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1

23.11.2017, 21:03

Knoppix speichert keine installierten Programme auf USB

Hallo Leute,

habe mir vor einiger Zeit mal Knoppix per Live Distribution auf einen USB Stick installiert. Diesen dann erfolgreich gebootet und im Anschluss von der Live Distribution Knoppix als Betriebssystem auf einen zweiten USB Stick installiert. Und zwar über das Desktop Icon Install Knoppix.

Ich will quasi ein portables Betriebssystem auf einem USB Stick haben, das auch Änderungen speichert. Habe mir dann eben paar Prgrammpakete über bspw. github installiert. Passt alles. Funktionieren auch. Allerdings als ich Knoppix heruntergefahren habe und im Anschluss neu startete, war Knoppix im Urzustand... was kann ich tun?

Glaub ich habe das schon mal gefragt hier, finde den Beitrag nicht mehr. ;-) Jemand eine Idee?

Grüße
Tobi

2

23.11.2017, 21:14

Passt... habe meinen Beitrag vom September gefunden. Muss die Antworten noch abarbeiten... Sorry...

Aber danke mal im Voraus...

ubuntuli

Fortgeschrittener

3

24.11.2017, 15:05

Hallo tobi83.
Nur als Hinweis. Wenn Du eine Live Distribution auf einen USB Stick installierst kannst Du keine Daten oder Installationen dauerhaft Speichern wenn Du eine Flash Installation benutzt hast. Der USB Startet wie eine DVD.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ubuntuli« (24.11.2017, 15:19)


ubuntuli

Fortgeschrittener

4

24.11.2017, 17:59

Der richtige Weg ist eine Installation auf HDD sdb1. Der USB sollte nicht kleiner als 14GB sein. Erst dann werden Daten auf dem USB dauerhaft gespeichert und die Daten sind von anderen Systemen abrufbar.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ubuntuli« (24.11.2017, 18:17)


5

24.11.2017, 20:47

Hallo,

jetzt muss ich nochmal nachfragne - dachte auf http://knopper.net/knoppix/knoppix810.html steht gerade das Gegenteil von

Hallo tobi83.
Nur als Hinweis. Wenn Du eine Live Distribution auf einen USB Stick installierst kannst Du keine Daten oder Installationen dauerhaft Speichern wenn Du eine Flash Installation benutzt hast. Der USB Startet wie eine DVD.


nämlich:

Zitat

Durch das neue Hybrid Layout der ISO-Datei kann diese jetzt auch direkt 1:1 auf USB-Stick kopiert werden, mit Linux-Bordmitteln wie dd oder cp, oder Programmen wie Win32 DIsk Imager. Allerdings ist die erste Partition in diesem Fall aufgrund des iso9660 Dateisystems nicht schreibbar, daher können z.B. die Bootoptionen nicht permanent verändert werden.
...
Eine bessere Variante ist die Installation mit --> flash-knoppix, die das gewohnte Layout mit einer FAT32 und einer Linux-Partition auf USB-Stick erzeugt. Hierbei kann in Version 8.1 auch optional ein eigenes Remastering durchgeführt werden.


und weiter unten

Zitat

Starten von Flash-Disk

Um ein bootbares USB-Medium (Memorystick, SD-Karte, Digitalkamera mit USB-Anschluss, Handy mit MicroSD-Karte, ...) zu erzeugen,
kann das Programm flash-knoppix vom laufenden KNOPPIX-System verwendet werden,
das auf einem standardmäßig mit FAT-Dateisystem formatierten Memorystick die notwendigen Dateien und den Master Boot Record einrichtet.
Auf Wunsch kann das Zielmedium neu partitioniert und formatiert werden, oder bei bereits vorhandenem FAT-Dateisystem im Ursprungszustand belassen werden,
hierbei bleiben vorhandene Dateien erhalten. Von USB-Flashdsk startet und läuft das KNOPPIX Live-System mindestens Faktor 5 schneller als von CD oder DVD!

