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15.07.2020, 10:06

Qemu-KVM 4.2 aufsetzen

Hallo,
in Knoppix 9 gibt es jetzt wieder eine VM nämlich Qemu-KVM 4.2. :thumbsup:
Habe mir schon mal zwei Dokus angeschaut...

https://wiki.qemu.org/Documentation

http://www.linuxfromscratch.org/blfs/vie…stlfs/qemu.html

Das ist Chinesisch, oder?
Hat jemand hier einen brauchbaren Link für einen absoluten Anfänger, wie ich einer bin.
Oder könnte mir jemand helfen Qemu-KVM 4.2 in Knoppix 9 aufzusetzen.
Vielen Dank im voraus.

RalfonLinux

Erleuchteter

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15.07.2020, 16:15

Wenn es drauf ist, was willst du dann aufsetzen ?

IdR reicht ein:

Quellcode

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qemu-kvm -m 2G -cdrom eine_live_cd.iso -boot d


Wenn du mit VMs arbeiten willst, solltest du dir VMplayer ansehen, andere schwören auf virualbox...
Alles Virtualisierer mit grafischer Oberfläche und einfacher Netzwerkkonfig.

Qemu hat den Charme das man es mit einer einzelnen Zeile mal eben starten kann, sofern man nicht wer weiss was an Sonderkonfig braucht.
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
Keine ? ....... :evil:

Quellcode

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15.07.2020, 16:25

Das ist Chinesisch, oder?


? Nein ?
gerade der letzte Link erklärt das alles doch sehr ergiebig, wie ich finde.

Ich kenne nur die beiden VM-Player und VirtualBox-OSE, für die es auch intuitive grafische Oberflächen gibt. Für mich ist das wichtig, weil ich nur selten damit arbeite und nicht immer wieder die Dokumentation lesen möchte. Deshalb und weil es VirtualBox auf mehreren Plattformen gibt und man dafür dann einfach seine Maschinen mitnehmen kann, habe ich mich seit langem dafür entschieden und nutze es nur noch.

Es darf vielleicht an der Stelle hinterfragt werden, welchen Sinn eine VM überhaupt auf einem Live-System machen soll. Mir erschließt es sich gerade nicht, außer, man möchte es mal ausprobieren.

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15.07.2020, 16:45

Wenn es drauf ist, was willst du dann aufsetzen ?

IdR reicht ein:

Quellcode

1
qemu-kvm -m 2G -cdrom eine_live_cd.iso -boot d


Genau das habe ich gesucht. In welchem Wiki gibt es denn solche nützlichen Zeilen? Oder hast du das ist das aus jahrelanger Erfahrung mit solchen Sachen. Dann sieht es für mich eher schlecht aus.



Wenn du mit VMs arbeiten willst, solltest du dir VMplayer ansehen, andere schwören auf virualbox...
Alles Virtualisierer mit grafischer Oberfläche und einfacher Netzwerkkonfig.

VMplayer und Virtualbox läuft halt nicht auf Knoppix. Aber wenn es mit Qemu funzt umso besser.


Qemu hat den Charme das man es mit einer einzelnen Zeile mal eben starten kann, sofern man nicht wer weiss was an Sonderkonfig braucht.
Genau so ist es. Wenn man's kann...

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15.07.2020, 16:51

gerade der letzte Link erklärt das alles doch sehr ergiebig, wie ich finde.

Und wo finde ich dort die Zeile von RalfonLinux?



Quellcode


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qemu-kvm -m 2G -cdrom eine_live_cd.iso -boot d

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15.07.2020, 16:56

Es darf vielleicht an der Stelle hinterfragt werden, welchen Sinn eine VM überhaupt auf einem Live-System machen soll. Mir erschließt es sich gerade nicht, außer, man möchte es mal ausprobieren.
VMplayer und Virtualbox läuft halt nicht auf Knoppix. Die VM ist ja auch nicht auf das Live-System beschränkt. Wahrscheinlich wäre der RAM für die Abbilder im Live-System in der VM zu klein.

