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1

22.12.2011, 21:03

[gelöst] Anfang der Festplatte gelöscht, was nun?

Hallo liebe Knoppix-Gemeinde,

ich habe ein Problem:

Ich wollte eine interne Festplatte mit dban löschen und habe stattdessen versehentlich die ersten paar GB (weniger als 1%) einer externen 500GB Festplatte "Darik's Boot And Nuke (DBAN)" überschrieben, bis ich es feststellte und den Computer ausschaltete.

Was muß ich nun bedenken?
Und wie komme ich an die Daten wieder ran?

Es ist (war) eine NTFS-formatierte, externe USB-Festplatte, sie hat(te) eine einzige Daten-Partition und auf der lagen erstmal nur fünf Ordner in denen dann die unzähligen Dateien drinsteckten. Es sind fast alle meine Daten der letzten 15 Jahre.
Zeitlich zuerst hatte ich ein paar Installationsdateien von Programmen auf die Platte gepackt, dann einen Haufen verzichtbarer Dateien sowie Backup-Kopien von zwei USB-Sticks und zuletzt rund 200-300 GB mit einem Gemisch aus wichtigen Dateien und Krams. Insofern hoffe ich, daß der wichtige Teil nicht betroffen ist. Gearbeitet habe ich auf der Festplatte so gut wie garnicht, sie war eher eine Art Archiv, allerdings habe ich vor kurzem bei einer Neuinstallation des Rechners die Originaldateien gelöscht und wollte irgendwann mal daran gehen, das Archiv wieder auf den Rechner zurückzuspielen, hab's dann aber leider noch nicht geschafft.

Ich bitte Euch um Eure Hilfe.

Gruß
rana

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rana« (29.12.2011, 23:54)


progi

Fortgeschrittener

2

22.12.2011, 21:47

Hallo rana

weischt Du, dieses (oder vergleichbare) Thema wurde schon oft in diesem Forum behandelt. Siehe z.B. :
Hdd defekt, komme nicht mehr voran

Stichworte : Kommandos "dd" oder "ddrescue" - um den Inhalt der "kranken" Platte auf eine andere Platte zu kopieren.

WICHTIG !!!
Versuche nur VON DER PLATTE, WO DU NOCH DATEN RETTEN WILLST, ZU LESEN, NICHT DRAUFSCHREIBEN

SEI DIR GANZ SICHER, WELCHE PLATTE WO (sda , sdb ...) IST !!!!
SEI DIR GANZ SICHER, WELCHE PLATTE WO (sda , sdb ...) IST !!!!
SEI DIR GANZ SICHER, WELCHE PLATTE WO (sda , sdb ...) IST !!!!

z.B. fdisk etc


und noch etwas bitte :
wenn Du einen Beitrag hier im Forum zu lesen begonnen hast, LIES IHN BIS ZU ENDE, BEVOR DU ETWAS ANDERES MACHST, z.B
Daten retten oder hier posten - danke.

Viel Glück

progi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »progi« (22.12.2011, 21:59)


3

24.12.2011, 12:55

Hallo progi,

vielen Dank für Deine zügige Antwort.

Wenn ich das richtig verstehe, empfiehlst Du mir zuerst eine Sicherungskopie der Partition (nicht der gesamten Festplatte) zu machen und nur noch auf ihr zu lesen aber nicht zu schreiben. Damit kann ich erst nach den Feiertagen anfangen, da ich dafür eine große, externe Festplatte besorgen muß. Warum soll ich denn nur die Partition und nicht die gesamte Festplatte sichern?

Danach unterscheidet sich der von Dir verwiesene Fall doch stark von meinem, denn an meiner Festplatte ist ja mechanisch nichts defekt. Und der empfohlene Forenbeitrag endet bisher erfolglos.

Bei mir ist es so, daß die ersten paar Gigabyte der Festplatte mit Nullen überschrieben sind und danach noch alles vorhanden ist. Deshalb scheint mir auch fragwürdig, daß ich überhaupt eine Partition sichern kann, denn die Partitionierungsdaten liegen doch auch am Anfang der Festplatte, oder? Kann Testdisk solche Daten wieder herstellen? Ich konnte dazu keinen Hinweis finden.