Nach dem Kopieren auf ein schreibbares Medium kann mit Hilfe des persistent KNOPPIX Image (Overlay) oder einer zusätzlichen Linux-Partition
auch im Live-Betrieb permanent gespeichert werden.
Eigene Einstellungen und nachinstallierte Programme bleiben somit über den Neustart hinaus erhalten.


Vielleicht hilft das ja? - oder habe ich etwas total falsch verstanden?

Gruß
The_idealist100

sorry - bin nun mal einer der seltenen Exemplare der Handbuchleser ;) - aber vielleicht funktioniert das ja trotz dass es hier steht nicht ?

ubuntuli

Fortgeschrittener

6

24.11.2017, 22:49

Du hast nicht alles falsch Verstanden nur einiges.
Die Experten die viel Ahnung von Theorie und wenig von Praxis haben.
Um Knoppix auf USB richtig zu installieren gibt es praktisch folgende Schritte:
benutze einen Stick mit mindestens 14 GB, besser sind 16GB.
1. Du Startest die Knoppix DVD
2. stecke den USB ein.
3. Du startest den Partitionsmanager PM.
4. Die Partition /sdb (USB) muss gelöscht werden.
5. Dann erstellst Du eine neue Partitions Tabelle auf /sdb
6. danach die Linux swap mit etwa 1GB, und den Rest „reiserfs“
7. Dann gehst Du auf Knoppix auf HD installieren. Dort erscheint ein Feld wo Du wählen kannst. Benutze dann /sdb.
8. dann kannst Du Knoppix auf USB installieren.
9. wichtig ist am Ende der Installation den bootloader auf /sdb zu schreiben.

So kenne ich das. Schreibe bitte wenn Du Probleme hast.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ubuntuli« (24.11.2017, 22:59)


pit234a

Fortgeschrittener

7

24.11.2017, 23:31

aber vielleicht funktioniert das ja trotz dass es hier steht nicht ?


es ist gut, dass du liest und was du gelesen hast, scheinst du auch richtig verstanden zu haben.

Um das auf zu lösen, müsste ich die unterschiedlichen Methoden erklären, mit denen man ein Knoppix "installieren" kann. Richtig installiert wird es nie, aber man kann es als laufendes System auspacken und diese Methode nennt sich HD-Installation und ist aber nicht an HDs gebunden und sie sollte nur für ganz bestimmte Zwecke genommen werden. Knoppix ist dafür nicht gedacht und nicht gemacht. Es wird dann aber auf ein voll beschreibbares Dateisystem gelegt und der Live-Charakter ist quasi vollends zerstört.

Mit den anderen Methoden (ich habe das erst die Tage ausführlicher erklärt, bin aber nun zu faul zum Suchen), bleibt jeweils das Live-System erhalten. Knoppix liegt in mehreren Images fest gepackt vor und zwar auf der DVD mit KNOPPIX und KNOPPIX1 und auf einem Stick liegen genau die gleichen Images wieder und es kann noch KNOPPIX-DATA hinzukommen, die Overlay. Nur der Overlay ist beschreibbar und behält sich Änderungen. Beim Booten werden die Teile zusammengeführt und bilden eine Einheit, ein ganzes System. Wird dieses "HD-Installiert" wird es so kopiert, also entpackt und als Summe der zusammengeführten Einzelteile. Das braucht etwa 12GB oder so und es wird zusätzlich ein SWAP angelegt (womöglich auch auf einem Stick, bewahre!).
Um ein Live-System zu bekommen kann man die Methode Flash-Install wählen, wobei Flash wieder nicht unbedingt das Medium meint. Man kann da sehr wohl auch eine interne Platte wählen. Bei dieser Methode hat man die Wahl, ob man ein Overlay haben möchte und wie groß es werden soll.
Neu mit 8.1 ist, dass man das DVD-ISO gleich mit dd auf einen Stick legen und davon booten kann. Beim Booten wird dann eine kleine Partition für die bekannten Knoppix-Images genommen und der komplette Rest des Sticks als Overlay eingerichtet. Diese Methode hat erhebliche Nachteile, wie ich finde. Sie funktioniert, aber sie macht keinen Spaß, denn man kommt nicht an wesentliche Teile des Systems, um eigene Einstellungen vorzunehmen (etwa mit no3d die lästigen 3D-Effekte abschalten).