RalfonLinux

Erleuchteter

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7

16.07.2020, 12:34

Es darf vielleicht an der Stelle hinterfragt werden, welchen Sinn eine VM überhaupt auf einem Live-System machen soll. Mir erschließt es sich gerade nicht, außer, man möchte es mal ausprobieren.
VMplayer und Virtualbox läuft halt nicht auf Knoppix. Die VM ist ja auch nicht auf das Live-System beschränkt. Wahrscheinlich wäre der RAM für die Abbilder im Live-System in der VM zu klein.
Wie pit schon schrieb, KNOPPIX ist ein Live-System.
KNOPPIX ist nicht dazu gedacht im produktiven Einsatz oder als Dauerbetriebssystem installiert zu werden, dafür sind die Update-Zyklen zu lang.

Wenn du eine richtige Distribution installiert hast, dann kannst du dir auch VirtualBox oder VMplayer installieren und dort hast du dann die Möglichkeit über eine grafische Einstellung deine ganzen Parameter zu konfigurieren.
Da ist es dann auch einfacher mit dem Netzwerk auf die grosse weite Welt zuzugreifen.

Das QEMU auf der KNOPPIX hat den Vorteil, dass du keine riesen Programme brauchst um mal schnell eine virtuelle Maschine aufzusetzen.
Kleines Gedankenspiel: (Ich weiss es hakt etwas, aber es ist nur ein Gedankenspiel !)
Ich habe eine SuperDuper-Applikation programmiert.
Um die nun unter die Leute zu bekommen, müssten sie diese installieren und vor allem KONFIGURIEREN.
Das kann ich denen nun abnehmen indem ich eine bootbare Linux-Live-CD mache, die Applikation vorkonfiguriere und diese CD verteile.

Aber was mache ich bei einem Windows-Programm ?
Ich erstelle mir mittels QEMU eine virtuelle Festplatte, installiere dort ein Windows rein, installiere/konfiguriere meine Anwendung und verteile diese virtuelle Festplatte als Datei.
Zum Arbeiten brauchen die Leute dann nur ein QEMU was auf Windows/Linux/... läuft, QEMU ist kostenlos, von jedem runterladbar und ohne (war ?) Install aus der Command-Shell ausführbar

Und für die ganz Unbedarften kann ich eine KNOPPIX remastern, welche statt vieler Programme eine virtuelle Festplatte beinhaltet und im Autostart liegt ein "QEMU -hda Windows-Datei.img -boot c"
Somit wird das KNOPPIX zum Steigbügelhalter für das QEMU und somit meiner Anwendung.

Es gab damals mal (ich glaub von BMW oder Bosch) eine Live-CD unter Linux, wo ein QEMU ein properitäres Betriebssystem bootete um die Bordelektronik der Fahrzeuge anzusprechen, war aber noch vor ODB-II

Ich hab mittels einer remasterten KNOPPIX und QEMU auch schon eine virtuelle Schulungsumgebung aufgebaut, eine Base-ISO (war ein slax oder puppy) und dann die Konfiguration in die einzelnen virtuellen Festplatten. Die Leute booteten nur die KNOPPIX, ein Script lief los und nach ca 5min hatten sie ein komplettes virtuelles Netzwerk mit diversen Servern vor sich.

@pit
gegenüber VB und VM hat (hatte ?) QEMU einen wichtigen Vorteil.
VB und VM sind in der Anzahl ihrer vCPU beschränkt auf die Anzahl der pCores
Damals als die Mehrkern-CPUs noch richtig teuer waren, konntest du aber schon mit QEMU eine Mehrkern-CPU auf deinem alten Pentium-III simulieren.
Lief zwar grottenlangsam, aber war die einzige Möglichkeit MultiThreading-Anwendungen zu programmieren/testen ohne das du arm wurdest. :-D

Weiterhin, und das gilt heute noch, VB und VM können nur CPU-binärkompatiblen Code ausführen, also ein VB oder VM auf i386 kann nur Intel-Anwendungen ausführen.
Beim QEMU kann ich ihm aber auf einer Intel-CPU eine PowerPC simulieren lassen, einen arm-CPU, eine S390, ....
https://www.qemu.org/docs/master/system/targets.html
Früher konnte QEMU alle in einem, nun scheinen sie es getrennt zu haben und es gibt qemu-s390, qemu-ppc, qemu-arm, ....

Geht natürlich auf Kosten der Geschwindigkeit, daher sollte man nach Möglichkeit immer binärkompatibel bleiben.


Hth
Ralf
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16.07.2020, 13:12

Oha Meister RalfonLinux Du bist wahrlich ein Erleuchteter 8) . Vielen Dank für die Infos!

Vielen Dank auch für den Link. Damit bin ich die nächsten Monate beschäftigt...

