16.10.2021, 04:45 UTC+2

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lino

Fortgeschrittener

1

12.10.2021, 17:03

Linux auf ein frisches System installieren - 300 GB SSD und Festplatte: 500 GB HDD

Hallo und guten Abend



ich hab einen Desktop auf dem im Mom. noch windows läuft. Ich will hier aber Linux ( MX-Linux ) draufpacken.
M.a.W. Windows kpl runterwerfen u. dann mit Linux von Grund auf installieren.


wie würdet ihr hier vorgehen.


Die Ausstattung: die Daten die ich bis jetzt schon sicher sagen kann ( noch hab ich nicht alle )

als CPU - ein Ryzen 3 2200g
und als Gehäuselüfter: ein be quiet!
als Netzteil: be quiet! mit 600 Watt


dann noch
Festplatte: 300 GB SSD
Festplatte: 500 GB HDD
als CPU-Kühler: be quiet!
das Mainboard: AS Rock A320-M
und die RAM: 8GB DDR4
GPU: R9 380
Pc Tower: be quiet! gedämmt


Die Frage ist die - ich denke dass ich auf die SSD Linux als OS drauf installiere.
Die 500 er Platte - die nehme ich als Datenplatte... - oder!?


Wie würdet ihr hier vorgehen!?

Viele Grüße Lino :)

klaus2008

Meister

Beiträge: 2 810

Geschlecht: Männlich

2

13.10.2021, 09:51

Hallo!

Auf der Festplatte (HDD) könnten mehrere Partitionen eingerichtet werden: home, local und eventuell noch opt. Dann musst Du entweder beim Setup diese Partitionen unter /home bzw. /usr/local bzw. /opt in das Dateisystem einbinden. Falls das Setup diese Anpassung nicht anbietet, könnte man vor dem ersten Start des frisch installierten Systems diese Amnpassungen unter Verwendung eines Live-Systems diurchführen (fstab anpassen).

Wenn fast keine swap-Partition benötigt wird, weil genügend RAM eingebaut wurde, kann auch die swap-Partiiton auf der HDD liegen.

In jedem Fall sollte man darauf achten, dass das System auch bei Abwesenheit der HDD noch startfähig ist. Wenn die Daten nur auf der HDD landen sollen, muss beispielsweise bei der Installation einer Datenbanksoftware darauf geachtet werden, dass die Datenbank auch auf der HDD liegt. Am einfachsten gelingt dies, wenn die Datenbank unter einem eigenen Benutzerkonto läuft und alle Datendateien in dessen Benutzerverzeichnis liegen.

Gruß
Klaus

3

13.10.2021, 13:03

ich hab einen Desktop auf dem im Mom. noch windows läuft. Ich will hier aber Linux ( MX-Linux ) draufpacken.
M.a.W. Windows kpl runterwerfen u. dann mit Linux von Grund auf installieren.


wie würdet ihr hier vorgehen.


du wirst dein MX-Linux wohl schon etwas besser kennen und eine Vorstellung haben, wie groß der Platzbedarf ist.
Ich selbst kenne kein System, das nicht vollkommen bequem auf 300G unter kommen würde und dabei noch jede Menge Platz übrig hätte. Deshalb ist es für mich keine Frage, dass ich mein System vollständig (inklusive SWAP) auf die SSD legen würde.
Die Performance von SSD ist dramatisch viel besser, als gegenüber der HD.
Für SSD nimmt man nur Dateisysteme, die TRIMM können und für Linux ist das heute afaik ext4fs oder BTRFS. Meine Vorliebe geht Richtung BTRFS, mit Kompression eingeschaltet und entsprechend gemounted. BTRFS hat neben Kompression auch weitere Vorteile, wie schnelle Snapshots des Systems und es ist ein CoW Dateisystem mit Prüfsummen und somit ohne Daten-Verrottung. Persönlich habe ich nicht viel Erfahrung damit, weil ich auf meinen Systemen ZFS nutze und davon ein FAN bin. ZFS gibt es auch für Linux, da müsste man mal nachlesen, wie das denn geht. BTRFS geht jedenfalls und kommt ZFS schon ziemlich nahe.

