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05.04.2021, 18:58

Knoppix 9.2 auf Rechner installieren

Hallo Ihr Lieben,
ich habe mir die Aktuelle Ausgabe von "linux User" gekauft und darauf befindet sich die DVD mit Knoppix 9.2
Der Start klappt auch gut, ich würde jetzt jedoch Knoppix gerne fest auf meinem PC installieren und nicht jedes mal den Live-Modus starten.
Ich bin es von anderen Linux-Distributionen gewöhnt, dass auf dem Desktop eine "Linux Installieren"-Option erscheint. Bein Knoppix ist das leider nicht der Fall.
Wie kann ich Knoppix trotzdem auf meiner Festplatte installieren?
Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße,
Knoppix-Way

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05.04.2021, 21:05

Ja, weil Knoppix keine Distribution ist und nicht sein möchte.
Es ist live und nur live und immer live und nicht zur Installation gedacht.

Also, es kann live-installiert werden.
Dazu dient das Script Flash-Knoppix oder so ähnlich, das dann aber mittels Icon verlinkt ist, wie du das von einer normalen Distribution kennst und eigentlich sage ich mal, ist das der Weg für Knoppix und zwar, um es gemeinsam mit einer Overlay-Datei/Partition auf einen Stick Oder so zu bringen. Wie gesagt, eine Festplatte geht so auch und ich habe das schon gemacht, um wirklich alte PCs noch mit Leben zu erfüllen, aber dabei muss man mit den Nachteilen leben, die dies mit sich bringt, zB keine Updates des Systems.
In der Overlay werden Daten persistent gespeichert, also auch zusätzlich installierte SW ist möglich und bleibt erhalten (aber wem kann denn bei Knoppix als DVD noch was fehlen?)
Das ist super und so ist man da sehr flexibel und kann Knoppix tatsächlich auch zum Arbeiten nutzen, aber es ist ein Debian und nichts anderes und keine neue Distribution, die nur Debian nutzt.
Es ist außerdem 32Bit und wer hat heute noch 32Bit Rechner und will ein 32Bit-System fest installieren? Als Live-System erkennt es, wenn eine 64Bit-CPU vorhanden ist und lädt einen 64-Bit Kernel, auf dem dann das 32Bit-System läuft. Wie gesagt, alles live und nur so gedacht und dafür gemacht. Und weil es doch vielleicht noch 32Bit-Rechner gibt, bleibt Knoppix so lange es geht 32Bit, damit die dann eben im Live-Modus auch gebootet werden können. Außerdem brauchen die 32Bit-Programme weniger Platz und deshalb können mehr davon auf eine CD/DVD.

Also: nicht fest installieren, dafür ist es nicht gedacht.
Damit arbeiten und eigene Einstellungen erhalten geht gut, zumindest eine ganze Zeit lang. Weil es keine Updates gibt. Die nächste Knoppix-Version ist der nächste Update. Aber dann muss man alle Änderungen am System wieder neu und manuell vornehmen, es gibt keinen Automatismus, wie er eigentlich heute bei Distributionen üblich ist.

Also, ich arbeite nicht wirklich mit Knoppix, habe aber immer einen Stick in der Tasche, mit dem ich Knoppix booten kann und das habe ich mir so eingerichtet, wie meinen PC zu Hause und kann dann sehr gut und schnell auf vollkommen fremden PCs arbeiten. Nur macht dieses Einrichten auch Arbeit und deshalb nutze ich noch ein Knoppix 8.6.1 darauf. Also, das ist nun falsch, denn ich habe mehrere Sticks, die ich so nutze, dass darauf ein Knoppix funktioniert. Es braucht als DVD etwa 8G um mich glücklich zu machen und wenn ich einen 128G Stick habe, bleiben da ja 100G, die ich ganz normal nutzen kann. Nur zusätzlich habe ich halt ein Knoppix drauf, das ich im Fall der Fälle booten kann.
Da macht Knoppix für mich wirklich Sinn.

Es hat auch die Tools an Bord, die man gewöhnlich für Datenrettung oder Forensik nutzt und ich war sehr erstaunt, dass die Mehrzahl der Nutzer während eines Vortrages diesen Verwendungszweck für Knoppix angaben. Datenrettung und Forensik sind heikle Themen und nicht für unbedarfte Endanwender wie mich gemacht. Wer sich daran versucht, braucht gewiss kein DesktopEnvironment(DE), wie etwa LXDE oder XFCE oder schon gar nicht KDE und darin mit Sicherheit keine störenden 3D-Effekte.