Wieviel 100 Jahre beschäftigst du dich schon mit Linux?

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16.07.2020, 18:17

gerade der letzte Link erklärt das alles doch sehr ergiebig, wie ich finde.

Und wo finde ich dort die Zeile von RalfonLinux?



Quellcode


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qemu-kvm -m 2G -cdrom eine_live_cd.iso -boot d


Aus dem Abschnitt "Defining the virtual hardware"
würde ich entsprechend ableiten:

Quellcode

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qemu -enable-kvm -m 1G -cdrom grub-img.iso  -boot order=c,once=d,menu=on

Dabei habe ich nun ganz bewusst nicht die von RalfonLinux gefundenen Werte gesetzt, sondern die "Defaults" aus dem Beispiel benutzt, um zu zeigen, woher ich die habe.
RalfonLinux hat auch erklärt, dass es wohl nicht mehr ein quemu gibt und ob das Auswirkungen auf die Befehle hat, weiß ich natürlich nicht. Praktisch habe ich es ja nie benutzt.

Also, diese Zeile ist wohl eher einfach nachvollziehbar. Ich denke, dass in der Gestaltung einer passenden Konfiguration für eine Maschine vielleicht schon etwas mehr Hirnschmalz fließen muss. Nicht allzu viel, wenn man Beispielen folgen kann.

quemu (oder Virtualisierung für den kleinen Mann) wurde gerade zu der Zeit ein Thema, als ich irgendwie immer saurer wurde, auf die Entwicklung im Linux-Lager. Das sorgte letztendlich dann dafür, dass ich auch einige positive Entwicklungen nicht mehr erfahren habe.


Nochmal zu der Frage, warum auf einem Knoppix:
Natürlich kann ich mir nicht vorstellen, dass Menschen mit solchen Systemen wie Windows oder OS-X glücklich sein können, geschweige denn, mit solchen Systemen auch arbeiten wollen. Deshalb kann ich mir auch kaum vorstellen, dass jemand ein Live-System braucht, um einfache Virtualisierung zu haben. Wenn ich irgendein GNU/Linux installiert habe, brauche ich doch kein Live-System, um mir da etwas anzusehen! (Für mein eigenes System, FreeBSD, gibt es bhyve statt quemu). Wenn ich nun aber kein GNU/Linux installiert habe und trotzdem mal etwas virtuell probieren möchte (mit den zuvor von RalfonLinux erwähnten Einschränkungen), dann installiere ich dort doch ein VirtualBox oder VmWare und gehe nicht erst den Weg über ein Live-GNU/Linux.
Vielleicht nochmal so:
Wer FreeBSD hat, kann ganz einfach bhyve nutzen oder sehr schnell VirtualBox installieren.
Wer GNU/Linux hat, kann ganz schnell quemu nutzen oder sehr schnell VirtualBox installieren (VmWare weiß ich nicht).
Wer OS-X hat, kann vielleicht auch was nutzen, was im System liegt (früher gab es paralleles oder so) oder sehr schnell VirtualBox installieren (VmWare weiß ich nicht).
Wer Windows hat, kann vermutlich nichts nutzen, aber trotzdem sehr schnell VirtualBox installieren oder VmWare zumindest zur Probe oder zum privaten Gebrauch.

Es erschließt sich mir nicht wirklich, warum jemand ein GNU/Linux-Live-System haben möchte, um Virtualisierung damit zu probieren. Kann ja Sinn machen. RalfonLinux hat einige Beispiele genannt, die aber schon sehr speziell waren. Ich bin halt neugierig, man lernt bekanntlich nie aus.

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16.07.2020, 19:25

Also, diese Zeile ist wohl eher einfach nachvollziehbar. Ich denke, dass in der Gestaltung einer passenden Konfiguration für eine Maschine vielleicht schon etwas mehr Hirnschmalz fließen muss. Nicht allzu viel, wenn man Beispielen folgen kann.
Also kommt diese Seite doch noch auf meine ToDo Liste. Danke für die Starthilfe Pit234a ;)

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16.07.2020, 19:45

Es erschließt sich mir nicht wirklich, warum jemand ein GNU/Linux-Live-System haben möchte, um Virtualisierung damit zu probieren. Kann ja Sinn machen. RalfonLinux hat einige Beispiele genannt, die aber schon sehr speziell waren. Ich bin halt neugierig, man lernt bekanntlich nie aus.

