlich und enthalten jeweils einen Teil des gesamten Knoppix. Alle Teile werden mit einem Mechanismus vereint, der ein AUFS benutzt, ein spezielles Dateisystem.
- unionfs das Resultat aus der Auflösung der AUFS-Abhängigkeiten. Das ist schlampig erklärt, aber ich möchte das kurz halten.
- rootfs ist, wohin alles das sichtbar gemacht wird und worüber man auch alles einsehen kann, also alle Mountpoints.

Was hier hier fehlt, ist KNOPPIX-DATA, die Overlay-Partition, die ja erst durch ein Flash-Install auf einem beschreibbaren Medium entstehen kann. Sie ist indessen trotzdem ein wichtiger Teil der Betrachtung, doch ich möchte zunächst kurz diesen Mechanismus erläutern, der die verschiedenen Teile von Knoppix beim Booten zusammen führt.
Dazu greife ich zur manpage von hier, was die Dateisystem Hierarchie eines Systems beschreibt und zitier nur den Anfang:

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HIER(7)                                            Linux Programmer's Manual                                            HIER(7)

NAME
       hier - description of the filesystem hierarchy

DESCRIPTION
       A typical Linux system has, among others, the following directories:

       /      This is the root directory.  This is where the whole tree starts.

       /bin   This  directory  contains  executable programs which are needed in single user mode and to bring the system up or
              repair it.

       /boot  Contains static files for the boot loader.  This directory holds only the files which are needed during the  boot
              process.   The  map  installer  and configuration files should go to /sbin and /etc.  The operating system kernel
              (initrd for example) must be located in either / or /boot.

       /dev   Special or device files, which refer to physical devices.  See mknod(1).

       /etc   Contains configuration files which are local to the machine.  Some larger software packages, like X11,  can  have
              their own subdirectories below /etc.  Site-wide configuration files may be placed here or in /usr/etc.  Neverthe‐
              less, programs should always look for these files in /etc and you may have links for these files to /usr/etc.
und so weiter.
Hier ist also geregelt, wo ein bestimmtest System was finden möchte.

OK, nun kommt ein großer Schritt, den Windows-Nutzer nicht verstehen können. Was ist denn so etwas wie /boot? oder /etc?
Man neigt vorschnell dazu, das als Ordner zu bezeichnen und so ist das ja eigentlich auch. Nur, Windows-User sind gewohnt so zu denken, dass Ordner Bestandteil einer Festplatte sind oder so ähnlich. Also sie sehen die Dateisystem Hierarchy immer innerhalb eines Speichermediums. In einem Unix-System ist das anders. Jeder Eintrag in einem Dateisystem ist zunächst mal nur eine Datei, kann Daten enthalten und diese Daten können verarbeitet werden. Es kann aber auch sein, dass solch ein Eintrag (als Datei) einen Ordner innerhalb des Dateisystems angibt oder sogar nur, einen Einhängepunkt für ein entferntes oder externes Speichermedium. Wenn ich also /etc öffne und darin Dateien sehe, weiß ich nicht, wo die wirklich liegen. Die müssen nicht auf der Festplatte liegen, von der das System gestartet wurde, sie können von einem externen Medium kommen.
Die Zuordnung von Dateisystemen auf Einhängepunkte nennt man mounten und es gibt eine Spezialität, die man als "übermounten" bezeichnet. So kann in einem ersten Schritt ein Ordner der lokalen Platte für /etc stehen, aber in einem weiteren Schritt kann dann auf den gleichen Eintrag, also /etc, ein externes Dateisystem eingebunden werden und es überdeckt dann vollkommen den ursprünglichen Inhalt.
Das ist etwas, das Windows Nutzer nicht kennen und ich behaupte mal, viele Anfänger in Unix-Systemen auch nicht. Drum lasst es mich mal kurz zeigen:

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pit@Celsius ~:- > mkdir test
pit@Celsius ~:- > ll test
total 0
pit@Celsius ~:- > ll test
total 5
-rw-r--r--  1 pit  wheel  3582 14 Dez.  2019 12-Uhr-Mittags.text
pit@Celsius ~:- > mount -t msdosfs /dev/da1s1 test
pit@Celsius ~:- > ll test
total 128
-rwxr-xr-x  1 pit  wheel   4096 20 Apr.  2013 ._.Trashes
drwxr-xr-x  1 pit  wheel  32768 15 Aug.  2014 .fseventsd
drwxr-xr-x  1 pit  wheel  32768 20 Apr.  2013 .Spotlight-V100
drwxr-xr-x  1 pit  wheel  32768 21 Apr.  2013 .Trashes
pit@Celsius ~:- > umount test
pit@Celsius ~:- > ll test
total 5
-rw-r--r--  1 pit  wheel  3582 14 Dez.  2019 12-Uhr-Mittags.text

Zeigen ist immer gut, man sieht eigentlich alles. Erkennt man auch, was ich zeigen will?
Zuerst lege ich einen Ordner "test" an. Wie es sich gehört, ist der leer. Dann kopiere ich da irgendeine beliebige Datei hin, in meinem Beispiel eine *txt-Datei und zeige, dass die nun im Ordner liegt.
Anschließend mounte ich einen Stick, den ich gerade greifen konnte und von dem ich nicht wusste, was der enthält und ich binde den in den Ordner test ein. Nach dem erfolgreichen mounten liegt nun der Inhalt des Sticks hier und innerhalb des Systems kann man nicht mehr erkennen, dass zuvor eine einfache *.txt Datei hier lag. Für mein System ist nun der Inhalt des Sticks (oder richtiger, des Dateisystems) hier vorhanden und kann mit entsprechenden Rechten benutzt werden.
Danach entferne ich den Stick, ich umounte ihn und siehe da, in test ist wieder der alte *.txt vorhanden.
Das ist sehr simpel und doch sehr grundlegend und ich wiederhole, oft unbekannt und unverstanden.

Hat man das erst mal verinnerlicht, ist das Verständnis des sehr viel komplexeren AUFS deutlich einfacher.
Innerhalb eines AUFS können Bestandteile aufgeteilt werden, in verschiedene Images gepackt und dann wieder richtig zusammengeführt werden. Richtig meint hier den zuletzt gültigen Stand.
Dabei werden die einzelnen Teile jeweils in die Dateisystem Hierarchie integriert.
Wer sich die Teile von Knoppix mal ansieht, kann das vielleicht ahnen:

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knoppix@Microknoppix:~$ ls /KNOPPIX
bin  boot  dev  etc  home  lib  lib64  libx32  media  mnt  opt  proc  root  run  sbin  sys  tftpboot  tmp  usr  var
knoppix@Microknoppix:~$ ls /KNOPPIX1
etc  usr  var
knoppix@Microknoppix:~$ ls /KNOPPIX2
opt  usr
also etwa "usr" gibt es in allen Teilen und jeder enthält etwas und trägt das zum Gesamtsystem bei.

Nun ganz wichtig, RICHTIG WICHTIG!
Alle Änderungen an einem Knoppix passieren nur und ausschließlich in der Overlay!
Aus einem anderen Knoppix zeige ich das mal:

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knoppix@Microknoppix:~$ ls /KNOPPIX-DATA
etc  home  lib  opt  root  sbin  usr  var

Also, hier gibt es genau solche Einträge, die mit dem sturen und unveränderlichen Knoppix verheiratet werden und sich in die Dateisystem Hierarchie einfügen, wie in den einzelnen Teilen des zuvor gezeigten und unbeugsamen Knoppix. Nur, diese Einträge können Änderungen aufnehmen, zusätzliche Programme, gelöschte Programme, Konfigurationen und so weiter.
Alles, ALLES was man in Knoppix verändern möchte (also beinahe jedenfalls) findet hier statt.
Hier gibt es auch einen Eintrag "home"

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knoppix@Microknoppix:~$ ls /KNOPPIX-DATA/home/
knoppix
mit dem Heimatverzeichnis des Knoppix-Users knoppix. Dort landen alle Einstellungen des Users knoppix, etwa für den Drucker und so weiter.