Für die HD ist das weniger kritisch, aber auch hier würde ich ein Dateisystem mit Kompression nehmen und damit wäre BTRFS auch hier meine Wahl.
Mit BTRFS kann man sogenannte Datasets anlegen, was viel besser ist, als herkömmliche Partitionen zu benutzen. Sodann kann man zB Snapshots syncronisieren, also mit einem einfachen Befehl ein komplettes (oder teilweises) Backup seines Systems von der SSD auf ein Dataset der HD machen. Das wäre mir sehr viel wichtiger, als irgendein Datengrab zur Verfügung zu haben, das ich dann mit der Zeit füllen kann.

Weg der Performance-Unterschiede würde ich auch "Daten" primär auf der SSD halten und nur solche auf HD auslagern, die seltener benutzt werden.

Beiträge: 1 105

Geschlecht: Männlich

4

13.10.2021, 22:30

Hallo lino.
Technisches Fragen und Tipps zur Lösung folgen nach meiner
WARNUNG!!!
Ich hatte Dez.2019 bis Mai.2020 einen HP-Laptop mit Win10.
Dieses Win10 hat mich mit seiner Blödheit ständig genervt.
Im Jan.20 installierte ich EVI damit ich Knoppix und Ubuntu über USB benutzen kann.
02.20 wollte ich dieses sch. Win10 runter haben und hatte Knoppix 8.6.1 HD auf sda2 Installiert. Auf sda1 war FAT32 EVI.
sda2 NTFS hatte ich gelöscht und für Knoppix Resierfs eingerichtet um es dort zu installieren.
Hat auch gut Funkioniert bis Mai.20
Bis zu dem Tag als ich den Laptop einschalte und einen Black-Screen hatte und das nicht nur einmal.
Ich hatte wahrscheinlich den UEFI CMOS verbrannt mit meinem Linux EFI

Ich will hier aber Linux ( MX-Linux ) draufpacken.

Ist dein neuer Lappy von HP mit UEFI?
Ist die Interne Festplatte sda NTFS?
Wenn Du beide Fragen mit ja beantworten kannst rate ich dir INSTALLIERE DORT KEIN KNOPPIX!
Wenn der Hersteller nicht HP ist kann dein Vorhaben Funktionieren muss aber nicht.
Ich an deiner Stelle wäre da sehr Vorsichtig und würde keine Experimente Riskieren.

Die Festplatte sda wird dann gelöscht und neu eingerichtet, Partitioniert und Formatiert.
Was mit dem CMOS passiert weiß ich nicht.
Dann lebt der Rechner nicht mehr lange wie bei mir der HP.

Ich Empfehle.
Installiere EFI auf diesem Rechner von Windows damit Du Knoppix über USB nutzen kannst. Dann Startet der USB automatisch wenn die Bootreihenfolge USB/HDD eingestellt ist.
Auch ohne EFI Installation kannst Du diesen Stick Starten mit Taste F11 EFI/USB

Beiträge: 1 105

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5

13.10.2021, 22:47

Ein kleiner Scherz von mir
„Knoppix ist keine Freeware für 30 Tage“

lino

Fortgeschrittener

6

14.10.2021, 15:24

Hallo Klaus, hallo Pit, hallo Ubuntuli, :)

vielen Dank für Eure Rückmeldungen - freue mich von Euch zu hören!

Zitat


Wenn fast keine swap-Partition benötigt wird, weil genügend RAM eingebaut wurde, kann auch die swap-Partiiton auf der HDD liegen.


Ja, da muss ich mal schauen.

Zitat


In jedem Fall sollte man darauf achten, dass das System auch bei Abwesenheit der HDD noch startfähig ist. Wenn die Daten nur auf der HDD landen sollen,
muss beispielsweise bei der Installation einer Datenbanksoftware darauf geachtet werden, dass die Datenbank auch auf der HDD liegt.


Danke für den Tipp mit dem Sysetm u. der möglicheriweise abwesenden HDD: das ist ein sehr guter u. wichtiger Hinweis!!!


Zitat


Ich selbst kenne kein System, das nicht vollkommen bequem auf 300G unter kommen würde und dabei noch jede Menge Platz übrig hätte. Deshalb ist es für mich keine Frage, dass ich mein System vollständig (inklusive SWAP) auf die SSD legen würde.
Die Performance von SSD ist dramatisch viel besser, als gegenüber der HD.


