28.11.2020, 20:17 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Knoppix Forum | www.KnoppixForum.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

22.10.2020, 10:53

Knoppix 9.0 auf USB-Stick bleibt nach einigen Aktivitäten hängen

Hallo,
ohne gleich systematisch vorzugehen, frage ich einfach mal, ob andere Knoppix-9.0-Nutzer Gleiches festgestellt haben.

Ich schildere mal die Symptome:
Knoppix 9.0 wurde auf einem 16-GB-Stick (gleiches Modell wie bei vorangegangenen Versionen 8.5 und 8.6) installiert - wie voreingestellt mit reiserfs-Partition, unverschlüsselt.
Nach einigen Aktivitäten, z.B. Surfen mit Firefox oder Aufruf von Synaptic, blockiert das System.
Zur Überwachung habe ich "Systemüberwachung" und gkrellm laufen. "Systemüberwachung" zeigt die Graphen an, die sich nun nicht mehr bewegen, und gkrellm zeigt auf einigen Prozessorkernen Volllast bzw. hohe Last an.
Der Desktopwürfel läßt sich mit der Maus zunächst noch drehen, später nicht mehr.
Die Konsolenfenster F1 bis F4 lassen sich immer aufrufen mit dem normalen Prompt. Ich kann z.B. htop eintippen, was aber nach Bestätigung mit ENTER nicht gestartet wird.
ALT-F12 öffnet das Systemprotokoll, wo in der letzten Zeile der Aufruf von synaptic steht (root: Executing command ... [COMMAND=/usr/sbin/synaptic])
In einer noch nicht blockierten Konsole (z.B. ALT-F2) kann ich CTRL-ALT-DEL eingeben, worauf dort hinter dem Prompt nichts erscheint, allerdings im Protokollfenster (ALT-F12) wird ordentlich notiert:
<datum><uhrzeit> Microknoppix daemon.info : starting pid 3989, tty ´´ : ´/etc/init.d/knoppix-halt´
Es tut sich nur nichts mehr.
Den graphischen Bildschirm (ALT-F5) kann ich mit CTRL-ALT-BACKSPACE noch abbrechen. Der klappt dann zusammen, und es wird Text angezeigt, der endet mit "xinit: connection to X server lost".
Kurzes Drücken des Netzschalters wird übrigens auch im Protokollfenster (ALT-F12) notiert mit "... Power key pressed."
Mehr als hart auszuschalten kann man dann nicht mehr tun.
Inzwischen habe ich Knoppix 9.0 auf mehreren USB-Sticks installiert und auch an mehreren PCs diesen Ablauf beobachtet.
Ich muß sagen, daß ich eine solche "Blockadehaltung" an diversen Linuxen und auch seit Knoppix 3.4 noch nicht erlebt habe und ziemlich verblüfft bin. Meine Erfahrung über Jahrzehnte war eigentlich, daß sich Linux im Fehlerfall immer irgendwie zum Runterfahren bewegen ließ, was man ja von einem System, bei dem der Kernel die Kontrolle behält, erwartet.
Bevor ich nun weiter Zeit in Knoppix 9.0 investiere, meine Frage: Haben andere dieses Phänomen auch festgestellt?
Dann würde ich, wenn keine Lösung verfügbar ist, kurzerhand zurückgehen auf Knoppix 8.6.1.

MfG peteraw

2

22.10.2020, 12:29

kurzerhand zurückgehen auf Knoppix 8.6.1


Ich frage mal mit leichten Sarkasmus: wo hast du denn eine 9.x -Version überhaupt her?
Wenn ich danach suche und auf der Knoppix-HP nachlese, dann ist das eine Sonderedition, die mit einer DVD ausgeliefert wurde und solche Medien können gerne mal Fehler enthalten.
Deshalb die Frage: wurden dir zusammen mit dem Medium Kontrollsummen ausgehändigt, anhand derer du die DVD überprüfen konntest?

Der von dir geschilderte Fehler hört sich zunächst so an, wie man sich einen RAM-Fehler vorstellt. Es geht dann irgendwann nichts mehr, weil auch die Kernel-Bereiche korrumpieren. So etwas kann aber auch Folge fehlerhafter SW sein. Knoppix wird ja Live entpackt und benutzt. Wenn dabei Inkonsistenzen auftreten, dann kann das auch zu einem Abschießen von RAM führen.
Um es ganz fürchterlich schlimm zu sagen: es könnte ja auch sein, dass man dir absichtlich eine fehlerhafte DVD in die Hand gedrückt hat, auf der sich möglicherweise sogar eine Schad-SW befindet. Deshalb ist es so immens wichtig, derartige Medien gegen öffentliche Prüfsummen zu checken. Nicht gegen solche Prüfsummen, die auf dem Medium selbst vorhanden sind, weil die natürlich auch angepasst werden können.

Der ordentliche Vorgang für ein Knoppix sieht daher etwa so aus:
Prüfsummen von mehreren Servern für ein ISO ziehen und vergleichen.
Download des ISO und anhand Prüfsummen checken.
Brennen der DVD und wieder checken (machen manche Brennprogramme automatisch.
Flash-Install auf einen Stick und mittel cheatcode testcd nochmal prüfen.

Wenn du nun eine DVD von irgendwoher bekommen hast, kannst du die nicht wirklich überprüfen. Folglich kann man da keinen Fehler suchen, alles ist möglich.

3

22.10.2020, 13:22

Danke für die schnelle Antwort.

Die DVD entstammt der gekauften Zeitschrift LINUX-Magazin.
Als Boot-Option habe ich bereits "knoppix testcd" ausgeführt, ohne Beanstandungen ("alle Dateien in Ordnung"), auch beim Boot vom USB-Stick.
Den Beitrag "testcd - prüft das bei einer USB-Stick-Installation den Teil vom Stick mit? (KNOPPIX 7.2)" habe ich gerade gelesen.

Linux HardwareLinux Computer & PCs | Linux Notebooks & Laptops | Geek Shirts | Geek und Nerd Shirt Shop