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1

14.01.2018, 20:25

Installation Knoppix 8.1 / Knoppix herunterfahren

Hallo zusammen,

ich habe ne Frage zur Installation.

Ich habe ein Laptop mit ner 1 TB SSHD Festplatte. Die habe ich unterteilt in 1. Swap-Partition 10 GB, 2. Linux-Partition 671,51 GB und 3. Windows-Partition 250 GB.

Für die 2. Partition hatte ich zuerst eine erweiterte Partition und darin ein logisches Laufwerk der restlichen Größe eingerichtet. Ich habe sämtliche Dateisysteme für Linux ausprobiert, konnte aber aber das Knoppix per HD-Installation nicht installieren.
Dann habe ich die erweiterte Partition wieder gelöscht und stattdessen eine primäre Partition angelegt. Hier auch sämtliche Dateisysteme ausprobiert. Konnte Knoppix nur mit reiserfs Dateisystem installieren.
Geht Knoppix nur mit reiserfs? Ich wollte eigentlich ext4 nehmen.

Das Setup hat mir den Grub ins MBR installiert und dabei auch Windows erkannt.
Beim Booten kann ich auch wählen zwischen Knoppix und Windows (ist Version 10 Pro).

Ich kann Knoppix über Start/Abmelden nicht herunterfahren. Es dauert ziemlich lange bis ich Logout wählen kann.
Bildschirm wird dunkel, aber nach einiger Zeit erscheint wieder der Desktop.
Einzig unter der Konsole shutdown -h (oder r) now fährt das Laptop runter.
Die Meldungen unter Strg+Alt F5 helfen mir nicht weiter. Bei Alt F12 erscheint es mir nach Fehlermeldungen.
Die Meldungen werden doch sicherlich wo gelogged. Weiß aber nicht wo.
Unter der Konsole mal cat /var/log/messages probiert. No such file or directory.

Ich wollte Knoppix eigentlich nur mal testen mit dem Laptop und später openSUSE Leap 42.3 installieren. Der Knoppix-Fehler stört mich jetzt nur. Den will ich vorher erledigen.

Knoppix beruht auf Debian oder? Ich hatte die Version 8.1 DVD neu runtergeladen und gebrannt gehabt.
Hier im Forum habe ich was von 8.2 gelesen. Ist das ein Tipfehler gewesen oder gibt es schon ne aktuelle Version 8.2?
Wenn ja, lohnt sich der Umstieg auf 8.2 CD/DVD?

Vielen Dank!

LG
Data2006

2

14.01.2018, 20:26

PS: Das shutdown ist ziemlich schnell unten. Wenn ich von 8.1 DVD boote und dann Knoppix beenden möchte, das dauert länger.

pit234a

Fortgeschrittener

3

16.01.2018, 11:17

ganz kurz: KNOPPIX sollte nicht als "installiertes" System benutzt werden, dazu ist es nicht gemacht und es ergeben sich einige Komplikationen daraus, wenn man das nutzt. So ist es zB ein 32Bit System und das muss man heute nicht auf einem Rechner haben. Es ist auch schweirig, Updates zu fahren und gerade vor dem Hintergrund von Spectre und Meltdown gibt es derzeit Updates für Linux, die von einigen Distributionen automatisch angeboten werden. Knoppix ist keine Distribution und kennt keinerlei Update-Automatismen.
Knoppix ist für Live gedacht und genau dafür gemacht.
Bei der HD-Installation ändert sich der Bootvorgang gegenüber Live (also von DVD oder mittels Flash-Install kopiertem Knnopix) und auch der Abmeldevorgang ist ein wenig anders. Ich musste damals, als ich es mit Knoppix 771 probierte, ein klein wenig etwas ändern, erinnere mich aber nicht mehr an die Details.
Knoppix kann ext2 aber es kann nicht ext4.
Es müsste natürlich ext4 können, aber der mitgelieferte Grub hat keinen Starter dafür an Bord. Es müsste also der grub erneuert bzw ausgetauscht werden, damit Knoppix ext4 können könnte. Die Funktion HD-Install schlägt derartiges nicht vor und nimmt immer reiserfs. Will man eine Installation auf ext2 ändern, muss man das manuell machen und alles auf ein vorbereitetes Medium kopieren, was man zuvor mit HD-Install oder manuell irgendwo entpackt hatte. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis.