Das denke ich auch. Deshalb kommt das Betriebsystem auf die SSD.

Zitat


Für SSD nimmt man nur Dateisysteme, die TRIMM können und für Linux ist das heute afaik ext4fs oder BTRFS.
Meine Vorliebe geht Richtung BTRFS, mit Kompression eingeschaltet und entsprechend gemounted.
BTRFS hat neben Kompression auch weitere Vorteile, wie schnelle Snapshots des Systems und es
ist ein CoW Dateisystem mit Prüfsummen und somit ohne Daten-Verrottung. Persönlich habe ich nicht viel Erfahrung damit,
weil ich auf meinen Systemen ZFS nutze und davon ein FAN bin. ZFS gibt es auch für Linux, da müsste man mal nachlesen,
wie das denn geht. BTRFS geht jedenfalls und kommt ZFS schon ziemlich nahe.



An ext4fs oder BTRFS habe ich auch gedacht - während BTRFS etwas aufwändiger in der Handhabung ist.

Zitat


Für die HD ist das weniger kritisch, aber auch hier würde ich ein Dateisystem mit Kompression nehmen und damit wäre BTRFS auch hier meine Wahl.
Mit BTRFS kann man sogenannte Datasets anlegen, was viel besser ist, als herkömmliche Partitionen zu benutzen. Sodann kann man zB Snapshots
syncronisieren, also mit einem einfachen Befehl ein komplettes (oder teilweises) Backup seines Systems von der SSD auf ein Dataset der HD machen.
Das wäre mir sehr viel wichtiger, als irgendein Datengrab zur Verfügung zu haben, das ich dann mit der Zeit füllen kann.


Das mit den BTRFS hört sich aufs Ganze gesehen echt gut an - ich hab mich (leider) bis Dato noch nicht in BTRFS eingearbeitet
und habe es daher auch nicht so leicht, die Features zu nutzen, also die Datasets anzulegen - und damit besser dran zu sein als mit den herkömmlichen Partitionen
Ich sollte mich noch einarbeiten in BTRFS.

Zitat

Zitat



Ist dein neuer Lappy von HP mit UEFI?
Ist die Interne Festplatte sda NTFS?
Wenn Du beide Fragen mit ja beantworten kannst rate ich dir INSTALLIERE DORT KEIN KNOPPIX!
Wenn der Hersteller nicht HP ist kann dein Vorhaben Funktionieren muss aber nicht.
Ich an deiner Stelle wäre da sehr Vorsichtig und würde keine Experimente Riskieren.


Es ist ein Desktop. Ich muss noch sehen was die interne Festplatte genau ist. Mit UEFI hatte ich auch schon echt irre Sachen erlebt.
Ich werde mal nachsehen was für eine Festplatte da genau drinne ist. Ferner werde ich noch mehr über die Hardware rauskriegen. Also M.a.W. ich guck was da alles genau drinne ist in dem Rechner. Das mache ich auf jeden Fall.

Zitat


Die Festplatte sda wird dann gelöscht und neu eingerichtet, Partitioniert und Formatiert.



Grundlegend: ich hab einen bootfähigen USB-Stick mit einer Installations-image

von dem aus boote ich dann das (Live-)System und gehe dann damit durch den Installationsprozess. Ich installiere das Betriebsystem auf die SSD
Auf der SSD sollte ich dann die folgenden Partitionen einrichten:

zunächst geht es darum die Root-Partition einzurichten: Diese kommt auf die SSD

root:
Größe: min 60-80GB
Type: Primary
Fileystem: ext4 (Journaling file system)
Mount Point: /
swap (optional - vgl. unten)
Größe: vgl. mehr dazu unten.
Typ: Log

Also hier zur Einrichtung der Root-Partition:

root-Partition:
- set/create '/' root partition durch Klicken auf die SSD
- 'Neu', wennn die Platte noch einen neuen (also sozusagen einen "unallocated") Space hat, oder eben 'Ändern', wenn man eine bereits existierende Partition auf der SSD verwenden will;
- im pop-up Fenster, welches dann danach erscheint: einfach ein file system auswählen - und dann den Set-Create-Prozess anstoßen mit

