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31

25.09.2022, 11:02

Vielen Dank für die ausführlichen Beschreibungen dazu !
Die sollten mich bei einigen meiner "Bretter vorm Kopf" einen Schritt weiter bringen ...


die "manuelle Methode" kann natürlich auch syslinux benutzen, um einen MBR zu schreiben und damit dann Legacy zu booten. Aber gerade, wenn man nur EFI-Rechner bedient (wie bei mir), ist es schnell und einfach von Hand zu machen.
Der große Vorteil dabei: man braucht nur eine kleine EFI in einem FAT und kann diese als "hidden" markieren und das Dateisystem ESP oder EFISYS oder so benennen. Dann wird diese Partition von den gängigen automatischen Routinen ignoriert.
Den Rest kann man dann in einem "vernünftigen" Dateisystem anlegen, etwa NTFS oder EXT2. NTFS geht sehr gut und eignet sich besonders, wenn man Daten zu Windows-Rechnern transportieren möchte.
KNOPPIX liegt dann nicht in der kleinen FAT, sondern hier auf der großen Partition, mit dem Dateisystem, das dann auch große Dateien kann. Was wiederum bedeutet, dass man für die Overlay-Datei nicht auf 4G begrenzt ist, wenn man mehr braucht.

32

27.09.2022, 20:28

Zwar bin ich (mal wieder) dabei, mich hier zu verabschieden, aber mir setzten dann tatsächlich auch bis in meine Träume unwidersprochene Dinge zu, die man so einfach nicht stehen lassen sollte.
Man sollte das nicht so stehen lassen, damit zufällige Leser sich nicht irgendwelchen Unsinn merken.
Aber ich melde mich aus Eigenantrieb, weil ich einfach so bin und nicht anders kann. Sicher eine weitere psychische Störung.



Der fehlende symlink ist auch kein Symptom, sondern die Ursache für das Hängenbleiben im Bootvorgang, genau darum ging es, das herauszufinden.

Wer wirklich aufmerksam hier gelesen hat (was aber nicht vorausgesetzt werden kann), hat das in meinem Beispiel zum manuellen Erstellen eines Knoppix-Sticks gesehen. USB-boot zeigt nur den Prompt boot:
Der Symlink wird nur mit ISOLINUX benötigt, was optische Medien oder ISOs bootet.
ISOLINUX und SYSLINUX sind im Grunde gleich. So ziemlich alles ist gleich, nur, dass eines aus einem MBR des Sticks aufgerufen wird und ein anderes aus der Bootdatei des ISOs und dann ein oder zwei Dateien ein klein wenig anders heißen. Um nicht doppelt arbeiten zu müssen, erschlägt Klaus Knopper ISOLINUX mit einem einfachen Link zu SYSLINUX und lässt dieses den Rest machen. Bei der Flash-Install Methode wird alles ISOLINUX zu SYSLINUX umbenannt und den Link braucht man nicht mehr!
Grad, wie beim manuellen Erstellen gezeigt.
aber die Daten-Datei fehlt und die wollte er zum Flashen eines neuen Sticks unbedingt haben. Knoppix startet zwar aber kann die Änderungen nicht speichern.

Zwar weiß ich nicht, was die Daten-Datei wirklich ist und nehme nur mal an, dass damit eine Overlay gemeint ist.
Dann stimmt das nämlich nicht.
Die Overlay ist vollkommen optional, außer, wenn man Remastern wählt.
Ein neuer Stick aus einem (richtig gebooteten) Knoppix lässt sich ohne vorhandene und ohne gewünschte Overlay erstellen.
Aber was kann man darüber schon sagen, wenn nicht mal das zu Grunde liegende ISO geprüft worden ist? Da kann einfach alles schief gehen.
Dass Knoppix keine Änderungen speichern kann, ist für mich ein Beleg dafür, dass keine Overlay benutzt wird und das passt auch zu folgendem Beitrag:
aber mint hat einen USB-Startmedienersteller; und der hat allein in 12min alles erledigt incl. symlink

