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Beiträge: 23

Geschlecht: Männlich

1

25.10.2017, 19:43

Vorabfragen zur erstmaligen Installation von Knoppix 8.2

Aloha USERS!

Herzliche Grüße aus Berlin von mir - dem DAU Helmut ! ( DAU = Dümmster Anzunehmender User)
Ich möchte Knoppix 8.2 auf der Festplatte installieren - zum ersten mal Knoppix - - das hat auch einen Hintergrund, dazu vielleicht später mehr ( oder ihr wollt das genau wissen, dann fragt mich )!
Der Download ist gelaufen und die ISO auf DVD gebrannt.
Frage:
- DVD ins Laufwerk und dann auf installieren gehen?
- Wie kann ich meine Festplatte komplett zur Verfügung stellen? (Es sind 2 Betriebssysteme installiert, die möchte ich überschrieben haben und die Partitionen zusammenführen!!!!!!)
- Wie kann ich Programme einbinden, die ich haben möchte ( z.B.: "asunder", "Softmaker 2018 Beta", "Opera", "LibreOffice", Chemierechner und Molekülbetrachter, PSE usw.) ???

Nun ich denke, daß dies erst einmal reicht an Fragen, die mich interessieren - es gibt bestimmt noch mehr ...

Erstmal noch einen schönen Abend!

LG! Helmut (aus Bäärlin)

Beiträge: 23

Geschlecht: Männlich

2

26.10.2017, 10:55

Festplatteninstallation "leicht gemacht"

Aloha zusammen!

Hey - schon 14 mal gelesen !!!!

- leider noch kein Beitrag - - SCHADE!!!

Traut Euch ...

... vielleicht konzentrieren wir uns erst einmal auf die Installation und das Überschreiben der Partitionen - wie geht das?

LG! Helmut

progi

Fortgeschrittener

3

26.10.2017, 12:58

Hi,
ich habe KN8.2 nicht, darum vielleicht kleine Abweichungen in der Ausführung.

willst Du wirklich alles löschen ? - Deine Entscheidung


0. keine anderen Speichermedien anschließen, außer interne Festplatte, DVD & RAM (also keine andere Festplatten ...)
1. Starte KN8.2 von DVD
2. Wenn der Desktop erscheint, ist links unten ein "Knopf", den nenne ich ab jetzt K
3. Denke Dir eine Zahl aus - damit wählst Du die Größe des "persistent Speichers" in MB aus - Vorschlag : 5000
4. K -> Knoppix -> "KNOPPIX auf Flash kopieren" - dem Menu folgen
Vorsicht, NICHT "KNOPPIX HD-Installation"
5. DVD raus und rebooten
6. ist alles ok ?
Das alles sollte nicht mehr als 20min dauern -> stoppe die Zeit und teile uns hier mit, wie lange es bei Dir dauerte (kein Streß !!!)
Teile uns mit wie es Dir ging, auch Fragen.

Frage an Dich - woher hast Du 8.2 - ich kannte bisher nur bis KN 8.1

MfG
progi

Beiträge: 23

Geschlecht: Männlich

4

26.10.2017, 14:32

@ progi

Erstmal Danke!!!!

- 8.2 per download von der "Knoppix-Website"

Frage:

Warum nicht "Knoppix HD-Installation"? - das ist für mich "sinniger" - ich will ja auf HD installieren.

LG! Helmut

progi

Fortgeschrittener

5

26.10.2017, 15:01

Hi,
mit Verlaub, ich bin jetzt etwas direkt :

Du bist (anscheinend) Anfänger, und sagst Sätze wie

Zitat

Warum nicht "Knoppix HD-Installation"? - das ist für mich "sinniger" - ich will ja auf HD installieren.


Du hast eine "leere" HD - da ist doch kein Risko - oder ? - probiere einfach (vielleicht 1 h) ohne immer alles von vorne herein verstehen zu wollen !

Aber um es etwas zu erklären : Dein Vorschlag würde zu einem "entpackten" Knoppix führen - das ist dann nicht mehr Knoppix, eher Debian-like - aber trotzdem kein Debian - mit vielen Nachteilen - Support für Anfänger einfach nur ätzend !


2.

Zitat

- 8.2 per download von der "Knoppix-Website"

Das ist offensichtlich falsch, es ist 8.1
Poste hier doch mal den Namen der downgeloadeten iso-Datei von Knoppix 8.2

MfG
progi

Nachtrag 15h22m
Der erste WICHTIGE Schritt nach dem Brennen einer Knoppix-DVD ist es, sie zu überprüfen, indem man sie mit
knoppix testdvd
startet.
Hast Du dies gemacht - siehe die Datei "cheatcodes" auf Deiner DVD

Auch sollte man beim Brennen eine LANGSAME Geschwindigkeit wählen !

MfG

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »progi« (26.10.2017, 15:26)


6

26.10.2017, 19:05

Vorab fragen ist immer gut.

Was du da tun möchtest, will ich mit "Ausreisen in ein fremdes Land" beschreiben, denn ich gehe davon aus, dass du noch keine Erfahrung im OpenSource-Umfeld gemacht hast. Sehr viele Leute nutzen PCs so, wie sie kommen und das meint meist, mit einem proprietären Betriebssystem ausgestattet, das man dann nach einer ziemlich restriktiven Lizenz nutzen darf. Die Lizenzen im OpenSource-Umfeld sind generell freier, sie erlauben einem Anwender wesentlich mehr.
Es gibt und vielmehr gab es Leute (wie mich), die einst in dieses Land der Freien geflüchtet sind. Die mir verfügbaren proprietären Produkte waren so schlecht, dass man damit nicht vernünftig arbeiten konnte. Und die Analogie zum "Land der Freien" treibe ich ein klein wenig weiter, will sie aber auch nicht über strapazieren, denn bei Weitem nicht alles, was aus diesem Land kommt, kann man heute als Gut bezeichnen. Es gibt da schon sehr viel unnützes und geradezu schlimmes Zeugs. Und ein Weiteres: es wird oft damit gelockt, im Land der Freien fließe Milch und Honig und wer es betritt erlebt dann, dass es im Gegenteil Schweiß und Mühen bedeutet, wenn man hier überleben möchte.