Home-Bereich:
- Einrichten der '/home' partition wärend/indem ich auf das HDD-sysmbol gehe
- 'Neu' auswählen wenn da noch freier (also sozusagen einen "unallocated") space vorhanden ist, oder eben 'Ändern', wenn man eine bereits existierende Partition auf der HDD verwenden will;
- im pop-up Fenster, welches dann danach erscheint, die Formatierungsfrage klären: file system 'ext4', 'mount point' = '/home'

Swap-Bereich:
- Einrichten der Partition ->SSD
- 'Neu'auswählen, wennn die Platte noch einen neuen "unallocated" Swap Platz hat
- 'Ändern' auswählen, wenn man einen bereits exislierenden Bereich auf der SSD hat!?
- in dem pop-up dann auswählen: "format file system" beziehungsweise 'use for swap'


Dann ganz wichtig: in der Grub-Install noch mitteilen, dass root von unserer SSD ist, also etwa so: 'sda' oder,....usw. usf.

...und hier noch noch etwas zu den Größen: Auf der SSD sollte ich dann die folgenden Partitionen einrichten:

swap-Bereich
home: ....
Größe: der Rest ...
Type: log
ext4 (Journaling file system)
Mount Point: /home

c. dann die HDD-Festplatte so einrichten, dass sie automatisch mounted
das kann ich ggf. auch mit einem gnome-tool mache (terminal - Ctrl+Alt+T, : sudo gnome-disks dann weiter mit password).

Auswahl der HDD, -> "Auswahl und Einrichten der Mount Optionen...", -> "Mount at system startup" und dann einen Mount-Point auswählen:

(z.B.

Quellcode

1
 /mnt/sda2 oder auch: /media/user/DATA).



d. Link ~ (/home/user) Media-Ordner für HDD für den einfachen Zugang:
Es gibt dann ein paar Media-Ordner in dem ~ Ordner, welche auf der HDD dann sind.

Diese können - wenn man sie erreichen will, dann ggf auch einfach als /home/user, auf die HDD gelegt werden. Oder eben mit Ordnern arbeiten - welche über Symlinks verbunden sind.

Quellcode

1
ln -s /mnt/sda3/Arbeitsordner ~/Arbeitsordner



Also Klaus, Pit und Ubuntuli - euch noch einmal vielen vielen Dank für Eure vielen Tipps,
ich werde mich in der kommenden Woche mal dran machen.


Viele Grüße, Lino
:)

7

14.10.2021, 16:22

warum willst du eine eigene Partition für /home?

Das automatische Einbinden von internen Medien erledigt man gewöhnlicherweise einfach in der /etc/fstab

lino

Fortgeschrittener

8

14.10.2021, 17:53

Hallo und guten Abend pit, :)


vielen Dank für Deine Rückmeldung. Du hast Recht. Eine explizite Home ist nicht notwendig. Ich kann das ja so machen, dass ich nach den vorausgehenden Schritten dann den Rest der Festplatte einer eigenen Partition für "/home" zu überlassen.

Beim MX-Installer ists glaub ich auch so (ganz) naheliegend:
Der Installer der der MX-Linux Installations-CD wird wohl bei der Festplattenpartitionierung als Standardeinstellung Vorschläge machen.
Hab das aktuell nicht in Erinnerung: aber das wird wohl so sein.

also - wir haben dann neben einer swap-Partition eine Partition für "/" mit nur wenigen GB einzurichten,
und den Rest der Festplatte einer eigenen Partition für "/home" zu überlassen.


Also, wenn man in der der Linux-Grundliteratur (Kofler, und co.) schmöckert, so findet man unterschiedliche Vorschläge
- jeder machts eben etwas anders -es gibt diesbezgl. eigentlich immer nur Empfehlungen.