ubuntuli benutzt eine ausgepackte Version von Knoppix als Zweitsystem und hat damit Erfahrungen, die er gerne weiter gibt. Ich werde nicht müde, bei jeder Gelegenheit davon abzuraten.
Knoppix ist Live gedacht und dafür ganz wunderbar gemacht. Es sollte als Live-System erhalten bleiben und Flash-Install ist die Methode der Wahl und wenn man seine Einstellungen (Hintergrund, Drucker etc) erhalten will, mit Overlay. Daten können sowohl ins Overlay, als auf den FAT Bereich des Sticks gespeichert werden. Der FAT-Bereich ist ein wunderbarer Austauschdatenträger zu anderen Systemen. Im Overlay liegen die Systemdaten, es kann aber auch hier gespeichert werden. Nur ist der Overlay nicht so einfach für andere Systeme zugänglich, nur Linux (afaik) beherrscht noch das dort (default) verwendete reiserfs.

Nochmal. Flash-Install ist die Methode der Wahl mit einem Knoppix!
Nimm einen 16G Stick. Du nimmst 300 oder 500M als Overlay, wenn du nur Hintergründe und Einstellungen speichern möchtest. Der Stick ist dann so aufgeteilt: 15,5G FAT und 0,5G Overlay in reiserfs. beide Partitionen sind beschreibbar. FAT von qausi jedem System und reiserfs nur aus Linux.
Auf die 15,5G FAT wird nun KNOPPIX und KNOPPIX1 gelegt, was etwa 4,3G zusammen braucht (und wegen der Größenbeschränkung bei 4G mit FAT überhaupt notwendig ist). Ich mache es mir einfacher und rechne 4,5G für Knoppix, dann bleiben dir 11G FAT-Stick übrig, den du einfach so benutzen kannst. In Windows, in Knoppix, in Ubuntu, in FreeBSD, whatever. Der Platz für Knoppix ist im wesentlichen in den beiden 4,0 und 0,3 GB großen Dateien KNOPPIX und KNOPPIX1 angelegt. Das sind ganz einfache Dateien auf einem FAT-Stick und sie enthalten das Knoppix-System (ohne Overlay). Zusätzlich kommt noch ein klein wenig Boot-Magie. Um nicht verwirrt zu werden, lege ich immer ein zusätzliches Verzeichnis an "DATEN" oder so. Darin speichere ich alle meine Daten. Wenn ich etwas verschlüsseln will, verschlüssele ich es (mit GPG). Wenn ich diese Daten brauche, kann ich den Stick in meinem Windows (habe keines) oder FreeBSD einstecken, mounten, auf den Ordner DATEN gehen und alle DATEN finden und verändern. Oder, ich kann auch ein Knoppix booten und auf den Ordner gehen und dito. Um es einfacher mit der Navigation zu haben, lege ich einen Link zum Ordner auf meinen Knoppix-Desktop.
In der Overlay ist das persönliche Zusatz-System. Alles, was du veränderst. Deine persönlichen Einstellungen oder SW, die zusätzlich installiert wird. Es ist auch alles hier, was du in deinem Heimatverzeichnis im Knoppix speicherst. Nutzt du das weidlich, brauchst du natürlich mehr Platz. Du kannst hier Dateien >4G speichern, wenn der Overlay groß genug ist. Doch, warum sollte man hier speichern? Mann hat doch den großen Bereich im FAT.
Wie auch immer, man kann mit einem Knoppix immer speichern, auch ohne Overlay, nämlich eben in den FAT-Bereich des Sticks. Ist der Stick sehr klein, hat man nur sehr wenig Platz neben den 4,5G Knoppix. Auf meinen 32G Knoppix Sticks habe ich jede Menge Platz neben Knoppix frei und nutze die Sticks viel mehr als Austauschdatenträger zwischen unterschiedlichen PCs, als dass ich das Knoppix darauf einsetze. Wenn ich es aber mal brauche, habe ich eben auch "mein Knoppix" dabei, also mit meiner zusätzlich installierten SW, meinem Fenstermanager, meinem E-Mail-Clienten usw.