Nach allem, was man mir erzählt, kann man mit heutigen Systemen von Microsoft und mit OS-X sehr gut und effizient arbeiten. Dazu muss man sich auch Mühe geben und die Systeme kennen lernen. Es ist natürlich durchaus so, dass vor allem Microsoft damit groß geworden ist, dass es sich an vollkommen unbedarfte Anwender wandte und diesen den Zugang zu preiswerten PCs ermöglichte. Jeder kann sehr schnell angelernt werden, mit einem Zeigergerät ein Symbol treffen und mittels anklicken eine Aktion auslösen. Dazu bedarf es Null-Kompetenz. Wer heute ein vorinstalliertes Microsoft auf einem PC findet, hat damit oft auch bereits eine Menge an zusätzlicher Software, die den Betrieb des Systems manchmal extrem behindert. Dadurch geraten viele Systeme in einen schlechten Ruf, den sie eigentlich doch nicht verdienen. Aus eigener Erfahrung kann ich dazu nichts sagen, aber man erklärte es mir von kompetenter Stelle, dass ein Microsoft Windows 10 durchaus ein System auf der Höhe der Zeit ist und auch allen modernen Sicherheitsanforderungen gerecht würde.
Ich will das zusammenfassen: es gibt dann heute kaum noch einen zwingenden Grund, ins Land der Freien zu flüchten.

Wer hierhin auswandern möchte, tut gut daran, zumindest einige Grundlagen zu kennen.
Diese werden im Netz an vielen Stellen immer wieder beschreiben, ich möchte das hier nur ganz kurz zusammenfassen.
Heute können dank der Hilfe zahlreicher Freiwilliger auch unbedarfte Nutzer einfach ein Freies System installieren und nutzen. Viele Freie Systeme werden in sogenannten Distributionen angeboten, einer Sammlung an Software, die passend zusammengestellt und manchmal auch passend konfiguriert ist. Bei solchen Distributionen, die Endanwendergerecht daherkommen, ist tatsächlich ein Nutzer im Fokus, der sich gar nicht auskennt und auch nichts lernen möchte, der keinen Gebrauch von seinen zusätzlichen Freiheiten im OpenSource-Umfeld machen will und einfach nutzt, was er angeboten bekommt. Dagegen ist grundsätzlich ja nichts zu sagen, dafür spricht aus meiner Sicht allerdings auch kaum etwas. Die großen Hersteller von Betriebssystemen setzen mehr Geld und Manpower für ihre Produkte ein, wesentlich mehr Geld und Manpower, als im OpenSource-Umfeld freiwillige Mitarbeiter verfügbar sind und, die OpenSource-Produkte stehen den Entwicklern der proprietären Systeme ja ebenfalls zur Verfügung. Das läuft also auch wieder darauf hinaus, dass es keinen Grund gibt, von einem Microsoft zu einem freien System zu wechseln, wenn man es nicht auch entsprechend nutzen möchte.
Wer Freiheit nutzen will, wer also selbst eine Wahl treffen möchte, der braucht eine gewisse Kompetenz und diese zu erwerben macht Mühe und Arbeit und es wird nicht Jedem gelingen, Viele werden resigniert aufgeben, weil sie gar keinen Nutzen für sich erkennen können.
Oft werden Distributionen, die Endanwendergerecht daher kommen, deshalb auch als Einsteiger- oder Anfänger-Distributionen bezeichnet.
Mit ihrer Hilfe hat man schnell ein funktionierendes System und kann damit lernen, bis man schließlich die Kenntnisse besitzt, um sich selbst sein System aus dem Angebot zusammen zu stellen, wie man das braucht oder möchte.
Solch eine Distribution ist Ubuntu. Persönlich fühle ich mich dort nicht wohl, aber ich empfehle Ubuntu immer an erster Stelle, weil es wirklich durchdacht ist und eine sehr gute Dokumentation in Deutscher Sprache existiert.
Ubuntu ist Debian-basiert, Debian ist nicht die erste Wahl für einen Einsteiger.
Knoppix ist Debian-basiert, aber es ist keine Distribution zum Installieren, es ist ein Live-System. Es bootet von einem Medium, ohne installiert zu sein und zeigt, was es in Linux so gibt. Es ist eine Präsentation. Man kann es vielleicht so ausdrücken, dass Knoppix nochmal eine Vorstufe zu einer Anfänger-Distribution ist.
Mann kann das installieren, es ist dafür aber nicht gedacht und wer es tut, landet wenigstens in einem Umfeld, das einem Debian entspricht, nur noch ein wenig komplizierter und weniger dokumentiert. Man kann das schon tun, es ist nicht dafür gedacht und schon gar nicht für Einsteiger. Und zwar rede ich hier von der Verwaltung und Konfiguration des Systems, nicht von der Installation selbst. Die eigentliche Installation durch das Knoppix-Script "HD-Installation" ist einfach, aber es ist mehr oder weniger eine Kopie des laufenden Systems auf ein Medium. Die Macher von Knoppix empfehlen das nicht, sie raten sogar davon ab und das alleine sollte einem doch schon zu denken geben.

Erkläre vielleicht lieber, was dir eigentlich gefällt und was du gerne auf deinem zukünftigen System haben möchtest. Leute, die schon länger mit OpenSource zu tun haben, können dir dann vielleicht die passenden Ratschläge dazu geben, was man dazu installieren müsste.

ubuntuli

Fortgeschrittener

Beiträge: 386

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7

27.10.2017, 18:05

Hallo Helmut.
Ick bin een Berliner.
Zur Frage HD Installation hab ick noch kene sinnvollen Tipps jelesen.
Ich kenne Linux Suse 20 Jahre. Knoppix 12, Ubuntu 10.
Zur Installation von Knoppix.
Wenn der Rechner von DVD mit Knoppix gestartet ist.
Du musst als erstes GParted starten.
Dann siehst Du sda/ die Interne Platte. Üblicherweise ist diese als FAT64 oder NTFS Formatiert.
Diese Partition muss gelöscht werden.
Anschließend startest Du die Installation auf HDD und automatisch Partitionieren.
Wenn das nicht möglich ist musst Du die Platte mit Gparted einrichten.
1. 1.4GB Linux Swap
2. den Rest Reiserfs

dann kannst Du Knoppix auf sda2/ installieren.
viel Glück.