Also - wenn wir ausgehen von der Verwendung der gesamten Festplatte - dann halt ich das für ein Ansatz:

-kleine boot-Partition (~ < 1 Gb)
-eine ziemlich große Root-Partition, dann darüber hinaus:
-große Daten-Partition: vor allen Dingen dann, wenn man auch Bilder/Videos/Musik oder anderes mehr archivierern will; und dann die
-home-Partition ( => große home-Partition swap - abh, vom installierten RAM )

Aber - beim letzten Schritt: Ich kann das hier dann ja der Einfachheit halber so machen, dass ich nach den vorausgehenden Schritten dann den Rest der Festplatte einer eigenen Partition für "/home" zu überlassen.


Zusatzfrage am Rande: Wo werden denn bei Virtualisierungen images/snapshots in der Grundeinstellung abgelegt - im home-Verzeichnis?


Vielen Dank für Deine Tipps & Hinweise.
By the way: bin sehr sehr froh hier in diesem tollen Forum zu sein - hier kann man so viele Themen besprechen. Einfach klasse. Euch allen vielen vielen Dank!!


Viele Grüße und einen schönen Donnerstagabend,
Lino :)

9

14.10.2021, 18:29

Festplatten-Partitionierung ist Quatsch!
SSDs zu partitionieren geradezu unsinnig!

Also, das mal nur so hingeworfen und entgegen dem, was viele Experten meinen und wollen.
Deshalb vielleicht ein wenig weiter gefasst oder besser gesagt eingeschränkt: wer nicht weiß, wieso er denn überhaupt Partitionen haben möchte, sollte sie gefälligst auch sein lassen!

Fast alle Gründe für viele Partitionen sind obsolete oder richten sich an echte Experten, Sysadmins, die wissen, was sie da wollen.
Wenn eine Platte (SSD) stirbt, sterben auch alle Partitionen mit ihr: so what?
Man kann natürlich Partitionen ein wenig speziell behandeln, aber wie gesagt: wer darüber nichts weiß, macht auch keinen Fehler, wenn er gleich gar keine nutzt.

Eine Ausnahme bildet der SWAP, weil das immer ein extra Bereich sein muss. Allerdings kann man auch hier eine Datei benutzen und muss gar nicht eine Partition wählen. Ein klein wenig schwierig wird es dann, wenn manche Distributionen noch heute ihre Hyernation im SWAP erledigen wollen, denn dann muss dieser auch entsprechend verfügbar sein und geladen werden können. Ich selbst benutze seit SSD keine Hybernation mehr und schauderte auch vorher stets ein wenig bei den möglichen Konsequenzen. Das System ist doch schneller von Null gebootet, als das saubere Aufwecken aus der Hybernation dauert.
Ob man überhaupt dann noch SWAP nutzen will, kann man sicherlich diskutieren (ich tue es nicht!), aber es ist jedenfalls viel einfacher anschließend den SWAP ab zu schalten, als zusätzlich eine Partition dafür an zu legen. Deshalb würde ich einfach nach alter Tradition einen SWAP auf SSD legen und 2x RAM groß werden lassen. (Nein, würde ich nicht, weil ich genug RAM habe und keinen SWAP nutze: ich empfehle dies dir).

Was SWAP angeht: wenn er da ist, wird er irgendwann auch genutzt. Wenn du dein System immer laufen hast, wird es irgendwann den SWAP benutzen, denn dazu ist der ja da (man kann natürlich die swappiness auch einstellen) und dann ist SWAP immer ein großer Performance-Verlust, besonders dann, wenn er auf langsamen Medien liegt.

Deshalb: nimm die SSD und beachte die HD gar nicht!
Lege dein System auf die SSD, nutze nach Möglichkeit BTRFS und wenn ext4fs, dann checke unbedingt, ob es auch TRIM gesetzt hat (ich glaube mit tunefs oder so).
Also eine Partition für SWAP (egal wo) und eine für das System mit einem Dateisystem deiner Wahl für / und fertig, außer, du hast einen EFI-PC und brauchst dann auch noch eine EFI-System-Partition in einem FAT. Dann sollte diese als erste liegen und kann klein bleiben, ich würde aber aus bestimmten Gründen 500MB nehmen und auch FAT32.
Also nochmal, wenn EFI:
100M leer
500M ESP in FAT 32
100M leer
Rest-Platz -SWAP -2x100M mit BTRFS oder ext4
100M leer
SWAP = 2x RAM
100M + Rest leer
und wenn das gefragt wird: GPT anstatt MBR als Partitions-Schema (wenn der PC nicht sehr alt ist und das nicht mehr kann, was mir nun vom Eingangsthread aber nicht so in Erinnerung ist).