Mit dem hier nachgefragten Programm kann ich nichts anfangen und wieso es das nicht direkt aus den Repositries gibt, weiß ich auch nicht.
Der Weg, ein Programm aus anderen Quellen zu installieren, sollte nur Fachmännern vorbehalten sein. Es gibt da wirklich viel zu bedenken und geringe Abweichungen zwischen unterschiedlichen Versionen können viel Ärger bereitet. Ich meine, man hat schon ausreichend Ärger innerhalb eines Repositries.
Zudem ist Knoppix keine Distribution! Alles, was man damit macht, dient nur der Übung und Anschauung.
Wenn es aber richtig gelaufen ist, dann sollte es eben die config in der Overlay geben und die sollte dann am richtigen Ort liegen und die Bearbeitung einfach mittels direktem Aufruf, etwa in der Form:
nano /usr/local/etc/die.conf gelingen.
Gibt es die entsprechende Datei dort nicht, stimmt die Dokumentation nicht zu den tatsächlichen Verhältnissen und das bedeutet, dass hier Fachwissen gefragt ist. Ich rate dringend davon ab, damit als Anfänger zu experimentieren. Immer, in jedem Fall.
In einem fest installierten System, das man kennt und weiß, wie es funktioniert, kann man besser experimentieren, wenn man zuvor eine Datensicherung gemacht hat.
In einem Live-System kann man natürlich auch spielen udn probieren, dafür ist es ja da, hat aber eben eigene Gesetze.

Wer sich aber nicht auskennt, sollte die Finger grundsätzlich von solchen Experimenten lassen. Oder mit Frust rechnen und bereit sein, viel zu lernen.

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25.09.2020, 11:41

Hallo pit,

Du machst einem ja richtig Mut!!
Jedenfalls vielen Dank für die ausführlichen Darstellungen.
Kapiert habe ich trotzdem noch wenig; außer eigentlich, dass ich die Finger von Knoppix weglassen soll, wenn ich die ganzen Zusammenhänge nicht kapiere. Daran werde ich mich halten und meine Mikrocontroller-Entwicklungen weiter auf dem wackligen WIN XP machen.
Übrigens wo finde ich eigentlich die Erklärung der ganzen Terminal-Kdos? Einige habe ich zwar mit Help gefunden, einige wie zB wheel nicht.

Dennoch will ich noch einmal ein bisschen rumprobieren. Das programm ist eigentlich nichts Besonderes, es soll lediglich eine beliebige Datei in einem speziellen Format (.hex) über den USB an ein Programmiergerät ausgeben.

Gruß Frewer

RalfonLinux

Erleuchteter

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9

25.09.2020, 12:13

Lass dich nicht entmutigen !!!

Linux ist anders als Windows, und eine LiveDVD ist halt noch mal anders als eine installierte Version.

Man kann es auch kompliziert erklären, aber stell dir das Dateisystem eines Linux-Systems einfach als eine grosse C:\ vor.
"/" ist "C:\" und dort gibt es verschiedene Ordner und da befinden sich die Dateien.
IdR werden unter /etc/ die Config-Dateien abgelegt, also nimmt der Programmierer an das sie die Datei dort befindet.
Ist bei dir nicht der Fall, also entweder passt du die Config in der Software an oder kopierst die Datei da hin wo die Software sie erwartet.


Zitat

Übrigens wo finde ich eigentlich die Erklärung der ganzen Terminal-Kdos? Einige habe ich zwar mit Help gefunden, einige wie zB wheel nicht.
Versuch in einer Konsole mal

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man badblocks
man ls
man ...

Raus kommst du da mit [q]
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
Keine ? ....... :evil:

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.
    ~
   - -          M
   /V\         - *
  // \\        /V\
 /( _ )\      // \\
  ^~ ~^      /( _ )\
              ^~ ~^

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25.09.2020, 16:19

Warum ist i686 32 Bit wenn mein BIOS 64 Bit ist?
Mein Rechner ist nicht gerade der Jüngste 2009.