8

27.10.2017, 20:23


- 8.2 per download von der "Knoppix-Website"


Hast du auch den Link dazu?

Beiträge: 23

Geschlecht: Männlich

10

29.10.2017, 16:10

Korrektur von 8.2 zu 8.1

Aloha USERS!!

E N T S C H U L D I G U N G ! ! !

Natürlich ist es die Version 8.1 und nicht wie irrtümlich von mir behauptet 8.2.

Ich kann mich nur entschuldigen!!!!

LG! Helmut

Beiträge: 23

Geschlecht: Männlich

11

30.10.2017, 15:06

DANKE!

@ ubuntull

Danke für deine Hilfe!

Werde ich probieren!

LG! Helmut

12

30.10.2017, 20:00

also, ich rate nochmal davon ab.

Anmerkungen zu Festplatteninstallation auf USB-Stick?

in dem Beitrag oben habe ich meinen eigenen Versuch dazu mit Knoppix 7.7.1 beschrieben. Das ist noch nicht lange her und es täte mich wundern, wenn sich mit Knopiix 8.1 wesentliches geändert hätte. Wenn ich das so unterstelle, dann wird die zur Installation gewählte Festplatte von Knoppix automatisch formatiert und ein SWAP eingerichtet. Du brauchst das nicht zuvor manuell zu erledigen.
Es könnte aber sein, das nachträglich einige Korrekturen notwendig werden. Die haben nichts mit der Partitionierung zu tun.
Wenn du es versuchst, wirst du es erleben und wer weiß, vielleicht hast du damit Glück und alles läuft zu deiner Freude auf Anhieb.

usb stick DUPLIKAT BACKUP clonen ??
Vielleicht hast du Lust, mal diesen Beitrag von mir noch zu lesen. Ist aus einer anderen Frage entstanden und ich hatte in den letzten Wochen auch weitere Versuche unternommen, die Installation von Knoppix und anderen OpenSource-Systemen zu vergleichen, aber zum Einen tue ich mir schwer, die wieder zu finden und zum Anderen scheinst du eh schon fest entschlossen, eine HD-Installation zu versuchen.

Wenn du deine Erfahrungen zurück meldest, werden wir ja sehen...

ubuntuli

Fortgeschrittener

Beiträge: 386

Geschlecht: Männlich

13

30.10.2017, 22:13

Knoppix 8,0 oder 8.1 kommen für mich nicht in Frage zu testen weil diese Versionen nicht von Klaus Knopper sind.

Beiträge: 23

Geschlecht: Männlich

14

02.11.2017, 11:09

kein Original ?

@ ubuntull

äääääh - was jetzt?

... die Version 8.1 (DVD) habe ich von von der "Knoppix-Website" ...

Da gehe ich natürlich davon aus, das diese Version ein ORIGINAL ist!
(Wobei es für mich nicht essentiell ist, ob die Version vom "Chef persönlich" oder vom "Team" erarbeitet wurde.)

Nochmal:

... ich habe von der "Knoppix-Website" downgeloadet - - da gehe ich jetzt einmal davon aus, das dies korrekt ist ...
(auf knopper.net wird die Version 8.1 mit den Release-Infos gezeigt - ich habe da keinen Download gefunden - bin dann über den Downloadserver der FU-Berlin zum Download der Version 8.1 gekommen)

LG! Helmut

progi

Fortgeschrittener

15

02.11.2017, 12:55

Hi,

Zitat

äääääh - was jetzt?

wenn ich die Seiten
http://www.knoppixforum.de/index.php?pag….knopper.net%2F
und von dort weiterführend
http://knopper.net/knoppix/knoppix810.html
lese, gehe ich davon aus das diese Version von Klaus Knopper kommt.

Aber

Zitat

Da gehe ich natürlich davon aus, das diese Version ein ORIGINAL ist!

finde ich nicht so aussagekräftig.

Entscheiden für mich wäre - wie im Nachtrag von
http://www.knoppixforum.de/knoppix-forum….html#post38070

erwähnt, das Ergebnis von :

Zitat

knoppix testdvd

oder md5sum

MfG
progi

16

02.11.2017, 13:44


... ich habe von der "Knoppix-Website" downgeloadet - - da gehe ich jetzt einmal davon aus, das dies korrekt ist ...