Ich hatte mal einen Acer neueren Baujahrs. Acer hat bei diesem Modell dafür gesorgt, dass man massive Probleme mit der Neuinstallation des Betriebssystems hat (die Foren waren voll von Kommentaren wie "ich habe das gleiche Problem, schick das Notebook zurück...). Knoppix lief gar nicht. Also Linux (Mint) drauf. Nach Tagen hatte ich die Dreckskiste endlich soweit, allerdings ohne persistenten Speicher. Ich habe schließlich die Lust verloren (war nicht mein Notebook) und veruchte einen USB-Stick mit Linux (Mint) mit persistentem speicher zu erstellen der an diesem Notebook läuft (Knoppix lief nicht). Ich habe diesen Stick einfach nicht mit persistentem Speicherplatz hingekriegt. Ich weis schon es gibt Hilfmittel dafür. Hat aber nicht wirklich gut geklappt. Das Resultat war ein Betriebssystem was du nach jedem Neustart neu konfigurieren kannst, also Müll.

In Knoppix (und einigen seltenen anderen Distributionen) wird mir diese Arbeit leicht gemacht. That's it.
Knoppix produktiv zu nutzen hatte ich wegen der Updatezyklen nicht vor. Einfach ein System zum Surfen und ausprobieren auf dem ich auch mal Windows emulieren kann wenn ein Programm eben nur unter Windows läuft.

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17.07.2020, 11:23

USB-Stick mit Linux (Mint) mit persistentem speicher zu erstellen


das hat allerdings sehr wenig bis gar nichts mit einem virtuellen System zu tun.

persistenter Speicher.
Ich bin nicht mal sicher, ob dieses Wort im Zusammenhang mit Knoppix erfunden wurde, denn außerhalb eines Live-Systems hat es quasi keinerlei Bedeutung.
Jedes installierte System, das nicht auf einem read-Only Medium läuft, benutzt persistenten Speicher. Das wird nur eben nie extra so genannt. Es ist ganz gewöhnlich, es ist der Normalfall.
Ein GNU/Linux auf einer eingebauten Festplatte, einer SD oder auch auf einem USB-Stick nutzt dieses Medium als persistenten Speicher. Da muss nicht extra ein solcher geschaffen werden, der ist automatisch vorhanden und hat eben keinen besonderen Namen.

Dass es heute PCs gibt, die nur noch mit Windows 10 arbeiten wollen, habe ich auch gelesen. Das ist für mich dann ein Grund, solche Geräte nicht zu kaufen und sollte es auch für andere sein, vor allem dann, wenn sie schließlich das mitgelieferte System nicht benutzten wollen.
Das Problem dabei ist, dass das BIOS (in dem Fall ist es UEFI) ganz speziell nur auf Windows eingestellt ist und nicht ohne weiteres ein anderes System gebootet werden kann. Das bedeutet dann, dass der beste Weg das Aufspielen eines anderen BIOS wäre. Das Problem ist aber, dass es nicht für alle HW Hersteller-unabhängige BIOS-Versionen gibt. (https://de.wikipedia.org/wiki/Coreboot)

RalfonLinux

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13

17.07.2020, 12:05

... und ausprobieren auf dem ich auch mal Windows emulieren kann wenn ein Programm eben nur unter Windows läuft.
Vorsicht .....
QEMU simuliert kein Windows !!!
QEMU simuliert einen kompletten Rechner, du benötigst also trotzdem ein Betriebssystem.
WINE schafft dir unter Linux eine Windows-Umgebung, damit kannst du Windows-Programme IM Linux laufen lassen, mit QEMU lässt du EINE Hardware für Windows/QNX/BSD/.... laufen...


Zitat von »pit234a«

...Das Problem dabei ist, dass das BIOS (in dem Fall ist es UEFI) ganz speziell nur auf Windows eingestellt ist und nicht ohne weiteres ein anderes System gebootet werden kann....
Ich dachte das hängt zusammen mit den signierten Bootloadern ?
Daher wurde MS doch verdonnert das sie einen bootloader signieren mussten damit auch ein grub gebootet werden kann ?
aahh, habs gefunden ...https://linux-club.de/wiki/opensuse/UEFI/Bootloader Bereich SHIM