Wäre sonst nicht eher ein Verfahren sinnvoll, das auf Partitionsdaten verzichtet und stattdessen auf das NTFS-Format der Festplatte und die Struktur von Ordnern und Dateien zugreift? Kann das photorec leisten?

Viele Grüße
rana

P.S.: Kannst Du mir einen Link schreiben, wo ich Hinweise finde, wie ich mit Knoppix so arbeite, daß die Festplatte nicht beschrieben sondern nur gelesen wird. Ich habe zwar ein paar Erfahrungen mit Linux, bin aber eher in Windows unterwegs.

4

26.12.2011, 19:06

Hallo Rana,
nachdem Du im Win eher unterwegs bist, wäre eine sinnvolle Alternative per GetDataBack for NTFS(in der kostenlosen Trial-Version) unter Win zu schauen, was übrggeblieben ist. Mach Dir allerdings nicht zu viel Hoffnung, denn die $MFT, der Masterindex, beginnt üblicherweise schon etwa 3GB nach dem Partitionbeginn. Ist der mal überschrieben, oder die Ordner, in denen die Dateien abgelegt sind, falls die davor gelegen sind, bekommst Du kaum noch was wieder, der meiste noch als Datei identifizierbare Rest ist dann namenlos durchnummeriert.

progi

Fortgeschrittener

5

26.12.2011, 21:04

Hallo rana,

ich habe Deinen Beitrag vom 22.12. 21 h 03 m erneut gelesen. Wenn Du
ihn liest, ist Dir sicher alles klar.
Ich habe daraus verstanden, daß Du eine interne Festplatte (wieviel Platz hast Du dort denn ?) und eine
externe Festplatte hast. Diese hat 500 GB, eine einzige ntfs-Datenpartition
(aber vielleicht andere mit Betriebssystem ...) und Du hast davon mit
DBAN versehentlich den Anfang (weniger als 1 %) versehentlich gelöscht.
Nun möchtest Du also "rund 200-300 GB mit einem Gemisch aus wichtigen
Dateien und Krams" retten (das meinst Du doch mit dem Satz :
Und wie komme ich an die Daten wieder ran? - oder ?)
Der erste (billige) Versuch, wäre,
zu versuchen, diese Partition mit Knoppix zu lesen. Wenn Du Knoppix laufen
hast, geht dieser Versuch ganz einfach. Und wenn Du dabei nicht plötzlich
alles Mögliche ausprobierst - bleibt Knoppix beim Lesen, d.h. es schreibt
nicht da drauf !

Ich kenne DBAN nicht, habe aber danach gesucht um Dir helfen zu können.
DBAN scheint ein Linux-Live-System zum Löschen von Festplatten, Partitionen
etc zu sein. Ich entnehme den Informationen und Deinem Beitrag, daß
Du also in der Lage bist, mit dem iso-image "umzugehen" ... und es zu
starten.

Du postest Deine Beiträge hier ja im knoppix-forum. Also habe ich den Verdacht,
Du möchtest vielleicht die Datenrettung mit Knoppix versuchen.
Dazu könnte man ein aktuelles Knoppix-image downloaden, brennen und damit
dann Deinen Computer booten, "den da, der wohl diese interne Festplatte und
vielleicht ein CD- oder DVD- Laufwerk und einen Anschluß - vielleicht USB -
für Deine externe Festplatte - besitzt". Haschd Du den irgend sowas schon begonnen.
Natürlich sind dies zudringliche Fragen von mir - aber ich versuche einfach
weiter zu kommen.

Wenn Du Knoppix (eine Live-CD oder -DVD) auf einem Computer startest, brauchst
Du keine Angst zu haben, daß Knoppix Dir was auf eine Platte schreibt
(ganz im Gegensatz zu z.B. Windows !!!). Dies
kann Knoppix, aber das mußt Du Knoppix "befehlen" (also eine Partition auf
der Platte "mounten" - d.h. in etwa - dem Knoppix zugänglich machen und
dann ein Kommando, Programm ... ausführen, welches auf diese Partition
schreibt)

Ein weiterer interessanter Begriff hier ist : "Konsole" oder "Terminal"
(Beide meinen das Gleiche).
Wenn Du in Knoppix eine Konsole öffnest, meint man, Du rufst ein Programm
auf, welches sich Dir dann als Fenster (oft mit schwarzem Hintergrund)
öffnet. Hier kannst Du dann Kommandos eintippen (deren Ausgabe Dich und uns
wahrscheinlich vorwärts bringen). Eines dieser Kommandos ist z.B. (die Ausgabe)
von
sudo fdisk -l