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15.04.2021, 09:37

Wozu Knoppix auf Platte?

Knoppix lässt sich zwar auf Platte installieren und eine ganze Weile mit update-security sicherheitstechnisch aktuell halten aber das sollte man wie von pit234 sehr gut erklärt NICHT produktiv tun.
Viel besser ist es, Knoppix NUR von einem schnellen und großen Stick zu betreiben, der dann überall wo USB3 Anschlüsse existieren und der Rechner nicht per BIOS verrammelt ist (dann braucht man zusätzlich sowas wie einen TORX5-Schraubenzieher zum Löschen des BIOS-Passworts) laufen kann.
Sicherheitsforscher wie die berühmte Joanna Rutkovska empfehlen sowieso, auf einem Rechner GAR KEINE Datenspuren zu hinterlassen, also das dort installierte Betriebssystem NIE zu starten weil man nie weiß wer vor einem direkt davor hockte oder per Internet von fern darauf zugegriffen hat, ein sicherer Rechner sollte komplett ohne interne Platte gebaut bzw. genutzt werden, ein sehr praktikabler Weg, hochsicher zu arbeiten wäre also ein einigermaßen sicherheitskonfiguriertes Knoppix (ok, Sicherheitsfans müssten noch einiges an den Browsern und am System härten aber he, auch so schon SEHR VIEL besser als Windows).
Warum also dennoch Knoppix auf Platte? Mir fallen nur vier Dinge ein:
-- Gängige Entschuldigung für Internet-DropBox-Junkies: Wenn man seinen Stick vergisst. ABER das ist kaum möglich, wenn der Stick am Schlüsselbund hängt, dieser an der Hose per Schnur hängt und man nicht ganz verbaselt ist. In der Regel ist es viel schneller, seine Medien und Daten direkt auf dem (großen) Stick mitzunehmen.
-- Weil man Knoppix testen oder ein Programm neu installieren oder aktualisieren will und die Installation auf Platte danach dazu benutzt, mit der neuen Installation gleich einen neuen Stick zu schreiben, das spart einen Anschluss und wenn der Stick kaputt ist hat man in fünf Minuten einen neuen mit Programmen und Daten gemacht und wenn man sich das Knoppix auf dem Rechner zerschossen hat ist es in fünf Minuten vom Stick wieder stabil hergestellt.
-- Als Backup des Sticks (witzig, man dreht das Backup-Konzept um, auf dem Rechner liegt nur das Backup, der Stick ist der eigentliche Arbeitsplatz, frei nach Linux Torvalds: Das ganze Internet ist mein Backup)
-- Weil man ein virtuelles Windows (z.B. von externen Platten) laufen lassen möchte und das Knoppix passt aufs Windows auf. Interessantes Szenario wenn man Windows-Lizenzen legal sparen möchte, dem Windoof eh nicht traut und ihm SICHER das Netz abklemmen will. Windows ist ein sicheres System und toll zum Zocken, solange es nicht ins Netz darf (-:

Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von »beeker« (15.04.2021, 10:05)


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18.04.2021, 23:37

Dazu Knoppix auf Festplatte installieren

.Knoppix 9.1 auf Platte zu installieren scheint wirklich nicht so gewollt. Echt ??

Jedenfalls ist eine "HD-Installation" über Klickdraufsky nicht wie bei KNOPPIX 8.6 als Icon auf dem Desktop oder in einem Startmenü Unterpunkt KNOPPIX -> HD-Installation.
Das will oder wollte ich auch schon versuchen.