Zitat von »pit234a«

...dann installiere ich dort doch ein VirtualBox oder VmWare und gehe nicht erst den Weg über ein Live-GNU/Linux.
Vielleicht nochmal so:
Wer FreeBSD hat, kann ganz einfach bhyve nutzen oder sehr schnell VirtualBox installieren.
Wer GNU/Linux hat, kann ganz schnell quemu nutzen oder sehr schnell VirtualBox installieren (VmWare weiß ich nicht).
Wer OS-X hat, kann vielleicht auch was nutzen, was im System liegt (früher gab es paralleles oder so) oder sehr schnell VirtualBox installieren (VmWare weiß ich nicht).
Wer Windows hat, kann vermutlich nichts nutzen, aber trotzdem sehr schnell VirtualBox installieren oder VmWare zumindest zur Probe oder zum privaten Gebrauch.

Es erschließt sich mir nicht wirklich, warum jemand ein GNU/Linux-Live-System haben möchte, um Virtualisierung damit zu probieren.
Es kommt ganz auf dein Zielpublikum an.
Wer ein Linux/FreeBSD installieren und benutzen kann, wird wohl auch ein VB oder VM installiert bekommen.

OS-X und Windows werden aber vorinstalliert geliefert, da sitzt dann ggf. der DAU vor und ist froh das er surfen kann.
Wenn du von ihm verlangst er soll sich ein VB oder VM installieren, sind manche schon überfordert.
QEMU hat den Vorteil das es nicht installiert werden muss, ein einfaches kopieren der Dateien in einen Ordner und es geht los.
Schon mal Telefonsupport gemacht ? "Klick oben Links auf Datei...", "Da steht nicht Datei da steht Hilfe", "Nee, das andere Links..."
Da ist es wesentlich einfacher zu sagen: "Unten auf Start/Ausführen/cmd und im schwarzen Fenster gibst du ein: qemu ......

Wie gesagt, durch das QEMU auf der Live-CD hast du ein Grundgerüst wo man jegliche Betriebssysteme und deren Anwendungen laufen lassen kann.
Du kannst dich voll und ganz auf das Problem konzentrieren, musst nicht dafür sorgen das dein Programm auf exotischer Hardware nicht läuft, du musst "dein" Betriebssystem nicht für diverse Hardware vorbereiten.
Einfach die LiveCD machen lassen, die erkennt die Netzwerkkarten, Monitore, .... und mit QEMU simulierst du dir dann deine Standardhardware für dein BS welches dann nur noch die Standardtreiber braucht.
Gerade in einer Werkstatt wo der Meister mit ölverschmierten Fingern auf dem Diagnosegerät rum tappt und dem Gesellen die Asche in die Laptop-Tastatur fällt, stirbt die Hardware schneller als du dein BS darauf anpassen kannst.

Oder auch Maschinensteuerungen, Software für ein altes WfW 3.11 was nur auf Pentium90 läuft.
Wenn der Steuerrechner die Grätsche macht, bekommst du keine mehr und WfW3.11 lässt sich echt widerwillig auf Xeon installieren ;-)
Dann das ganze noch in der Nachtschicht....
Also einen anderen Rechner da hin, LiveCD booten und die QEMU startet das WfW3.11, geht notfalls mit einem Rechner aus der Verwaltung, hauptsache die Maschine läuft.

Also Anwendungsfälle gibt es da schon für und solange QEMU auf der KNOPPIX nicht weh tut, schadet es auch nicht.

Gruss
Ralf

BTW: Paralleles ist die VMware-Workstation-Version von VMware für Mac. ;-)
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17.07.2020, 17:32

Vorsicht .....
QEMU simuliert kein Windows !!!
QEMU simuliert einen kompletten Rechner, du benötigst also trotzdem ein Betriebssystem.
WINE schafft dir unter Linux eine Windows-Umgebung, damit kannst du Windows-Programme IM Linux laufen lassen, mit QEMU lässt du EINE Hardware für Windows/QNX/BSD/.... laufen...

Ich will kein Windows simulieren. Ich brauche schon das komplette Windows Betriebssytem in QEMU. Ich hoffe das war die ganze Zeit klar. Hatte leider noch keine Zeit das mit dem iso auszuprobieren.
WINE löst schon einen Teil meiner Probleme aber eben nicht alle. Dafür brauche ich eine VM (QEMU)

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17.07.2020, 17:57

Zitat von »Silver«
USB-Stick mit Linux (Mint) mit persistentem speicher zu erstellen



das hat allerdings sehr wenig bis gar nichts mit einem virtuellen System zu tun.

persistenter Speicher.