Nähme ich das entpackte Knoppix, also HD-install auf einen Stick, hätte ich quasi keinen Platz mehr auf einem 16G Stick, denn das System mit SWAP verbraucht ohne jede zusätzliche Datei schon 14GB, wie ubuntuli ja berichtet. Zudem ist das nicht mehr so fein gepackt, es wird vermutlich langsamer laufen und es gibt auch Erfahrungen die zeigen, dass diese Systeme womöglich gar nicht so richtig funktionieren, weil ihnen der Live-Charakter quasi genommen ist. (ich will nicht mehr und sage das deshalb so platt und einfach).

Knoppix Live ist nicht für die Ewigkeit gemacht!
Man kann und sollte keinen upgrade machen und damit veralten die benutzten Pakete schnell.
Mit einem HD-installierten System ist das anders. Aber zum Installieren gibt es andere Systeme, die auch dafür gedacht sind.

edit: letzter Satz installierten zu HD-installierten geändert.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pit234a« (24.11.2017, 23:39)


pit234a

Fortgeschrittener

8

25.11.2017, 11:52

Knoppix-Aufteilung auf Stick zeigen

Eben habe ich mal einen grafischen Login zu meinem Knoppix hergestellt und daraus einige Bilder geschossen, um die Belegung eines Knoppix-Sticks zu zeigen.
Die Situation ist, dass auf dem PC Knoppix 7.7.1 von einem Stick mit Overlay am installierten System auf sda1 vorbei gebootet wurde. Knoppix liegt hier also auf sdb und wurde davon gestartet. Der FAT Bereich dieses Sticks ist sdb1 und die Overlay-Partition ist sdb2.
[attach]994[/attach]
dieses ist ein Bild der Belegung des Sticks. Er ist 16GB groß und er hat eine Overlay-Partition in reiserfs und ist wenig "manipuliert". Normalerweise installiere ich wesentlich mehr SW und "baue den Desktop um". Ich habe auch nichts großartig auf dem Stick zusätzlich gespeichert, er wird auch nicht von mir genutzt, außer zu solchen Testzwecken.

Quellcode

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5
root@Microknoppix:/home/knoppix# du -d 1 -h /mnt-system
14M	/mnt-system/boot
960K	/mnt-system/efi
4,4G	/mnt-system/KNOPPIX
4,4G	/mnt-system
Dies zeigt die Belegung der FAT-Partition etwas detaillierter. Die FAT-Partition wird in Knoppix immer als /mnt-system eingebunden und ist dort vollständig zugänglich, etwa um Bootoptionen von Knoppix verändern zu können oder eben zusätzliche Daten zu speichern. Die Overlay-Partition will ich nicht zeigen, das würde womöglich nur verwirren. Aber es ist Platz dort vorhanden und es könnte auch dort gespeichert werden. Auf die FAT-Partition kann ich aber einfach auch von einem Windows oder anderen System zugreifen, es ist ein echter Austausch-Datenträger.
Ich habe nun einen meiner "produktiven" 32G Knoppix-Sticks eingesteckt. Der ist dann sdc und hat ebenfalls eine FAT-Partition sdc1 und eine Overlay sdc2:
[attach]995[/attach]
Man sieht schon, dass hier mehr auf der FAT liegt und auch mehr vom Overlay benutzt wird. Das Overlay ist außerdem in ext2 angelegt, was kein Standard ist. Ich kann reiserfs nicht lesen, aber ext2 kann ich in meinem System einbinden und so ist auch der Bereich für mich einfach erreichbar. Ich kann dort speichern oder Dinge ändern. So kann ich direkt auf dem Stick eine Konfiguration einsetzen, ohne Knoppix gestartet haben zu müssen. Das ist für mich sehr praktisch, weil ich so sehr einfach die Konfiguration aus meinem System dorthin kopieren konnte und damit quasi adhoc mein Desktop-Umfeld hatte und meine GPG-Keys und meine Mailboxen etc. beim nächsten Start von Knoppix sind diese Dinge dann "einfach da".
Worauf ich viel mehr hinweisen will, ist aber der FAT-Bereich, denn das ist mein Austauschdatenträger zwischen meinen FreeBSD-Rechnern und meinen GNU/Linux-PCs und den Windows-PCs, die ich auf der Arbeit nutzen muss und so weiter. Außerdem liegt hier Knoppix drauf.

