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24.11.2020, 19:08

Skript zum Setzen von Umgebungsvariablen beim Start ausführen?

Hallo!

Wie bekomme ich es unter Knoppix 8.6.1 hin, dass mir ein .sh-Skript beim
Systemstart ausgeführt wird?

Das .sh-Skript fügt Dinge zu Umgebungsvariablen hinzu, zB zu $PATH.
Die Änderungen sollen dauerhaft sein und für alle Benutzer gelten.


Google-Suche brachte mir bisher folgende Tipps, die nicht funktioniert haben:

  1. Ich solle das Skript in /etc/rc.local eintragen. Das hat nichts gebracht.

  2. Ich solle eine .service-Datei für systemd anlegen. Ich habe da versucht, eine Anleitung sklavisch zu befolgen, scheitere aber an der Meldung, dass es den Befehl systemctl nicht gebe.
  3. Ich solle irgendein init.d-Gedöns veranstalten. Habe sklavisch Anleitung befolgt und alle möglichen unverständlichen Meldungen erhalten, aber es tut sich nicht das, was ich will. Auf meinem Raspberry Pi mit Debian Wheezy tut es. Unter Knoppix 8.6.1 nicht.


----

Falls es von Interesse ist:

Das Skript soll mir die Pfade von vanilla TeX Live eintragen und liegt in

/usr/local/bin/set-texlive-environment-variables.sh

und hat folgenden Inhalt:

Quellcode

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#!/bin/bash
#
# /usr/local/bin/set-texlive-environment-variables.sh
# TeX-Live path configuration
#

# echo SETTING TeX Live Variables

TL_DIR="/usr/local/texlive/2020"

arch=`arch`
case $arch in
     i?86) arch=i386;;
esac

x="`echo $PATH | sed 's|[^:]*/texlive/[^:]*:||g'`"
export PATH=${TL_DIR}/bin/${arch}-linux:${x}

x="`echo $MANPATH | sed 's|[^:]*/texlive/[^:]*:||g'`"
export MANPATH=${TL_DIR}/texmf-dist/doc/man:${x}

x="`echo $INFOPATH | sed 's|[^:]*/texlive/[^:]*:||g'`"
export INFOPATH=${TL_DIR}/texmf-dist/doc/info:${x}

# unset TEXINPUTS
# unset TEXMFCONFIG

unset x
unset arch



Edit um 21:29:04 (CET/UTC+0100) Uhr:


Ich habe den echo-Befehl im Skript auskommentiert und dann den Aufruf des Skripts
mit dem Punkt-Operator in die Datei /etc/profile eingetragen:


Quellcode

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. /usr/local/bin/set-texlive-environment-variables.sh



Auf diese Weise wird das Skript bei jedem Shell-Aufruf gestartet.

(Das ist zwar weit weniger effizient und weit weniger verlässlich als das Skript einmal beim Systemstart aufzurufen, aber ich weiss nicht, was ich sonst machen soll, nachdem ich mir jetzt seit zwei Tagen einen Wolf google nach verlässlichen Informationen, wie man ein Skript dazu bringt,einfach nur eine Umgebungsvariable beim Systemstart ein für allemal zu setzen, was in den 80er- und 90er-Jahren des vorigen Jahrhunderts unter MS-DOS keine Wissenschaft war. Was Linux angeht finde ich den Kampf um korrekte Informationen nur noch krank. )


Fazit aus dem ganzen: Ich werde in Zukunft jedwede Art von Linux vermeiden wo ich nur kann.


Die ganze Frickel-Scheisse und Zeitvergeudung auf falsche Informationen tut meinem Blutdruck nicht gut.


Somit verdanke ich Knoppix die Erkenntnis, dass Linux für die Gesundheit nicht gut ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »IchHabNeFrage14« (24.11.2020, 21:44)


2

25.11.2020, 11:38

Ich solle das Skript in /etc/rc.local eintragen. Das hat nichts gebracht.

es wäre aber der korrekte Weg in einem Knoppix gewesen und ich selbst habe auf diese Weise schon Dinge gestartet. Natürlich gibt es nahezu unendlich viele Möglichkeiten, hierbei etwas falsch zu machen und wie immer nur sehr sehr wenige Möglichkeiten, es richtig zu machen.
EDIT: es wäre der korrekte Weg gewesen, einen Dienst oder ein Script automatisch mit Systemstart auszuführen und zwar, wenn ich richtig erinnere, im Runlevel 5
EDIT: das bedeutet nicht, dass es eine korrekte Lösung für dich gewesen wäre. Mit deinem hier vorgetragenen Problem kenne ich mich nicht aus und fürchte aber, dass es ohnehin keine gute und richtige Idee gewesen wäre, das so zu lösen.