natürlich. Das ist vollkommen korrekt.
Im Linux-Lager gibt es sehr oft einen Personen-Kult, den man ansonsten in der freien Welt eher selten antrifft. Weshalb das so ist, kann ich mir nicht erklären, aber ein gutes Beispiel ist ja schon Linux selbst, also der Kernel des Systems. Linus Torvalds, der noch immer der "ultimo leader" der Kernelentwicklung ist, hatte den Namen seinerzeit akzeptiert und er hat sich heute dem kompletten System, einer kompletten Distribution aufgedrückt. In keinem anderen Betriebssystem ist das so, meist haben die Kernel nicht mal einen Namen. Fast jede Distribution nimmt aber nicht "den original-Kernel" sondern erweitert das immer um eigene Teile. Linus Torvalds ist vielleicht auch deshalb kein Freund von Distributionen. Aber, wir unbedarften Endanwender haben doch kaum eine andere Chance, als das zu nehmen, was uns da angeboten wird. Auch dann, wenn das streng genommen nicht "original" ist.
Wenn du Knoppix mit dem HD-Install Script auf eine Festplatte legst, erhältst du im Grunde kein Knoppix mehr. Du brichst das Original damit und bekommst ein anderes System. (Und ich will die Gelegenheit nutzen und wieder mal davon abraten). Es kann dir also vollkommen egal sein, ob das vorher irgendwie mehr oder weniger original gewesen ist.
Sodann sollte man sich auch vor Augen führen, was Knoppix ist und was es ausmacht, womit ich keineswegs die Verdienste von Klaus Knopper und dem Team um Knoppix schmälern möchte. Aber Knoppix besteht aus vielen Teilen, die frei erhältlich sind und die nur für dieses System so zusammengestellt werden und dann zusätzlich ein klein wenig Automagie beim Zusammenstellen zu einem Live-Image. Ich reduziere das ein wenig, aber lediglich die Automagie ist Knoppix und die ist ebenfalls frei erhältlich und kann auch in anderen Systemen genutzt werden. Ich nenne mal eine Zahl aus dem Bauch heraus: mit 99,99% des kompletten Knoppix hat das Knoppix-Team nichts zu tun. Das alles kommt von anderen Stellen und wird nur zusammengestellt. Und von den 0,01% Knoppix wird bei einer Festplatteninstallation wieder etwa 90% unnötig und einfach aufgegeben.
Man kann sich so ein GNU/Linux (oder fast beliebiges Freies System) vielleicht wie ein Schichten-Modell vorstellen, zwiebelartig, so dass es da einen Kernel gibt (Linux) auf dem ein sogenanntes Userland aufsetzt (GNU). Hierauf gibt es dann eine Schicht für die Grafik (meist ein X-Server) und darauf laufen dann Fenstermanager, die Programme in Fenstern darstellen. Diese Fenstermanager sind meist integriert in sogenannte DesktopEnvironments, eine Sammlung von Programmen, die in gleichem Look and Feel daherkommen sollen und bestimmte Arbeitsstrategien verfolgen. Sodann gibt es noch eine ganze Reihe an weiteren Programmen, die innerhalb dieser DEs genutzt werden können, etwa LibreOffice oder Firefox.
Eine Distribution nimmt einen Kernel und eine Version von GNU und packt die zusammen. Dann wird meist ein De ausgewählt und hinzugefügt und schließlich eine Auswahl an weiteren Programmen.
Nichts davon entsteht direkt in der Distribution (über Ausnahmen sehe ich mal hinweg).
Debian ist eine solche Distribution und die wird von Knoppix genutzt.
Was ist da nun original?
Linux kommt nicht von Debian, GNU kommt nicht von Debian, der X-Server kommt nicht von Debian, die unterschiedlichen DE kommen nicht von Debian, LibreOffice, Firefox, VLC kommen nicht von Debian.
Das nimmt Knoppix nun und baut dann daraus mit eigenen Scripts ein Live-System.
Du nimmst nun gerne das Live-System und willst das auf eine Festplatte wieder entpacken.
Also, bitte mach dir keine Sorgen, dass du etwas nimmst, was nicht von Herrn Knopper kommt. Du verwirfst ja genau das sowieso, was von Knoppix kommt, durch diese Art der Installation.

Ich will das nochmal anders versuchen und mein Beispiel nehmen.
Bei mir arbeitet kein Linux und nur sehr wenig aus GNU. Mein Kernel ist ein anderer und er kommt zusammen mit einem eigenen Userland. Darauf arbeitet aber ein X-Server und zwar der von Xorg, der auch bei GNU/Linux-Systemen genommen wird. Mein Fenstermanager ist OpenBox und damit stelle ich LibreOffice, Firefox und Claws-Mail dar und lege die auf verschiedene virtuelle Arbeitsflächen. Mit diesem System arbeite ich am liebsten, ein großes DE möchte ich lieber nicht.
Das habe ich mir nun (beinahe) genauso auf Knoppix eingerichtet. Und auf einem Ubuntu.
Egal, mit welchem der Systeme ich arbeite, für einen Beobachter von außen sieht das absolut identisch aus. Es kann niemand sagen, ob das nun ein GNU/Linux ist oder mein FreeBSD, das darunter läuft oder auch OpenBSD, das ich so auch schon mal getestet hatte. Man sieht es nicht, man spürt es nicht, man riecht es nicht, man kann es von außen, also anhand der laufenden Programme und der Art und Weise, wie diese dargestellt werden, nicht unterscheiden, welches System darunter läuft. Die Unterscheidung findet für einen Endanwender auf der Oberfläche statt. Wenn hier die gleichen Programme und die gleichen Fenstermanager und DEs eingesetzt werden, ist das praktisch gleich und nicht unterscheidbar.
So, was ist denn da nun original?
OpenBox in GNU/Linux funktioniert genau, wie in FreeBSD, der Firefox ist gleich (kommt aus den gleichen Quellen) und so weiter.
Knoppix hat keine eigenen Paketquellen und keinen eigenen X-Server und keinen eigenen Kernel und kein eigenes GNU, kein eigenes Compiz, kein eigenes LXDE, kein eigenes LibreOffice und so weiter. Alles, was man in Knoppix sieht und womit man da arbeitet, kommt nicht von Knoppix, wird nicht von Knoppix hergestellt oder betreut, noch nicht mal verändert.

Die Unterscheidung nach mehr oder weniger original ist meiner Ansicht nach nicht interessant und vollkommen unwichtig. Sobald ein System installiert ist (also eine echte Installation und dazu zähle ich nun ausnahmsweise mal das Entpacken eines laufenden Knoppix auf eine Festplatte), ist dieses individuell. Man hat es selbst in der Hand, welche SW man hinzunimmt, wie oft und wann man Updates einspielt und was man wo speichert. Keine zwei installierten Systeme sind gleich, sobald damit gearbeitet wird.
Im OpenSource-Umfeld ändern sich Quellen manchmal mehrfach täglich. Es gibt ständig Änderungen.
Ein Knoppix nimmt einen bestimmten Zustand und legt den für eine Version fest. Es wird ohne Update-Mechanismen gebaut und ist auch so nicht gedacht. Es ist eben ein Live-System.
Beim Entpacken auf eine Festplatte erhält man mehr oder weniger ein Debian-System und muss fortan selbst updaten und sein System pflegen. Hier ist nichts mehr festgeschrieben. Die ständigen Änderungen liegen nun greifbar und verlangen die Administration des Systems, ständig. Das bedeutet auch, dass sich solch ein System (wie jedes installierte System) ständig ändert. Es ist in einem stetigen Fluss.
Distributionen, wie Ubuntu, bieten einem hier Hilfsmechanismen, die besonders Anfängern bei diesen Verwaltungsaufgaben entgegen kommen. Debian nicht, entpacktes Knoppix auch nicht.