Quellcode

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root@Microknoppix:/home/knoppix# du -d 1 -h /media/sdc1
14M	/media/sdc1/boot
1008K	/media/sdc1/efi
4,4G	/media/sdc1/KNOPPIX
6,8G	/media/sdc1/ALLEDATEN
13G	/media/sdc1
ALLEDATEN ist also mein Verzeichnis, das ich zum Speichern der Daten nutze. Ich brauchte das nicht. Man kann alle Daten direkt neben die vorhandenen Daten des Knoppix legen, aber ich wollte das nicht machen und lieber eine Art "Trennlinie" einziehen. Man sieht, dass ich da derzeit 6,8G an Daten auf diesem Stick mit mir rum schleppe. Noch einen kurzen Blick auf die gemountete FAT dieses Sticks in pcmanfm:
[attach]996[/attach]
Den Inhalt von ALLEDATEN will ich nicht zeigen. Wenn ich Knoppix von diesem Stick gestartet habe, dann ist ganz genau diese Belegung halt unter /mnt-system zu finden. Wenn ich aus Knoppix heraus etwas speichern möchte, ist der Pfad für mich also /mnt-system/ALLEDATEN und um das einfacher zu finden, habe ich mir einen Link auf dem Desktop angelegt. Dann kann ich einfach ALLEDATEN öffnen und auch per Drag_n_Drop Dateien hierher bringen.

Ich hoffe, dass das transparent ist.
Beim Einsatz von Knoppix vom Stick mittels Flash-Install ist man sehr flexibel und kann den Stick wunderbar als Speicherort und Austauschdatenträger benutzen. Nur die gepackten Images des Live-Systems liegen festgeschrieben und unveränderlich ebenfalls auf der FAT-Partition.
Die FAT-Partition ist DER Bereich zum Speichern von Daten. Warum die Overlay-Partition sich aus meiner Sicht eher weniger eignet, will ich hier nicht aufgreifen. Aber wer das möchte, kann auch hier speichern und wer eine sehr große Overlay wählt, kann sehr große Dateien hier ablegen, weil die 4G Begrenzung von FAT nicht gilt. Die Overlay kann sogar verschlüsselt angelegt werden (ich rate davon ab) und so als "sicherer" Ort für Daten gelten. Bei Verlust eines solchen Sticks wären dann diese Daten vor Zugriff fremder ohne Passwort geschützt.

ubuntuli

Fortgeschrittener

9

25.11.2017, 20:51

Hallo pit234a
meine Schritte 1-9 habe ich mir bei Knoppxx 6.1 zum ersten mal ausgedacht probiert und bei allen nachfolgenden Versionen erfolgreich angewendet.
Nur mit dieser Methode wird Knoppix dauerhaft auf USB wie auf einer Festplatte installiert.
Alle Daten und installierte Software bleiben erhalten und sind nicht virtuell wie bei einer Flash Installation.
Beispielfoto
so sieht eine richtige Installation auf USB oder HD aus.
das ist ein Foto von meiner VirtuaBox, ist aber völlig identisch mit einer realen Installation.
»ubuntuli« hat folgende Datei angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ubuntuli« (25.11.2017, 21:14)


pit234a

Fortgeschrittener

10

25.11.2017, 22:03

Nur mit dieser Methode wird Knoppix dauerhaft auf USB wie auf einer Festplatte installiert.


