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19.10.2017, 19:29

Knoppix 8.1 - Boot-Option "tohd=/dev/sdXY" wird ignoriert

(X steht natürlich für den Buchstaben der phys. Platte, z.B. "a" und Y steht für die Partitionsnummer, z.B. (in meinem Fall) "7".)

Bei 7.7.0 wurde das "KNOPPIX"-Verzeichnis von der DVD auf die angegebene Partition kopiert und Knoppix holt sich dann seine Daten von da anstatt von der DVD und läuft dadurch viel schneller.
Bei 8.1 wird nichts auf die Festplatte kopiert, Knoppix läuft auch mit "tohd" ganz normal von der DVD. Sollte man entweder reparieren (beste Lösung) oder aus dem F2-Menü entfernen (schnellste Lösung).

Die Knoppix-Versionen zwischen 7.7.0 und 8.1 habe ich momentan nicht alle zur Hand (7.7.1 wurde gerade heruntergeladen), kann also noch nicht sagen, ab welcher Version das nicht mehr funktioniert.

In dem Zusammenhang: Für eine "binäre Fehlersuche" wäre es von Nutzen, irgendwo ein Archiv mit herunterladbaren alten Versionen zu haben, z.B. auf Sourceforge - da gibt es schon ein INOFFIZIELLES Knoppix-Archiv, das aber z.B. von 7.7.1 nur die EN-Variante enthält und etwas Neueres gibt es da nicht. Das mal als Anregung :)

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19.10.2017, 21:25

ich weiß nicht, wo man solche Fehler melden kann. Vermutlich gibt es Hinweise auf der Knoppix Seite dazu.
Auch mit dem kompletten Boot-Prozess udn dem Abarbeiten der cheatcodes bin ich nicht ausreichend vertraut, schon gar nicht in 8.1. Was ich gelersen habe, sind im Vergleich zu früheren Versionen mehrere Aktionen nötig, um die Routinen von systemd zu umgehen. Vielleicht wurde dabei dann etwas übersehen oder ungünstig umgebaut.

Weshalb schreibe ich dann überhaupt?
Weil es eine andere Methode gibt, die nur etwas umständlicher ebenfalls ein Knoppix auf einem Stick einrichtet. Im gebooteten Knoppix gibt es die Option "Flash-Install". Das kopiert die Knoppix-Images auf einen Stick und richtet die Bootumgebung ein. Außerdem hat man die Wahl, eine Overlay-Partition (oder Datei) anlegen zu können. Diese speichert persönliche Einstellungen, erlaubt aber auch das Installieren zusätzlicher Programme (oder auch das "Entfernen").
Für mich ist das die Methode der Wahl, mit einem Knoppix umzugehen. Die DVD ist nur noch eine Notlösung.
Das haben sich die Macher bei Knoppix auch gedacht. Deshalb gab es ja die Option tohd und es gibt nun, mit 8.1, ein neues Verfahren, es ist ein hybrid-Image.
Mann kann das ISO gleich mittels dd auf einen Stick legen. Es richtet sich automatisch dort ein, legt eine Overlay-Partition an und vergrößert die über den kompletten freien Speicherplatz, wenn der Stick zum ersten Mal gebootet wird. Wer nicht vorhat, im Knoppix was zu ändern (zB die Bootoptionen manipulieren), der kann mit dieser Version sehr gut leben.
Für mich ist noch immer die Methode des Flash-Install erste Wahl, weil ich eben doch einige Dinge ändere, an die ich auf dem hybrid-Image halt nicht heran komme.

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20.10.2017, 00:01

Hallo Pit,
du hattest ja schon an anderer Stelle geschrieben, dass du dir keinen Anwendungsfall vorstellen kannst, für den man Knoppix auf der Festplatte installiert haben möchte. Hier ist einer, auch wenn es sich dabei nicht um eine volle Installation handelt: Eine solche "Installation" braucht auf der Platte nicht mehr Platz als auf einer DVD, alle Daten werden in ein Unterverzeichnis namens KNOPPIX kopiert (man braucht also keine völlig leere Partition, sondern kann jede verwenden, auf der sich ein unterstütztes Filesystem mit ausreichend freiem Platz befindet), spätestens nach erneutem Botten von DVD oder USB-Stick mit "fromhd=/dev/sdaXY" wird die DVD (oder der Stick) nicht mehr gebraucht - so die Theorie.