Wenn da steht: i686 ist das 32Bit


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id:            cpu:0
description:   CPU
product:       Pentium(R) Dual-Core CPU E5200 @ 2.50GHz
vendor:        Intel Corp.
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size:          1218MHz
capacity:      4GHz
width:         64 bits
clock:         200MHz
capabilities:  boot fpu fpu_exception wp vme de pse tsc msr pae mce cx8 apic sep mtrr pge mca cmov pat pse36 clflush dts acpi mmx fxsr sse sse2 ht tm pbe nx x86-64 constant_tsc arch_perfmon pebs bts cpuid aperfmperf pni dtes64 monitor ds_cpl est tm2 ssse3 cx16 xtpr pdcm xsave lahf_lm dtherm cpufreq 
configuration: id=0



knoppix@Microknoppix:~$ uname -m
i686
knoppix@Microknoppix:~$
von Pentium II bis HP Laptop gibt es keinen Rechner der mir sagt was ich machen soll :thumbsup:
ich bin Ubuntu im Sinne von Desmond Tutu
Linux Knoppix Flash auf USB Stick

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Geschlecht: Männlich

11

25.09.2020, 16:42

ein ähnliches Gespräch hatten wir bereits das ist aber einige Monate her.
ging es da um Prozessoren? ?(
von Pentium II bis HP Laptop gibt es keinen Rechner der mir sagt was ich machen soll :thumbsup:
ich bin Ubuntu im Sinne von Desmond Tutu
Linux Knoppix Flash auf USB Stick

12

25.09.2020, 17:28

Warum ist i686 32 Bit wenn mein BIOS 64 Bit ist?


ein ähnliches Gespräch hatten wir bereits das ist aber einige Monate her.
ging es da um Prozessoren?


Es ging damals ganz ähnlich um CPUs und Architekturen, weil die Namen eben ziemlich verwirrend sind.

Knoppix hat eine Erkennungs-Routine beim Booten und entscheidet, welchen Kernel es nimmt. Die Kriterien kenne ich nicht, also wann es nun entscheidet, ob 64Bit Kernel oder 32Bit.
Grundsätzlich hat der 32Bit-Kernel Vorteile und läuft ja auch auf 64Bit-CPUS, kann aber nicht mehr als maximal 4G RAM verwalten. Auch der 32Bit Kernel ist ein SMP-Kernel, beherrscht also mehrere Kerne und CPUs. Womöglich hast du nur wenig Speicher eingebaut und Knoppix entscheidet dann eben, lieber mit 32Bit zu arbeiten?
Ich weiß wirklich nicht, wie die Routine bei Knoppix entscheidet. Zwar habe ich das Script mal durchgelesen, das zum Anfang durchlaufen wird, aber damals habe ich gezielt nach Ansätzen für eine bestimmte Fragestellung gesucht und beileibe nicht alles verstanden (dazu bin auch viel zu unbedarft).

Beiträge: 846

Geschlecht: Männlich

13

25.09.2020, 18:18

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knoppix@Microknoppix:~$ free

total used free shared buff/cache available
Mem: 2062216 405396 1157948 26572 498872 1512344
Swap: 42506652 0 42506652
knoppix@Microknoppix:~$
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die swap ist von Ubuntu
von Pentium II bis HP Laptop gibt es keinen Rechner der mir sagt was ich machen soll :thumbsup:
ich bin Ubuntu im Sinne von Desmond Tutu
Linux Knoppix Flash auf USB Stick

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »ubuntuli« (25.09.2020, 18:42)


14

25.09.2020, 18:32

Kapiert habe ich trotzdem noch wenig; außer eigentlich, dass ich die Finger von Knoppix weglassen soll, wenn ich die ganzen Zusammenhänge nicht kapiere. Daran werde ich mich halten und meine Mikrocontroller-Entwicklungen weiter auf dem wackligen WIN XP machen.
Übrigens wo finde ich eigentlich die Erklärung der ganzen Terminal-Kdos? Einige habe ich zwar mit Help gefunden, einige wie zB wheel nicht.