Die Funktion Knoppix-HD-Install hat nur den einen Sinn: wenn jemand sein eigenes Knoppix remastern möchte und dann daraus wieder ein neues Live-System baut. Statt erst ein 32Bit-Debain zusammen zu stellen und um die Komponenten von Knoppix zu erweitern (im wesentlichen einige Scripts), damit man sein eigenes Live-System daraus bauen kann, das dann einem Knoppix sehr ähnlich wäre.

Wenn du mit Linux anfangen möchtest, kannst du mit Knoppix im Live-Modus sehr gut spielen, besonders von einem USB-Stick und mittels Flash-Install inklusive Overlay-Partition. Dafür ist es gedacht und dafür wurde es gemacht.
Willst du was installieren, kann ich dir aus meinem bescheidenen Erfahrungsschatz nur Ubuntu wärmstens empfehlen. Man kann damit sehr schnell und einfach gute Erfolge erzielen, es ist gut dokumentiert und nachvollziehbar beschrieben. SuSE macht vieles wieder auf eine ganz eigene Weise und wer nicht einen besonderen Grund dafür hat, dem kann das eigentlich nicht nahe gelegt werden. Was macht es für einen Sinn, SUSE zu lernen, wenn man dieses Wissen nur hier anwenden kann? Ubuntu ist Debian-basiert und es bietet eine sehr große Auswahl an Paketen an, so dass damit kein Wunsch offen bleibt. (Trotzdem nutze ich es selbst so gut wie nicht und habe auch eine Aversion gegenüber Linux, aber das nur nebenbei).

4

16.01.2018, 14:46

Hallo pit234a,

vielen Dank für Deine Antwort.

Bezüglich Dateisystem habe ich noch was anzumerken. Bin mir sicher alle Dateisysteme, die ich bei dem Versuch Knoppix zu installieren, ausprobiert habe. Da konnte ich m. E. kein ext2 auswählen oder es ging nicht. Die Partition wieder zu löschen und probieren ob doch ext2 geht, mache ich jetzt aber nicht mehr. Werde Knoppix dann löschen.

Ubuntu beruht auf Debian. Ok. Ist mit Gnome ne? Ich glaube ich würde eher zu KDE tendieren. Da müßte ich dann Kubuntu nehmen ne?
Bin mir unschlüssig.
Wo kann ich mir beides runterladen? Ist das jeweils eine Vollversion oder gibt's da auch ne Box zu kaufen? SuSE Linux ist ja auch frei, könnte man sich aber als Box auch kaufen. Da war noch ein Habdbuch dabei und einige Prigramme dabei die nicht frei waren. Meine das gelesen zu haben.

OpenSUSE Leap 42.3 hatte ich mir runtergeladen und schon gebrannt gehabt.

Bin mir auch hier nicht schlüssig welche Version ich nehmen soll. Vielleicht noch mal unter www.linuxforen.de nachfragen?!

Lieben Dank und Gruß
Data2006

pit234a

Fortgeschrittener

5

16.01.2018, 19:51

Da konnte ich m. E. kein ext2 auswählen oder es ging nicht.

Man ext2 nicht im Installationsmenü "HD-Installation" auswählen. Man muss zunächst reiserfs als Vorgabe nehmen. Das kann man dann aber auf einen anderen Datenträger kopieren und dort grub neu einrichten. Das versuchte ich erst mit ext4 und scheiterte, weil Grub nicht den passenden Loader dabei hat. Aber auf ein ext2 konnte ich schließlich umziehen.
Meine Experimente dazu hatte ich hier beschrieben: Anmerkungen zu Festplatteninstallation auf USB-Stick

Ist mit Gnome ne? Ich glaube ich würde eher zu KDE tendieren. Da müßte ich dann Kubuntu nehmen ne?

