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Belana

Anfänger

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1

09.07.2012, 21:51

Festplatte mounten

Ich hab unter Windows XP zwei Festplatten laufen (C: und F:), beide intern.

Laufwerk C: scheint nun im Eimer zu sein, nachdem ich intelligenterweise mehrmals die Windows-Warnung "MfT/Verlust beim Datenschreiben auf C:" ignoriert hab... Naja, Windows konnt ich dann nimmer starten. Also Knoppix auf DVD gezogen, SMART sagt für C: "Laufwerksversagen steht unmittelbar bevor".

Also möcht ich nun alle Daten von C: auf F: rüberschieben.

Ich lösch alles auf F: und formatiere dieses Laufwerk. Das ging allerdings erst, nachdem ich es ausgehängt hab. Nun will ich F: wieder einhängen, aber wie?
Hab im Root folgendes probiert: "mount /dev/sda1", dann kam die Meldung: "can't find /dev/sda1 in /etc/fstab or /etc/mtab".
(die Linux-Bezeichnung von F: ist sda1, das hatte ich mir vorher noch notiert).

klaus2008

Meister

Beiträge: 2 634

Geschlecht: Männlich

2

09.07.2012, 22:18

Hallo!

Welche Knoppix-Version verwendest Du?
Benutzt Du die grafische Umgebung oder nur die Shell (Kommandozeile/Terminal)?

Einhängen und Aushängne kann man im Normalfall in der grafischen Umgebung bequem mit dem Dateimanager erledigen.

Belana

Anfänger

Beiträge: 5

Geschlecht: Weiblich

3

09.07.2012, 22:46

Ich benutze Knoppix 7.0.

Hatte es zuerst in der grafischen Umgebung versucht. Im Dateimanager erscheint das formatierte Laufwerk gar nicht mehr.
Wenn ich auf die Laufwerksverwaltung gehe, erscheint es zwar noch, allerdings fehlen dort viele Angaben. Das Anzeigefenster zu einem Laufwerk wird ja immer unterteilt in "Laufwerk" (obere Hälfte des Bildschirms) und "Datenträger" (untere Hälfte des Bildschirms). In diesem (unteren) Teil "Datenträger" steht nur: "Aufruf: nicht zugeteilter Platz", "Gerät: /dev/sda", "Partitionstyp: - " und "Kapazität: 500 GB", plus noch eine Schaltfläche "Partition erstellen". Das ist alles.
Andere Angaben wie "Typ", "Einhängepunkt" und diverse Schaltflächen wie "Datenträger ein-/aushängen", "Dateisystem überprüfen", "Datenträger formatieren" usw., welche ich beim andern Laufwerk sehe, fehlen.

Darum hab ich es dann eben im Root versucht.

klaus2008

Meister

Beiträge: 2 634

Geschlecht: Männlich

4

09.07.2012, 23:36

Zuerst würde ich einen Einhängepunkt erstellen. Dazu kann man als Root

Quellcode

1
mkdir /media/LaufwerkF 
ausführen.

Danach kann man den mount-Befehl als Root versuchen:

Quellcode

1
mount /dev/sda1 /media/LaufwerkF 

RalfonLinux

Erleuchteter

Beiträge: 2 931

Geschlecht: Männlich

5

10.07.2012, 09:39

Zitat

Ich lösch alles auf F: und formatiere dieses Laufwerk. Das ging allerdings erst, nachdem ich es ausgehängt hab.
Was hast du genau gemacht ?
Wie sah die Platte vorher aus ?

I.d.R. steht sda für die erste Platte und die 1 für die erste Partition.
Somit wäre dies deine C-Platte gewesen.

Dein F könnte was mit sdb1 oder auch sda2 bzw sda5 sein.

Scheinbar hast du deine sda komplett gelöscht/partitioniert.
Es gibt keine Partition mehr auf sda

Zitat

In diesem (unteren) Teil "Datenträger" steht nur: "Aufruf: nicht zugeteilter Platz", "Gerät: /dev/sda", "Partitionstyp: - " und "Kapazität: 500 GB", plus noch eine Schaltfläche "Partition erstellen". Das ist alles.


