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15.11.2020, 17:41

Live-USB Stick erstellen mit Ubuntu Desktop PC

Hallo,


ich möchte mir einen Live-USB Stick mit Knoppix einrichten. Soweit ich das verstanden habe, wird dazu der flash-knoppix Skript [1] empfohlen, der aber offensichtlich nur auf der Knoppix DVD verfügbar ist. D.h. ich müsste mir erst eine DVD brennen um dann den USB Stick anzulegen.

Alternative wäre, einen USB Stick mit Linux-Bordmitteln anzulegen, der sich selbst beim ersten Booten noch mal neu konfiguriert d.h. die Knoppix-Partition überschreibt [2].

Nun habe ich einen Rechner mit Ubuntu 18.04 LTS und nehme an, der hat vieles schon an Bord, das auch ein mit Linux-Bordmitteln angelegter USB-Stick mit Knoppix hat. Bzw. was noch fehlt könnte man evtl. auch nachinstallieren.

Ja, ich könnte mir eine DVD (für einmaligen Gebrauch um den USB-Stick anzulegen) brennen und es wäre auch kein Drama, wenn ein Live-USB Stick beim ersten Booten noch mal überschrieben wird. Aber ich würde das eigentlich gerne verstehen. Was kann ein USB-Stick, das ein Ubuntu auf der Desktop-Festplatte nicht kann? (um den USB-Stick mit Ubuntu gleich mit dem endgültigen Inhalt anzulegen). Oder liegt mein Denkfehler an anderer Stelle?

Danke im Voraus für hilfreiche Infos dazu
Moni

[1] http://knoppix.info/knoppix/knoppix861.html#flash
[2] Abschnitt "Partitions-Layouts" in http://knoppix.info/knoppix/knoppix861.html
[3] mit Flash<<Knoppix 8.6.1 fehlerhafter USB-Stick erzeugt

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15.11.2020, 18:58

Oder liegt mein Denkfehler an anderer Stelle?


würde ich spontan mal so meinen.
Denn: Knoppix ist nicht zum installieren gedacht, es kein anderes Ubuntu, sondern immer Live.

Man muss es also nicht unbedingt mittels des Flash-Install-Scripts "kopieren" oder mittels dd auf einen Stick bringen, der sich dann beim ersten Start "selbst entfaltet", denn die benötigten Teile sind natürlich im ISO vorhanden und können auch von Hand auf einen Stick gelegt werden. Das Flash-Install-Script macht nichts anderes.Fast nichts anders, denn es baut außerdem auch noch eine Bootmagie auf dem Stick ein, wobei SYSLINUX benutzt wird. Auch das kann man von Hand machen, aber die wenigsten Menschen (metoo) werden ohne Lektüre sofort wissen, wie sie das machen müssen.
Das Flash-Install-Script legt zwei Partitionen an (optional, eine mindestens aber zwei dringend zu empfehlen). Eine in FAT32 und die andere in REISERFS (leider).
Dann kopiert es die Knoppix-Teile in ihren gepackten Images KNOPPIX1...KNOPPIXn auf die FAT32 Partition, richtet das Bootenvironment ein (kopiert also alle Element des SYSLINUX und schreibt den MBR sowie die EFI-Information), kopiert einige Spezialteile, wie den memtest, die nicht eigentlich zu Knoppix gehören und für dessen Funktion nicht gebraucht werden, aber im Bootmenü immer verfügbar sind und beim nächsten (ersten) Systemstart vom neuen Medium wird die REISERFS-Partition als Overlay hergenommen und belegt.