Denn, wenn da irgendein Startmedien-Ersteller benutzt wird, dann macht der in aller Regel nichts anderes, als Knoppix als ISO irgendwo hin zu legen und dieses zu starten. Dabei wird natürlich keine Overlay angelegt.
Ich erkläre ausdrücklich, dass ich die erwähnten Tools nicht kenne!
Ich versuche mir nur einige Dinge zusammen zu reimen und falsche Aussagen zu relativieren.
Kurz gesagt: Knoppix mit solchen Helfer-Tools zu benutzen, um einen bootfähigen Stick zu erzeugen, mag funktionieren, aber es ist garantiert nicht der Weg, ein Knoppix wirklich zu nutzen.
Naja. kleine Abmilderung.
Knoppix muss nicht aus einem laufenden System geflashed werden. Mann kann ganz einfach das ISO mittels dd auf einen Stick schreiben. Das bleibt dann ein ISO, aber mit einem Eigenleben. In Anlehnung an die Unix-Geschichte nenne ich das nun mal ein kastriertes Knoppix.
Obwohl das recht unpassend ist, denn Knoppix ohne Overlay ist eigentlich viel eher ein kastriertes Knoppix und gerade die dd-Methode schreibt nur im ersten Arbeitsgang das ISO auf den Stick. Im nächsten Arbeitsgang, nämlich beim ersten Booten, bekommt der Stick eine Overlay, die sich über den kompletten freien Bereich des Sticks erstreckt und dann alle Änderungen am laufenden System speichern kann. Nur der Start-Bereich, also die ISOLINUX-SYSLINUX-Konfigurationen, die bleiben innerhalb des ISOs und demgemäß read-only!
Und das Knoppix ISO scheint nicht auf allen EFI-Plattformen zu funktionieren, aber doch auf den meisten, was bedeutet, dass solch ein Stick aus der dd-Methode die gleichen Schwierigkeiten hat.

Man muss dazu sagen oder wissen, dass das Knoppix ISO sehr speziell ist und vielleicht sogar einmalig unter allen angeboten Systemen, vor allem Live-Systemen. Klaus Knopper nennt es ein Hybrid-ISO, was ja immer einen Mischzustand beschreibt.
Es kann gebrannt werden
Es kann direkt mittels Kommando geflashed werden
Es kann Legacy und EFI booten
Es kann per dd auf einen Stick
und es kann natürlich auch gebootet werden (in einer VM oder als optisches Medium). Und Wahnsinn: auch dem optischen Medium, das ja garantiert read-only ist, kann beim Booten per Cheatcode eine Overlay zugewiesen werden und damit eine Individualisierung, bzw Speicherung der Veränderungen am System bewirkt werden kann.
Weil das so einzigartig ist, können das gewöhnliche Bootmedienersteller nicht oder nur zu einem gewissen Grad und sie sollten deshalb gar nicht mit Knoppix benutzt werden.
Was immer diese Tools aus einer überprüften ISO erzeugen, kann vielleicht booten, zeigt aber nicht, was Knoppix eigentlich ausmacht. Es auf solch eine Weise zu benutzen, ist einfach nur Bullshit. Man kann es dann zwar booten, aber wozu? Ein weiteres GNU/Linux betrachten? Danke!

Ein weiteres Bashing liegt mir zwar auf der Zunge, hängt mir in den Fingern, aber ich lasse das hier tunlichst.
Oder doch nicht ganz.
Eine Tochter setzte immer wieder den Blinker in die falsche Richtung und ich versuchte, ihr den Unterschied zwischen Links und Rechts zu erklären und auch die Handbewegung mit einzubeziehen, um den Blinker zu setzen. Meiner Meinung nach war ich da voll geduldig und wies auch ganz entspannt auf die Fehler hin. Schließlich beendete meine Tochter dieses "Training" im Zorn und sagte: "aber ich habe es doch richtig gemeint! Du erkennst das nur nicht!"
Ja nun.
Ich habe schon viele Fehler in meinem Leben gemacht und werde hoffentlich noch viele machen. Aber Rechts und Links habe ich irgendwann gelernt.