Die ist mir offenbar zu Eigen: viele Menschen fühlen sich entmutigt, nachdem ich versuche, Zusammenhänge zu verdeutlichen und auf mögliche Komplikationen hinzuweisen.
Mir ist es eben zuwider, wenn falsche Mythen und Behauptungen die Runde machen. So wird immer wieder erklärt, GNU/Linux sei besonders gut für alte HW und besonders stabil und sicher. Ich weiß nicht, woher das kommt. Windows XP hat sicher seine Macken, ist aber absolut stabil und läuft hervorragend auf schwacher HW. Ein GNU/Linux ist nicht per se sicher, auch hier kann ein Anwender viel Unsinn anrichten.

Zurück zu dem Problem der zusätzlichen SW.
Ein pures GNU/Linux ist für die wenigsten Anwender interessant. Sie können damit nicht umgehen und nichts anfangen.
Also braucht man zusätzliche Programme, wie etwa den X-Server, einen Fenstermanager und so weiter. Woher bekommt man die? Die einzig richtige Antwort lautet: aus den Quellen!
Deshalb sind wir ja bei OpenSource, weil hier die Quellen offen liegen und wir uns bedienen können, um daraus unsere zusätzliche SW zu kompilieren.
"Wow. Ich und kompilieren, einem Quellcode Optionen mitgeben, die ich gar nicht verstehe? Ich bin doch kein Informatiker!"
Genauso ist das, wir sind in der Regel viel zu unbedarft, um selbst Systeme aus Quellen aufbauen zu können. Linus Thorvalds, der Linux gemacht hat, der kann das, tut es angeblich auch und spricht sich immer wieder gegen Distributionen aus.
Distributionen sind nämlich Zusammenstellungen von fertig kompilierter SW und Mechanismen zum Installieren derselben. Das macht das Leben sehr viel einfacher und solche Distributionen können wir mit viel Erfahrung schon benutzen.
Die allermeisten Endanwender werden aber auch daran scheitern und suchen sich deshalb solche Distributionen, die nicht nur diese fertig kompilierten Pakete anbieten, sondern auch eine passende Zusammenstellung davon veröffentlichen, sodass man direkt und ohne selbst Hand anzulegen in den Genuss kommt, mit einem DesktopEnvironment zu arbeiten. Und plötzlich können Leute, die zuvor nur ein Windows bedient haben, auch ein GNU/Linux nutzen, es bedienen und Programme aus Repositries installieren, wo die fertig kompilierten Pakete passend bereit gestellt werden. Für mein Empfinden ist es an der Stelle sogar viel einfacher, als das Leben mit einem Windows. Mit einem einfachen Befehl installiert man zusätzliche SW in Windeseile und braucht nicht erst in den Weiten des Internets zu suchen.

Was machen Windows Nutzer? Sie bekommen ein System ausgeliefert, das funktioniert, aber keine oder kaum zusätzliche SW enthält. Nun gehen sie auf die Suche im Internet und kaufen SW oder laden ebenso fertig kompilierte Pakete herunter, die sich auch von selbst installieren. Dabei haben sie gar keine Kontrolle, was passiert. Das ist ganz ähnlich, wie wenn ein Nutzer einer Distribution ein fertiges Paket durch einen Befehl installiert, nur: die fertigen Pakete der Distributionen sind abgestimmt und stimmen mit den Versionen zu den ausgelieferten Abhängigkeiten überein. In einem Windows kann eine neue SW Teile entfernen oder überschreiben, die eigentlich noch von anderer SW benutzt werden müsste. So kommen viele Instabilitäten in Windows-Systemen zu Stande. Man kann das auf den Nenner bringen, dass mehr SW ein Windows immer wackeliger macht. Es gibt da keine Versionskontroll-Mechanismen, wie sie von Linux-Distributionen ausgetüftelt wurden.
Allerdings wirken diese Mechanismen auch nur innerhalb des eigenen Systems von zur Verfügung gestellten Paketen, logisch.
Will jemand nun selbst SW aus Quellen der fertig gepackte Pakete von außerhalb installieren, ist das durchaus einfach möglich, aber er muss sich selbst darum kümmern, dass sowohl alle Abhängigkeiten passen und installiert sind, also auch, dass diese immerfort erneuert und zum laufenden System angepasst werden.
Das kann man natürlich alles ignorieren, wie es die Windows-Nutzer ja auch machen, aber dann macht man eben die gleichen Fehler wie dort und das führt dazu, dass man schlechte Systeme erhält und am Ende erklärt, dass dieses Linux doch Scheiße ist. Das wäre aber eben falsch oder zumindest aus diesen Gründen unzutreffend.