Beiträge: 23

Geschlecht: Männlich

17

05.11.2017, 11:53

Suche nach DEM Betriebssystem

@ pit234a

Danke!

Danke für deinen einigermaßen umfassenden Beitrag!
(Unter uns: so ungefähr war mir das bekannt - und trotzdem bezeichne ich mich als DAU - Dümmster Anzunehmender User - - meine Ambitionen beschränken sich mittlerweile auf das "usen"!)
A pro pos "user": Meine Ansprüche an ein Betriebssystem beschränken sich auf "- Betrieb -"! Wenn - wie in letzter Zeit bei JEDER von mir versuchten Distribution - sich der "Betrieb" "verweigert" (... aus welchen Gründen auch immer ...) ist das System für mich unbrauchbar, da ich kein "Informatiker - spezielisiert auf Reparatur von Betriebssystemen" bin. Ich bin ANWENDER (USER) - - Internet, Briefe, Tabellen, Musik, Video, Bilder ... das war es im Großen und Ganzen - - ! Wenn mir ein System eine automatische Updatefunktionalität bietet, dann nutze ich diese. Wenn sich dann durch dieses "nutzen" das System "verabschiedet" - hhhmm ... was soll ich dann tun?
Neuinstallieren - ist klar. Aber warum soll ich ein System neu installieren, das meinen Nutzergewohnheiten nicht entspricht und abstürzt?
Es gibt eine gewisse Anzahl an Betriebssystemen, die ich ausprobieren kann. Das finde ich gut! Wenn dann auch noch der "Umgangston" in dem entsprechenden Forum "stimmt" - - Daumen hoch. Dieses Betriebssystem suche ich derzeit noch ( ... auch weigere ich mich, aus Gründen der Bequemlichkeit und Einfachheit ein System aus Redmond zu installieren! Das hatte ich schon und es hat mich sehr geärgert und genervt! ... ).
Hier wir jetzt häufiger DEBIAN genannt - allerdings habe ich den Verdacht, daß dieses Betriebssysten für "Fachleute" ist - und genau das bin ich nicht! War ich nie und werde ich nicht mehr werden.
Im Großen und Ganzen war ich mit "Ubuntu" und seinen Abkömmlingen, mit "Mint" und seinen Varianten, Majaro usw. zufrieden - wenn, ja wenn die bei mir stabil gelaufen wären ...
KNOPPIX hat mich bis jetzt nicht im Stich gelassen!
... OK - das was KNOPPIX auszeichnet geht mit der Festplatteninstallation verloren - SCHADE! ... interessiert mich das jetzt? NEIN!
An dieser Stelle ENTSCHULDIGE ich mich bei ALLEN KNOPPIX-Entusiasten für meine obige Aussage!
---> Welches Betriebssystem entspricht meinen Ansprüchen? Vielleicht kann mir ja hier jemand eine (begründete) Empfehlung für eine stabile Distribution geben?
Nicht, daß ich schon wieder eine Neuinstallation anstrebe.

Ersteinmal soweit von meiner Seite ...

Noch einmal Danke für die geleistet Hilfe! ... und für zukünftige Hilfe!

LG! Helmut


p.s.: siehe "Festplatteninstallation für Dummies" --> "Es ist vollbracht ... "

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Helmut-aus-Berelin« (05.11.2017, 13:04)


18

05.11.2017, 15:41

wenn, ja wenn die bei mir stabil gelaufen wären ...

Meine Erfahrungen mit anderen Betriebssystemen sind beschränkt. Meines läuft für mich gut genug und ich will nicht dauernd irgendwohin wechseln und nachsehen, wie das dort so ist. Ubuntu ist eine Endanwendergerechte Distribution und die Versionen, die ich dazu angesehen und installiert habe, laufen vollkommen stabil. Im Einzelnen muss man sich vielleicht ansehen, was da nicht stabil gewesen ist. Wenn LibreOffice zB einen Fehler hat, der zu einem Hänger führt, dann hängt das nicht nur in Ubuntu sondern in allen anderen Systemen und dafür sind auch nicht die Systeme selbst verantwortlich. Linux ist Linux und GNU bleibt GNU und das ist in der regel extrem stabil. Hänger und Instabilitäten kommen meist durch zusätzliche Programme.

Welches Betriebssystem entspricht meinen Ansprüchen? Vielleicht kann mir ja hier jemand eine (begründete) Empfehlung für eine stabile Distribution geben?

Weil niemand dein Arbeits-Szenario mit deiner HW kennt, kann das wohl kaum jemand leisten. Aber, das scheint mir an der Stelle ein nötiger Hinweis: ohne Lesen (rtfm) geht es nirgendwo. Du bist ein Anwender und du probierst etwas und hast ein problem. Nun bist du meinetwegen der erte Anwender, der auf dieses Problem aufmerksam wird. Jemand nimmt sich der Sache an und geht mit dir zusammen den Vorgang durch, bis es zur Lösung kommt. Die wird dann aufgeschrieben. Wenn nun der nächste auf das gleiche Problem stößt, ist es mehr als einfach nur angemessen, darauf zu verweisen, was beim letzten Mal geholfen hat. Man sollte nicht und kann auch gar nicht die Zeit investieren, immer wieder jeden individuell her zu nehmen und all die schwierigen Dinge wieder von vorne zu exerzieren. Das ist unergiebig. Und das gilt für alle Systeme. Es wird keines kommen, das exakt für dich gebacken ist. Du musst den Umgang damit selbst lernen.
Weil du mehrfach Knoppix gelobt hast und ich davon ausgehe, dass du nicht die anderen mitgelieferten DEs probiert hast, ist das, was du da siehst, ein LXDE. Daraus abgeleitet wäre meine Empfehlung ein LUBUNTU.
Mint verstehe ich selbst nicht. Ich habe das nur einmal installiert gesehen und erkenne nicht, wo da der Unterschied zu einem Ubuntu ist, was also eine eigene Distribution rechtfertigen würde. Ubuntu ist gerade wegen der sehr guten Dokumentation und des schnellen Forums für Anfänger bestens geeignet. Viel besser, als SuSE. Ubuntu ist ein Oberbegriff und eine eigene Version. Es ist Ziel, immer nur ein Programm für eine Anwendung auszuliefern und so die einzelnen Unterversionen schlank zu halten. Deshalb gibt es LUBUNTU mit LXDE und KUBUNTU mit KDE und XUBUNTU mit XFCE und so weiter. In Knoppix werden LXDE, KDE und ich glaube auch XFCE mitgeliefert und man kann beim Booten durch einen Cheatcode festlegen, in welches DE man möchte. Bei "normalen" Systemen installiert man nur ein DE, eben, was einem gefällt. Man kann aber auch in einem LUBUNTU nachträglich ein KDE einbauen und dazu wechseln oder wieder zurück. Das geht bei Ubuntu vorbildlich gut und ich kenne keine andere Distribution, die einem dies so einfach ermöglicht. Das soll kein Merkmal für Qualität sein. Aber es kann für einen Einsteiger sehr angenehm sein, wenn andere sich über solche Sachen schon Gedanken machten.