Aber warum will sich jemand Knoppix auf den Rechner bügeln ?
- Weil er mit einem Sprung aus dem "Fenster" den Hauch von Freiheit am Rechner spüren will ?
- Weil er UBUNTU für zu undurchsichtig hält , ähnlich wie W10 o.ä
- Weil er UBUNTU immer noch nicht will, obwohl er nach einem Testlauf mit aktuellem UBUNTU wo fast alles automatisch mit Klickihinski, nicht versteht, warum noch jemand für Privatzwecke Windows kauft, oder als Krönung der Stupidität, irgendwas mit Windows-Raubkopien oder -Vertragsbeschiß inszeniert.
- Weil er meint , mit einem fertigen , kompletten KNOPPIX in LINUX einsteigen zu können
- Weil er kein IT-Fachmann oder Software-Experte ist oder nicht binär denken kann
- Weil er den Computer bisher als Werkzeug und weniger als Lebensaufgabe angesehen hat
- Weil er (je nach Geburtsjahr) keinen ZX-Spektrum, C64 oder Ähnliches/Nachfolger im Laufställchen gehabt hat , und deshalb nicht mit einem Rechner besser umgehen kann als mit einem Rechen
- Weil er noch Familie, Kinder, Arbeit oder ähnliche Verpflichtungen hat, und bisher sein Leben nicht umgestellt hat.
- Weil er es sich einfach mal einfach machen wollte
- Und weil er noch nicht das große magische Buch mit den sieben Siegeln gefunden hat , wo die ganzen Befehle und geheimen Zaubersprüche drin stehen
- Weil Knoppix , oder besser , Distris wie DEBIAN, das man sich ja denn vielleicht mal nachbauen will weil KNOPPIX ja nur ein LIVE-System ist , nicht in kleinstädtischen Volkshochschulen als Seminar angeboten wird.

A B E R auch
- Weil er nicht soviel Englisch in Wort & Schrift beherrscht, daß ich sich in den richtigen Plattformen über die richtigen Distributionen mit den dortigen Programmierern , Entwicklern oder sonstigen Fachleuten fachsimpeln kann. (leider ist ab einem bestimmten Nivea kein sinnvoller Zugang mehr für Anfänger & Unwissende gegeben)
- Weil er sich auch zuhause an seinem eigenen Rechner "wie ZUHAUSE" fühlen will, trotz allen PRISMA und "Citizen-Spy"
- Weil er mit sich mit KNOPPIX irgendwo in Ruhe und ohne Zwang auseinandersetzen will, und nicht "Learning by doing" wie ein Mensch ohne Dach über dem Kopf
- Mein Haus , mein Garten, mein Rechner, meine Betriebsoberfläche ! ohne Sparkasse !

Das sind in erster Linie so meine Gedanken zu KNOPPIX.
Wie geschrieben , weil ich dachte über Knoppix aus dem Fenster nach Linux umzusteigen, ohne mein Leben auszusetzen und eine neue Lehre anzufangen.

Ich zuckel hier auch mit Knoppix rum, oder auch mit Windows 7 oder NT .
Ist halt schei......, schlecht , wenn man nicht auskennt.
Was nicht geht , geht nicht .... Pech gehabt.
Mit meinem Kram auf dem Stic in der Weltgeschichte rumzuckeln und dort einstecken wo ich mal gerade "meinen Hut hinhäng" klingt zwar wie Udo Lindenberg im Nachgesang auf seine besten Zeiten , aber der hat auch seine Hotelsuite fest(!) gemietet, fast wie eine Eigentumswohnung.
Auch wenn ich es so machen würde, dann will ich trotzdem auch was Eigenes, wie einen Porsche (denn man aus der Tiefgarage klauen kann).

... oder so ...

5

Gestern, 14:21

dabei muss ich immer ein wenig schmunzeln, wenn ich, als jemand, der gar kein GNU/Linux nutzt, dazu was sagen möchte.

Also.
So sollte man keinesfalls anfangen, weil sich dann der Gesprächspartner direkt herabgesetzt fühlt. Nunja, kann mir zwar egal sein, aber darum geht es mir genau nicht. Da ist niemand höher oder tiefer oder besser oder schlechter. Im OpenSource-Umfeld arbeiten alle zusammen und helfen sich gegenseitig. zumindest im Idealfall. Und so schafft eine lose Gemeinschaft unglaublich viele Lösungen. Wirklich unglaublich viel.
Vermutlich fängt genau da das Problem für einen Umsteiger an.
Die erste Hürde ist es, zu verstehen, wie das System aufgebaut ist und funktioniert und woher eigentlich die bekannte SW kommen soll und installiert werden kann.
Die zweite Hürde ist dann, aus dem erst mal entdeckten, überwältigenden Angebot das Passende zu wählen und nicht schon sofort mangels Überblick die Flinte ins Korn zu werfen.

Distributionen stellen einen Pool an SW zusammen, der leicht für einen Anwender zu benutzen ist.
Außerdem sorgen sie sich um das Erfüllen von Abhängigkeiten, auch bei Updates, für die es wiederum Automatismen gibt.
Deshalb ist IMMER eine Distribution die erste Wahl, wenn man ein System "fest" installieren will.
So wirklich fest kann das natürlich nicht sein, gerade in der Orientierungsphase muss man mehrere Dinge probieren.
Nun wird aber damit vielleicht auch gerade einem neuen Anwender übel, weil er sich ja für eine aus vielen Distributionen erst mal entscheiden muss und da kommt evtl die gleiche Überforderung zum tragen.