In Deinem Beitrag vom "Samstag, 24. Dezember 2011, 12:55" schreibst Du :
"Warum soll ich denn nur die Partition und nicht die gesamte Festplatte sichern?"
Ja mei, Du schreibst mir doch am "Donnerstag, 22. Dezember 2011, 21:03" :
"sie hat(te) eine einzige Daten-Partition"

Am "Samstag, 24. Dezember 2011, 12:55" schreibst Du :
Kann Testdisk solche Daten wieder herstellen? Ich konnte dazu keinen Hinweis finden.

Weißt Du mein Ansatz wäre einfach, Testdisk versuchen, zu sehen was passiert,
bevor man theoretische Erwägungen darüber anstellt, was alles nicht gehen kann.
Wenn Testdisk es nicht kann oder zu lange braucht, kann man immer noch
weitersehen.

Man kann mit Testdisk sicher auch "ins Nirvana" schreiben - also ins Nirgendwo,
falls man NOCH keinen freien Speicherplatz woanderst hat - um z.B. zu sehen,
ob Testdisk zu lesen anfängt (dazu später - bei Bedarf - mehr).
Deinen Beiträgen entnehme ich, es sollen 200-500 GB gerettet werden.
Für mich heißt das, wohin zu retten, also braucht man dann irgend wann mal soviel
Platz woanderst - aber dies eben erst später.

Dein Beitrag vom "Samstag, 24. Dezember 2011, 12:55" :
Danach unterscheidet sich der von Dir verwiesene Fall doch stark von meinem, denn an meiner Festplatte ist ja mechanisch nichts defekt. Und der empfohlene Forenbeitrag endet bisher erfolglos.
Weist Du, dort wird z.B. über fdisk geschrieben und die Ausgabe hier posten (wenn Du Knoppix
benützen willst ...) - dann wird die Diskussion hier einfach viel realer, konkreter !
Und ob der Forenbeitrag, auf den ich verwiesen habe "bisher erfolglos" ist, kann ich Dir wirklich nicht sagen ! Ich entnehme ihm vielmehr, daß
er im Juni 2011 wegen schlechtem Wetter nicht weitergeführt wurde. Weist Du, viele Beiträge in diesem Forum enden so,
vielleicht weil manche Teilnehmer es nicht für notwendig erachten, am Ende Ihren Erfolg hier mitzuteilen !

progi

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »progi« (26.12.2011, 21:38)


6

27.12.2011, 17:55

Hallo,

vielen Dank für Eure Beiträge.

Ich würde gerne mit Knoppix arbeiten und gründlich und sicher vorgehen. Knoppix bevorzuge ich aus zwei grundsätzlichen Erwägungen: Es ist nicht kommerziell sondern fußt auf der gemeinschaftlichen Entwicklungsarbeit von freundlichen Leuten und es ist deshalb nüchtern, sachlich und am wirklichen Nutzen orientiert.

Zu meinem Erfahrungshintergrund und der "Ressourcen" kann ich sagen: Ich habe mir vor drei Jahren schon eine Knoppicillin CD - Version 6 gebrannt. Mit der habe ich auch schon mal rumgespielt und ich habe testweise ein selbstinstalliertes Lubuntu-Linux laufen. D.h. ich bin nicht ganz unerfahren mit Linux, kenne mich aber auch nicht wirklich gut mit den Programmen und Befehlen aus. Es ist also hilfreich, wenn Ihr mir zu den Befehlen auch sagt, was sie jeweils machen und was zu berücksichtigen ist.
Ich habe nun noch eine leere, externe 1TB Festplatte zur Verfügung, so daß das Abspeichern des dd-Abbildes der zu reparierenden Festplatte draufpaßt.

Den Befehl "fdisk -l" habe ich eben im Diagnosemodus der Knoppicillin-CD ausgeführt, das Ergebnis tippe ich von einem Bildschirmfoto mit dem Handy ab, ich hoffe es ist alles korrekt wiedergegeben. Teile der Id der Festplatte habe ich mit ###### unkenntlich gemacht. Die Unterstriche "_" habe ich zur besseren Lesbarkeit hinzugefügt.

