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08.01.2012, 12:03

[gelöst] Externe HD (WISI SATHD Receiver OR193HD) bearbeiten

Hallo Knoppix Spezialisten!

Mein Problem ist dass ich keine Möglichkeit finde die gespeicherten Sendungen umbenennen, löschen, kopiern oder einfügen zu können.
Eine ext. HD ist vom Receiver ist nicht mehr lesbar. Es sind aber alle Aufnahmen vorhanden, eine davon ist beschädigt,
miit DiskInternals Linux Reader <http://www.chip.de/downloads/DiskInterna…r_27666060.html> kann ich den Inhalt sehen, aber nicht bearbeiten.
Ich möchte die beschädigte Datei löschen weil ich denke dass dann der Receiver die HD wieder erkennt. Bzw. Aufnahmen auf eine neue Platte verschieben.
Mit Knoppix ist die Platte vorhanden (sdi1), ich kann diese aber nicht einhängen. Die Dos Partition (sdi2) ist eingehängt

Das LW sdi1 wird nicht gemountet. Mit den möglichkeiten die ich gefunden habe gelingt mir das auch nicht:
Error mounting: mount exited with exit code 1: helper failed with:
mount: wrong fs type, bad option, bad superblock on /dev/sdi1,
missing codepage or helper program, or other error
In some cases useful info is found in syslog - try
dmesg | tail or so

So wird die HD dargestellt:

Disk /dev/sdi: 500.1 GB, 500107862016 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 60801 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x97d3b1b4
Device Boot Start End Blocks Id System
/dev/sdi1 1 54722 439554433+ 83 Linux
/dev/sdi2 54723 60801 48829567+ b W95 FAT32

Da ich noch nie mit Linux gearbeitet habe und jeden Befehl, bzw Funktion erst suchen und verstehen muss bitte ich euch um Hilfe

danke erich

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RalfonLinux« (12.01.2012, 16:09)


RalfonLinux

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2

08.01.2012, 14:04

Hi Erich,

die von dir erwähnte Freeware kann nur ext2/ext3 lesen und zeigt dir die Daten an ?
Dann ist also sicher, dass es sich um ein ext2/ext3-Dateisystem handelt ?

Da du schon den fdisk gefunden und getestet hast, weißt du also auch, was ein root-Terminal/root-shell ist.

Die Fehlermeldung läßt darauf schließen, dass dieses Dateisystem defekt ist.
Was ist denn die Ausgabe von dmesg, es interessieren nur die letzten Zeilen.
Also mit Knoppix starten, und dann einen Moment warten.
Dann schließt du die Platte an, und mountest sie als root.
Wenn er dann wieder einen Fehler anzeigt, dann nochmal dmesg und davon die letzten Zeilen (Erkennbar am ersten Eintrag, es sind Sekunden seit Start des Rechners)

Ralf

PS: Ich habe den Eintrag mal verschoben nach Retter in der Not, es geht ja nicht um Konfiguration und Datensicherung
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
Keine ? ....... :evil:

Quellcode

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08.01.2012, 15:07

Hi Ralf, danke für die rasche Antwort.
es handelt sich um ein ext2-Dateisystem, kann ich unter W7 mit Ext2FSD sehen.
Da ich das komplette Dateisystem im Linux-Reader sehen kann und auch einzelne Aufnahmen nach W7 exportieren kann (ist langwierig und nur in die eine Richtung möglich) nehme ich an dass vielleicht mein WISI OR193HD Receiver ein etwas anderes Linux verwendet, kann aber nichts im WEB finden.
Ich verwende z.Z. drei Festplatten welche alle gleich "aussehen", bis auf die eine welche nicht mehr vom Receiver lesbar, auf der aber offensichtlich nur eine Aufnahme defekt ist.
Welche Eingabe ist zum mounten als root erforderich?

erich

4

08.01.2012, 18:22

Zitat:
"Dann schließt du die Platte an, und mountest sie als root.
Wenn er dann wieder einen Fehler anzeigt, dann nochmal dmesg und davon die letzten Zeilen"

dmesg 1
Q: 0 ANSI: 2
[ 128.205827] sd 5:0:0:0: Attached scsi generic sg9 type 0
[ 128.206214] sd 5:0:0:0: [sdi] 976773168 512-byte logical blocks: (500 GB/465 GiB)
[ 128.207333] sd 5:0:0:0: [sdi] Write Protect is off
[ 128.207339] sd 5:0:0:0: [sdi] Mode Sense: 03 00 00 00
[ 128.208073] sd 5:0:0:0: [sdi] No Caching mode page present
[ 128.208077] sd 5:0:0:0: [sdi] Assuming drive cache: write through
[ 128.211330] sd 5:0:0:0: [sdi] No Caching mode page present
[ 128.211336] sd 5:0:0:0: [sdi] Assuming drive cache: write through
[ 128.220988] sdi: sdi1 sdi2
[ 128.224700] sd 5:0:0:0: [sdi] No Caching mode page present
[ 128.224705] sd 5:0:0:0: [sdi] Assuming drive cache: write through
[ 128.224709] sd 5:0:0:0: [sdi] Attached SCSI disk