https://www.selflinux.org/
gibt es immer noch und die bieten ein sehr allgemein gehaltenes Tutorium zum Umgang mit Linux. Es gibt etliche andere Quellen, etwa https://repo.zenk-security.com/Linux%20e…6th-Edition.pdf wird immer gelobt. Das ist alles auch gut, man muss aber bedenken, dass es vielleicht nicht ganz aktuell ist und nicht zu seiner eigenen (Test-)Version passt. Immer mehr klassische Kommandos werden abgelöst. Da kann man sich halbwegs bei seiner eigenen Distribution auf dem Laufenden halten, wenn dort ausreichend man-Power vorhanden ist, das zu Pflegen. Knoppix ist ein Debian-GNU/Linux und die Debian-Dokumentation ist recht gut. Sehr gut und Anfänger-gerecht ist https://wiki.ubuntuusers.de/Startseite/ und Ubuntu ist ebenfalls ein Debian-GNU/Linux, weshalb viele Dinge auch für Knoppix gelten, die hier gesagt werden. Nicht alles, man muss manchmal schon noch ein wenig selbst denken.


Zum wheel.
Ohne zu wissen, worauf sich das bezieht, entsteht natürlich ein Verdacht bei mir: wheel ist eine bestimmte Gruppe in meinem Betriebssystem und mein Betriebssystem ist nicht Linux und nicht GNU!
Das erkläre ich beinahe dauernd, mag es aber auch einmal vergessen haben. Die Ausgaben, die ich poste sollte man daher immer mit Vorsicht genießen, auch, wenn ich das mal nicht erwähne. Ich nutze zwar auch einige Rechner mit einem GNU/Linux, aber ich mag es nicht sonderlich und habe auf meinem PC lediglich einige virtuelle Maschinen eingerichtet, um schnell nachschauen und auf dem Laufenden bleiben zu können. Ich bin ein klein wenig davon abhängig, weil ich für mein System nicht (so einfach) Treiber für alle meine HW auf allen meinen Rechnern bekommen kann. Wirklich abhängig natürlich nicht, denn, wie viele Rechner braucht denn ein Mensch? Auf meinen wirklich genutzten Rechnern mit einem Desktop läuft kein GNU/Linux.

15

26.09.2020, 12:20

habe die Beiträge studiert und wie Ihr seht, bin ich noch dabei. Will einfach doch mal versuchen, ob ich das Burn-o-mat Programm mit meinen ATMEL MICs zum laufen bekomme. Dazu brauche aich aber noch ein Wochenende. Das Ubuntu Tutorial habe ich gefunden und sehe es als sehr hilfreich genauso wie das Kdo "man" an. Jetzt konnte ich mir mal so ein paar Kdos komplett verständlich machen.
Ralfon: habe Deinen Vorschlag versucht, aber ohne Erfolg. Im Burn-O-mat wird die Datei <avrdude.config< in /usr/etc gesucht. Dort war die datei aber nicht. Als ich versuchte, die conf Datei dort hin zu kopieren erhielt ich immer wieder eine allg. Fehlermeldung. Ich habe dann im Burn-O-mat den Ort so geändert, dass mein selbst erstellter Ordner benutzt wird und das scheint zu gehen.

Habe jetzt eine ganz andere Frage:
seit gestern hat sich auf meiner Knoppix-Platte was getan, was ich mir nicht erklären kann und was auch "unschön" ist. Wenn ich im Packman den <Benutzerordner> (/home/knoppix) öffne waren da bisher folgende Ordner zu sehen: Desktop - Downloads - und meine Ordner wie BurnOmat - usw. Jetzt ist der Benutzerordner voll von Ordner, die alle mit einem "." beginnen, wie .adobe - .bluefish - .cache - .config und viele andere mehr. Und eigenartigerweise starte die Disk auch nur noch, wenn ich den Start mit einer knoppic disk mache. Die kann ich nach dem ersten Start wieder entnehmen, denn das live-System kommt von meiner USB-Platte. Im BIOS habe ich nichts verändert, so dass USB nach CD/DVD aber vor eingebauter Disk abgefragt wird (beim Start).
Gibt es dafür eine Erklärung und was ist passiert?