Warum sollte man das tun? Weil es um ein Vielfaches schneller ist als von DVD oder USB-Stick (es sei denn, sowohl der Stick als auch der Rechner unterstützen USB-3 und von USB-3-Ansclüssen kann auch gebootet werden).
Weshalb schreibe ich dann überhaupt?
Weil es eine andere Methode gibt, die nur etwas umständlicher ebenfalls ein Knoppix auf einem Stick einrichtet.
Stop, stop, stop. Ich will es nicht auf einem Stick einrichten, sondern auf einer Festplattenpartition. Das "flash-knoppix"-Script kann jetzt zwar auch eine Festplatte als Installationsziel verwenden, will dann aber die ganze Platte verwenden, was natürlich alle bestehenden Daten vernichten würde. Die Start-Option "tohd" ist etwas anderes, sie war auch früher nicht dazu geeignet, einen bootfähigen Knoppix-USB-Stick zu erstellen.

(Über diese Methode kann man zwar auch zu einer tohd-"Installation" kommen, indem man Knoppix damit erst auf einen Stick installiert und dann die Daten vom Stick auf die Festplatte kopiert, wobei man die schreibbare Overlay-Partition aber nicht mit kopieren kann. Aber es geht viel einfacher, man kann das KNOPPIX-Verzeichnis direkt von der DVD auf eine Festplatten-Partition kopiert.)

Den Haupt-Nachteil der neuen Methode sehe ich darin, dass man einen ganzen USB-Stick für eine Knoppix-Installation opfern muss, ein Multiboot ist damit ja nicht möglich, und nach der automatischen Vergrößerung der schreibbaren Overlay-Partition hätte man dann 4 GB an (schreibgeschützten) Knoppix-Grunddaten und z.B. eine 124(!!) GB große schreibbare zusätzliche Partition (bei einem 128GB-Stick) - wer will das schon? Brauchen tut das niemand, ca. 100 GB freier Platz ist viel zu groß, sofern man nicht 3D-Videos rendern will, was man aber besser nicht auf einem Flash-Speicher machen sollte. Aber das nur nebenbei.

Eigentlich wollte ich nur die Aufmerksamkeit auf einen Regressionsfall lenken.
Eine tohd-"Installation" ist immer noch hinzukriegen, ob diese dann durch die Start-Option "fromhd" genutzt werden kann, ist eine andere Sache.

Auf jeden Fall vielen Dank für deine Antwort, es mag vielleicht nützlich sein, die Unterschiede der genannten Möglichkeiten mal angesprochen zu haben.

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20.10.2017, 16:04

wenn ich das richtig sehe, brauchst du dann immer ein extra Medium, um mit dem cheatcode fromhd zu booten?
Ansonsten müsste man irgendwie einen grub einrichten.
Das habe ich selbst so gemacht und boote auf diese Weise mein Knoppix von NTFS, die nötigen Tips erhielt ich hier im Forum.
Deshalb vermute ich auch, dass der cheatcode tohd etwas ganz ähnliches liefert und dann, dann kann man das alles auch manuell erledigen und einfach von der DVD auf das gewünschte Medium kopieren. Also, ich habe nichts anders mit meinem Stick gemacht und dann ein grub4dos hinzugenommen. Syslinux, das Knoppix verwendet, kann nur FAT, dafür aber mit EFI, was mein Stick nun nicht mehr kann (er hat gar keine EFI-Partition).
Die Knoppix-Images (KNOPPIX und KNOPPIX1) sind ja immer gepackt und fest geschrieben (wenn man nicht auspackt). Nur der Teil drum herum ist beschreibbar auf einem Tick (oder anderem Medium).

Meine Kritik an einer Installation von Knoppix bezieht sich übrigens nicht darauf, was du gemacht hast. Das finde ich vollkommen OK. Mir geht es um eine HD-Installation mit Knoppix-Boardmitteln, die dazu führt, dass Knoppix vollkommen ausgepackt wird und ein Debian + Knoppix System auf einer Festplatte installiert. Dafür ist Knoppix nicht gedacht und man braucht so etwa auch nicht. Das hat in meinen Augen nur einen guten Grund: wenn man selbst remastern möchte und dafür ein passendes System braucht.
Sich Knoppix auf einen Stick oder eine HD zu legen und es im Live-Modus zu nutzen, das finde ich sehr gut, eben weil die Images fest gepackt und komprimiert sind. Da hat man ein echt kompaktes aber umfassendes System, das gute Leistung zeigt. Für so etwas sehe ich durchaus gute Gründe. Mir persönlich gefällt das eben noch besser vom Stick. Ich kann mein System quasi mit mir nehmen und auf nahezu beliebigen PCs einsetzen. Das hat schon seinen Charme.

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