du kannst in dem Menü Knppix den Punkt "Knoppix auf HD installieren" (oder so ähnlich, ich sehe demnächst noch genauer nach) finden. Der macht alles automatisch.
Die Abfolge ist dann einfach: Stick rein und auf den Knopf drücken, Stick als Ziel wählen und Knoppix machen lassen. Nur das Schreiben des Bootloaders habe ich mich nicht getraut, weil ich einen fremden Rechner nutzte und nix riskieren wollte. Die Ausgabe sagt nämlich, dass der Bootloader auf die erste Platte geschrieben werden wird und das wollte ich ja nicht und habe es deshalb manuell gemacht.
Hier habe ich darüber berichtet: Anmerkungen zu Festplatteninstallation auf USB-Stick

Ich weiß also ziemlich genau, wovon du redest und wie das Ergebnis aussieht. Ich hatte den Eindruck, dass du die bessere Alternative, nämlich Knoppix live auf den Stick zu bekommen, nicht richtig kennst und wollte das deshalb etwas vertiefen.

Alle Daten und installierte Software bleiben erhalten und sind nicht virtuell wie bei einer Flash Installation.

das ist irgendwie eben wieder missverständlich, ich verstehe es jedenfalls nicht so recht. Bei einer Flash-Installation ist nichts virtuell und alle Daten bleiben hier ebenfalls erhalten. Ja, im Gegenteil, anstatt 12GB Platz für das System zu verschenken und dann auch noch evtl eine SWAP auf einem USB-Stick zu realisieren, brauche ich nur etwa 4,3GB für Knoppix und vielleicht ein paar hundert MB für eine Overlay. Mit 5G insgesamt für Knoppix kann man ganz gut hinkommen und individuelle Änderungen einpflegen und hat dann bei einem 14G Stick (wie in deinem Beispiel) noch ganze 9G zum Gebrauch frei verfügbar. UND man hat noch immer den Live-Charakter, kann also quasi auf beliebigen PCs booten, Macs eingeschlossen und 32Bit oder 64Bit.
Die Vorteile eines Live-Systems und gerade von Knoppix sind ganz enorm, im Vergleich zu einer HD-Installation auf einen Stick.

Es führt hier vielleicht zu weit, aber lass mich mal ein Bild einfügen:
[attach]998[/attach]
Das ist eine laufende Knoppix-Sitzung auf einem PC. So sieht "mein Knoppix" immer aus und ich habe zwei davon, eines auf einem FAT und eines auf einem NTFS (womit ich keine Macs, kein EFI booten kann). Du kennst natürlich nicht meinen Arbeitsrechner, aber ich versichere dir, dass der nicht viel anders aussieht. Ich arbeite dort nicht mit LXDE und nutze nicht das LX-Panel, doch ansonsten fühlt sich das an, wie bei mir zu Hause. Es laufen die gleichen Programme auf den gleichen virtuellen Arbeitsflächen und ich nutze das gleiche Thema und gleiche Fensterdekoration und vor allem die gleichen Tastaturkürzel, um Anwendungen zu starten und zu verschieben. Und das ist LIVE.
Warum um alles in der Welt sollte ich also auf die Vorteile verzichten und mir die vielen Nachteile einer HD-Installation ins Boot holen?
Ich habe alles, was ich mir wünsche und ich habe es transportabel und in meiner Hosentasche dabei.
Nur, allermeist brauche ich das nicht, sondern ich brauche einen Stick als Datenträger, um Daten darauf zu speichern und von einem System zu einem anderen zu transportieren. Genau das bietet mir Knoppix, wenn es Live benutzt wird. Der Stick hat noch Platz dafür UND ich habe ein System darauf, dass allen meinen Ansprüchen genügt und sogar besser, als wenn ich eines voll installieren würde.

"So sieht "mein Knoppix" immer aus": damit meinte ich, dass alle diese Einstellungen, die sehr verschieden von einem ausgelieferten Knoppix sind, über das Ausschalten erhalten bleiben. Da gehen keine Daten verloren, außer der Stick geht selbst verloren oder geht kaputt.