siehe "Festplatteninstallation für Dummies" --> "Es ist vollbracht ... "

Das habe ich gelesen und muss dazu leider sagen: wenn ich es richtig verstanden habe, dann NEIN.
Du hast keine Installation gemacht.
Dabei ist es mit diesen Begriffen schwer und man muss sie quasi jedes mal neu definieren, weil Knoppix neue Versionen davon nötig macht. Ein wenig habe ich das in den letzten Wochen versucht, bin aber zu bequem, die Beiträge wieder zu suchen.
Ich fange mal so an:

-normale Installation
man nimmt ein minimales bootfähiges System und installiert das auf einem Medium, wovon es wieder gestartet werden kann. Dann konfiguriert man dieses System, in der regel auf der Shell, so dass man Internet damit kann. Die fehlende SW wird nun entweder aus Quellen oder schneller aus einem Angebot an Paketen hinzu installiert und jeweils konfiguriert und bei bedarf automatisch starten gelassen. Man hat ein System das genau den eigenen Bedürfnissen angepasst ist, nicht mehr Dienste nutzt und startet, als man möchte und genau die gewünschten Programme liefert. Solche Systeme bieten die geringste Angriffsfläche und liefern den minimalen Verwaltungsaufwand. In meinen Systemen habe ich etwa 900 installierte Anwendungen. Ein Ubuntu hatte bei mir etwa 1300 installierte Anwendungen. "Mein Knoppix" zähle ich gerade mit 4195 installierten Paketen.

-vereinfachte Installation
Häufig bieten einem Distributionen, wie eben Ubuntu, komplette Umgebungen an, die fertig zum Arbeiten sein sollen. Man braucht da nicht mehr die einzelnen Pakete zu suchen und zu sammeln, sondern es werden eine taugliche Selektion sofort mit angeboten. Oft laufen diese schon in einer Live-Version von einem Medium und lassen sich dann einfach installieren.
Automagie bei der Installation sorgt für eine Grundkonfiguration der gewünschten Dienste und lässt diese auch starten. Trotzdem wird nicht einfach alles installiert. In der Regel wird etwa nur ein passender Treiber für die vorhandene Grafik eingebaut, konfiguriert und benutzt. Die Installation erfolgt in der Regel auf ein internes Medium eines PCs, das gleichzeitig auch das Speichermedium für den PC ist. Es wird mehr oder weniger ambitioniert zwischen den einzelnen Bereichen unterschieden und entsprechend partitioniert.

-Knoppix
Knoppix ist eine Debian-Installation. Sie ist aber "akademisch". So, wie Knoppix installiert ist, ist das kein echter Arbeitsrechner. Knoppix ist ein Präsentatiosnsystem und deshalb werden sehr viele Pakete hinzugenommen, mehrere komplette DEs, verschiedene Dienste und dann auch noch "Rettungs-Software". Zusätzlich auch noch spezielle 3D-Demo-Pakete.

-Knoppix-auf-DVD-Installation
Mit Scripts wird nun aus dem laufenden Debian ein (oder mehrere) gepackte Images erstellt, die das komplette Knoppix enthalten und nicht größer als 4GB sind. Diese Scripts sind dokumentiert und man müsste sie nicht auf ein derart aufgebauschtes System anwenden, wie das bei Knoppix gemacht wird. Die Macher von Knoppix bringen von Zeit zu Zeit neue Versionen heraus, das bedeutet, sie schreiben dann jeweils neue Images aus ihrer akademischen Installation heraus und legen die fest auf eine DVD. Dort fügen sie einen Startmechanismus mit vorbereitender HW-Erkennung hinzu, fertig ist Knoppix, wie wir es kennen.

-Knoppix-auf-Flash-Installation
Dazu gibt es nun zwei Möglichkeiten.
--das iso-Image der DVD kann direkt mittels dd auf ein entsprechendes Medium gebracht werden. Es entsteht ein Hybrid, ein Knoppix, dessen Images in einer kleinen Partition liegen und von hier gestartet werden und ein großes, beschreibbares Overlay, das den rest des verfügbaren Speichers einnimmt. Der Teil, der das Booten übernimmt, ist hierbei unzugänglich im nicht beschreibbaren Bereich untergebracht und kann nicht verändert werden.
--Aus einer laufenden Knoppix-Sitzung kann das Script "Knoppix auf Flash kopieren" aufgerufen werden. Hier wird ein Medium vorbereitet und die Knoppix Images in eine FAT-Partition gelegt. Ein Overlay kann auf Wunsch angelegt werden und seine Größe ist einstellbar. Die Bootmechanismen werden analog zur DVD erstellt, sind aber erreichbar und können verändert werden.
Wichtig ist: bei beiden Versionen werden die Knoppix-Images kopiert, sie bleiben als maximal 4G große Blöcke erhalten. In ihnen liegt das vormals installierte Knoppix gepackt und unveränderbar vor, ohne Overlay derzeit ca 4,3GB.