Deine Frage war doch: "Es erschließt sich mir nicht wirklich, warum jemand ein
GNU/Linux-Live-System haben möchte, um Virtualisierung damit zu
probieren."
Das "GNU/Linux-Live-System" meiner Wahl ist KNOPPIX weil ich damit keinerlei Installationsprobleme habe. Weder auf HD noch auf USB. Deswegen die Story mit der Mint Installation.

Ich nutze VMWare auf Ubuntu und bin nicht sonderlich glücklich damit. Installier das gesamte System dann mal auf einen USB-Stick. Für einen DAU wie mich unlösbar... Aber mit KNOPPIX kein Problem (hoffe ich).

Persistenter Speicher und VM? Was will ich mit einer VM auf einem Live-System? Ich wußte es auch nicht bis ich RalfonLinux' Ausführungen gelesen habe.

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17.07.2020, 19:22

Ich dachte das hängt zusammen mit den signierten Bootloadern ?


nein. also nicht nur.
Leider gibt es ganz offensichtlich neu-modische Laptops, die wirklich nur auf Windows fixiert sind. Ubuntulli hatte damit einen Kampf, ich selbst hatte vor einigen Monaten einen neueren Asus-Laptop, der ebenso vernagelt war. Ich hätte ins Windows booten müssen, um etwas am UEFI zu ändern und das Windows wollte ich eigentlich loswerden oder zumindest umgehen.
Mehr als eine Stunde habe ich da allerdings auch nicht investiert und das Gerät schnell wieder fort-geschoben.

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17.07.2020, 19:38

Also Anwendungsfälle gibt es da schon für und solange QEMU auf der KNOPPIX nicht weh tut, schadet es auch nicht.


das ist schon klar, obwohl ja niemand ernsthaft erst ein Knoppix bemühen würde, nur um altertümliches Windows zum Laufen zu bringen. Da würde man doch mit etwas weniger "Overhead" auskommen können.
Davon abgesehen, dass altertümliche Windows-Installationsmedien erst mal vorhanden sein müssen und dann natürlich im speziellen Fall auch sehr spezielle Treiber für sehr spezielle HW die auch über diverse Schnittstellen oft unüblich betrieben werden.

Ein wenig anders sieht es natürlich aus, wenn ich einen Klon eines Systems direkt als neue Platte einhängen kann.
So etwas habe ich gelegentlich schon gemacht, mit VirtualBox, das dazu eine ganze Reihe an Kommandos bereit hält. So fahre ich in einer VM immer noch meine letzte 32Bit-FreeBSD Installation von einem Atom-Netbook, natürlich ohne tieferen Sinn und nur aus Kuriosität.

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17.07.2020, 20:22

Ich nutze VMWare auf Ubuntu und bin nicht sonderlich glücklich damit. Installier das gesamte System dann mal auf einen USB-Stick.


nunja.
Man hält sich zunächst mal ziemlich bedeckt und installiert nicht ein "RIESEN"-System, wie es etwa Knoppix ist, sondern nur das, was man braucht. Das kann man direkt auf dem Stick machen oder zB auf eine interne Platte.
Dann fügt man die Programme hinzu, die man haben möchte und konfiguriert sie.
Man kann sogar virtuelle Systeme einrichten, also virtuelle HDs anlegen.

Klonen kann man soetwas easy mittels dd oder auch ddrescue. Dazu muss dann allerdings das Zielmedium wenigstens gleich groß sein und deshalb ist das wirklich eine Notlösung und nicht unbedingt für USB-Sticks geeignet.

Kopieren kann man einfach so (ich rede jetzt ausdrücklich nicht zu Leuten, die sich auskennen):
-Das gleiche System, das man intern installiert hatte, installiert man auf einen USB-Stick. Am Besten baut man dazu die interne Platte aus, um Verwechselungen zu vermeiden. Man macht dann keine Updates, testet aber, ob der Stick auch bootet.
-Dann bootet man ein weiteres System, etwa Knoppix und bindet beide Datenträger ein, den internen und den externen.
-Dann kopiert man vom internen (also fertig aufgerüsteten System) auf das externe Laufwerk (das also erst aufgerüstet werden soll). Man kann alles kopieren, also alles auch überschreiben lassen. Die vorhergehende Installation auf diesem Medium ist nicht weiter wichtig, sie sollte nur das Grundgerüst liefern und die Bootmagie bereitstellen.
-Danach bootet man wieder das interne System und legt das externe ein und verglicht die Nutzer-Rechte und korrigiert, falls und wo es nötig ist (Knoppix könnte anders zählen, als das installierte System).
-Fertig, der Stick sollte nun ein identisches System booten können.