Ein Unterschied zur dd-Methode und der Grund, weshalb die Flash-Install-Methode bevorzugt werden sollte, liegt darin, dass die zusätzlichen Teile auf dem FAT32 beschreibbar vorliegen. Somit können hier also auch Bootoptionen festgeschrieben und verändert werden, etwa die Wartezeit verkürzt, bis automatisch weiter gebootet werden kann und einige Dinge mehr.
Ein weiterer Unterschied ist die Größe der Overlay: während man im Flash-Install-Szenario deren Größe selbst bestimmt, wird bei der dd-Methode der komplette freie Bereich des Mediums hergenommen und zur Overlay gemacht.
Die Overlay-Partition ist der Platz, wo alle persönlichen Änderungen gespeichert werden. Also alle zusätzlich installierte (oder deinstallierte) SW, alle Einstellungen und vielleicht auch Sachen, die man aus dem Netz geladen hat.
Weil das persönliche Dinge sind, wird auch angeboten, diese zu verschlüsseln. Dabei wird ein AES-Mechanismus benutzt und man kann darüber streiten, wie sicher der ist und meiner Erfahrung nach ist es eher nicht sinnvoll, dies so zu machen. Meine Erfahrung ist allerdings von meinem eigenen Gebrauch "meines" Knoppix vom Stick geprägt: ich nutze das hauptsächlich wie einen ganz gewöhnlichen USB-Stick, um Daten damit von einem System zu einem anderen zu transportieren und diese in meiner Hosentasche dabei zu haben. Zusätzlich kann ich dann auch noch ein Knoppix booten und dementsprechend ist bei mir der FAT32-Bereich groß und die Overlay klein, weil ich alle Sachen in der FAT speichere, die ich austauschen möchte. Die FAT hat natürliche Grenzen, die ich dabei beachten muss.

Das Brennen einer DVD muss also nicht sein, wenn man zB zwei Sticks hat. Dann kann man einen mittels dd auf Knoppix setzen, dieses Booten und dann davon einen weiteren Stick per Flash-Install einrichten.
Es muss auch nicht sein, wenn man die Schritte von Hand nachvollzieht, die das Script ansonsten automatisch erledigt. Der anspruchsvolle Teil ist dabei die Bootmagie mit SYSLINUX, die man nicht täglich durchführt, die aber natürlich kein Hexenwerk ist.

Nicht mit SYSLINUX (das dringend FAT braucht), sondern mit GRUB4DOS habe ich in einem Beitrag hier irgendwo herausgefunden, wie man das auch machen kann und damit dann genau wie oben erklärt, "mein" Knoppix auf eine NTFS-Partition gelegt und die Overlay in einem EXT4 formatiert. Das geht also auch. Aber: NTFS hat zwar den Vorteil, nicht so beschränkt zu sein, wie das FAT32-System (es kann zB große Dateien, also etwa Filme größer 4G), aber den Nachteil, dass damit nur von BIOS (Legacy) und nicht mehr von EFI gebootet werden kann.
Bisher nicht herausgefunden habe ich, wie man so etwas mit GRUB2 erledigen könnte (was zB von Ubuntu benutzt wird).

Vielleicht nochmal: wenn man Knoppix auf einen USB-Stick legt, wird dort kein "Linux-System" eingerichtet, wie man das von Ubuntu her kennt.
Knoppix bleibt in seinen Bestandteilen gepackt und wird so auf den Stick kopiert, unverändert und "unveränderlich für alle Zeit".
Lediglich das Drum herum, die begleitenden Teile sind dann beschreibbar, wenn sie auf FAT liegen (also dann nicht, wenn sie mittels dd vom ISO auf den Stick gebracht wurden) und eine optionale Overlay nimmt alle Änderungen am System und alle persönlichen Einstellungen in sich auf.

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15.11.2020, 20:01

Ergänzungen, wie sieht ein Knoppix auf dem Datenträger aus?

Als ich meinen letzten Beitrag eben überflogen habe, dachte ich so bei mir selbst: das kann kein Schwein verstehen!
Und weil bis zum Tatort noch ein wenig Zeit bleibt, möchte ich das versuchen, etwas besser zu illustrieren.
Leider zunächst gerade an einem Beispiel, das nicht so ist, wie ich das oben erklärte, wie ich also normalerweise "mein Knoppix" benutze.
Doch langsam, Stück für Stück.

Der folgende Stick enthält ein Knoppix auf zwei Partitionen. Partition 1 mit Knoppix in FAT32 ist klein, Partition 2 als Overlay ist groß (was ich ja normalerweise nicht will):

Quellcode

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pit@Celsius ~:- > mmls -B /dev/da1
DOS Partition Table
Offset Sector: 0
Units are in 512-byte sectors

