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Mihil

Anfänger

Beiträge: 4

Geschlecht: Männlich

1

24.06.2009, 16:27

Datenrettung funktioniert nicht

Hallo,

seit einigen Tagen versuche ich, Daten von einer Festplatte zu retten, allerdings bisher leider erfolglos. Die Festplatte ist physikalisch in Ordnung – wie es aussieht, wurde die Partitionstabelle (NTFS) zerstört.
Da die Platte unter Windows überhaupt nicht mehr erkannt wurde, habe ich Knoppix auf CD gebrannt und wollte damit auf die Festplatte Zugriff erhalten, beim Einbinden erhielt ich lediglich die Fehlermeldung org.freedesktop.Hal.Device.Volume.UnknownFailure.

Daraufhin versuchte ich, sie im Terminal einzubinden, dort lautet die detailliertere Meldung the drive doen't have a valid ntfs.

Mit der Festplatte wollte ich erst mal keine weiteren Versuche unternehmen, um nicht noch mehr kaputt zu machen, also habe ich sie erst mal mit dem Befehl dd auf eine externe Festplate gespiegelt, da die Platte eine Kapazität von 320GB besitzt, dauerte dies rund 30 Stunden.

Die externe Festplatte habe ich anschließend mit CHKDSK überprüfen lassen, welches hunderte Indexeinträge, Sicherheitsbeschreibungen etc. neu geschrieben/repariert hat. Nach dem Vorgang konnte ich auch unter Windows auf sie zugreifen und war zunächst sehr erfreut, als ich die gewohnte Ordnerstruktur vorfand, auch alle Dateien waren in den Ordnern, allerdings war nur ein Bruchteil davon zu gebrauchen, die meisten waren 0 Byte groß.

Danach habe ich die Festplatte von testdisk prüfen lassen, welches die Partition mit dem Fehler „Bad Sector Count“ anzeigt. Auch ein Verändern der Geometrie (Heads auf 240 und 16 statt 255) brachte keinen Erfolg. Irgendwo in dem Menü von testdisk verschachtelt, gab es auch die Funktion, die Partitionstabelle neu zu schreiben. Als ich diesen Punkt ausgewählt habe, erschien jedoch direkt danach eine Meldung, dass die Änderungen nach einem Neustart wirksam sind. Das Problem bestand allerdings weiterhin (es sah auch nicht so aus, als ob testdisk irgendetwas auf der Festplatte gemacht hatte).
Das mitgelieferte Tool zur Wiederherstellung „Photorec“ stellte auch einige Dateien her, welche allerdings alle korrupt waren und nicht den originalen Dateinamen trugen.

Nun meine Frage: Kann man da (selbst) noch was machen? Ich habe noch von dem Befehl ntfsfix unter Linux gehört, leider war der unter Knoppix nicht vorhanden. Aber das Dateisystem NTFS ist ja nicht vollständig offengelegt, daher ist die Chance, damit was zu retten, noch geringer als mit CHKDSK, oder?

Vielen Dank für eure Hilfe!

klaus2008

Meister

Beiträge: 2 692

Geschlecht: Männlich

2

24.06.2009, 17:01

Hallo!

Eine Information zu ntfsfix gibt http://man.linux-ntfs.org/ntfsfix.8.html
Das Paket ntfsprogs, welches unter anderem auch ntfsfix enthält, kann man mit der Synaptic Paketverwaltung nachinstallieren.
Wenn man es wirklich möchte, kann man sich die Geometriedaten der Festplatte mit sfdisk anzeigen lassen und auch verändern.

Quellcode

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man sfdisk


Gruss Klaus

RalfonLinux

Erleuchteter

Beiträge: 2 934

Geschlecht: Männlich

3

24.06.2009, 17:27

"Herr vergib Ihnen, den sie wissen nicht was sie tun ... "

Was soll ntfsfix bzw. testdisk den machen, wenn du mittels chkdsk schon alle Einträge im NTFS gebügelt hast ?
Weiterhin glaubst du doch nicht wirklich, das dein Auto noch sauber fährt, wenn du die Zündreihenfolge änderst, oder ?
Was hast du denn wohl mit dem H=16 bzw H=240 bezweckt ?

:thumbdown:
Ralf
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
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Mihil

Anfänger

Beiträge: 4

Geschlecht: Männlich

4

24.06.2009, 18:39

Denke schon, dass ich weiß, was ich tue, daher habe ich die Platte zuerst mit dd gespiegelt und CHKDSK natürlich über die "Kopie" drüberlaufen lassen. Die Originalfestplatte blieb von CHKDSK unberührt. ;)
Die Werte 255, 240 und 16 sind scheinbar die üblichen Werte, daher habe ich es mit denen mal versucht.

Wie stehen denn die Chancen, dass es mit ntfsfix funktioniert? Hat jemand schon Erfahrung damit?