Quellcode

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fdisk -l
Platte /dev/sda: 1000.2 GByte. 1000204886016 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 121601 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 x 512 = 8225280 Bytes
Disk identifier: 0x76######

Gerät ___ boot Anfang _ Ende ___ Blöcke Id __ System
/dev/sda1 ____ __ 1 _ 121602 976760032+  7 HPFS/NTFS

Platte /dev/sdb: 500.1 GByte. 500107862016 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 60801 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 x 512 = 8225280 Bytes
Disk Identifier: 0x00000000

Festplatte /dev/sdb enthält keine gültige Partitionstabelle


Als nächstes würde ich jetzt gerne ein Abbild der Festplatte erstellen, damit nichts vom derzeitigen Zustand verloren geht, falls ich einen Fehler machen sollte. Dazu werde ich das empfohlene ddrescue nutzen und mich dann (vermutlich morgen) wieder melden.

Für die Verwendunge von Testdisk wäre es gut, wenn Ihr mir sagen könntet, wie ich in den Einstellungen und Abgfragen des Menüdialogs am Anfang von Testdisk damit umgehen soll, daß die Partitionstabelle futsch ist.

Ich wüßte gerne, ob ich besser auf der Originalfestplatte oder auf dem Abbild der Festplatte weiterarbeiten sollte. Und wie ggf. das Arbeiten auf dem Abbild geht, es ist ja erstmal eine Datei und wird nicht einfach als Hardware automatisch erkannt, angezeigt und für den Zugriff erschlossen, wie das bei einer echten Festplatte der Fall ist.

Viele Grüße
rana

P.S.: Zu meiner Frage danach ob ich die Partion oder die Festplatte speichern soll, kann ich noch nachtragen: Der empfohlene ddrescue-Befehl in dem oben verlinkten Foreneintrag ist für die ganze Festplatte gedacht. Das werde ich jetzt so machen.

progi

Fortgeschrittener

7

27.12.2011, 18:29

Hallo rana,

Ich habe den Eindruck, Du arbeitest in einer graphischen
Linux-Umgebung wie der Knoppicillin-CD
1. Du machst ein Bildschirmfoto und tippst es dann ab.
Das kannst Du viel einfacher machen, indem Du (z.B. mit der Maus) die Ausgabe von fdisk markierst, (automatisch in einen Zwischenspeicher) kopierst und dann in den Beitrag des
Forums einfügst.

2. Wenn ich Deine Ausgabe fdisk anschaue, mußt Du von
der Festplatte sdb nach der Festplatte sda kopieren,
nicht wie im Beitrag "Hdd defekt, komme nicht mehr voran" !!!

Der Befehl für dd_rescue lautet (in genereller Form) :

dd_rescue [options] infile outfile

Du findest die Beschreibung von Linux-Befehlen generell, indem Du auf der
Kommandozeile (hier für dd_rescue) eintippst :
man dd_rescue
(Entschuldige, wahrscheinlich ist die Beschreibung in englisch)
Mit q kommst Du wieder aus der Beschreibung raus

Vielleicht willst Du den dd_rescue-Befehl, den Du anwenden willst erst hier
posten, bevor Du ihn ausführst ?!?!?

Wenn ich denke, daß Du ohne Rücksprache hier im forum jetzt eventuell kopierst machst Du mir einfach zu viel Streß !!!!
Ich weiß nicht, ob Du jetzt weißt, wie Du die Ausgabe von fdisk hier ins forum kopieren kannst, ob die Hilfe von "man dd_rescue" (auf englisch oder Deutsch) verstehst,
und meinen Satz vom "Donnerstag, 22. Dezember 2011, 21:47"
"SEI DIR GANZ SICHER, WELCHE PLATTE WO (sda , sdb ...) IST !!!!"
verstanden hast ?




progi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »progi« (27.12.2011, 18:50)


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27.12.2011, 18:49

Hallo progi,

vielen Dank für den Tipp zum Bildschirmfoto. Ja, ich arbeite in Knoppicillin in der graphischen Umgebung. Allerdings ist der betroffene Rechner offline und da ich auch keine Laufwerke mit Schreibzugriff mounten wollte, solange nicht erforderlich, habe ich lieber den Bildschirm fotografiert und auf einem anderen Rechner ins Forum abgetippt.