Nein, es kommt mit Unity, einem eigenen Desktop. Kubuntu ist eine Wahl für ein Ubuntu mit KDE. Ich finde die Namenswahl bei Ubuntu sehr unglücklich, steht es doch sowohl für eine Version, ein bestimmtes Flavor, als auch für das komplette System mit allen Möglichkeiten, ist also quasi gleichzeitig der Oberbegriff für alle vorhandenen Versionen. Dabi gehe ich sogar so weit und behaupte, dass Linux-Mint nichts anderes als ein weiteres Flavor von Ubuntu ist, obwohl dies eine eigenständige Distribution ist (aufbauend auf Ubuntu).
Bei Ubuntu ist es ein erklärtes Design-Ziel, möglichst keine redundante Anwendungen zu installieren. Also nur ein Brennprogramm, nur ein Mail-Programm und so weiter. Viele Desktop-Environments bringen nun eigene Anwendungen mit und so ist es ein wenig logisch, dass es quasi für jedes DesktopEnvironment eine eigene Unter-Ubuntu-Version gibt.
Dies betrifft aber nur den Download und die erste Installation dieser Version. Jedes System kann mit ganz geringem Aufwand umgebaut werden. Ich selbst habe einige Male Ubuntu installiert und gar keine fertige Version genommen. Ubuntu bietet auch dies an. Dann installiert man nur ein Basis-System und nimmt dann hinzu, was man eben will und braucht. Damit ist man auch vollkommen Frei in der Wahl seines DesktopEnvironment und ich brauchte gar keines und konnte so also Installationsvolumen sparen.
Wie gesagt, ist es aber auch sehr leicht, etwa in einem LUBUNTU, das mit LXDE kommt (was Knoppix auch default anbietet), nachträglich ein KDE zu installieren und auch beide nebeneinander zu benutzen. Es kann auch so eingerichtet werden, dass ein Nutzer KDE und ein anderer XFCE benutzt oder in der Art.
Deshalb ist die erste Wahl auch relativ egal. Wenn man sich ein wenig orientiert hat, kann man das immer wieder gut ändern und anpassen.
Knoppix hat ja auch mehrere DE an Bord, was dem Gedanken geschuldet ist, dass es eine Art Demo ist und zeigen möchte, wie ein Linux aussehen kann. Normalerweise macht man genau das nicht. Wenn man alleine an einem PC arbeitet, entscheidet man sich früher oder später für seine Umgebung. Daher ist es auch ein wenig daneben, dass es die vielen Unterarten bei Ubuntu gibt. Das kommt nur daher, weil man nicht davon ausgeht, dass ein Nutzer erst den Umgang mit dem System lernen möchte und unbedingt etwas vor-gekochtes serviert haben muss. Ubuntu bietet im Unterschied zu SuSE eine größere Auswahl an Paketen an, womit zusätzliche SW sehr einfach installiert werden kann und genau deshalb gelingt der Umbau zu einem anderen DE auch super einfach. Zusätzlich ist das alles gut dokumentiert und das Wiki ein sehr hilfreicher Leitfaden. Ich stelle unten mal ausschließlich einige Seiten aus dem Wiki ein.
Neben dem Wiki gibt es auch ein deutschsprachiges Forum für Ubuntu. Dort findet man recht kompetente und schnelle Hilfe, aber nur wenig Erklärungen. Man versteht sich dort als Support-Forum.
Wo kann ich mir beides runterladen?

Du kannst einfach mal nach Ubuntu und Download suchen. Die bieten das direkt an oder zeigen gute Mirrors.
Ich empfehle die LTS-Versionen.
Ein wenig wird auch im Wiki gesagt und Downloadseiten sind dort verlinkt.

Dazu empfehle ich dir einfach mal die folgenden Seiten ein wenig zu durchstöbern:
https://wiki.ubuntuusers.de/Downloads/
https://wiki.ubuntuusers.de/Desktop/
https://wiki.ubuntuusers.de/Was_ist_Ubuntu/
https://wiki.ubuntuusers.de/Wiki/
https://wiki.ubuntuusers.de/Ubuntu/Releases/