FM_81

Fortgeschrittener

5

25.06.2009, 13:09

- TESTDISK als erstes (natürlich wieder auf einer Kopie)
- ansonsten: absolut nichts gegen LINUX, aber auf NTFS würde ich doch die volle Windows-Breitseite (Bart-PE, ERD) los lassen
- für NTFSFIX ist dann immer noch Zeit

Zur Geometrie: bei Festplatten (neueren Kalibers, ich meine nicht die von vor 15 Jahren) kenne ich nur 255, aber die CHS-Werte haben hier eh' nur Dummy-Funktion, weil sowieso LBA ...
(Wenn's ein Stick wäre, da sind die exotischsten Werte möglich.)

MfG, FM_81
ACHTUNG!
Ihre Systemleistung reicht nicht aus, um einen BLUE-SCREEN zu erzeugen!
Möchten Sie statt dessen einen GREEN-SCREEN sehen?

---- [Ja] ---- [Nein] ---- [Weiß noch nicht] ----

RalfonLinux

Erleuchteter

Beiträge: 2 934

Geschlecht: Männlich

6

25.06.2009, 20:40

Du kannst dein Glück mit ntfsfix versuchen, aber wahrscheinlich wird ein testdisk mehr bringen.

Wenn testdisk keine Abhilfe bringt, gäbe es noch photorec.
Die Dateien haben dann zwar falsche Namen, aber der Dateiinhalt ist durch die erzeugte Dateikennung erratbar.

Viel Erfolg
Ralf

Achja, du solltest die H wieder auf den richtigen Wert einstellen, sonst kann da nur Mist bei raus kommen.
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klaus2008

Meister

Beiträge: 2 692

Geschlecht: Männlich

7

25.06.2009, 22:45

Zitat

Mit der Festplatte wollte ich erst mal keine weiteren Versuche unternehmen, um nicht noch mehr kaputt zu machen, also habe ich sie erst mal mit dem Befehl dd auf eine externe Festplate gespiegelt, da die Platte eine Kapazität von 320GB besitzt, dauerte dies rund 30 Stunden.

Die 30 Stunden erscheinen mir etwas lang. Dann würden nur etwa 3,5 MB/s übertragen werden. Du könntest das vielleicht beschleunigen, wenn Du dd_rescue einsetzen würdest. Das Programm sollte weniger Lese-/Schreiboperationen durchführen. Es hat eine etwas andere Syntax als dd.

Mihil

Anfänger

Beiträge: 4

Geschlecht: Männlich

8

25.06.2009, 23:43

@FM_81: Richtig, so sehe ich das auch. Denke auch, dass die Chancen mit testdisk höher stehen.

@RalfonLinux: photorec habe ich bereits probiert, das findet auch einige Dateien, jedoch sind die alle korrupt, außer zwei oder drei (natürlich die Dateien, auf die ich auch gerne verzichten könnte). :wacko:
Nach Veränderung der Heads war die Partition verschwunden, erst nach dem Zurückstellen wurde sie wieder sichtbar. Eigentlich benötge ich auch nur ein paar wichtige Dateien, denn ein Großteil der Daten ist glücklicherweise noch auf einem anderen Rechner im Netzwerk vorhanden. Und gerade die fehlenden Dateien haben allerdings ein exotisches Dateiformat - photorec und ähnliche Tools sind ja zum Wiederherstellen von den gängigen Formaten wie JPG, MP3 & Co. konzipiert...

@klaus2008: Ja, die Transferrate lag genau bei 3,5 MB/s. Vielleicht liegt dieser geringe Wert daran, dass ich die Kopie auf einer externen USB-Platte angelegt habe? Die 'defekte' Platte ist eine IDE-Festplatte. Hat mich jedenfalls ziemlich genervt - ich dachte, der Vorgang sei in höchstens 10 Stunden erledigt...


OK, dann werde ich in den nächsten Tagen mit dd_rescue eine neue Kopie anlegen und mal direkt testdisk drauf loslassen...

RalfonLinux

Erleuchteter

Beiträge: 2 934

Geschlecht: Männlich

9

26.06.2009, 17:47

Die Datenrate von 3,5MB liegt wohl eher am USB.
Ich habe hier auch einige Rechner bei der Mache gehabt, wo trotz ehci_hcd und uhci_hcd nur eine Datenrate von knapp über 2MB erreicht wurde.

Z.T. ist es schneller, die Sicherung per Gigabit-Netz auf einen Server zu schieben, und von dort mit losetup ein Device zu erstellen, welches man dann "verwurstet".

Viel Erfolg
Ralf

PS: Es handelt sich doch wohl hoffentlich nicht um eine Platte aus einem RAID-Array, oder einem dynamischen Datenträger ?
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Mihil

Anfänger

Beiträge: 4

Geschlecht: Männlich

10

27.06.2009, 23:08

PS: Es handelt sich doch wohl hoffentlich nicht um eine Platte aus einem RAID-Array, oder einem dynamischen Datenträger ?
Nein, die defekte Platte war ursprünglich ebenfalls in einem externen Gehäuse installiert, habe sie zur Spiegelung aber aus dem Gehäuse entfernt.
Meine Hauptpartitionen laufen im RAID1-Verbund - zum Glück ist mit denen alles in Ordnung... :whistling:

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