Gruß Frewer

16

26.09.2020, 20:13

- .config und co sind "versteckte Dateien". Die sind immer da, werden aber nicht immer angezeigt. Tastenkombinationen in verschiedenen Dateimanagern ermöglichen ein Umschalten, in meinem pcmanfm macht das STRG+h. Auf der Konsole ist es der Unterschied zwischen nur ls oder ls -a.

- es gibt keine einzige und unendlich viele mögliche Erklärungen dafür, dass ein Medium plötzlich nicht mehr bootet. Das geht von HW-Fehler bis zu Zerfall wichtiger Dateien, evtl durch Fehlbedienung. Das kann man mit der Glaskugel nicht finden.

klaus2008

Meister

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Geschlecht: Männlich

17

27.09.2020, 10:07

Zugriffsrechte und FHS

Hallo!
Ralfon: habe Deinen Vorschlag versucht, aber ohne Erfolg. Im Burn-O-mat wird die Datei <avrdude.config< in /usr/etc gesucht. Dort war die datei aber nicht. Als ich versuchte, die conf Datei dort hin zu kopieren erhielt ich immer wieder eine allg. Fehlermeldung. Ich habe dann im Burn-O-mat den Ort so geändert, dass mein selbst erstellter Ordner benutzt wird und das scheint zu gehen.

Der "allgmeine Fehler" ist vermutlich ein Problem mit den Zugriffsrechten im Verzeichnis /usr/local/etc. Dort hat normalerweise nur der Systemverwalter Schreibrechte. Kopieren kann man mit

Quellcode

1
sudo cp avrdude.conf /usr/local/etc/
Bearbeiten gelingt mit

Quellcode

1
sudo leafpad /usr/local/etc/avrdude.conf


Zum Dateisystemkonzept "Filesystm Hierarchy Standard 3.0" gibt es eine Spezifikation zum Lesen: Filesystem Hierarchy Standard der LSB Workgroup, The Linux Foundation, z. B. für den Webbrowser auf einer Seite: FHS version 3.0

Gruß
Klaus

18

27.09.2020, 20:49

pit234a: oha, d.h. ich habe durch Fehlbedienung was zerschossen. ZZt funktioniert mein Knoppix wie folgt: ich starte die Knoppix DVD und gleichzeitig die USB-Disk mit dem Knoppix System. Damit wird ordentlich gebootet. Dann sucht irgendetwas Knoppix auf USB und siehe da ab jetzt wird die Disk benutzt und ich kann die DVD entfernen. Dazu meine Frage: Gibt es keine Möglichkeit, das boot-Programm auf der USB-Disk zu reparieren? Mir ist zwar nicht klar, welche Fehlbedienung ich gemacht habe mit Ausnahme, dass ich versucht habe, meine Burn-o-mat.cof Datei nach usr/etc zu kopieren, was aber nicht funktionierte.HW-Fehler schließe ich aus, da ja eigentlich alles funktioniert außer das booten von der USB Disk.

Klaus2008: werde ich versuchen und der Korrekturhinweis mit leafpad ist super, aber meine config Datei habe ich bereits angepasst.

vielen Dank Frewer

19

28.09.2020, 09:30

Gibt es keine Möglichkeit, das boot-Programm auf der USB-Disk zu reparieren?


doch, natürlich.
Aber, du weißt ja nicht genau, wo es schließlich hängt.

Am einfachsten dürfte es sein, einfach neu zu flashen. So viel wirst du noch nicht verändert haben, dass es sich lohnen könnte, die Overlay zuvor zu sichern. Wäre aber auch kein großes Ding, lediglich eine Frage des Zielmediums für das Sichern.

20

28.09.2020, 10:02

danke pit,
werde neu "flashen". Ein Zielmedium für eine Sicherung habe ich (interne disc).

merci Frewer

21

28.09.2020, 10:21

Jetzt wollte ich den Inhalt des Overlays auf meine interne Disc verschieben, komme aber garnicht an den Ordner Knoppix-Data dran, um verschieben zu können. Gibt es dazu eine Anleitung sonst muß ich wirklich wieder alles neu machen.

