22.09.2018, 12:11 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Anonymous

unregistriert

1

27.09.2005, 21:09

Nach apt fehlt KDE

Nachdem ich knoppix 4.0 auf die Platte installiert habe lief das System einwandfrei. Ein anschlie?endes apt-get upgrade mit den orginal sources.list Eintr?gen hat jedoch das System v?llig durcheinander gebracht. Als kdm findet sich ein debian xdm wieder. KDE finde ich nicht mehr, stattdessen wird iceWM gestartet. Wieso entfernt apt bei einem upgrade die kde-base? Mu? ich unter Umst?nden die Eintr?ge in der sources.list ab?ndern ?
F?r eure Hilfe vielen Dank

Gru?
Michael

2

29.09.2005, 10:57

Hallo,

ich moechte die Schilderungen von Michael mal zum Anlass nehmen,
um ein wenig zu "philosophieren"...

Ich frage mich, wer ist eigentlich dafuer verantwortlich, dass es zu
solchen Szenarien kommt?

Klaus Knopper, Fabian Franz und Konsorten, weil sie ein "Produkt"
(LiveCD/DVD incl. knoppix-installer) ausliefern, das ganz offensichtlich
unausgereift ist?
Natuerlich steht in der Knoppix Nutzungsvereinbarung "DIES IST
EXPERIMENTELLE SOFTWARE...", aber machen es sich die EntwicklerInnen
damit nicht zu einfach? Ist eine solche Vereinbarung ein Freibrief,
beliebiegen "Schrott" auf den Markt zu werfen, der nicht mal einfachste
Basics wie z.B. ein "apt-get upgrade" beherrscht?
Als EntwicklerIn hat man doch einen Ruf zu erlangen (oder zu verteidigen)
und sollte doch einen gewissen Anspruch an seine Arbeit stellen, oder
nicht?

Die Knoppix-Gemeinde, die Druck macht, dass doch gefaelligst auch
eine Installation auf Festplatte moeglich sein muss und so Knoppix nicht
als das akzeptiert, als was es konzipiert wurde: als LiveSystem?
Fuehrt dieser Erwartungsdruck nicht dazu, dass die EntwicklerInnen
vorschnell Dinge freigeben, obwohl die noch nicht ausgereift und
wenigstens grob getestet sind?

AnwenderInnen wie Michael, die erst mal machen ("apt-get upgrade mit
den orginal sources.list Eintr?gen hat jedoch das System v?llig
durcheinander gebracht") und dann erst den Verstand einschalten ("Mu?
ich unter Umst?nden die Eintr?ge in der sources.list ab?ndern?")?

MeinungsmacherInnen, die in Zeitschriftenartikeln, Foren, Mailinglisten
usw. immer rumtoenen, dass Linux, Knoppix, Debian im Allgemeinen und
das Package-Management im Besonderen total einfach ist? Ein Befehl
und alles laeuft wie von selbst.
Sollten die nicht ehrlicher sein und eingestehen, dass es intensiver
Beschaeftigung bedarf, um die komplexen Zusammenhaenge zu
begreifen und dass das nichts fuer Unbedarfte ist?

Sollten wir hier im Forum nicht auch staerker die Position vertreten:
AnfaengerInnen sollten Knoppix (erstmal nur) als LiveSystem verwenden,
um erste Erfahrungen mit Linux zu machen und (erstmal) die Finger von
Sachen wie einer Festplatteninstallation lassen? Wer dann spaeter mehr
will, muss Zeit investieren, um sich in gewissen Grundlagen einzuarbeiten.

Tschuess
Karl

Anonymous

unregistriert

3

29.09.2005, 14:24

Wow, starke Worte! Die ?berlegungen an sich finde ich gut. Einiges davon trifft sicher auch zu (Ungeduld + fordernde Grundhaltung seitens der User -> fraglich stabiles System; herunterspielen von Anforderungen etc.), aber mit folgendem bin ich nicht so ganz einverstanden:

Zitat

AnwenderInnen wie Michael, die erst mal machen ("apt-get upgrade mit
den orginal sources.list Eintr?gen hat jedoch das System v?llig
durcheinander gebracht") und dann erst den Verstand einschalten ("Mu?
ich unter Umst?nden die Eintr?ge in der sources.list ab?ndern?")?


Wenn die default-Einstellungen so viel zulassen, da? man sich damit das System zerschie?t, dann taugen sie nichts. Meiner Ansicht nach sollten Defaults so restriktiv sein, da? man damit nichts kaputt machen kann, zu dem Preis, da? man f?r manche zus?tzlichen Funktionen eben konfigurieren mu?. Das zeigt aber dann, da? man sich (zumindest beginnend) mit der Materie auseinander zu setzen bereit ist. Im Falle von apt-get upgrade w?re vielleicht ein Warnhinweis vonn?ten, in dem dann nochmal verdeutlicht wird, da? f?r ein upgrade - im Gegensatz zum update - eben ?nderungen an der sources.list erforderlich sind.

Vielleicht bin ich aber noch zu sehr Windows-konditioniert in meiner Denkweise? (Und wenn - trifft das nicht auf die meisten Umsteiger zu? An die richtet sich doch Knoppix prim?r.)