-Knoppix-HD-Installation
Gleichfalls aus einer laufenden Sitzung kann das Script "Knoppix HD-Installation" aufgerufen werden. Hier wird das laufende Knoppix mit allen ausgepackten Images und dem eingebundenen Overlay auf ein Zielmedium entpackt. Dieses wird entsprechend vorbereitet. Die Installation ist minimal 12G groß und braucht einen SWAP-Bereich, so dass vernünftigerweise wenigstens 14G angenommen werden sollten. Anschließend erhält man eine Kopie des laufenden Knoppix, nur eben von einer Festplatte, mit anderer Bootumgebung und einem Systemstart, der sehr nahe an den einer "vereinfachten Installation" heran kommt.
Dies kann auch schief gehen.
Es ist keine "normale Installation" und keine "vereinfachte Installation". Mechanismen zur HW-Erkennung und Konfiguration sind sehr verschieden von denen, die in üblichen Distributionen angewendet werden.
Es ist eine spezielle Kopie eines laufenden Systems, unter Neueinrichtung des Boot-Vorganges.
Im Ergebnis ist es aber die Art, die am ehesten einer "vereinfachten Installation" entspricht und damit verglichen werden kann. Auch mit einer "normalen Installation" hat das sehr viel gemeinsam. Hingegen sind die anderen Knoppix Methoden und Erscheinungsformen sehr stark abweichend davon und können ohne Overlay Veränderungen nur am Bootbereich zulassen, sind ansonsten in Images festgeschrieben.

Nunja, ich hoffe, dass das verständlich wurde.
Du hast nicht installiert in dem Sinne, sondern ein Live-System auf deine interne Festplatte kopiert.
Wenn das richtig gedeutet ist.
Dagegen ist nichts zu sagen, wenn man weiß, was man hat und wie man damit umgeht. Das wiederum solltest du sicher machen und in eigenen Threads vorstellen. Nur dann kann man überhaupt Antworten auf einzelne Fragen zu dem System geben.

Beiträge: 23

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19

06.11.2017, 12:13

Erläuterungen ...

@ pit234

Danke für Deine eher umfangreiche Antwort!
Zur Zeit ist bei mir die Zeit zum intensiven Studium nicht vorhanden - aber ich werde es lesen! (Versprochen!)

--> eine kleine Ergänzung zu meinen Problemen mit den bis jetzt von mir "erprobten" Distributionen:
Im Großen und Ganzen ist es immer wieder ein vergleichbares Problem - es geht nicht um die "Unterschiede" und "Vorteile" der unterschiedlichen Distributionen, sondern:
ES KAM IMMER NACH EINER GEWISSEN ZEIT DER NUTZUNG ZU DER PROBLEMATIK, DAẞ DIE AKTUALISIERUNGSFUNKTION AUSSTIEG!
Der Versuch über des Terminal mit "sudo apt-get update" und / oder "sudo apt-get upgrade" führte dann - entweder sofort oder nach mehreren "Anwendungen" - zum Absturz des gesamten Betriebssystems. Es ging dann außer starten nichts mehr - noch nicht mal beenden (herunterfahren).

Also suche ich nach einem Betriebssystem, bei dem die Aktualisierung stabil funktioniert!

Wenn ich nach speziellen Anwendungsprogrammen ( z.B.. asunder ) frage, dann deswegen, weil ich mit diesen Programmen gut zurecht komme und die bei mir gut funktionieren. Ein ganz einfacher Grund!

LG! Helmut

20

06.11.2017, 13:09

"sudo apt-get update" und / oder "sudo apt-get upgrade"

wenn ich dein Vorgehen richtig gedeutet habe und du das Knoppix-Live-System benutzt, dann "darfst" du keinen upgrade fahren. Das würde dir fast unweigerlich das System zerschießen.

Wenn die Updates/Upgrades regelmäßig gefahren werden, gibt es eher weniger Probleme. Aber in allen Systemen ist das natürlich eine Schwachstelle und ich würde es als Wesen bei OpenSource-Systemen und ihrer SW betrachten. Man kann Systeme stabil auf sehr lange Zeit ohne Updates laufen lassen und sich daran freuen. Die Entwicklung geht aber in Riesenschritten voran und wenn man halbwegs aktuell bleiben möchte, muss man auch mit ständig neuen Fehlern rechnen.
Debian selbst ist da vielleicht das restriktivste System und hinkt mit seiner Paketauswahl immer deutlich hinterher.
Ubuntu hat einen guten Mechanismus, wenigstens funktioniert es auf meinem Ubuntu-Rechner seit Jahren problemlos. Dort mache ich die Updates gelegentlich und manuell. Der Rechner ist selten im Gebrauch. Es gibt aber auch eine Automatik und die läuft meist im Hintergrund und ohne zu stören. Für viele Anwender dürfte das der beste Fall sein.
Verglichen mit meinem FreeBSD ist die Update-Philosophie bei Ubuntu aber bescheiden. Nur, für FreeBSD gibt es gar keine Automatismen und wer denkt, ein Debian sei vielleicht eher nichts für Anfänger, der sollte sicher besser die Finger von solch eher exotischen Systemen lassen.

Was hast du für HW?
Vielleicht stocken die Prozesse, weil dein PC zu schwach ist?


z.B.. asunder

klar doch, und asunder wird es sicher auch für Knoppix geben. Ich habe das nicht nachgesehen, aber es ist eine weit verbreitete Anwendung und wenn du damit zufrieden warst, gibt es eigentlich keinen zwingenden Grund, unter Knoppix nun was anderes zu nutzen. Einfach installieren, falls es fehlt und gut ist.
Genau das ist ja, was bei Ubuntu so ausgezeichnet ist. Man findet gute Dokumentation und sehr viele Programme als Pakete vorbereitet, die schnell und problemlos installiert werden können. Und ganz oft passen alle Angaben dort auch exakt auf Knoppix.

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21

07.11.2017, 14:01

kurze Erleuterung meiner Situation

@ ALL

... aaaalsooo ...