Aus unterschiedlichen Gründen empfehle ich deshalb jedem Einsteiger immer UBUNTU.
Nicht, weil ich es selbst benutze oder weil ich es durchweg und überhaupt so super toll finde.
-es gibt wirklich jede Menge SW
-es ist einfach zu bedienen
-es gibt ein gutes Wiki (auf Deutsch)
-es gibt ein Support-Forum (auf Deutsch)

-es gibt FLAVORS
ein Gedanke mit Ubuntu war einst, zu jedem Problem genau eine SW zu liefern und nicht drei Brennprogramme oder Texteditorn und so weiter. Und so bildeten sich dann um die einzelnen Desktop-Environments herum jeweils eigene Systeme. Also immer noch Ubuntu, aber eben mit eigener SW-Auswahl. Ich nenne nur mal einige wenige:
Kubuntu, mit KDE
Xubuntu, mit XFCE
Lubuntu, mit LXDE, was das ist, was bei Knoppix default erscheint.
und dann noch viel viel mehr andere.

Also :)
Nimm dir ein Lubuntu und installiere dir das.
Das wird dir schon relativ bekannt vorkommen zu einem Knoppix.
Dann nimm nicht die automatische Anmeldung, sondern melde dich immer vom DisplayManager aus an. Der bietet nämlich automatische Umschaltung an und du kannst zB statt dem Lubuntu (was default ist) auf LXDE umschalten und das selbst ein wenig umgestalten oder du kannst auf Openbox umschalten und dir damit dann nach und nach einen eigenen Desktop aufbauen.
Wenn du zusätzliche SW benötigst, sieh im Wiki nach, was es gibt und installier es einfach per Befehl oder per GUI.
Gefällt dir das mit dem LXDE doch nicht, installier einfach XCFE und/oder KDE und/oder GNOME2 oder etwas ganz exotisches und lies im Wiki und spiel damit und konfiguriere es und lerne das System besser kennen.
Du kannst jeweils beim Anmelden wechseln und wieder zurück nach LXDE oder so.

Irgendwann hast du die Programme gefunden, die du haben möchtest und weißt auch, wie man die einstellt.
Dann kannst du, wenn du das möchtest, mit diesem Wissen eine schmalere Distribution nehmen oder eine, die irgendwas anders macht, das dir besonders gut gefällt. Aber, du wirst sehen, dass du dann wahrscheinlich gar nicht mehr von Ubuntu weg möchtest.

6

Heute, 11:16

Ich wollte schon einen Post mit der Überschrift "Ich will aber jetzt mein Knoppix !!! Rabäääh-Protz ! " hier druntersetzen.

Naja, hier (im Forum) scheint man rauslesen zu können , daß ziemlich alle Linux-Oberflächen irgendwie miteinander verwand sind.
Zu einem Ableger von UBUNTU als Lösung der Probleme hier, hatte ich da als letztes gedacht .
Ich bin eher der Meinung, UBUNTU ist eine Lösung für Nutzer , die eine Betriebsoberfläche aus der Reihe "Get it and forget it" wünschen.
Also draufgespielt und dann keine Gedanken mehr machen.

Wenn ich nicht mal Programme brauchen werde , die nicht alltäglich sind, würde ich hier nicht mit Knoppix oder Debian rumirren.

Für die vielgewünschten Anwendungen von etwas Büro, Chat, Social-Media/Internet zu Musik, Video & Streaming bietet Ubuntu alles und aktuell an.
Und Updates kann man auch wie von selbst einstellen.
Ich hatte wohl ein 14.nochwas getestet und mich danach gefragt, warum sich noch jemand den Akt mit Windows 10 macht.
Persönlich fand ich die Nähe zu Amazon und ähnlichen Großkonzernen nervig, aber ich traue manchen Menschen in meinem Bekanntenkreis zu , ihr Gemüse noch bei Amazon zu bestellen ... =8-O
Gut bei Microzoff bezahlt man über die Verkäufe die Leute , die ein fertiges vorgekautes Programm mit Support & Service verkaufen müssen.
Aber ich hatte schon immer Leute gekannt , die mit irgendwelchen Raubkopien und halbseidenen Windows-Cracks rumagiert haben.
Also zusätzlich noch etwas Illegalität zu den Halb- & Fehlfunktionen.