      Slot      Start        End          Length       Size    Description
000:  Meta      0000000000   0000000000   0000000001   0512B   Primary Table (#0)
001:  -------   0000000000   0000002047   0000002048   1024K   Unallocated
002:  000:000   0000002048   0012290047   0012288000   0005G   Win95 FAT32 (0x0c)
003:  000:001   0012290048   0242614271   0230324224   0109G   Linux (0x83)
Die FAT32-Partition mit ihren 5G ist also denkbar knapp bemessen und enthält beinahe nichts, außer Knoppix. Ich binde die ein zeige mal grob, was darauf liegt, weil ich denke, dass damit einige Dinge vielleicht besser verständlich werden:

Quellcode

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pit@Celsius ~:- > ll /media/KN-860-2
total 272
-rwxr-xr-x  1 pit  wheel       0 15 Nov. 19:25 .metadata_never_index
drwxr-xr-x  1 pit  wheel   16384  1 Nov.  2019 BOOT
drwxr-xr-x  1 pit  wheel   16384  1 Nov.  2019 EFI
drwxr-xr-x  1 pit  wheel   16384 12 Nov.  2019 FreiFat
-rwxr-xr-x  1 pit  wheel    1709  1 Nov.  2019 index.html
drwxr-xr-x  1 pit  wheel   16384  1 Nov.  2019 KNOPPIX
-r-xr-xr-x  1 pit  wheel  116676  1 Nov.  2019 LDLINUX.C32
-r-xr-xr-x  1 pit  wheel   60928  1 Nov.  2019 LDLINUX.SYS
Da schaue ich also direkt in das FAT32-Dateisystem und .metadata_never_index ist eine Datei, die wahrlich gar nichts mit Knoppix zu tun hat, sondern eine versteckte Datei, die genau daher kommt, weil ich diesen Stick auch gelegentlich in Mac-OS als Datenträger verwende und eine bestimmte Funtion dieses Systems nicht haben möchte. Ebenfalls hat der Ordner FreiFat nichts mit Knoppix zu tun. Nochmal betont: das ist ein FAT32-Dateisystem und kann von beinahe allen anderen Systemen direkt gelesen und beschrieben werden. Daten, die ich zwischen Systemen austauschen will, etwa von einem Mac-OS nach einem Windows oder meinem FreeBSD oder wohin auch sonst, kann ich hier speichern und transportieren! Knoppix liegt daneben!
Also, Knoppix hat auf dem Stick den MBR beschrieben und hat BOOT und EFI angelegt und gefüllt und damit die entsprechende Bootmagie geschaffen. Es selbst liegt in KNOPPIX:

Quellcode

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pit@Celsius ~:- > ll -h /media/KN-860-2/KNOPPIX/ | grep KNO
-rwxr-xr-x  1 pit  wheel   3,4G  2 Nov.  2019 KNOPPIX
-rwxr-xr-x  1 pit  wheel   793M  2 Nov.  2019 KNOPPIX1
-rwxr-xr-x  1 pit  wheel    53M  1 Nov.  2019 KNOPPIX2
Diese drei Teile sind KNOPPIX!
Es müssen nicht immer drei Teile sein, das kann sich von Version zu Version unterscheiden.
Aber das ist das laufende Knoppix-System in derzeit drei Teile aufgeteilt, die jeweils gepackt (also komprimiert) und unveränderlich vorliegen. Denen ist es auch egal, ob sie auf einem FAT liegen oder was auch immer. Nur der Bootmagie ist das nicht egal. Wird SYSLINUX benutzt, muss es zwingend ein FAT sein, Knoppix benutzt per Default SYSLINUX und kann per Default EFI und LEGACY: ergo braucht man hier auch ein FAT, um die Knoppix-Teile drauf zu legen.

Wird das deutlich, was der Unterschied zu einer "normalen"-Linux-Installation ist?

Mal ein anderer Stick mit "meinem" Knoppix:

Quellcode

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pit@Celsius ~:- > mmls -B /dev/da2
DOS Partition Table
Offset Sector: 0
Units are in 512-byte sectors

      Slot      Start        End          Length       Size    Description
000:  Meta      0000000000   0000000000   0000000001   0512B   Primary Table (#0)
001:  -------   0000000000   0000002047   0000002048   1024K   Unallocated
002:  000:000   0000002048   0227555327   0227553280   0108G   NTFS / exFAT (0x07)
003:  000:001   0227555328   0245759999   0018204672   0008G   Linux (0x83)
Ja, das ist schon eher, was ich angekündigt hatte: kleine Overlay in einem Linux-Dateisystem (bei mir immer ein EXT und kein REISERFS). Aber: die große Haupt Partition ist nicht FAT32, sondern NTFS!
Und ich will nur kurz zeigen, dass auch dort ein Knoppix liegt:

