ich will dir dazu auch nichts Verkehrtes sagen und erkläre dir lieber eine Alternative, die ich eben auch mit einem Ubuntu 16-04 getestet habe.
Du hast ja nun wenigstens schon ein laufendes Linux und kannst auch ein Knoppix booten. Damit kannst du dein Ubuntu (Lubuntu, Xubuntu...) auch auf einen Stick bringen und brauchst dazu keine zusätzliche SW.
Starte so, dass du dein downgeloadenes ISO in einem GNU/Linux zugänglich hast. Also ich entscheide nun beispielhaft dafür, dass du Knoppix auf dem PC bootest, auf dem das ISO gespeichert ist.
-Öffne den Speicherort, wo das ISO liegt mit einem Dateimanager. Du hast nun für gewöhnlich oben eine Leiste im Dateimanager, in der die Adresse geschrieben ist, also der Pfad zu deiner Datei. Du brauchst gleich diesen Pfad und den Namen der Datei.
-Öffne ein Terminal und werde mittels su und Enter zu root. Du siehst, dass sich der prompt ändert und zeigt, dass man root ist. Es steht nun nun ein # vor der Eingabemarke.
-nun checke erst deine Datei. Dazu nutze den Befehl md5sum (wenn du die md5sum zu deiner Datei genommen hast, es geht analog sha1 oder sha256, falls diese angegeben waren). Was da stehen muss ist nun etwa so ein Befehl:
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Quellcode
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# md5sum /pfad/zu/deinem/ubuntu.iso
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Du musst das natürlich mit echten Werten füllen. Dazu kannst du einfach die automatische Vervollständigung der shell nutzen. Tippe zwei oder drei Zeichen von deinem Pfad und wähle dann Pfeil nach rechts und immer wiederholen, bis der volle Namen angezeigt wird. Oder, du markierst den Eintrag in der Leiste des Dateimanagers mit der Maus, machst dann mit der mittleren Maustaste einen Klick auf dein Terminal-Fenster. Das fügt ein, was mit der Maus markiert ist und muss dann nur noch ergänzt werden, bis wieder der Name vollständig da steht.
Die Schritte bisher kann man als eine Art Vorbereitung sehen. Die Prüfung der Checksumme ist aber wirklich überaus sinnvoll, um nicht zu sagen, sie ist wichtig.
Außerdem ist das eine Übung, um zu sehen, ob der Pfad auch stimmt, man also den richtigen Namen der Datei hat.
Nun geht es im nächsten Vorgang darum, einen Stick einzulegen und zu erkennen, als welches Gerät der angelegt wurde. Sticks werden als SCSI-Geräte angelegt und haben deshalb Namen mit sd, also etwa /dev/sda für das erste erkannte Gerät und so weiter. Um sicher zu sein, welches Gerät der Stick wird, sieht man zunächst danach, welche Geräte man schon hat.
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Quellcode
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# dmesg | grep sd
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zeigt alle Zeilen der Systemmeldungen, die sd im Namen haben. Du kannst nun meistens für die interne Platte ein sda erkennen und die erste Partition auf der ersten Platte ist dann sda1 und so fort. Relativ wichtig ist, dass du gleich das erkennst, was neu hinzukommt. Also, angenommen, dein letztes erkanntes Gerät ist nun /dev/sdb2, dann wird der nächste Stick aller Voraussicht nach als /dev/sdc eingetragen.
Sieh also nach, wie oben und wundere dich nicht, dass auch uninteressante Zeilen in der Ausgabe erscheinen. Es wird halt wirklich dumm nur nach der Buchstabenkombination sd gefiltert.
Dann stecke deinen Ziel-Stick, den du zur Installation benutzen möchtest, warte ein klein wenig und schau nochmal nach. Es ist nun egal, ob Partitionen erkannt werden und auch sogar, ob der Stick eingebunden wurde. Er wird gleich gelöscht und alle Partitionen darauf platt gemacht.
Angenommen, dein Stick ist nun /dev/sdc.
Das ist sehr sehr wichtig. Wenn du nun etwa die interne Platte wählst, wird diese Platt gemacht. Du musst ganz genau den richtigen Stick auswählen. Angenommen, es ist sdc, dann sähe dein Befehl nun etwa so aus:
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Quellcode
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# dd if=/pfad/zu/deinem/ubuntu.iso of=/dev/sdc bs=1M
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dd ist der eigentlich Befehl, der Bitweise Daten kopiert. if= bezeichnet das Input-File und of= das Output-File, in diesem Fall also ein Gerät, auf das geschrieben werden kann. Mit bs=1M fassen wir größere Blöcke zusammen und schreiben damit etwas schneller, als wenn wir tatsächlich Bit für Bit kopieren. Trotzdem wird der Vorgang einige Zeit dauern und keine weitere Meldungen produzieren, bis er fertig ist. Dann sieht man, wieviele Bytes übertragen wurden, mehr nicht.
Aber das war es dann schon.
Stick herausnehmen und als Installationsmedium benutzen und wundern, warum alle immer von unetbootin reden.