mounten als root bringt gleichen Fehler
dmesg 2
Q: 0 ANSI: 2
[ 182.238516] sd 6:0:0:0: Attached scsi generic sg9 type 0
[ 182.239228] sd 6:0:0:0: [sdi] 976773168 512-byte logical blocks: (500 GB/465 GiB)
[ 182.239971] sd 6:0:0:0: [sdi] Write Protect is off
[ 182.239976] sd 6:0:0:0: [sdi] Mode Sense: 03 00 00 00
[ 182.241224] sd 6:0:0:0: [sdi] No Caching mode page present
[ 182.241229] sd 6:0:0:0: [sdi] Assuming drive cache: write through
[ 182.243582] sd 6:0:0:0: [sdi] No Caching mode page present
[ 182.243586] sd 6:0:0:0: [sdi] Assuming drive cache: write through
[ 182.247011] sdi: sdi1 sdi2
[ 182.249981] sd 6:0:0:0: [sdi] No Caching mode page present
[ 182.250003] sd 6:0:0:0: [sdi] Assuming drive cache: write through
[ 182.250009] sd 6:0:0:0: [sdi] Attached SCSI disk
[ 192.739621] EXT2-fs (sdi1): error: bad blocksize 32768
[ 201.105124] EXT2-fs (sdi1): error: bad blocksize 32768
[ 203.197502] EXT2-fs (sdi1): error: bad blocksize 32768

Ich versteh nur Bahnhof (sagt man bei uns so wenn man gar nichts versteht . . .)

erich

RalfonLinux

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5

09.01.2012, 14:51

Hallo erich

Zitat

[ 192.739621] EXT2-fs (sdi1): error: bad blocksize 32768
[ 201.105124] EXT2-fs (sdi1): error: bad blocksize 32768
[ 203.197502] EXT2-fs (sdi1): error: bad blocksize 32768
das ist dein Fehler
Er hat eine Blocksize von 32768, eigentlich sollte es nur bis 4096 gehen, damit er 32768 Sektoren pro Block ansprechen kann.

Du könntest mal folgendes ausprobieren:

Quellcode

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umount /dev/sdi1
fsck -nv /dev/sdi1
Er überprüft dann das Dateisystem, NIMM ABER KEINE ÄNDERUNGEN VOR.

Vllt hilft uns das ja weiter

Ralf
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09.01.2012, 15:33

Hallo ralf, danke für deine Geduld

knoppix@Microknoppix:~$ umount /dev/sdi1
umount: /dev/sdi1 is not mounted (according to mtab)
knoppix@Microknoppix:~$ fsck -nv /dev/sdi1
fsck from util-linux-ng 2.17.2
e2fsck 1.41.12 (17-May-2010)
fsck.ext2: Superblock ungültig versuche es mit Backup-Blöcken...
fsck.ext2: The ext2 superblock is corrupt beim Versuch, /dev/sdi1 zu öffnen

SuperBlock ist unlesbar bzw. beschreibt kein gültiges ext2
Dateisystem. Wenn Gerät gültig ist und ein ext2
Dateisystem (kein swap oder ufs usw.) enthält, dann ist der SuperBlock
beschädigt, und sie könnten e2fsck mit einem anderen SuperBlock:
e2fsck -b 8193 <Gerät>

RalfonLinux

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7

09.01.2012, 16:30

Also sind wir schonmal einen Weiter
Mögliche Werte für einen Superblock sind je nach Blocksize unterschiedlich.
Bei einem Blocksize von 1024 heißt es -b 8193 oder auch 24577, 40961, 57345, 73729, 204801, 221185, 401409, 663553,....
Bei einem Blocksize von 2048 heißt es -b 16384 oder auch 49152, 81920, 114688, 147456, 409600, 442368, 802816, 1327104, ...
Bei einem Blocksize von 4096 heißt es -b 32768 oder auch 98304, 163840, 229376, 294912, 819200, 884736, 1605632, 2654208, ...

Weitere mögliche Superblocks bekommst du mit dem Befehl

Quellcode

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mke2fs -n /dev/sdi1
Wichtig ist das -n dabei, damit er nichts macht.
Das wären die Blöcke, wo er sie anlegen würde, wenn er so dürfte, wie er möchte.

Bei der Plattengröße gehe ich mal von einem blocksize von 4096 aus, er sollte also sowas anzeigen wie 32768, 98304, 163840, 229376, 294912, 819200, 884736, 1605632, 2654208, 4096000

Wenn er wirklich eine 32768 als Blocksize genommen hätte, würden deine Superblöcke bei 65528, 196584, 327640, 458696, 589752, ... liegen.

Ralf
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09.01.2012, 18:26

pffffff - geht ja ganz schön ins eingemachte . . .