Was Linux angeht finde ich den Kampf um korrekte Informationen nur noch krank.

Ja, das ist gut verständlich und es geht mir nicht anders. Ich nutze es deshalb auch selbst nicht. Allerdings auch kein Windows oder Mac-OS, denn das treibt mir noch eher den Blutdruck hoch.
Was vielleicht hilfreich wäre: wenn man sich angewöhnt, sein komplettes System nicht einfach nur Linux zu nennen und dann dafür nach Lösungen zu suchen.
Linux ist nur der Kernel und davon gibt es unterschiedliche Entwicklungsstände und unterschiedliche Versionen.
Es gibt dann etwa Linux mit systemd und es gibt auch Linux ohne systemd.
Bei Linux ohne systemd gibt es diverse Möglichkeiten, wie die Dienste in der korrekten Reihenfolge gestartet werden. Etwa runit oder init oder dieser Ubuntu-Turbo, dessen Namen ich gerade vergessen habe. Und es gibt Mischformen.
Wer also, wie in deinem Fall, einen Dienst automatisch starten möchte, sollte sich auch darüber klar sein, welchen Mechanismus sein System überhaupt nutzt.
So etwas nicht zu wissen, kann man nicht dem System anlasten, für das man sich entschieden hat.

Es ist ja nun mal so, dass man in der Freien Welt die Freiheit der Wahl hat und nicht vorgeschrieben wird, wie man etwas unbedingt umsetzen muss und welche Tools verwendet werden müssen. Deshalb gibt es viele Möglichkeiten und entsprechend viele mögliche Antworten.
Ohne Grundwissen über das benutzte System, kann man das nicht verstehen.

Fazit aus dem ganzen: Ich werde in Zukunft jedwede Art von Linux vermeiden wo ich nur kann.

Ja, das ist eine legitime Entscheidung und eine logische Konsequenz.
Natürlich könnte man sich auf den Standpunkt stellen, etwas so zu nutzen, wie es von der Stange kommt. Immerhin geben sich unterschiedliche Distributionen sehr viel Mühe, es dem Endanwender gerecht zu machen und sehr viele Leute können mit diesen Vorschlägen sehr gut leben.
Wenn man das nicht kann und mehr von einem System erwartet, dann muss man dazu auch selbst die Erwartungen erfüllen, die ein solches System dann an den Anwender stellt. Erfüllt man diese Erwartungen selbst nicht, weil man vielleicht zu wenig Wissen hat oder keine Geduld, dann scheitert man halt und es ist gut, sich das frühzeitig einzugestehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pit234a« (25.11.2020, 11:50)


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25.11.2020, 21:08

Zitat von pit234a:

Zitat von »IchHabNeFrage14«
Ich solle das Skript in /etc/rc.local eintragen. Das hat nichts gebracht.

es wäre aber der korrekte Weg in einem Knoppix gewesen und ich selbst habe auf diese Weise schon Dinge gestartet. Natürlich gibt es nahezu unendlich viele Möglichkeiten, hierbei etwas falsch zu machen und wie immer nur sehr sehr wenige Möglichkeiten, es richtig zu machen.
EDIT: es wäre der korrekte Weg gewesen, einen Dienst oder ein Script automatisch mit Systemstart auszuführen und zwar, wenn ich richtig erinnere, im Runlevel 5
Das in /etc/rc.local eingetragene Skript wird ja ausgeführt. Es dient allerdings dazu, Umgebungsvariabloen zu setzen. Diese werden aber nicht dauerhaft gesetzt somdern nur für die Dauer, während derer /etc/rc.local während des Systemstart ausgeführt wird.

Zitat von pit234a:

Wer also, wie in deinem Fall, einen Dienst automatisch starten möchte, sollte sich auch darüber klar sein, welchen Mechanismus sein System überhaupt nutzt.
So etwas nicht zu wissen, kann man nicht dem System anlasten, für das man sich entschieden hat.
Ich möchte ja eigentlich keinen Dienst starten sondern nur beim Systemstart drei Umgebungsvariablen dauerhaft und für alle Benutzer setzen.