Mach das erst mal und gehe auch nicht davon aus, direkt den großen Wurf zu landen. Man muss spielen, probieren und unter Umständen etliche Male neu installieren. Dabei lesen, aber auch eine eigene Meinung herausarbeiten. Das ist ja gerade das tolle an OpenSource-Systemen: dass jeder für sich seine Lösung finden kann.

Und dann, wenn das System für dich ausreichend gut funktioniert, kannst du in aller Ruhe die HD hinzu nehmen. Das ist ein Kinderspiel und braucht dich bei der Installation nicht weiter zu beschäftigen, als dass du grundsätzlich einen Plan für diesen Speicher haben solltest.

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10

Gestern, 03:57

Ja, da muss ich mal schauen.

Knoppix benutzt automatisch die größte Swap die es Findet. Auf meinen 64GB Stick ist die Swap 8 GB besser weil ich nie genau weiß wie groß ist der RAM bei dem wo ich hingehe um mit meinem Stick Daten zu Sichern oder das System wieder zum Laufen zu bringen.
Wenn ich den Stick bei mir einlege und Sterte benutzt Knoppix die Swap von meinem Rechner weil der Größer ist.
Wenn dein Interne RAM mindestens 32 GB ist brauchst Du eigentlich keine Swap.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ubuntuli« (Gestern, 04:08)


11

Gestern, 12:09

Knoppix benutzt automatisch die größte Swap die es Findet.


wenn das so ist, dann ist das genau eines der Dinge, die mich schaudern machen.
Angenommen, mein System benutzt den SWAP für die Hybernation oder stellt dort Crash-Dumps hin. Nun Boote ich ein zweites System und das nimmt sich einfach mal so diesen SWAP?
Das muss man wohl nicht weiter ausführen, um direkt zu sehen, welche Verwirrung da geschaffen werden kann.

Oder: ich schalte aus, meinetwegen durch Stromausfall und der SWAP ist noch gefüllt und kann nun von außen eingesehen werden und genau dort (also in RAM und SWAP) werden dann die Passworte gespeichert, die ich eben benutzt hatte. RAM ist gut, der ist flüchtig, aber der SWAP könnte nun ja ausgelesen werden.

das System von lino hat 8GB RAM und das ist nicht üppig.
Auch deshalb hatte ich ihm ja schon geraten, einen SWAP auf der SSD anzulegen.

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12

Gestern, 14:35

Seit 2009/10 Interessiere ich mich für Linux. Geschichte, Aufbau, Funktionen. Ich habe sehr viel gelesen über Unix und Linux. Seit dem weiß ich das die Swap benutzt wird wenn der RAM voll ist.
Das hatte ich seit 2010 auch bei Knoppix 6.1 und 6.7 und Ubuntu 10.04 probiert. Diese beiden Knoppix Versionen hatten bei der HD Installation auf USB sdb auf einen leeren USB Stick immer eine Swap 1.7 GB und den Rest Reiserfs eingerichtet. 2010 hatte ich einen Pentium II mit 8 GB Internen Speicher und 8 GB Gesteckt insgesamt 16 GB. Windows benutzt nur den Speicher der gesteckt ist 16 GB. Pentium II ist nicht der schnellste Rechner. Videos avi und Musik mp4 liefen immer mit Unterbrechung weil der RAM voll war. Was ich bis 2010 über Linux Swap wusste hatte ich bei Ubuntu und Knoppix benutzt. Ich hatte die Swap bei Beiden auf 8 GB gesetzt. Musik und Videos liefen dann ohne Unterbrechung. Der Gesamte Speicher war dann 24 GB.
Mit free -k und free -t kannst Du prüfen welcher Speicher gerade benutzt wird und welcher fast voll ist.
Ich hatte 2020 beim Einrichten meiner Platte für Ubuntu und Debian noch 20 GB frei die ich jetzt als Swap benutze. Jetzt benutze ich gerade Knoppix 9.1 Flash auf sdb2 ohne Swap Partition.