Die Befehle, die ich jetzt ausführen würde sind:

Quellcode

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sudo mkdir /mnt/Sicherung
sudo mount /dev/sda1 /mnt/Sicherung
sudo ddrescue -v /dev/sdb /mnt/Sicherung/Sicherung.dd


Super, daß Du noch draufgucken willst. Ich will in einer halben Stunde weggehen, warte aber noch auf Deine Antwort und lasse dann das Abbild über Nacht erstellen. Das dauert ja sicher lange.

Viele Grüße
rana

progi

Fortgeschrittener

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27.12.2011, 18:55

Hallo rana,

Du entspannst mich etwas !
Ich finde die von Dir gelisteten Befehle korrekt.
Wie lange es dauert, hängt stark davon ab, wie gut dd_rescue die "fehlerhafte" Platte lesen kann.

Zu Deinen Fragen heute 17 h 55 m

Zitat

Ich wüßte gerne, ob ich besser auf der Originalfestplatte oder auf dem Abbild der Festplatte weiterarbeiten sollte. Und wie ggf. das Arbeiten auf dem Abbild geht, es ist ja erstmal eine Datei und wird nicht einfach als Hardware automatisch erkannt, angezeigt und für den Zugriff erschlossen, wie das bei einer echten Festplatte der Fall ist.


Das kommt erst später. Zuerst muß man sehen, wie der dd_rescue-Befehl läuft ! - poste hier doch das Resultat (und wie lange es dauert)
Und natürlich würde ich an der Kopie arbeiten (wenn das kopieren geklappt hat). Dazu dient doch das Ganze, das Orginal möglichst
nur einmal zum Lesen zu benutzen ...

Hast Du mal "man dd_rescue" in die Konsole eingetippt und die Hilfe verstanden ?
Du kannst dem Befehl time vorstellen, also z.B.

Zitat

sudo time ddrescue -v /dev/sdb /mnt/Sicherung/Sicherung.dd

Dann sagt Er Dir, wieviel Zeit er braucht

progi

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »progi« (27.12.2011, 19:22)


10

27.12.2011, 19:21

Hallo progi,

super! Ich habe jetzt die drei Befehle ausgeführt und dd_rescue rattert vor sich hin. Ich kann nicht erkennen, wie lange das jetzt geht und lasse es einfach laufen. Die "avg.rate" wird mit 20515 kB/s angegeben und es sind ja 500 GB zu kopieren. Macht rechnerisch um die sieben Stunden. Das reicht für heute Nacht. Das Ergebnis werde ich morgen posten.

Vielen Dank und Gruß
rana

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28.12.2011, 13:45

Hallo progi,

vielen Dank für die Hilfe. Das Ergebnis von dd_rescue ist:

Quellcode

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sudo dd_rescue -v /dev/sdb /mnt/Sicherung/Sicherung.dd
dd_rescue: (info): about to transfer 0.0 kBytes from /dev/sdb to /mnt/Sicherung/Sicherung.dd
dd_rescue : (info): blocksizes: soft 65536, hard 512
dd_rescue : (info): starting positions: in 0.0k, out 0.0k
dd_rescue : (info): Logfile: (none), Maxerr: 0
dd_rescue : (info): Reverse: no , Trunc: no , interactive: no
dd_rescue : (info): abort on Write errs: no , spArse write: if err
dd_rescue : (info): ipos: 488386560.0k, opos: 488386560.0k, xferd: 488386560.0k
errs: 0, errxfer: 0.0k, succxfer: 488386560.0k
+curr.rate: 19996kB/s, avg.rate: 20043kB/s, avg.load: -5.8%%
dd_rescue : (info): problems at ipos 488386560.0k: Success
fall back to smaller blocksize

dd_rescue: (info): /dev/sdb (488386584.0k): EOF
Summary for /dev/sdb -> /mnt/Sicherung/Sicherung.dd:
dd_rescue: (info): ipos: 488386584.0k, opos: 488386584.0k, xferd: 488386584.0k
errs: 0, errxfer: 0.0k, succxfer: 488386584.0k
+curr.rate: 18196kB/s, avg.rate: 20043kB /s, avg.load: -5.8%


Mit Testdisk (für Windows) bin ich nun dabei die Daten vom Image wiederherzustellen. Es sieht so aus, daß alles klappt.
Dazu habe ich das Image unter Windows einfach auf die testdisk_win.exe gezogen und es wurde automatisch von Testdisk erkannt.
Zuerst zeigte mir Testdisk an, daß weder Bootsektor noch Partitionstabelle vorhanden seien.