Hört sich trivial an.

Unter MS-DOS war es das auch - da hat es gereicht, in autoexec.bat einen set-Befehl einzufügen:

Quellcode

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set Umgebungsvariable=Wert


oder zB

Quellcode

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set Umgebungsvariable=%Umgebungsvariable%WasAngehaengtWerdenSoll




Aber unter Linux (es war bisher bei allem so, was mir an Linux-Distributionen unter die Augen gekommen ist) muss man offenbar ein Wissenschaftler sein, allein um zu verstehen, warum es einem da so schwer gemacht wird.


Allein wenn ich dran denke, wie anno 1997, als ich mein Studium begann, im Linux-Pool des Universitätsrechenzentrums reihenweise User daran scheiterten, mit SuSE-Linux 6.1 auf Dateien zuzugreifen, die auf 3.5-Zoll-Floppy-Disketten gespeichert waren... Heute oft das selbe wenn es um Dateien auf einem USB-Stick geht.


Solche Sachen bestärken mich nicht gerade im Glauben an die Nutzbarkeit.

klaus2008

Meister

Beiträge: 2 772

Geschlecht: Männlich

4

26.11.2020, 05:31

Hallo!

Zitat von »knoppix-cheatcodes.txt«

The file "knoppix.sh", if residing in the main KNOPPIX directory, will
be execuded after autoconfiguration and before starting the graphical
desktop. It can be used in order to start additional services.


Prinzipiell überrascht es sehr, dass wirklich alle Prozesse die Umgebung von vanilla TeX Live benötigen. Wenn jeder Prozess eine Kopie der Umgebung des erzeugenden Prozesses erhält, wird so mancher Benutzer von einer Verschwendung des (knappen) Arbeisspeichers sprechen.

Globale Einstellungen für die Kommandoprozessoren ("Shell") können meistens in /etc/profile oder speziell für die Bash in /etc/bash.bashrc vorgenommen werden.

Zuletzt noch ein Gedanke: Bevor man versucht, eine Datei automatisch aufzurufen, sollte man überprüfen, ob diese Datei vorhanden und größer als 0 Bytes ist. Die passened Rechte für den gewünschten Zugriff sollte man in dem Moment auch besitzen.

Gruß
Klaus

5

26.11.2020, 11:22

Aber unter Linux (es war bisher bei allem so, was mir an Linux-Distributionen unter die Augen gekommen ist) muss man offenbar ein Wissenschaftler sein, allein um zu verstehen, warum es einem da so schwer gemacht wird.


ja, so ist das nun mal, wenn man sich so komplizierte Systeme auswählt.

Ich entnehme deinen Ausführungen außerdem, dass du "Anfänger" im Land der Freien Systeme bist. Das Wort mag ich zwar gar nicht, weil ich selbst ebenfalls immer noch Anfänger bin und wohl auch gar keine Chance habe, jemals etwas anderes zu werden und man deshalb ja nicht gut unterschiedliche Ausgangssituationen beschreiben kann, wenn immer irgendwo alle Anfänger bleiben. So habe ich noch nie in meinem Leben irgendein TeX benutzt, fahre aber schon seit über 25 Jahren ausschließlich mit Freien Systemen.
Du verstehst vielleicht, was ich damit ausdrücken will?
Wieso um alles in der Welt suchst du dir denn als Anfänger eines der kompliziertesten GNU/Linux-Systeme überhaupt aus, um damit ziemlich hochtrabende Sachen zu machen?

Lass mich mal auf diese Seite verweisen: https://wiki.ubuntuusers.de/TeX_Live/
Wie gesagt: ich habe selbst nur einen blassen Schimmer, worum es dabei geht, aber für mich sieht die Beschreibung dort relativ einfach aus und ich sehe nirgendwo, dass dafür auch noch irgendwelche Scripts laufen müssen, die jedes mal beim Systemstart erst die PATH neu bestimmen. Grob gesagt: so einen Unfug macht man auch nicht!