Quellcode

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pit@Celsius ~:- > ll -h /media/NAME/KNOPPIX | grep KNO
-rwxrwxrwx  1 pit  wheel   3,4G 12 Nov.  2019 KNOPPIX
-rwxrwxrwx  1 pit  wheel   793M 12 Nov.  2019 KNOPPIX1
-rwxrwxrwx  1 pit  wheel    53M 12 Nov.  2019 KNOPPIX2
Und man ahnt es schon: es ist genau das gleiche Knoppix, wie soeben auf dem anderen Stick und das will ich nur an einem Beispiel zeigen:

Quellcode

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pit@Celsius ~:- > sha256 /media/KN-860-2/KNOPPIX/KNOPPIX1
SHA256 (/media/KN-860-2/KNOPPIX/KNOPPIX1) = 0a56e143ee0e79884d338ef9f09eb356da07775d1966cf22dbba27dc517fd9e7
pit@Celsius ~:- > sha256 /media/NAME/KNOPPIX/KNOPPIX1
SHA256 (/media/NAME/KNOPPIX/KNOPPIX1) = 0a56e143ee0e79884d338ef9f09eb356da07775d1966cf22dbba27dc517fd9e7

Aber nochmal: das Knoppix vom zweiten Stick ist manuell dort hin kopiert und nicht durch das Flash-Install-Script und die Bootmagie mittels GRUB4DOS wurde manuell gesetzt und man kann kann von diesem Stick nur im BIOS-Mode und nicht EFI booten.
Ansonsten ist das eigentliche Knoppix genau gleich.
Individuelle Unterschiede landen dann womöglich in der Overlay und lassen letztlich vielleicht die beiden gleichen "Knoppix-Installationen" doch vollkommen verschieden erscheinen.

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21.11.2020, 18:07

dd-Methode

Ich muss alle UNIX/LINUX Benutzer davor Warnen diesen Befehl zu Benutzen wenn nicht genug, oder ausreichend Kenntnisse beim Arbeiten im Terminal und Kenntnisse über den Befehl dd vorhanden sind.
Die Befehle dd, ddrescue, dd_rescue und testdisk zählen bei mir zu den mächtigsten Befehlen unter Linux. Wer den Befehl falsch schreibt, dazu zählt auch die Trennung _, oder einen Falschen benutzt, oder bei den Optionen ein Zeichen an der Falschen Stelle schreibt kann damit sein gesamtes Betriebssystem zerstören.
Ich hatte den Befehl dd bewusst mit Optionen benutzt um eine Windows Festplatte komplett zu Nullen. Dann wird die gesamte Platte einschließlich MBR, Bootsektor1 und 2 und der Datenbereich FAT oder NTFS mit Nullen überschrieben. Sie kann erst wieder benutzt werden wenn mit Gparted eine neue Partition eingerichtet wird.

LauMoni
Ich hatte deine Private Nachricht früher gelesen und beantwortet als deinen Beitrag hier im Forum.
Zur Anwendung Wine unter Linux Ubuntu 18.04,20.04 und Linux Knoppix Flash auf USB schreibe ich neuen Text.
von Pentium II bis HP Laptop gibt es keinen Rechner der mir sagt was ich machen soll :thumbsup:
ich bin Ubuntu im Sinne von Desmond Tutu
Linux Knoppix Flash auf USB Stick

klaus2008

Meister

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5

22.11.2020, 19:16

Hallo!

Weiter oben wurde eine Webseite erwähnt, von der ich hier einen interessanten Abschnitt zitieren möchte:

Zitat von »http://knoppix.info/knoppix/knoppix861.html«


Update: Computer ohne DVD-Laufwerk

Das flash-knoppix Skript unterstützt seit Knoppix Version 7.4.0 das on-the-fly Konvertieren eines DVD ISO-Image für das direkte Flashen auf USB-Stick. Dadurch lässt sich der Zwischenschritt "Brennen auf und Booten von DVD" überspringen. Hierzu muss lediglich die .iso-Datei als Kommandozeilenparameter für flash-knoppix angegeben werden, also z.B.: flash-knoppix KNOPPIX_V8.6.1-2019-10-14-DE.iso

Man könnte also beispielsweise unter Windows einen Emulator wie qemu verwenden, um das Knoppix-System zu booten und das flash-knoppix-Skript für einen in die Emulation eingebundenen Datenträger auszuführen. Das dauert zwar etwas länger, aber dafür spart man sich ein DVD-Laufwerk. Auch auf einem SOC-System mit ARM-CPU-Architektur könnte man den Emulator starten, sofern genügend RAM installiert wurde.