Noch ein Wort zu "Andere Leute fragen".
Jeder wird sein System anpreisen, vor allem, wenn er es erfolgreich nutzen gelernt hat. Es gibt zu viele Meinungen dazu und viel zu viele Linux-Distributionen, um echt guten Rat erhalten zu können.
Persönlich neige ich dazu, jedem den Umgang mit seinem System gründlich zu erlernen und so etwas wie ein Arch-Linux zu nehmen (das ich aber nur durch Erzählungen kenne). Bei diesem Konzept baut man Schritt für Schritt sein System auf und lernt es dabei kennen, muss auch die Dokumentation immer wieder lesen. Natürlich ist es da sehr sehr hilfreich, wenn man schon mal wenigstens eine Idee davon hat, was man eigentlich möchte. Und deshalb gilt so etwas wie Arch-Linux nicht als Anfänger-gerecht. Man kann darüber streiten, manchmal denke ich, dass es genau das richtige für einen Anfänger ist, weil er damit gleich richtig lernen muss und wer das nicht schafft gibt auf und das tut Linux-Systemen nur gut.
Mit dem Ubuntu-Konzept hat man sofort einen Erfolg und kann mit dem System arbeiten und dann (bei Bedarf) tiefer einsteigen und Teile besser kennen lernen.
Wenn ich Ubuntu empfehle, hat das also gewisse didaktische Gründe und liegt nicht etwa darin begründet, dass es mir persönlich so gut gefällt. Es hat für mich nur wenige erkennbare Nachteile, aber sind durchwegs eben solche Dinge, die speziell für unbedarfte Anwender eingebaut sind und denen das Leben leichter machen.
Deshalb mein Rat: nimm ein Ubuntu, fang damit an und lerne damit und dann sieh langsam weiter und frage nicht schon vorab andere Leute nach deren Meinung oder Erfahrung. Du bist nicht an Ubuntu gefesselt, nur weil du damit anfängst. Du musst schließlich deine eigene Wahl treffen, darum geht es bei der Freiheit von OpenSource und dazu brauchst du eine gewisse Kompetenz. Die muss man erwerben und das passiert nicht auf einen Schlag mit der ersten Installation eines Systems.
Oder, du verzichtest auf deine Wahlmöglichkeit und nimmst etwas vor-gekochtes und auch dazu ist Ubuntu ausgezeichnet geeignet.

6

16.01.2018, 21:57

Ok pit234a.

Ich versuche es dann mal mit Ubuntu. Habe hier noch ne ältere Linux-Box mit Ubuntu und Kubuntu (Official Edition Version 6.06 LTS), die wird aber wohl schon zu alt sein. Ne? Sind 4 DVD's mit einem deutschen Handbuch.

In einem anderen Forum (www.linuxforen.de) würde mir geraten alles in einer Partition zu installieren. Natürlich mind. eine zweite Swap-Partition.
Ich wollte für mein Linux mehrere Partitionen anlegen für /boot, /home usw. Wußte da nicht für was ich alles ne eigene Partition anlegen sollte und wie ich den Festpkattenplatz verteilen soll.
Mit mehreren Partitionen ist mir eher zu LVM geraten worden. Hat was gedauert bis ich das Prinzip verstanden habe.

Bei meinem Laptop werde ich dann Ubuntu in einer Partition installieren.
Später kommt noch ein Tower-PC dazu mit erst mal wohl nur ne 2TB Festplatte. Dort will ich dann mal LVM probieren, falls es mal eng wird mit dem Platz und ich ne weitere Festplatte/-Partition einbaue.

Laptop und Tower am Ende der Platte 250 GB für Win10 Pro.

LG
Data2006

7

16.01.2018, 22:39

PS: Lade ich die 16.04.3 LTS oder die neue 17.10.1 Version runter von www.ubuntu.com?
Oder unter www.kubuntu.com die 16.04.3 LTS oder 17.10.1 runter? Hier kann man zwischen 32- und 64-Bit Version wählen.

Ist denn das Ubuntu mit 32- oder 64-Bit?

8

16.01.2018, 22:45

PS2: Unter www.ubuntuuers.de/Desktop steht das bis Version 17.04 Unity Standard ist. Und ab Version 17.10 Gnome Standard ist.

Aber wenn ich richtig gelesen habe kann man auch noch andere Desktops (u. a. KDE) nachinstallieren?!

pit234a

Fortgeschrittener

9

17.01.2018, 18:52

mir geraten alles in einer Partition zu installieren.
Mit mehreren Partitionen ist mir eher zu LVM geraten worden.