Wenn du Lust daran hast, in der Freien Welt zu bleiben (wieso auch immer), muss dir klar sein, dass das niemals einfach ist und es ist nicht MS-DOS oder so etwas vergleichsweise einfältiges. Die unixoiden Systeme der Freien Welt sind nicht als Einzel-Platz, Einzel-Nutzer nur Desktop-Systeme entwickelt. Hättest du einen komplexen Server mit MS-DOS betreiben können? Eben.
Du betrittst hier eine vollkommen andere Welt, die eine wesentlich bessere Kenntnis der Grundlagen erfordert und diese zu erlernen, ist nicht einfach.
Und dann gibt es nicht nur einen Weg und um seinen eignen zu finden, muss man auch viele Irrwege in Kauf nehmen.
Nun nimmst du ausgerechnet Knoppix, was eine reine Demo ist und ganz speziellen Konstruktionsmerkmalen unterliegt, die es nur sehr schwierig in eine bestimmte Richtung bringen lassen.
Es ist nicht für irgendwas anderes gedacht oder gemacht, als genau so benutzt, bzw angesehen zu werden, wie es von der Stange kommt. Das bedeutet nicht, dass es unmöglich ist, mehr damit zu machen, aber es ist dramatisch viel schwieriger. Auf Grund seiner Konstruktion, aber auch auf Grund mangelnder Dokumentation und Unterstützung.
Kein Wunder, dass man damit leicht Schiffbruch erleidet. Und kein Wunder, dass man im weiten Netz der Unwahrheiten hauptsächlich falsche Antworten bekommt. Keine passt auf Knoppix, weil kaum jemand derartige Dinge mit Knoppix anstellt.

Wenn du wirklich daran interessiert bist, nimm dir ein Lubuntu und installiere dir dieses. Folge den Artikeln und Erklärungen im Ubuntu-Wiki, um deine zusätzlichen Ziele zu erreichen. Lerne dein System kennen und wenn du trotzdem Fragen hast, geh in das Ubuntu-Forum und frag dort nach. Nicht, dass ich ein absoluter Fan von Ubuntu bin, aber es bietet einfach all die Unterstützung und vereinfachenden Mechanismen, die einem Anfänger entgegen kommen.
Knoppix nicht!
Knoppix ist keine Distribution zum installieren und es ist kein einfach aufgebautes System und individuelle Ziele sind damit nur schwierig zu erreichen, wenn überhaupt.

6

11.12.2020, 16:22

Aber unter Linux (es war bisher bei allem so, was mir an Linux-Distributionen unter die Augen gekommen ist) muss man offenbar ein Wissenschaftler sein, allein um zu verstehen, warum es einem da so schwer gemacht wird.
ja, so ist das nun mal, wenn man sich so komplizierte Systeme auswählt.

[...]

Knoppix ist keine Distribution zum installieren und es ist kein einfach aufgebautes System und individuelle Ziele sind damit nur schwierig zu erreichen, wenn überhaupt.
Das, was das Leben kompliziert macht, ist nicht das System an sich, sondern der Umstand, dass so vieles gar nicht oder nur grottenschlecht erklärt ist.

Und zB in Newsgroups wie de.comp.os.linux.misc bekommt man keine Hilfe sondern nur nicht weiterhelfende Kommentare von Soziopathen, in Richtung "Wehret den Anfängern. PEBKAC. ... "

Kennst Du irgendein System, das heutzutage nicht zu unnötiger, Risiken vergrößernder Kompliziertheit aufgebläht ist?

Kennst Du irgendein proprietäres System, bei dem man nicht der Datensammelwut und Bevormundung und Überwachung und Ausspionierung durch die dahinterstehenden Konzerne ausgesetzt ist?