Gruß
Klaus

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6

22.11.2020, 23:49

Ja, ich könnte mir eine DVD (für einmaligen Gebrauch um den USB-Stick anzulegen) brennen

Warum für den einmaligen Gebrauch? Auch ein USB-Stick nutzt sich bei häufiger Benutzung ab und wird irgend wann Unbrauchbar. USB Sticks die ich mir vor 2010 gekauft hatte konnte ich 2014 nicht mehr Benutzen.

Aber ich würde das eigentlich gerne verstehen. Was kann ein USB-Stick, das ein Ubuntu auf der Desktop-Festplatte nicht kann?

Ein USB hat sehr wichtige Vorteile. Du hattest dir bestimmt noch nie Gedanken darüber gemacht was Passieren kann wenn die HDD (sda/) defekt ist, oder was Passiert wenn gar nichts mehr geht? Wenn wegen Altersschwäche der Festplatte der Bootsektor, MBR nicht mehr lesbar ist. Wenn bei dir Ubuntu 18.04 (amd64 BIT) auf HDD installiert ist benutzt Du einen PC mit EVI BIOS der muss schon älter als 10 Jahre sein. Seit etwa 2010 werden nur noch UEFI Rechner mit Windoof 10 im Handel verkauft. Auf Solchen Rechnern die man nur in der U-Bahn benutzen kann.

Bis 2014 hatte ich viel mit der Installation auf USB-Stick probiert und experimentiert. Bei Knoppix und Ubuntu. Ubuntu 14.04 war die erste die ich auf USB sdb/ installieren konnte.

Ab Knoppix 7.4 konnte ich auf HDD sdb/ installieren ABER LEDER NICHT DEN grup DORT SPEICHERN deswegen ist Flash keine Alternative sondern eine Option.

Zum Thema Wine bei Knoppix und Ubuntu.
Knoppix Flash auf USB habe ich bis jetzt nur von DVD Installiert, alternativen sind mir zwar bekannt, habe ich bis jetzt noch nie probiert.
Ich hatte bestimmt mal eine Knoppix.iso seit Ubuntu 12.04 angeklickt, hatte jedoch immer abgebrochen.
Nach der Installation der Knoppix Flash auf USB installiere ich immer ein Update weil ich ohne diesem Update nicht die Synaptik-Paketetverwaltung benutzen kann und ohne Paketverwaltung kann ich keine zusätzlichen Programme Installiern. Ich kann also nicht sagen ob die Installation von Wine ohne Update möglich ist.
Wenn Du das Paket Wine bei Ubuntu 18.04 installiert hast brauchst Du zusätzlich noch diese Pakete.

Quellcode

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$ sudo su
# apt install wine-development
# apt install wine-stable

Bei Ubuntu 20.04 sind sie nicht zwingend erforderlich, nur zu empfehlen, aber Ubuntu 18.04 braucht sie.

Gruß an Werner P. Schulz und klaus2008 von euch bekam ich 02.2015 den entscheidenden Hinweis mit dd meine Festplatte zu löschen.
Von euch beiden habe ich viel gelernt seit dem ich Knoppix kenne.
Bei meinem Aspire Laptop Windows 7 konnte ich diesen Befehl etwas später gut gebrauchen weil dort ein Bootsektor Virus drauf war den ich mit Avira nicht löschen konnte.
Ich musste die Platte b.z.w. die Windows 7 Partition löschen mit MBR dadurch konnte ich aber Ubuntu nicht mehr starten und konnte nur mit USB Ubuntu Daten sichern.
von Pentium II bis HP Laptop gibt es keinen Rechner der mir sagt was ich machen soll :thumbsup:
ich bin Ubuntu im Sinne von Desmond Tutu
Linux Knoppix Flash auf USB Stick

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »ubuntuli« (23.11.2020, 04:37)


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23.11.2020, 12:03

Nun habe ich einen Rechner mit Ubuntu 18.04 LTS und nehme an, der hat vieles schon an Bord, das auch ein mit Linux-Bordmitteln angelegter USB-Stick mit Knoppix hat. Bzw. was noch fehlt könnte man evtl. auch nachinstallieren.