Quellcode

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knoppix@Microknoppix:~$ free -t
              total        used        free      shared  buff/cache   available
Mem:        2037148      884040       82588       64616     1070520     1015224
Swap:      22007856        2304    22005552
Total:     24045004      886344    22088140
knoppix@Microknoppix:~$ free -k
              total        used        free      shared  buff/cache   available
Mem:        2037148      883432       83272       64616     1070444     1015832
Swap:      22007856        2304    22005552
knoppix@Microknoppix:~$

13

Gestern, 15:08

Ich hatte 2020 beim Einrichten meiner Platte für Ubuntu und Debian noch 20 GB frei die ich jetzt als Swap benutze. Jetzt benutze ich gerade Knoppix 9.1 Flash auf sdb2 ohne Swap Partition.


du hast also knoppix auf einem usb-Stick und diesen gebootet? Auf dem USB-Stick hast du Knoppix per flash-Install installiert?
Und du hast in diesem System eine Festplatte, auf der ein SWAP liegt? Und der wird hier offenbar von Knoppix mitbenutzt?

Was sagt denn cat /proc/swaps in diesem Fall?

Beiträge: 1 105

Geschlecht: Männlich

14

Gestern, 15:53

Deine 4 Fragen kann ich mit Ja Beantwoten.
cat /proc/swaps

Quellcode

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root@Microknoppix:/home/knoppix# cat /proc/swaps
Filename				Type		Size		Used		Priority
/dev/zram0                              partition	1527860		0		0
/dev/sda2                               partition	20479996	0		-2
root@Microknoppix:/home/knoppix#

Beiträge: 1 105

Geschlecht: Männlich

15

Gestern, 16:39

Jetzt läuft gerade Audacity

Quellcode

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root@Microknoppix:/home/knoppix# free -t
              total        used        free      shared  buff/cache   available
Mem:        2037148      720740      503472       64708      812936     1182044
Swap:      22007856        1024    22006832
Total:     24045004      721764    22510304
root@Microknoppix:/home/knoppix# free -m
              total        used        free      shared  buff/cache   available
Mem:           1989         712         484          59         791        1149
Swap:         21492           1       21491
root@Microknoppix:/home/knoppix# cat /proc/swaps
Filename				Type		Size		Used		Priority
/dev/zram0                              partition	1527860		1024		0
/dev/sda2                               partition	20479996	0		-2
root@Microknoppix:/home/knoppix#

lino

Fortgeschrittener

16

Gestern, 16:45

Hallo pit, hallo ubuntuli,


vielen Dank für Eure Rückmeldungen und die vielen Anregungen, Tipps und Erfahrungen die ihr hier teilt.


ich habe noch nicht soo viele Systeme aufgesetzt - und bin deshalb hier auch nicht so erfahren wie ihr - das vorausgeschickt. Ich lerne hier sehr sehr viel.


Danke für deinen Beitrag - Pit -


Zitat


Deshalb: nimm die SSD und beachte die HD gar nicht!
Lege dein System auf die SSD, nutze nach Möglichkeit BTRFS und wenn ext4fs, dann checke unbedingt, ob es auch TRIM gesetzt hat (ich glaube mit tunefs oder so).
Also eine Partition für SWAP (egal wo) und eine für das System mit einem Dateisystem deiner Wahl für / und fertig, außer, du hast einen EFI-PC und brauchst dann auch noch eine EFI-System-Partition in einem FAT. Dann sollte diese als erste liegen und kann klein bleiben, ich würde aber aus bestimmten Gründen 500MB nehmen und auch FAT32.
Also nochmal, wenn EFI:
100M leer
500M ESP in FAT 32
100M leer
Rest-Platz -SWAP -2x100M mit BTRFS oder ext4
100M leer
SWAP = 2x RAM
100M + Rest leer
und wenn das gefragt wird: GPT anstatt MBR als Partitions-Schema (wenn der PC nicht sehr alt ist und das nicht mehr kann, was mir nun vom Eingangsthread aber nicht so in Erinnerung ist).


Danke - ich werd das so ansetetzen.


Ubuntuli - du schreibst...