Damit sich einige "hilfreiche Geister" ein genaueres Bild machen können - hier einige Infos:
- In unserer Familie gibt es eine
Stereoanlage von "RAUMFELD" - gehört zu "TEUFEL" !
Mit dieser Anlage können wir keine CD´s mehr abspielen - nur noch Dateien, die über ein
von Raumfeld aufgebautes separates WiFi an die Anlage gestreamt werden.
Diese Dateien - mp3 oder FLAC - liegen auf einem USB-Stick oder einer externen Festplatte.
Um die Musikstücke unserer CD-Sammlung - es sind schon etliche CD´s - in Dateien zu wandeln, nutze ich asunder - das
Programm ist einfach zu handhaben und läuft zuverlässig, auch über das externe Laufwerk.

- Jetzt zu meinem Laptop:

Vorab: In unserer Familie werden folgende Geräte genutzt: Sohnemann nutzt einen selbst gebauten Gamer-PC mit Windows 10, meine Frau nutzt einen iMAC mit Sierra, ich nutze einen Laptop, wir alle haben jeder ein Handi mit Android (aber unterschiedliche Varianten).
- Da ich einmal eine einjährige Weiterbildung zum Netzwerkadministrator gemacht habe (zu Zeiten, in denen Windows 2000 gaaaaaanz neu war), in der ich z.B. HTML 1.0 und Linux 7.1 kennenlernte, bin ich sehr gefragt, wenn es irgendwo hakt, bin ich gefragt wie nie zuvor. Ansonsten darf ich keinen der anderen Rechner anfassen!
Als "Rettungsanker" muß immer der Laptop herhalten - - - und wehe der funktioniert dann nicht ...

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Der Laptop ist ein circa 6 Jahre alter "acer" ASPIRE 5750G mit i5-2450M 2,5GHz, 8GB DDR3 Memory, 640 GBHDD, NVIDIAcGeForce GT 630M, Acer Nplify 802.11b/g/n WiFi-Adapter, DVD-Super Multi DL drive (das Laufwerk hat leider einen Schaden, der nicht immer auftritt aber immer dann, wenn es so gar nicht paßt).

# # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # # #

Ich hoffe, damit konnte ich euch meine Situation ein wenig erleutern.

LG! Helmut

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Helmut-aus-Berelin« (07.11.2017, 14:33)


22

07.11.2017, 14:34

NVIDIAcGeForce GT 630M


es ist sicher immer gut einen verlässlichen Rechner im Haus zu haben. Nach meiner Erfahrung dürfte allerdings auch ein mac für alle Situationen geeignet und durchaus stabil sein. Das könnte den Druck vielleicht ein wenig von deinen Schultern nehmen.

NVIDIA-Karten gelten in der Freien Welt als die Lösung überhaupt. Das hat damit zu tun, dass NVIDIA sehr eng mit manchen Entwicklern zusammenarbeitet und sogenannte Blobs veröffentlicht. Das sind Teile, die in Treibern (oder sogar im Kernel) eingearbeitet werden können. Sie sind aber selbst nicht quelloffen und ich weiß auch nicht, welcher Lizenz die unterliegen. Deshalb liefern viele Distributionen Default diese Lösungen mit Blobs nicht aus, weil sie den Anspruch haben, ausschließlich Freie SW zu verbreiten. Andre Distributionen sehen das wiederum anders. Wie das im Einzelnen gehandhabt wird, kann ich nicht sagen. Aber ich habe irgendwo gelesen, dass es mit Knoppix und NVIDIA gelegentlich hacken kann.
Das kann ich mir im Übrigen auch als eine Quelle von Unzufriedenheit bei deinen früheren Versuchen mit GNU/Linux vorstellen.

Für ein solches RIP-Projekt, das ja überaus nachvollziehbar ist, muss nicht unbedingt ein System installiert sein. Ich denke, dass du das auch mit einem Knoppix von Stick und sogar vollkommen ohne jede Grafik hättest erledigen können. Doch das sollten wir hier nicht ausufernd diskutieren, wenn du ja schon eine befriedigende Lösung hast.
Als ich unsere CD-Sammlung auf unseren File-Server legen wollte, erledigte ich das mit grip und bearbeitete die Titel vereinzelter Machwerke mit easytag nach, oder nutzte Scripte, um zuvor vereinzelt angelegte Sammlungen in die gleiche Form zu bringen. Ich finde das recht wichtig, dass man sich innerhalb einer Sammlung an gleiche Formatierungen hält. Das alles machte ich mit meinem installierten FreeBSD und den diversen Freien Helfern, die es auch für GNU/Linux gibt.
Aber, ich will niemandem FreeBSD empfehlen, es gibt keine pragmatischen Gründe dafür. Es soll nur zeigen, dass man auch mit solchen Betriebssystemen, deren Fokus nicht der Endanwender mit seinem Desktop ist, durchaus gleiche Probleme zu lösen vermag.

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23

07.11.2017, 14:59

DANKE! auch für die hilfreichen Exkurse ...

@ pit 234a

auch hier nochmal DANKE! DANKE! DANKE!

vom "Liebling-DAU".

... OK ... ich bin jetzt nicht der unbedarfteste User - aber das was ihr mir hier alles aufschreibt überschreitet meinen Wissenshorizont erheblich.

---> ich bin mittlerweile wirklich nur noch "USER" (in der vielleicht übelsten Form - wirklich!).
Das ich unsere Familie mit funktionierenden Rechnersystemen "versorgen" kann - - immer noch - - ist schon ein klein wenig toll (funktioniert aber nur über Anwenderforen und Support-Telefone).
... kleiner Seitenhieb in Richtung "OBST" - meine Frau ist mit der Performance und der Funktionalität ihres iMACs nicht sooooo zufrieden - daher bleibe ich bei meinem Labtop mit einem funktionierenden Linux-Betriebssystem als "Rettungsanker" ...

Greetings from BÄÄÄÄRLIN!

LG! Helmut

Beiträge: 23

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24

Gestern, 13:06

... Beichte ...

@ all

... ich habe (derzeit) mein finales System gefunden 8und installiert:

XUBUNTU 16.04

... läuft ...

LG! Helmut

25

Gestern, 19:26

hattest du mehrere verschiedene getestet, oder hatte dir XUBUNTU auf Anhieb gut gefallen und du bist dann dabei geblieben?

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