Ja, ich könnte mir eine DVD (für einmaligen Gebrauch um den USB-Stick anzulegen) brennen und es wäre auch kein Drama, wenn ein Live-USB Stick beim ersten Booten noch mal überschrieben wird. Aber ich würde das eigentlich gerne verstehen. Was kann ein USB-Stick, das ein Ubuntu auf der Desktop-Festplatte nicht kann? (um den USB-Stick mit Ubuntu gleich mit dem endgültigen Inhalt anzulegen). Oder liegt mein Denkfehler an anderer Stelle?


Da ich gerade mal wieder Zeit habe, möchte ich nochmal antworten.
Obwohl das eher unsinnig ist.
Wir haben hier mal wieder einen Thread, wo sich einige Leute Gedanken machen und helfen möchten, aber der Themenstarter(TE) selbst offenbar jegliches Interesse bereits verloren hat.
Naja. Seis drum.

Ich selbst interpretiere die oben zitierten Zeilen so, dass der TE sich über unterschiedliche Möglichkeiten informiert hatte, wie Knoppix auf einem USB-Stick "installiert" werden kann und sich fragte, wieso das nicht auch mit "Bord-Mitteln" eines installierten Ubuntu funktioniert.

Dem einen Zitat von klaus2008 ging ich nun ein wenig weiter nach und fand dazu folgende Stelle in einer Debian-Mailing-List, wo sich ein Teilnehmer Namens Klaus Knopper so äußerte:

https://lists.debian.org/debian-knoppix/…9/msg00010.html

Zitat

If I didnt mention this before: flash-knoppix also has a non-interactive
"batch-mode" now, and can use .iso-images directly (as parameter to the
script) for creating a bootable USB flash disk, so you don't need the
intermediate DVD boot anymore. Just a Linux system capable of running
the script, zenity, syslinux, parted, sfdisk and sudo are required.


Diese Aussage passt zu einer älteren Version des flash-knoppix Scripts und man müsste vielleicht genauer untersuchen, ob das heute noch gilt.
Mir ist es nicht gelungen, aktuell die "Quellen" zu Knoppix zu finden. Die unterschiedlichen Scripts, die da verwendet werden, waren früher offen im Netz (und vermutlich auch heute noch, nur ich finde sie halt nicht).
Das flash-knoppix Script aus einem 861 habe ich als Text hier mal hochgeladen.
Wer von euch ein Ubuntu benutzt, kann das ja mal testen und sehen, ob alle zusätzlichen Teile, die oben im Zitat erwähnt werden, auch in den Paketen von Ubuntu vorhanden sind. Ich denke, dass dies grundsätzlich funktionieren müsste und es wäre sicher nicht uninteressant, das mal heraus zu arbeiten.


Aber nochmal: ganz grundsätzlich kann man all diese Schritte auch recht einfach ganz manuell durchführen. Einen Stick partitionieren, formatieren, Syslinux darauf geben und einrichten, Knoppix kopieren, Overlay-Partition benennen, Syslinux konfigurieren und fertig. Das geht ziemlich einfach alles mit Ubuntu und einem Knoppix-ISO zu machen.
Nur, wer weiß denn auswendig, wie die einzelnen Befehle angewendet werden, vor allem mit Syslinux? Da muss man dann halt lesen... oder das flash-knoppix Script anwenden.

flash-knoppix.txt

Beiträge: 859

Geschlecht: Männlich

8

23.11.2020, 20:14

Sollten Fragen zum Betriebssystem Ubuntu offen sein bin ich auf diesem Forum.
http://www.ubuntu-forum.de/index.html?
von Pentium II bis HP Laptop gibt es keinen Rechner der mir sagt was ich machen soll :thumbsup:
ich bin Ubuntu im Sinne von Desmond Tutu
Linux Knoppix Flash auf USB Stick