Ich wollte mal was mit Debian10 anfangen oder Knoppix als CD-Größe installieren und dran rumbasteln.
Die Leute hier sind ja wohl aus irgendwelchen gleichen Gründen wie ich zu KNOPPIX gekommen !
Mal abgesehen von LIVE-Distri (ich ja eher weniger), vor allem weil es allgemein ansprechend ist und dann noch alles drin ist.
Also wäre das ein Ausgangspunkt und Parameter für andere Empfehlungen.

Aber wenn du sagst, man kann bei LUBUNTU viel lernen .

Oder hat da noch jemand andere Vorschläge ?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Polfi« (Heute, 11:34)


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Heute, 13:26

Wenn ich nicht mal Programme brauchen werde , die nicht alltäglich sind, würde ich hier nicht mit Knoppix oder Debian rumirren.


Aber wenn du sagst, man kann bei LUBUNTU viel lernen .


Da liegst du vollkommen falsch.
Am Anfang ist Linux, das von einigen wenigen Menschen in der Welt entwickelt wird. Das ist nur der Betriebssystem-Kernel und seine Module, die Treiber (die nicht alle von den wenigen Menschen entwickelt werden, aber für den Kernel freigegeben werden).
Darauf kommt eine Schicht, die ich die "Ausführungsschicht" nenne. Von wenigen Ausnahmen abgesehen findet sich hier entweder busybox oder GNU mit Linux. busybox is niedlich klein und sehr gut für Embedded Systeme geeignet, wie DVD-Player, Sat-Receiver und solche Dinge, die nicht wirklich ein PC sind. Auf PCs kommt eigentlich immer ein GNU zur Anwendung. Knoppix benutzt busybox und startet damit sein Live-System.
Debian nimmt Linux und GNU und macht daraus Debian-GNU/Linux. Es steuert eigene Entwicklungen bei und hier ist vor allem das Paketmanagement-System zu nennen. Das ist, womit man SW leicht installieren kann.

Knoppix nimmt Debian-GNU/Linux und basta.
Es baut nur das Live-System drum herum und ändert einige Eintäge zu den Paketquellen, nicht mehr.

Ubuntu nimmt Debian-GNU/Linux, benutzt das Paketmanagement-System, erweitert den Kernel, stellt erweiterte Pakete zur Verfügung und pflegt diese auch über eine vernünftige Zeit. Es gibt deutlich mehr fertige Pakete für Ubuntu, als für Debian. Wer zusätzliche SW braucht, findet die viel eher bei Ubuntu, als bei Debian.

Egal, welches GNU/Linux.
Darauf läuft bei einem Desktop-System eine Grafik und das ist heute immer noch X, aber es kommt Wayland. Beides gibt es bei Ubuntu und bei Debian. Beides kommt nicht von denen, die benutzen beide die gleichen Quellen.
Darauf laufen Anwendungen, wie etwa die Desktop-Environments. LXDE, XFCE, GNOME, KDE, wie sie alle heißen, kommen auch weder von Ubuntu noch von Debian und schon gar nicht von Knoppix.
Darauf wiederum laufen Anwendungen, wie etwa libreOffice oder Firefox und auch diese kommen nicht von Debian oder Ubuntu, sondern beide benutzen die gleichen Quellen. Und alle anderen freien Systeme ebenfalls.

Um ein Debian zu installieren, gibt es vorbereitete Flavours (wie bei Ubuntu auch) oder man kann es auch minimal installieren und dann den Rest nach und nach hinzu nehmen (wie bei Ubuntu auch). Nur ist Ubuntu klüger gemacht, also besser für den Endanwender vorbereitet, denn hier kann ich bequem ein LXDE und ein KDE einbauen und zwischen den DEs wechseln. Das kann bei Debian schief gehen, wenn man nicht weiß, was man macht. Es geht bei Knoppix nicht schief, weil man es nicht gleichzeitig kann, sondern vor dem Booten wählen muss, welches DE man haben möchte.

Debian hat eine sehr gute Dokumentation, die aber für Einsteiger schwierig zu lesen und zu interpretieren ist.
Ubuntu kommt sehr viel begreiflicher daher und führt sehr viel direkter und einfacher zum Erfolg. Es ist weniger beschränkt, als Debian, bietet ein größeres Angebot an direkt zugänglicher SW. Also kurz, alles, was man mit Debian machen kann, geht mit Ubuntu auch und noch viel viel mehr.

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