Das kann natürlich noch vielfältig verbessert und angepasst werden, sollte aber so als erste Idee genügen.

Ich würde das so nicht machen.
Es ist doch wirklich einfach, irgendein GNU/Linux auf einem Stick zu installieren und dann dazu ein VirtualBox hinzuzufügen. VirtualBox geht auf diversen Plattformen und deshalb bleibe ich dabei.
-Dann eine Virtuelle Maschine einrichten.
-Dann ist eigentlich schon fertig, denn es braucht nur noch die Kopie der virtuellen-Disk nun der neuen Maschine "ein-gestöpselt" zu werden.

Das kann beliebig wiederholt werden und ich wette, dass diese virtuelle-Disk (es gibt verschiedene Typen) auch einem qemu überreicht werden kann. Zumindest gibt es Typen von virtuellen-Disks, die sowohl VirtualBox, als auch VMware, als auch bhyve beherrscht. Ich möchte das nun nicht selbst nachlesen, habe es aber schon durchexerziert. VirtualBox liefert auch Befehle oder Möglichkeiten, eine Art virtueller-Disk in eine andere zu überführen.

19

18.07.2020, 11:06

das ist schon klar, obwohl ja niemand ernsthaft erst ein Knoppix bemühen würde, nur um altertümliches Windows zum Laufen zu bringen. Da würde man doch mit etwas weniger "Overhead" auskommen können.
Was wäre denn sowas mit weniger Overhead wenn man QEMU nutzen möchte und KNOPPIX nicht abspecken will?

20

18.07.2020, 12:37

Ich würde das so nicht machen.
Wie denn sonst?

21

18.07.2020, 13:41

Was wäre denn sowas mit weniger Overhead wenn man QEMU nutzen möchte und KNOPPIX nicht abspecken will?


Ich würde das so nicht machen.
Wie denn sonst?



Naja, ich sagte ja schon: irgendein GNU/Linux, etwa ein Arch oder Debian oder Ubuntu in seiner minimalsten Version auf einen Stick installiert und fertig ist. Da braucht man keine 5000 Anwendungen und mehrere DEs, wie das mit Knoppix geliefert wird.

Davon abgesehen, dass ich überhaupt gar keinen Bedarf an derartigen Lösungen habe und dann auch eher bei meinem FreeBSD bleiben würde. Aber dem Grundsatz nach nach ist das ganz gleich: nur das installieren, was man wirklich braucht und das ist ja wirklich wenig, wenn man nur mal schnell eine VM mit qemu braucht.

22

18.07.2020, 21:26

Arch oder Debian oder Ubuntu in seiner minimalsten Version auf einen Stick installiert und fertig ist.


Das wäre es schon. Ich weis praktisch nichts über Linux außer ein paar Shortcuts und Ordner und habe auch schon im Grub rumgeschrieben. Wird also net ganz easy. Aber Windows und der ganze proprietäre Scheiß ist schon die Pest mittlerweile.Gib mir bitte eine gute Seite für Arch die ich durcharbeiten kann. Ansonsten google ich selbst was.

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18.07.2020, 22:15

Gib mir bitte eine gute Seite für Arch die ich durcharbeiten kann. Ansonsten google ich selbst was.


ja, bitte mach das, also selbst suchen. Ich müsste das genauso machen und das macht ja keinen Sinn, dass ich da etwas für dich suchen soll.

Nochmals: ich nutze nicht GNU/Linux, aber ich lese häufiger bei Arch und Ubuntu, wie dort Probleme gelöst werden und lerne dann daraus für mich und mein System. Gerade das Ubuntu-Wiki ist sehr Anwendernah und deshalb empfehlenswert.
Ich glaube, dass ich tatsächlich versuchen würde, erst mal mit Ubuntu mein Problem zu lösen. Das hat in der Vergangenheit funktioniert.
Aber ich bin da wirklich nicht auf dem Laufenden.

Für mein System ist diese Seite der erste Anlauf: https://www.freebsd.org/doc/en_US.ISO885…book/index.html
aber das kann kein qemu!

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