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24.11.2020, 04:27

Kurzbeschreibung: einfaches Knoppix mit (Ubuntu)-Bordmitteln auf USB-Stick

Die unterschiedlichen Scripts, die da verwendet werden, waren früher offen im Netz


Auf der Knoppix-ISO selbst wird der Ort genannt und zwar befinden sich diese Quellen unter https://knopper.net/knoppix-sources/

Nach oberflächlicher Betrachtung ist das Erstellen eines einfachen "Knoppix-Sticks" mit Hilfe eines Knoppix-ISO wirklich rudimentär und braucht quasi keine externen Programme. Es wird nur ein Teil eines MBR benötigt, den Syslinux beiträgt.
Das habe ich auch gerade getestet (mit einem Ubuntu 16.04) und auf einem PC erfolgreich gebootet.

Vielleicht will ich das besser dokumentieren und auch hier einstellen, ich weiß noch nicht. Denn: für wen?
Wer sich nicht weiter mit der Materie befassen möchte, nimmt doch einfach die Vorgaben und wird damit glücklich. Eine zusätzliche Dokumentation mit exotischen Herangehensweisen macht diese Gruppe von Nutzern nicht glücklich.
Die Leute, die sich mit der Materie aus purem Interesse befassen, brauchen keine detaillierte Dokumentation, sondern nur die grobe Beschreibung der durchgeführten Maßnahmen. Das will ich hier versuchen.

- KNOPPIX ISO ist vorhanden und verifiziert (sha -Summen geprüft)
- Ein freies Medium ist vorhanden und von Partitionen und Daten befreit (mittels dd if=/dev/zero of=/dev/sdx ...)

*Das freie Medium vorbereiten:
- eine Partitionstabelle im msdos-Format anlegen

- eine erste primäre Partition für FAT32 anlegen und nach Belieben einen Label vergeben
-- die Partition in FAT32 formatieren
-- bootlabel für diese Partition/Filesystem = on setzen

- eine zweite primäre Partition in einem "Linux-Dateisystem" anlegen
-- beliebigen Label setzen
-- im entsprechenden Dateisystem formatieren
-- womöglich tuneables anpassen (zB für EXT2: Errors behavior: Continue, Filesystem features: ext_attr resize_inode dir_index filetype sparse_super large_file, Maximum mount count: -1...)

- die angehängten 440B mittels

Quellcode

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dd if=syl_mbr.txt of=/dev/sdx bs=440 count=1
schreiben. Diese 440B sind Teil des MBR, der von Syslinux gestellt wird. Wenn man dieses auf seinem System (Ubuntu) installiert (als Paket vorhanden), findet man diesen Teil-MBR. Er ist auch auf der Knoppix-DVD (bzw dem ISO) vorhanden, aber dann muss man erst noch das gepackte Image KNOPPIX/KNOPPIX1 mounten, um ihn davon zu kopieren. Deshalb stelle ich diese 440B als Anhang hier rein, das ist einfacher.

Das Medium auswerfen und neu stecken. Muss vielleicht nicht sein, habe ich zur Sicherheit aber doch gemacht.
Wichtig ist: das korrekte /dev muss bearbeitet werden!

Und zwar haben wir nun einen Stick (/dev/sdx) mit zwei Partitionen (/dev/sdx1 und /dev/sdx2) wovon eine in einem FAT32 formatiert ist und die andere in einem beliebigen "Linux-Dateisystem".
Nochmal gesagt, was wir haben: einen Stick mit einer FAT32-Partition und einer Linux-Partition.
- Die FAT32-Partition wird demnächst mit Knoppix befüllt
- Die Linux-Partition wird unsere Overlay

*Die Knoppix.iso muss gemountet werden und dazu bietet mir das benutzte Ubuntu16.04 mittels rechter Maus-Klick ein Kontextmenü mit entsprechender Auswahl.
Das geht natürlich auch manuell, worauf ich hier nicht eingehe.