Windows 10 zB ist meiner Meinung nach in Punkto Benutzbarkeit eine absolute Zumutung:
  1. Im Microsoft Store Deutschland habe ich mir für 260 Euro eine Windows 10 Pro Lizenz gekauft und diese genau einmal auf einem Rechner installiert. Als ich das noch nutzte, wurde mir mindestens einmal pro Woche mein Windows deaktiviert obwohl ich nichts an der Hardware geändert hatte. (Ich hatte da auch keins dieser ominösen Bereinigungs- und Registry-Cleaning-Programme oder dergleichen installiert.) Ich konnte dann nicht mehr arbeiten. Dann durfte ich bei Microsoft anrufen und am Telefon darum betteln, dass ich die Software, für die ich (viel zu) teuer bezahlt hatte, weiter nutzen darf. Jedesmal wurde mir beschieden, es hätten halt zu viele Leute Windows 10 mit dem selben Schlüssel aktiviert... Da kann ich aber nichts dafür - ich habe meinen Mist für teures Geld direkt von Microsoft bezogen und nicht von einem dieser schmierigen Weiterverkäufer, die einen Schlüssel, den sie nur einmal verkaufen dürften, hundertmal verticken.
  2. Bei dem fraglichen Computer handelt es sich um eine Maschine mit BIOS, nicht UEFI. Im BIOS selbst kann man einstellen, ob man beim Hochfahren eine Meldung und die Möglichkeit haben möchte, durch Drücken der Taste "Entf" ins BIOS zu gehen bzw ein Boot-Device auszuwählen. Wenn man diese Meldung abstellt, kann man beim Hochfahren nicht mehr ins BIOS um sie wieder anzustellen. Es gibt dann zwei Möglichkeiten: Erste: Man verwendet Software, um das BIOS einzustellen und schaltet damit diese Meldung wieder ein. (Bevor jetzt ahnungslose Leute, wie ich es in diversen Windows-Foren erlebt habe, herumblöken, dass es ja gar nicht gehe, per Computerprogramm auf ein BIOS zuzugreifen: Selbstverständlich ist es kein Problem, Einstellungen am BIOS über Software vornehmen zu lassen. 1991 hatte ich zu meinem 80386er eine 5.25-Floppy-Disk "CMOS-Utilities" mit unter DOS ausführbaren Programmen, um dort das BIOS, auch ohne beim Hochfahren auf "Entf" drücken zu müssen, ändern zu können.) Zweite: Man entfernt für eine Weile die CMOS-Batterie und setzt so das BIOS auf Werkeinstellungen zurück. Als Werkeinstellung ist die Meldung eingeschaltet und man kann beim Booten wieder ins BIOS und den Rest wieder korrekt einstellen. Nun zu Windows 10: Mit konstanter Bosheit stellt Windows 10 mir das BIOS wieder und wieder und wieder so ein, dass mir beim Booten die Meldung, welche Taste ich drücken kann, um in die BIOS-Einstellungen zu gelangen bzw um ein Boot-Device auszuwählen, nicht mehr angezeigt wird. Es soll einem ja schließlich schwer gemacht werden, ein anderes Betriebssystem als das auf der Festplatte installierte Windows 10 zu booten. Ich konnte also nicht mehr beim Hochfahren direkt von DVD/CD/USB-Stick/anderer Festplatte booten, sondern musste erst Windows 10 hochfahren obwohl ich das nicht wollte, um mich dort dann durchzuklicken, um dem Rechner zu "sagen", dass er doch jetzt bitte herunterfahren und wieder hochfahren und dabei ganz ausnahmswseise genau einmal von einem der anderen Laufwerke booten soll... Wenn ich dann spaßeshalber den Rechner aufschraubte, um die CMOS-Batterie herauszunehmen und so das BIOS auf Standardeintellungen zurückzusetzen, dann wurde mir beim Hochfahren die Meldung mit der Möglichkeit "Entf" zu drücken, um ins BIOS zu gelangen oder ein Boot-Device auszuwählen, wieder angezeigt. Wenn ich dann Windows 10 bootete, war beim nächsten Hochfahren die Meldung aber wieder abgestellt... Windows 10 prüft bei (etlichen) BIOS-Maschinen also, ob die Meldung angestellt ist und wenn ja, dann quält es einen, indem es sie ungefragt und eigenmächtig abstellt.
  3. Ich habe Windows 10 nur mit einem lokalen Administrator-Konto installiert, ohne einen Microsoft-Account anzulegen. Immer wieder nervt Windows 10 mich und will mich dazu austricksen, mir doch ein Microsoft-Konto anzulegen, und will mich außerdem dazu verleiten, meine Daten irgendwelchen Clouds anzuvertrauen.
  4. Wieder und wieder setzt der Update-Terror von mir vorgenommene Einstellungen wieder zurück. ZB treibt es mich langsam in den Wahnsinn, nach dem Update die nervige Cortana wieder loswerden zu müssen.
  5. Diese jährlichen Abzock-Lizenzen für Microsoft Office und dergleichen nerven mich nur noch.

Bei Android ist man komplett aus allem ausgesperrt.