Gruß Frewer

22

28.09.2020, 16:11

-du brauchst dazu ein Dateisystem, das auch die Dateirechte übernehmen kann. Ich nenne das mal flax ein Linux-Dateisystem. Also weder FAT noch NTFS (nenne ich nun mal Windows-Dateisysteme) können das leisten. Oder du erstellst eine gepackte Datei, die alle Information enthält.
-die Datensicherung sollte nicht aus dem laufenden System heraus geschehen, weil dort ja aktiv auf Dateien zugegriffen wird und sich dabei dann Inkonsistenzen ergeben könnten. Das bedeutet, dass du deinen Datenträger in einem System einbinden musst, der wiederum das Dateisystem der Overlay verstehen kann. Das ist bei Knoppix per Default ein REISERFS und alle Linuxe sollten das verstehen, jedenfalls kann ein Knoppix es. Wenn die Overlay verschlüsselt ist, ist es nochmal komplizierter, aber nicht ganz unmöglich. Ich möchte das aber hier nicht vorauseilend raus suchen.

https://wiki.ubuntuusers.de/tar/
zeigt die Benutzung des tar Befehls und erklärt das.

Du würdest also, grob, ein Knoppix (von DVD) laufen lassen, das Knoppix Flash-Medium einlegen und die Overlay-Partition (oder auch alle Partitionen) einbinden (bei Verschlüsselung mit extra Aufwand) und schon mal die Daten der Overlay finden. Dein Mountpoint heißt nun natürlich nicht Knoppix-Data dafür, sondern irgendwie /media/sdb2 oder so. Wenn du nun als Zielmedium ein Linux-Dateisystem hast, kannst du einfach alles dorthin kopieren (vielleicht mit rsync), hast du Windows-Dateisystem (etwa medium/sda1 kannst ungefähr so etwas machen:
tar cfvz /media/sda1/archiv.tar.gz /media/sdb2/*.*
glaube ich. Ist schon lange her, dass ich den tar-Befehl angewendet habe, aber in der Art sollte das gehen.
Anschließend Knoppix neu machen und wieder gleich damit umgehen, Medium einbinden und das archiv dann auf die eingebundene Partition zurück spielen.
Dann erst vom flash-Medium booten.

23

29.09.2020, 10:16

Hallo pi,
das ist mir dann doch zu kompliziert und da ich nur wenige Dinge (nur Burn-o-mat) runtergeladen hatte, habe ich das System einfach ganz neu auf die Disc aufgesetzt. Jetzt heißt es erst mal den Status quo zu installieren, dann geht es weiter.

Gruß Frewer

24

30.09.2020, 08:48

Hallo pi,
das ist mir dann doch zu kompliziert und da ich nur wenige Dinge (nur Burn-o-mat) runtergeladen hatte, habe ich das System einfach ganz neu auf die Disc aufgesetzt. Jetzt heißt es erst mal den Status quo zu installieren, dann geht es weiter.

Gruß Frewer


dachte ich mir und halte das auch für vernünftig, Deshalb habe ich nicht detailliert beschrieben, wie du vorgehen könntest.
Aaaber: es ist vielleicht keine schlechte Idee, sich ein Backup der Overlay anzulegen. Also ganz grundsätzlich für den Fall der Fälle. Ich mache das nicht, was aber damit zusammenhängt, dass ich Knoppix nicht brauche, es quasi nie benutze, sondern alles auf meinen PCs fest installiert habe und davon mache ich natürlich täglich meine Datensicherungen.
Was in der Overlay liegt, gilt allerdings grundsätzlich nur für diese Knoppix-Version, mit der du sie benutzt hast. Man kann die Overlay nicht von einem Knoppix mit zur nächsten Version nehmen.
Für viele Einstellungen und Konfigurationen in Overlay/home/knoppix gilt das nicht. Da könnte man sich durchaus das Leben einfacher machen und sie weiter benutzen.

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