*folgende Schritte durchführen
- die relevanten Teile aus dem gemounteten ISO auf die FAT-Partition des Sticks kopieren (/boot, /efi, /KNOPPIX)
- auf der FAT alles was isolinux heißt nach syslinux umbenennen (/boot/syslinux, /boot/syslinux/syslinux.cfg, /boot/syslinux/syslinux.bin)
- auf der FAT /KNOPPIX/knoppix-data.inf editieren und die Partitionsnummer für die Overlay richtig setzen und das Dateisystem ggfs anpassen (bei mir mit ext2 auf der zweiten Partition etwa: 2 /KNOPPIX-DATA ext2)

*fertig
- Stick auswerfen und davon booten, Kontrolle der Overlay
- Anpassungen vornehmen
-- die syslinux.cfg Dateien nach eigenen Vorlieben anpassen
-- zusätzliche Programme installieren oder Konfigurationen durchführen (ist bereits ein Knoppix mit gleicher Version im Einsatz, kann der Inhalt der Overlay von diesem übernommen werden)


Das ist also wirklich ganz einfach und kein Hexenwerk.
Aber: es ist auch nur ein einfaches Knoppix. Das flash-knoppix Script berücksichtigt mehr und kann auch eine verschlüsselte Overlay anlegen. Naja, das könnte man auch manuell machen, will ich aber nicht.
Was wirklich ziemlich cool ist (ungetestet): die notwendigen Schritte können quasi aus jedem beliebigem unixartigen System durchgeführt werden, das FAT32 und ein Linux-Dateisystem(1) und mit dd 440B schreiben kann. Zusätzliche SW braucht es nicht.

(1)Mit Linux-Dateisystem ist eines gemeint, das direkt vom Kernel unterstützt wird und Dateirechte berücksichtigt. Es sollte hier (für einen Stick!) kein Journaling gewählt werden.
syl_mbr.txt

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24.11.2020, 09:47

zu früh gefreut, nicht ganz so einfach

was ich im vorigen Beitrag beschrieben habe, hatte ich nur mit einem PC getestet und der funktionierte auch.
AAAber: der konnte EFI!

Als ich es soeben nochmal mit einem anderen PC probierte, der auf LEGACY eingestellt ist, da konnte dieser den Stick nicht booten.

Die Stelle aus dem Script flash-knoppix, auf die ich mich da bezog, ist indessen recht eindeutig:

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# Create MBR
echo "Creating a master boot record" >&2
if [ "$PARTTYPE" = "msdos" ]; then
 # Don't depend on ms-sys
 # ms-sys -s "${FLASH}" 2>"$TMP.err" || { ERROR="$(<$TMP.err)"; bailout 2; }
 for mbr in /usr/lib/syslinux/mbr.bin /usr/lib/syslinux/mbr/mbr.bin; do
  [ -r "$mbr" ] || continue
  dd if="$mbr" of="${FLASH}" bs=440 count=1 && break
 done
elif [ "$PARTTYPE" = "gpt" ]; then
 for mbr in /usr/lib/syslinux/gptmbr.bin /usr/lib/syslinux/mbr/gptmbr.bin; do
  [ -r "$mbr" ] || continue
  dd if="$mbr" of="${FLASH}" bs=440 count=1 && break
 done
fi


Nur, dass es einige Zeilen oberhalb auch noch die Zeile gibt:

Quellcode

1
2
syslinux "${FLASH}1" 2>"$TMP.err" || { ERROR="$(<$TMP.err)"; bailout 2; }
blockdev --flushbufs "${FLASH}1"

Der Befehl blockdev ist mir noch vollkommen unbekannt.
Nachdem ich meinen fertigen Stick, wie oben beschrieben angefertigt, nun ebenfalls mittels

Quellcode

1
#syslinux /dev/sdx1
behandelte, konnte er den LEGACY-PC ebenfalls booten.

So ganz habe ich die Vorgehensweise nicht verstanden, warum also erst syslinux angewendet wird und danach ein MBR angepasst wird (was bei mir auch nicht in dieser Reihenfolge funktioniert hatte).
Jedenfalls zeigte sich der Bau eines Knoppix-Sticks mit Bordmitteln aus Ubuntu nicht ganz so einfach, wie oben erhofft.
Man braucht offenbar syslinux, was aber als Paket einfach installiert werden kann.

Wobei natürlich mein altes Vorhaben mir wieder in den Sinn kommt, nämlich mittels GRUB anstelle von SYSLINUX zu booten. Aber das ist ein anderes Thema...

Anders gesagt: ganz ohne SYSLINUX und ohne Manipulation des MBR müsste sich doch immer noch ein Knoppix-Stick ganz einfach bauen lassen, der nur UEFI-Boot kann. Eigentlich auch nicht schlecht, oder?

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