Hi Ralf, hier das Ergebnis

knoppix@Microknoppix:~$ mke2fs -n /dev/sdi1
mke2fs 1.41.12 (17-May-2010)
Dateisystem-Label=
OS-Typ: Linux
Blockgröße=4096 (log=2)
Fragmentgröße=4096 (log=2)
Stride=0 Blöcke, Stripebreite=0 Blöcke
27475968 Inodes, 109888608 Blöcke
5494430 Blöcke (5.00%) reserviert für den Superuser
Erster Datenblock=0
Maximale Dateisystem-Blöcke=0
3354 Blockgruppen
32768 Blöcke pro Gruppe, 32768 Fragmente pro Gruppe
8192 Inodes pro Gruppe
Superblock-Sicherungskopien gespeichert in den Blöcken:
32768, 98304, 163840, 229376, 294912, 819200, 884736, 1605632, 2654208,
4096000, 7962624, 11239424, 20480000, 23887872, 71663616, 78675968,
102400000

knoppix@Microknoppix:~$

erich

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10.01.2012, 21:40

Sorry, viel zu tun gehabt.
Er schlägt von sich aus die Blockgröße 4096 vor.
Die daraus resultierenden Superblocks würden liegen bei 32768, 98304, 163840, 229376, 294912, 819200, 884736, 1605632, 2654208, ....

Also könntest du mal probieren, was passiert bei

Quellcode

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fsck -b 32768 -nv /dev/sdi1

Oder halt bei 98304, 163840, 229376, 294912, 819200, 884736, ....
Wenn du Glück hast, findet er noch einen funktionierenden Superblock

Drück dir die Dauemen
Ralf
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11.01.2012, 12:45

Hi Ralf,
Leider bei allen Superblock-Sicherungskopien die gleiche Fehlermeldung.
Nun hab' ich eine andere Lösung gefunden die Platte zum Laufen zu bringen: Von der defekten Platte hab' ich ein Sektor für Sektor Backup gemacht (ca. 4Stunden). Dabei gab es einige Fehlermeldungen. Dann die Platte NTFS formatiert und geprüft - kein Fehler. Das 1:1 Backup draufgespielt und jetzt läuft die Platte wieder ganz normal am Receiver. Nur die zwei Dateifragmente von der letzten Aufnahme, ber der ja der Absturz war fehlen. Das ist OK, waren wohl die Fehlermeldungen beim Erstellen des Backups und der Grund für das Nichterkennen der Platte am Receiver.

Meine laienhafte Erkenntniss: Die Sofware basiert zwar auf Linux wurde aber so geändert dass diese nicht durchschaubar ist.
Die Hoffnung eine Möglichkeit zu finden die Videoaufnahmen ganz einfach auf eine andere Platte zu kopieren (der Ordnung halber) kann ich wohl vergessen ?

erich

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »diverich« (11.01.2012, 17:20)


RalfonLinux

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11

11.01.2012, 20:39

Zitat

Sektor für Sektor Backup gemacht (ca. 4Stunden). Dabei gab es einige Fehlermeldungen. Dann die Platte NTFS formatiert und geprüft - kein Fehler. Das 1:1 Backup draufgespielt und jetzt läuft die Platte wieder ganz normal am Receiver.

Das kann eigentlich nicht sein, ein Sektor für Sektor-Restore würde deine NTFS-Formatierung wieder überschreiben, und deine fehlerhaften SuperBlöcke ebenfalls restoren.

Das die Software modifiziert worden ist, kann ich mir gut vorstellen.
Auf meinem HDD-Recorder läuft ein modifiziertes Windows-Media-Center, die Platten sind zwar angeblich NTFS-formatiert, aber keinen Zugriff drauf.
Es gibt bloss so einige Sektoren, die doch textmäßig stark z.B. der hosts-Datei von W2k entsprechen

Du solltest deine Platte jetzt aber mal richtig testen.
Dafür bringt dir KNOPPIX das Programm badblocks mit.
Einfach in der Konsole (bei nicht gemounteter Platte)

Quellcode

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badblocks -nvs /dev/sdi


Er macht dann einige Stresstests mit deiner Platte und zeigt dir die defekten Sektoren an.
-n für Non-Destructiv, also keine Daten löschen
v Verbose = geschwätzig
s Status/Fortschritt anzeigen

Ralf
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12.01.2012, 10:00

auf meinen drei Receiver Platten die gleiche Meldung: error: bad blocksize 32768, aber die Platten funktionieren.
Auf der Platte die nicht funktionierte waren ja zwei Dateifragmente die den receiver zum Absturz brachten. Diese Dateifragmente waren nach dem Backup nicht mehr vorhanden und der Receiver akzeptiert die Platte wieder.
Den Test mit badblocks werde ich noch machen.
Danke für deine Hilfe, mit Knoppix und deinen Tips ist mir Linux nun ein kleines Stück nähergekommen . . .

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