Man kann eine HD-Installation auf einen Stick machen oder auch auf eine interne Platte oder wohin man möchte. Meiner Meinung nach macht das nur einen einzigen Sinn, aber man kann ja anderer Meinung sein und darf das auch und soll das auch äußern. Das ist gut. Ich mag das. Aber ich möchte auf Fehler oder Missverständnisse hinweisen, die da gelesen werden können, so wie ich auch darum bitte, auf meine Fehler aufmerksam zu machen.
Knoppix-Live ist genial und einfach super.
Knoppix HD-installiert braucht niemand, der es nur nutzen möchte, schon gar nicht auf einem Stick. Nicht, um es zu verändern und an eigene Gewohnheiten anzupassen, nicht um Daten auf dem Stick zu speichern, von dem es läuft, nicht, um irgendeinen Nutzen daraus zu erhalten. Es ist einfach für alles nur schlechter, als es Live zu benutzen.

pit234a

Fortgeschrittener

11

26.11.2017, 17:06

oder so ähnlich, ich sehe demnächst noch genauer nach)


Also, nochmal nachgeschaut. In meinem Knoppix 7.7.1 heißt das im Menü Knoppix auf der Startleiste KNOPPIX HD-Installation
[attach]999[/attach]
Was macht das?
Mit rechter Maus kann man sich die Eigenschaften ansehen:
[attach]1000[/attach]
und in /usr/share/applications/0wn.desktop finden, dass ein Script /usr/sbin/0wn aufgerufen wird. Das kann man sich ansehen und durchlesen und ich habe das auch getan, als ich damals damit gespielt hatte. Es ist etwas mehr als 550 Zeilen lang und so ab Zeile 150 oder 160 rum geht das los, dass das Zielmedium eingerichtet wird, also partitioniert und formatiert.
Ich glaube, dass ich bei meinem Test damals auch die Einträge in der fstab manuell auf dem Stick korrigieren musste, doch das habe ich bestimmt dort beschrieben, wenn es so war.
Ansonsten geht das alles automatisch und ohne weitere Vorbereitung. Abschließend muss der Bootloader noch geschrieben werden.

Die bessere und für mich einzig sinnvolle Methode mit Knoppix wird eingeleitet durch "KNOPPIX auf Flash kopieren" im gleichen Menü:
[attach]1001[/attach]
Auch hier kann man nachsehen und finden, dass ein Script dazu aufgerufen wird und zwar /usr/bin/flash-knoppix und das hat sogar etwas über 800 Zeilen. Das war mir hilfreich, als ich die Verschlüsselung der Overlay-Partition im Zusammenhang mit einem Beitrag hier verstehen wollte und als ich versuchte, Knoppix auf ein NTFS zu legen.

Ich vergesse immer schneller, als es dauert, bis ich etwas kapiere.
Aber manche Dinge merke ich mir dann umso nachhaltiger und dazu gehört: Knoppix Live = GUT und Knoppix HD-installiert = schlecht.

12

08.01.2018, 11:27

Wow, habe die Beiträge erst leider jetzt gelesen, da ich länger nicht mehr im Forum war. Super tolle ausführliche Statements, vielen Dank! Ja genau so habe ich es dann auch versucht, mit der HD-Installation, bin ich zufällig nach langem hin und her im Netz darauf gestossen. Einfach mal versucht und als HDD-Installation installiert es mir auch Knoppix auf den USB Stick. Soweit alles gut... Danke nochmals...

pit234a

Fortgeschrittener

13

08.01.2018, 12:01

Einfach mal versucht und als HDD-Installation installiert es mir auch Knoppix auf den USB Stick.


das kannst du natürlich halten, wie du willst. Aber ich finde es eine sehr schlechte Lösung und habe das oben auch begründet. Knoppix ist keine gute Wahl für eine "entpackte Installation". Aber dazu habe ich genug gesagt und es steht auch an anderer Stelle (bei Knoppix selbst) beschrieben.

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