Ralf
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
Keine ? ....... :evil:

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Belana

Anfänger

Beiträge: 5

Geschlecht: Weiblich

6

10.07.2012, 11:41

äh ja richtig, das hatte ich vergessen zu sagen. Bevor ich mit Knoppix angefangen hab, hatte ich C: physisch getrennt vom MB und versuchte, Windows aufm F: zu installieren (was allerdings nicht ging). Also hatte Windows in diesem Moment ja dann mein altes F: zum neuen C: gemacht.
eine Partition hatte ich auf dem intakten Laufwerk eh nicht (braucht man auch nicht unbedingt oder?).
danach hab ich dann mit der Knoppix-Geschichte angefangen. D.h. "sda" entspricht jetzt dem C:, und darauf kann ich nicht zugreifen.

nun hab ich gemäss "klaus" folgende Befehle im Root ausgeführt:

mkdir /media/LaufwerkC
mount /dev/sda /media/LaufwerkC

jetzt kommt die Meldung:

"mount: you must specify the filesystem type"

FM_81

Fortgeschrittener

7

10.07.2012, 17:26

Wenn, dann höchstens

Quellcode

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mkdir /media/LaufwerkC
mount /dev/sda1 /media/LaufwerkC
oder

Quellcode

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mkdir /media/LaufwerkC
mount /dev/sda2 /media/LaufwerkC
usw.

Welche Zahl genau, erfahren wir nach dem wir das Ergebnis vom Befehl

Quellcode

1
fdisk -l
während alle relevanten Platten angeschlossen sind, kennen.

MfG, FM_81
ACHTUNG!
Ihre Systemleistung reicht nicht aus, um einen BLUE-SCREEN zu erzeugen!
Möchten Sie statt dessen einen GREEN-SCREEN sehen?

---- [Ja] ---- [Nein] ---- [Weiß noch nicht] ----

klaus2008

Meister

Beiträge: 2 634

Geschlecht: Männlich

8

10.07.2012, 18:45

Ich würde außerdem

Quellcode

1
blkid
ausführen, um Informationen über die vorhandenen Dateisysteme zu erhalten.

Belana

Anfänger

Beiträge: 5

Geschlecht: Weiblich

9

10.07.2012, 19:09

@FM 81: ich raff grad net ganz, was Du meinst^^. Den Befehl mit mkdir usw. hatte ich ja bereits gemacht. Dann kam eben die Fehlermeldung:
"mount: you must specify the filesystem type"


(das ist mein momentanes Problem)

wenn ich "fdisk -l" eingebe kommt:
Disk /dev/sda: 500 GB (das ist die Festplatte, die ich mounten will)
Units ..
Sector...
I/O size...
Disk identifier ...
Device Boot: (hier fehlen sämtliche Angaben)

Disk /dev/sdb: 82 GB (das ist die kaputte Festplatte)
Units, Sector ....
Device Boot: /dev/sdb1 (und dann folgen sämtliche Angaben wie Sector, Start, End usw.)

------------------

@klaus: wenn ich blkid eingebe, kommt:
/dev/cloop0 ....
/dev/sr0 ...
/dev/sdb1....
/dev/zram0...

------------------

also muss ich jetzt ein Filesystem Type eingeben oder?

klaus2008

Meister

Beiträge: 2 634

Geschlecht: Männlich

10

10.07.2012, 19:26

Das Programm blkid liefert zum Beispiel in meiner virtuellen Maschine folgende Ausgabe:

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/dev/loop0: UUID="2d16a493-0d70-4aeb-b1ff-c77ac3b2d7a7" TYPE="ext2" 
/dev/cloop0: LABEL="KNOPPIX_FS" TYPE="iso9660" 
/dev/zram0: UUID="7089c50d-b26b-448b-b2c5-0fce5e3da618" TYPE="swap" 
/dev/sda1: LABEL="KNX650" UUID="a8d6efde-ef58-4817-9afa-87c09d0fbaf6" TYPE="reiserfs" 
/dev/sda2: LABEL="swap" UUID="9957a97d-67ae-4e68-b14d-82fb14bb7e1c" TYPE="swap" 
/dev/sdb1: LABEL="Remaster" UUID="88c4fbdf-3087-4d5d-9bf5-67db49a26d44" TYPE="reiserfs"
Der erste Eintrag in einer Zeile ist der Gerätename. Dann folgen, sofern vorhanden, der Name (Label), die Identifikationsnummer (UUID) und am Ende der Typ des Dateisystems (TYPE).