4

29.09.2005, 21:07

Hallo Karl,

das sehe ich nicht ganz so. Zun?chst gilt f?r mich "never touch a running system". Desweiteren kann ich, wenn ich solche Pannen (fast) vermeiden
m?chte ein debian benutzen. Dort ist eben alles mehr getestet.
Knoppix oder Kanotix oder.. zeichnet doch gerade aus, da? sie sehr aktuell sind und vieles im Beta-Stadium.
Aber selbst dann: home in eine eigene Partition und zur Not (ohne viel Erfahrung) neu installiert. Schau in die Post?s von fendi als Beispiel :wink:

Gruss Guido

5

01.10.2005, 16:18

Ich hab' ja immer davon abgeraten, Knoppix auf Platte zu installieren, nachdem ich eine handvoll genau solcher Berichte gelesen habe. Ich haette nichts dagegen, wenn das sowas wie eine einheitliche Linie im Forum wuerde...

Bephep

Fortgeschrittener

Beiträge: 466

Geschlecht: Männlich

6

01.10.2005, 23:51

Da kann ich Karl nur zustimmen,da gibt es bei Knoppix eine Menge Bugs die man beim testen gefunden h?tte.
Vielleicht wird es besser den die neue CD ist nach der Aussage der Knopper Side sp?ter gekommen weil erst noch Bugs gefixt wurden.

Knoppix auf der Festplatte ist bei mir normal,ich habe mehrere Box Versionen von SuSE,Red Hat und Mandrake.Aber mir gef?llt Knoppix sehr gut, das haut einem die Festplatte nicht so voll.

Aber als normal User der nur mal Knoppix installieren will h?tte ich aufgegeben.

7

02.10.2005, 13:33

Zitat von »"schock"«


AnwenderInnen wie Michael, die erst mal machen ("apt-get upgrade mit
den orginal sources.list Eintr?gen hat jedoch das System v?llig
durcheinander gebracht") und dann erst den Verstand einschalten ("Mu?
ich unter Umst?nden die Eintr?ge in der sources.list ab?ndern?")?

MeinungsmacherInnen, die in Zeitschriftenartikeln, Foren, Mailinglisten
usw. immer rumtoenen, dass Linux, Knoppix, Debian im Allgemeinen und
das Package-Management im Besonderen total einfach ist? Ein Befehl
und alles laeuft wie von selbst.
Sollten die nicht ehrlicher sein und eingestehen, dass es intensiver
Beschaeftigung bedarf, um die komplexen Zusammenhaenge zu
begreifen und dass das nichts fuer Unbedarfte ist?


Dazu wuerde ich ganz eindeutig sagen, dass den User da keinerlei Schuld trifft. Wie im Absatz drauf ist es ja wirklich so, dass Debian immer sehr gelobt wird wegen des einfachen Paketsystems und der Moeglichkeit, im laufenden Betrieb von einer Version auf die naechste updaten zu koennen. Stimmt fuer ein "reines" Debian ja auch. Als Knoppix-Neuling kann man einfach nicht wissen, dass Knoppix in der Hinsicht kein "reines" System ist.

Ich wuerde aber auch den Leuten keinen Vorwurf machen, die das Debian-Paketsystem loben. Egal welche Software man einsetzt, man kann sie immer irgendwie konfigurieren, dass es nicht mehr trivial ist. Ob das ein Paketsystem ist oder iptables-Regeln, kompliziert geht's immer ;)

Ich wuerde mir da nur manchmal wuenschen, dass die Leute bei allem Lob etwas spezifischer waeren. Ich kann schon gar nicht mehr zaehlen, wie oft ich den Satz "DEB ist RPM weit ueberlegen" gelesen habe. In 9 Jahren hab' ich da immer noch keinen nachvollziehbaren "Beweis" fuer gesehen. Ich denke, es ist einfach nur gemeint, dass das vorkonfigurierte apt bei Debian komfortabler ist als z.B. Yast bei SuSE. Es gibt andere Tools wie apt4rpm, urpmi und yum, die im wesentlichen das gleiche leisten. Mit RPM als Backend. Zugegebenermassen gibt es bei Debian deutlich mehr offizielle Binaerpakete als z.B. bei SUSE. Und das Upgraden funktioniert besser. Aber das ist in meinen Augen beides kein Beweis dafuer, dass DEB besser ist als RPM. Die Organisation/das Angebot bei Debian ist vielleicht besser, aber das muss nicht an der Technik liegen (kommerziellen Distributionen wuerde ich unterstellen, dass sie lieber eine neue Box verkaufen als ein reibungsloses Update im laufenden Betrieb zu ermoeglichen).

Anonymous

unregistriert

8

21.11.2005, 12:55

Hallo zusammen,
hat jetzt Michael sein Problem gel?st? Das interessiert mich , weil ich das gleiche habe: apt-get dist -upgrade und kein KDE mehr zu starten. Gnome
ist zwar ganz nett, aber ich m?chte z.B. k3b benutzen, das ich nicht (mehr) finde. Auch die Desktopeinstellungen sind - f?r mich - nicht so leicht zu erstellen wie in KDE. Also wie komme ich wieder auf KDE?
Danke & Gru?
hero

Linux HardwareLinux Computer & PCs | Linux Notebooks & Laptops | Geek Shirts | Geek und Nerd Shirt Shop