Zitat


Seit 2009/10 Interessiere ich mich für Linux. Geschichte, Aufbau, Funktionen. Ich habe sehr viel gelesen über Unix und Linux. Seit dem weiß ich das die Swap benutzt wird wenn der RAM voll ist.


Okay. ....Danke auch für Deine Übersichten zu Partitionen und deren Einteilungen.. Das ist auch sehr sehr hilfreich.

Ich hab jetzt echt jede Menge Anhaltspunkte - und kann mich nun daran machen.

Euch allen Drei nochmals vielen Dank!!!!! ;)


Einen schönen Einstieg ins Wochenende,

VG Lino :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »lino« (Gestern, 16:58)


17

Gestern, 17:03

das wundert mich sehr, dass Knoppix da offenbar doch so leichtsinnig fremden Speicher benutzt.
Zumindest theoretisch, denn praktisch wird der wohl eher nicht greifen, weil Knoppix die Swappiness per Default auf Null setzt, also quasi SWAP vermeidet, wo dies nur geht. Das ist dann auch sehr gut, weil ja zunächst der SWAP im RAM benutzt würde und das ist nicht sehr schön.

vielleicht ein paar Worte dazu und zu deinen alten Beobachtungen.
Was wird denn in den RAM gelegt?
Das sind Daten, die unmittelbar vom System gebraucht werden und dann werden diese dort auf Vorrat gehalten, falls man mal wieder darauf zugreifen möchte. Programme, die geladen werden und am Laufen sind belegen natürlich RAM. Werden zu viele Programme gestartet oder wenn zu viele aufwändige Berechnungen laufen, die nicht durch HW-Unterstützung ausgelagert werden können, dann kann so ein RAM schnell zulaufen.
Wenn ein Video angesehen wird, sollte dies nicht passieren.
Da wird nur das in den RAM geladen, was der Player benötigt und dann ein wenig von dem Video, was meist innerhalb der Player-SW gesetzt werden kann.
Wenn ein Video ruckelt, liegt das entweder an zu langsamer HW oder mangelhaft unterstützter HW (keine ausreichende HW-Beschleunigung). Wenn das Video tatsächlich zu langsam von seinem Medium gelesen werden sollte, kann es natürlich auch ruckeln, aber bei allen internen Medien kann man das beinahe ausschließen, vielleicht mit Ausnahme sehr hoch auflösender Filme, wie sie erst in den letzten Jahren heraus gekommen sind.
Nun, wenn nun zB ein Film von der Festplatte kommt und die Daten zu langsam ankommen, dann hilft evtl der Puffer im RAM über die ein oder andere Sekunde hinweg. Wenn der RAM ausgeht und dafür dann SWAP benutzt würde, würden ja die Daten von der Platte kommen und wieder auf die Platte zwischengespeichert werden. Man erkennt sofort, dass dies nicht gegen Ruckeln helfen kann, eher im Gegenteil.
Was indessen womöglich helfen mag, ist die Veränderung des nice-Wertes für den Video-Player. Gibt man diesem entsprechend hohe Priorität, kann er auch mehr RAM für sich beanspruchen und natürlich mehr CPU.
Am Besten hilft aber eine GraKa mit unterstützter Beschleunigung und entsprechenden Treibern.

Ganz grundsätzlich kann man sagen, dass jedes System sofort langsam wird und anfängt zu ruckeln, sobald es in den SWAP geht. Desto schneller das Medium ist, auf dem der SWAP liegt, desto weniger merkt man dies. NVMEs sind da sicher mit am besten, USB-Sticks mit am schlechtesten und HDs immer noch schlecht genug, dass man das eher nicht haben möchte.
Im allgemeinen gibt es nur sehr wenige Anwendungen, die nahezu unbegrenzt Speicher verbrauchen. Allerdings gibt es immer wieder Fehler in Anwendungen, die hier auch für Gefräßigkeit sorgen. Dann sieht man das meist sehr gut mit top.
Also ganz entschieden: SWAP kann ein System vor Absturz bewahren, er kann manche Anwendungen überhaupt erst ermöglichen und er kann zu allerlei Dingen gebraucht (oder missbraucht) werden, aber er macht niemals ein System schneller.

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