Ich schrieb deshalb einen Masterbootrecord von Testdisk auf das Image. (Im Testdisk-Menü wählt man unter: "Please select the partition table type, press enter when done." dazu den Eintrag "[Intel] Intel/PC partition". Im folgenden Menü-Dialog wählt man den Eintrag "[MBR Code] Write TestDisk MBR code to first sector" und bestätigt die Nachfragen mit "Y" für yes/ja.)

Danach ließ ich Testdisk nach den Partitioneinträgen suchen, diese waren ja von DBAN mit Nullen überschrieben und somit gelöscht worden. Testdisk kann aber die ganze Festplatte durchsuchen und sich aus den gewonnenen Informationen die Partitionstabelle rekonstruieren. Das gelang dann nach ein paar Stunden Suche auch. Geduld! (Im Testdisk-Menü wählt man unter: "Please select the partition table type, press enter when done." dazu den Eintrag "[Intel] Intel/PC partition". Im folgenden Menü-Dialog wählt man den Eintrag "[Analyse] Analyse current partition structure and search for lost partitions". Zuerst wirft man dann die nicht wirklich schnelle Suche "[Quick Search]" an, die bei mir allerdings nur eine unbrauchbare FAT-Partition fand und läßt dabei die Suche nach Vista-Partitionen mit "Y" zu. Weil bei mir dann immernoch nicht die gesuchte NTFS-Partition angezeigt wurde, wählte ich im folgenden Menüdialog von Testdisk "[Deeper Search]" aus, nach einigen Stunden war auch diese beendet und mit einem grünen Balken hinterlegt wurde mir die gesuchte Partition angezeigt. Man soll dann die Eingabetaste drücken, um fortzusetzen "Enter: to continue" stattdessen geht's mit "P: list files" weiter.)

Zum Schluß bin ich nun gerade dabei die wiedergefundenen Dateien auf eine separate Festplatte zu kopieren. Testdisk zeigte die gefundenen Dateien an und bietet die Möglichkeit sie zu markieren und in ein beliebiges Verzeichnis des Rechners zu kopieren. Das läuft gerade noch.

Soweit und mit vielen Grüßen
rana

progi

Fortgeschrittener

12

28.12.2011, 19:02

Hallo rana,

wunderbar

Wenn Du fertig bist, habe ich noch 2 Bitten
1. sage uns ob alles geklappt hat (Gutes und auch Kritik)
2. markiere Deinen Beitrag (die Überschrift) als [gelöst], wie Du es in anderen Beiträgen im forum auch findest

Danke

progi

13

29.12.2011, 23:54

Hallo progi,

Testdisk hat von den wichtigen Dateien alle wiederhergestellt. Nur acht verzichtbare, kleine Dateien fehlen aus diesen. Mittels einer md5-Checksum-Datei konnte ich sogar feststellen, daß die wichtigen Dateien alle den gleichen Inhalt wie vor dem Löschen haben.

Ansonsten gab es ein paar größere Ausfälle in den Ordnern mit den unwichtigen Dateien. Das macht aber nichts.

Weil Testdisk einmal nicht mehr genug Speicherplatz auf der Festplatte hatte, um die geretteten Daten draufzuschreiben, meldete es im ersten Durchlauf "failed to copy some files". Nachdem ich mehr Speicherplatz freigeräumt hatte, hat ein zweiter Durchlauf von Testdisk die Lücken geschlossen. Erfreulicherweise merkt sich Testdisk die Ergebnisse der Partitionsanalyse und ist diesbezüglich dann sehr fix.

Die Fehlermeldung bezüglich der nicht wiederherstellbaren Verzeichnisse/Dateien lautete: "Failed to open index allocation attribute. Directory inode 0x3e514 is corrupt or bug: Input/Output error.:00 .
Failed to open index allocation attribute. Directory inode 0x3dfb4 is corrupt or bug: Input/Output error." Testdisk macht dann stur weiter und am Ende fehlen die Dateien und Verzeichnisse, die Testdisk nicht wiederhergestellen konnte.

Also nochmal herzliches Dankeschön.

Gruß
rana

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