KnoppixOpa

Schüler

Beiträge: 162

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33

28.09.2022, 14:01

1-zu-1-Kopie der Knoppix-DVD mit dd oder einem Fremd-Programm

Der Symlink wird nur mit ISOLINUX benötigt, was optische Medien oder ISOs bootet.
ISOLINUX und SYSLINUX sind im Grunde gleich. So ziemlich alles ist gleich, nur, dass eines aus einem MBR des Sticks aufgerufen wird und ein anderes aus der Bootdatei des ISOs und dann ein oder zwei Dateien ein klein wenig anders heißen. Um nicht doppelt arbeiten zu müssen, erschlägt Klaus Knopper ISOLINUX mit einem einfachen Link zu SYSLINUX und lässt dieses den Rest machen. Bei der Flash-Install Methode wird alles ISOLINUX zu SYSLINUX umbenannt und den Link braucht man nicht mehr!
Das stimmt prinzipiell, ist aber umgekehrt: Auf der DVD ist SYSLINUX ein Link zu ISOLINUX.
( siehe Code-Schnipsel )
Mit ISOLINUX als Link zu SYSLINUX hätte Uralt wahrscheinlich gar keine Probleme gehabt.
Aber wer weiß schon, ob dann vielleicht irgendwas anderes hakt.
Klaus Knopper wird schon wissen, warum er das so gemacht hat.

Knoppix muss nicht aus einem laufenden System geflashed werden. Mann kann ganz einfach das ISO mittels dd auf einen Stick schreiben. Das bleibt dann ein ISO, aber mit einem Eigenleben.
Wenn die Knoppix-DVD 1-zu-1 kopiert wurde (z.B. mit dd oder einem Fremd-Programm),
dann würde das erklären, dass Uralt dort keinen Link setzen konnte.
Dann kann er aber auch den Ordner ISOLINUX nicht als SYSLINUX kopieren.
Wenn ja, dann nur in der Overlay, aber die ist zu diesem Zeitpunkt
beim Starten noch nicht aktiviert, also der Ordner SYSLINUX nicht da.

Also habe ich einfach den isolinux-Ordner kopiert und in syslinux umbenannt. Hurra, geht zumindest 8.3, denn das ist auf dem Stick.
Die Knoppix-8.3-DVD wurde vermutlich nicht 1-zu-1 kopiert, nur die Ordner.

... die dd-Methode schreibt nur im ersten Arbeitsgang das ISO auf den Stick. Im nächsten Arbeitsgang, nämlich beim ersten Booten, bekommt der Stick eine Overlay, die sich über den kompletten freien Bereich des Sticks erstreckt und dann alle Änderungen am laufenden System speichern kann. Nur der Start-Bereich, also die ISOLINUX-SYSLINUX-Konfigurationen, die bleiben innerhalb des ISOs und demgemäß read-only!
Und das Knoppix ISO scheint nicht auf allen EFI-Plattformen zu funktionieren, aber doch auf den meisten, was bedeutet, dass solch ein Stick aus der dd-Methode die gleichen Schwierigkeiten hat.
Knoppix93-voll-verteilt.pdf -- S.10
---
Problem UEFI Secure Boot (2)
- Funktioniert hervorragend mit dem EFI-Clone des einfachen
isolinux/syslinux Bootladers, den Knoppix verwendet, von Disk/USB-Stick.
https://www.knopper.net/knoppix/knoppix-uefi.html
- syslinux.efi kann NICHT von DVD booten! → schwarzer Bildschirm
beim Boot von DVD mit eingeschaltetem UEFI Secure Boot.
Um das zu beheben, müsste man den genannten Patch durchführen
und dann eine neue DVD remastern, oder die Knoppix-9.3-DVD nehmen.

34

28.09.2022, 20:22

Das stimmt prinzipiell, ist aber umgekehrt: Auf der DVD ist SYSLINUX ein Link zu ISOLINUX.
( siehe Code-Schnipsel )
Mit ISOLINUX als Link zu SYSLINUX hätte Uralt wahrscheinlich gar keine Probleme gehabt.


richtig!
Das habe ich versemmelt.
Warum und wofür es so geschieht, wie du das richtig gestellt hast, erkenne ich grad gar nicht.
Ich war offensichtlich in meinem eigenen Narrativ gefangen, während Klaus Knopper in seiner Welt doch anders tickt. Gott sei Dank!

Es bleiben aber auch ungeklärte Äußerungen, wie "syslinux.efi kann nicht von DVD booten".
Hast du ein syslinux.efi überhaupt auf deiner DVD? Ich finde da nichts.
Und weil ich mich nicht weiter verhaspeln will und auch mit diesem Thema nun abschließen möchte, suche ich auch nicht weiter.

Meine Sticks und VMs booten Knoppix und zwar so, wie ich es wünsche.
Wenn das mal nicht mehr geht, werde ich hier wieder nachfragen und Hilfe suchen.

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