Zum Thema "individuelle Ziele":

Ich habe es jetzt hinbekommen, einen USB-Stick zu basteln, der mir die Auswahl bietet, entweder Knoppix 8.6.1 oder CloneZilla zu booten. (Ich werde mich hüten, CloneZilla in Knoppix integrieren zu wollen, denn CloneZilla hängt gerne Dateisysteme aus...) Bei Knoppix habe ich ssh, Chromium, Firefox, Thunderbird, FlashPlayer, MariaDB und GIMP auf die neuesten Versionen aktualisiert, das alte TeXLive heruntergeschmissen und dafür das neue vanilla TeXLive von der TUG-Seite installiert. Das hat einen eigenen Paketmanager und somit lassen sich einzelne LaTeX-Pakete updaten ohne dass man jahrelang warten muss bis die Debian-Repositories nachgezogen haben. Graphische Frontends wie TeXWorks, TeXmacs und Lilypond funktionieren jetzt auch. Druckertreiber sind jetzt auch installiert.

Für den Fall, dass Du TeX/LaTeX nicht kennst: Es handelt sich da um ein Textsatzsystem, ursprünglich von Donald E. Knuth. Ich verwende es für nahezu alle Dokumente, die ich auch in Form von (am Computer ausfüllbaren) .pdf-Dateien brauche.

Auf dem LXDE-Desktop habe ich Skripte verlinkt, sodass ich
  • mit genau einem Mausklick denjenigen der gerade angeschlossenen Bildschirme auswählen kann, den ich benutzen möchte.
  • mit genau einem Mausklick das LXDE Panel neu starten kann wenn die Icons mal wieder verzerrt angezeigt werden.
  • den Rechner zeitverzögert herunterfahren lassen kann.
  • mit genau einem Mausklick auf die Freigabe auf meinem Samba-Server komme.
  • mit genau einem Mausklick meine Dateien per rsync ins Backup auf dem Samba-Server schreiben kann.

Der Stick funktioniert mit allen Rechnern (sowohl BIOS- als auch UEFI-Maschinen) an denen ich ihn ausprobiert habe. (Ich habe ein Backup von dem Stick gemacht. ;-)

Steckenweise war die Frickelei recht qualvoll, aber inzwischen habe ich so langsam ein brauchbares portables System.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »IchHabNeFrage14« (11.12.2020, 16:36)


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12.12.2020, 13:53

Kennst Du irgendein System, das heutzutage nicht zu unnötiger, Risiken vergrößernder Kompliziertheit aufgebläht ist?

ich denke, dass ich guten Gewissens alle BSDs hier nennen kann. Hervorheben muss man da natürlich OpenBSD, aber auch mit meinem FreeBSD fühle ich mich gut aufgestellt.
Für Arch-Linux oder einige andere kann das sicher auch gelten und sogar ein Ubuntu kann man sich selbst so zusammen stellen, dass das auch zutreffend ist.

Steckenweise war die Frickelei recht qualvoll, aber inzwischen habe ich so langsam ein brauchbares portables System.

Ja, das kann ich selbst auch unterschreiben. Meine Ziele sind ganz verschieden, ich nutze Knoppix auch nicht wirklich, weil ich ja richtige Systeme benutze und mir das deshalb gar nicht in den Sinn kommt, aber ein wenig bequemer für mich selbst wollte ich es eben schon einrichten und das ist durchaus mühsame Frickelei. Es ist dafür auch nicht gemacht und nicht gedacht.

Ich entschuldige mich, dass ich die Kritik zu Win10 nicht würdige. Ich habe das nicht gelesen, weil ich es eh nicht nachvollziehen kann.
Meine Firma zwingt mich, solche Systeme zu nutzen, aber ich will die gar nicht kennen lernen. Ist mir echt egal, was Microsoft macht und wozu es Leute zwingt, oder Mac-OS. Wieso sollte ich mich damit befassen? Ist doch bloße Zeitverschwendung.

Mit dem Ubuntu-Forum habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht.
Mit wenigen Abstrichen.
Die Nutzer dort sind natürlich auch von "ihrem" System überzeugt, wobei sie selbst meist gar keine anderen Systeme kennen (außer doch ganz oft Microsoft). Ihre Absicht ist es auch nicht, anderen Leuten etwas zu erklären und das hat mich am meisten gestört. Man begreift sich als eine Art Support-Forum, das schnelle Lösungen präsentiert, die am Besten gleich per Copy_n_Paste umgesetzt werden können, möglichst ohne dabei einen Verstand bemühen zu müssen. Das kommt offenbar gut an und ist von den meisten Anwendern auch so gewünscht. Für mich war es ein wenig unerträglich und ja, beinahe auch schon etwas überheblich.
Aber davon abgesehen durchwegs höflich und ich sage mal, nicht verletzend.

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