Du kann also erfahren, ob es auf einem Gerät überhaupt eine Dateisystem gibt. Wenn der mount-Befehl eine Angabe des Dateisystems fordert, ist meistens der Befehl falsch eingegeben worden oder das betreffenden Laufwerk muss erst noch formatiert werden.

RalfonLinux

Erleuchteter

Beiträge: 2 931

Geschlecht: Männlich

11

10.07.2012, 20:56

Zitat

wenn ich "fdisk -l" eingebe kommt:
Disk /dev/sda: 500 GB (das ist die Festplatte, die ich mounten will)
Units ..
Sector...
I/O size...
Disk identifier ...
Device Boot: (hier fehlen sämtliche Angaben)

Also fehlt eine Partition und dessen Formatierung.
Machst du am besten über die grafische Oberfläche. (Menüpunkt Partition erstellen und Partition formatieren)

Dann lösen wir uns von LaufwerkC und Konsorten:

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mkdir /media/kaputt
mkdir /media/heile
mount /dev/sda1 /media/heile
dd if=/dev/sdb of=/media/heile/Sicherung.img 
mount /dev/sdb1 /media/kaputt


Du hast dann eine Sicherung der defekten Platte, und unter /media/kaputt ist sie eingehängt.
Versuch rüber zu kopieren was du kannst, viel Hoffnung habe ich aber nicht.

Zitat

mehrmals die Windows-Warnung "MfT/Verlust beim Datenschreiben auf C:" ignoriert hab.


Ralf
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
Keine ? ....... :evil:

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Belana

Anfänger

Beiträge: 5

Geschlecht: Weiblich

12

10.07.2012, 23:54

@Klaus und Ralf: vielen Dank Euch beiden! Musste zwar noch paar Zwischenschritte machen, weil Partitionieren über die grafische Oberfläche, also Dateimanager nicht ging, über die Konsole hats dann geklappt. Aber das Thema von meinem Thread ist nun gelöst, die intakte Festplatte, bzw. Datenträger ist eingehängt.

Wie befürchtet, hat allerdings das Rüberkopieren per .img dann nicht funktioniert, kam die Meldung: "Fehler beim Ein-/Auslesen". Ich kann aber im Datei-Manager Dokumente auf der kaputten Festplatte öffnen und lesen. Wenn ich sie dann auf die intakte Festplatte einzeln kopieren will, kommt halt dann die Meldung "keine Berechtigung".

klaus2008

Meister

Beiträge: 2 634

Geschlecht: Männlich

13

11.07.2012, 10:33

Die Meldung "keine Berechtigung" kommt vermutlich daher, dass Du die Partition in der Kommandozeile als Benutzer root eingehängt hast. Wenn der Benutzer knoppix die Berechtigung haben soll, mit dem Dateisystem der betreffenden Partition mit allen Rechten zu arbeiten, sollte man einen mount-Befehl der Form

Quellcode

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mount -o uid=1000,gid=1000 /dev/sda1 /mediaLaufwerkC 
als Root ausführen. Hängt man die Partition mit dem Dateimanager ein, sollte man als Benutzer knoppix die erwähnte Fehlermeldung nur dann erhalten, wenn die eingehängte Partition ein Dateisystem mit Benutzerrechteverwaltung besitzt (z. B. Linux-Dateisystem wie ext2, ext3, reiserfs), und man über keine passenden Rechte verfügt..

Alternativ könnte Root ein Verzeichnis auf dem Datentäger erstellen und die Benutzerrechte an den Benutzer knoppix übertragen:

Quellcode

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mkdir /media/LaufwerkC/Sicherung
chown knoppix:knoppix /media/LaufwerkC/Sicherung 


Eine andere Möglichkeit wäre, die Order im Dateimanager "als Root" zu öffnen. Dafür gibt es beim PCMan Dateimanager einen Menüpunkt. Ich würde sowohl das Quell-Laufwerk als auch das Ziel-Laufwerk als Root öffnen, bevor der Kopiervorgang startet. Dabei muss man aber sehr gut aufpassen, dass man keine wichtigen Dateien/Verzeichnisse überschreibt!

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