wenn du nicht weißt, warum du mehrere Partitionen brauchen kannst, dann nimm eine einzige für alles (außer SWAP). Viele Partitionen eröffnen weitere Möglichkeiten und damit auch weitere Problemquellen. Im allgemeinen ist der Trend zu einer einzigen Partition vollkommen richtig und nachvollziehbar und birgt für die allermeisten Nutzer keinerlei Nachteile.
LVM-sind alt und auch ein altes Konzept. Modern ist ZFS, was ein Dateisystem und LVM in einem hat. Unter Linux läuft das auch, ist aber nicht default. Es hat keine zu Linux vollkommen kompatible Lizenz und deshalb musste viel damit herum getrickst werden und es ist nicht direkt und nativ in Linux (also dem Kernel) vorhanden, aber genaues weiß ich dazu nicht, weil ich es unter Linux nicht nutze. Bevor es fertig für Linux war, gab es ein anderes Projekt um die guten Eigenschaften von ZFS auch unter Linux zu realisieren. BTRFS ist eine Art kleines ZFS, wenn ich das recht verstehe, aber inzwischen unter Linux voll einsatzfähig, war als das Dateisysestem der Zukunft angesehen worden und kann auch bei Ubuntu als Default-System gewählt werden oder später aus einem ext4 heraus erstellt werden. Ich weiß nicht genau, wie das mit der eingebauten Kompression aussieht (ein sehr sinnvolles Feature), wenn man es default nutzt. Wenn man es später erzeugt, kann wohl erst ab diesem Zeitpunkt die Kompression voll genutzt werden.
Es ist jedenfalls einen Blick wert und wenn es nur die wichtigen Dinge beherrscht, die ein ZFS kann, wäre das eine viel bessere Antwort als einen altmodischen LVM mit altmodischen Dateisystemen zu bauen.
Du könntest es auch nun bereits einsetzen und den Umgang damit erlernen.
Es nutzt keine Partitionen mehr, sondern sogenannte Data-sets und die liegen innerhalb des Dateisystems und können dynamisch bleiben.
Übrigens gilt das alles eher für mehrere Platten und nicht so sehr für mehrere Partitionen. Mehrere Partitionen auf einer einzigen Platte zu einem LVM zu verbinden ist eigentlich quatsch.
Inwieweit man da jeweils auf die automatische Installation bei Ubuntu vertrauen kann, weiß ich aber nicht. Ds wirst du dann lernen.

Aber wenn ich richtig gelesen habe kann man auch noch andere Desktops (u. a. KDE) nachinstallieren?!

Ja, unbedingt.
Meine Infos zu Ubuntu gehen nur bis 16.04. Neuere Versionen habe ich mir nicht angesehen und werde das wohl auch kaum nochmal tun. Jedenfalls immer LTS nehmen, das hat diverse Vorteile.
Um zB das DesktopEnvironment LXDE zu installieren (der in Knoppix default ist), genügt ein Befehl der Art

Zitat

# apt install lxde
. Ubuntu bietet derartige Meta-Pakete an. Hinter dem Namen lxde verbirgt sich also viel mehr SW und das wird alles automatisch installiert. Was es gibt und was evtl noch fehlt und zusätzlich installiert werden sollte, steht alles jeweils im Wiki.
Man muss dann auch diesen neu installierten DE dem Benutzer zuweisen. Am einfachsten über einen Login-Screen (also kein automatisches Einloggen zulassen), an dem man vor der eigentlich Sitzung um-wählen kann.

pit234a

Fortgeschrittener

10

20.01.2018, 18:41

Es ist jedenfalls einen Blick wert und wenn es nur die wichtigen Dinge beherrscht, die ein ZFS kann, wäre das eine viel bessere Antwort als einen altmodischen LVM mit altmodischen Dateisystemen zu bauen.


Das war zu BTRFS und ich habe selbst noch ein GNU/Linux auf einem echt alten Laptop und mit BTRFS am Laufen. Mich hatte damals interessiert, ob ich mit der beschränkten HW dieses Rechners BTRFS überhaupt uneingeschränkt nutzen kann und ich hatte dem damals keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt. Nun erinnerte ich mich zufällig wieder daran und habe den rechner ausgepackt und nur ein ganz klein wenig mit dem BTRFS gespielt und möchte es dir unbedingt empfehlen.
Es kann alle wesentlichen Sachen, die man von modernen CoW-Dateisystemen erwarten kann. Es ist einem EXT4 in vielerlei Hinsicht überlegen und speziell wegen der einfachen Snapshots auch einem XFS gegenüber deutlich vorzuziehen.
Wie man mehrere Datenträger zu einem Pool zusammenfassen kann (was bei ZFS super geht), habe ich mir nun hier nicht angesehen. Das ist aber nicht dein Thema gewesen und du musst dich eh darüber schlau machen. Die man page alleine zu lesen genügt nicht und ausnahmsweise ist auch das Ubuntu-Wiki nicht gerade gut.

Seiten, die mir eben hilfreich waren, nenne ich mal hier:
https://wiki.natenom.de/linux/verschiedenes/btrfs
https://www.howtoforge.com/a-beginners-guide-to-btrfs
https://btrfs.wiki.kernel.org/index.php/Manpage/btrfs

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