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06.05.2014, 20:06

Ddrescue 497 GB errsize

Hallo,

seit einer Woche versuche ich vergeblich Daten von meiner Festplatte zu retten. Kurze Info zum bisherigen Vorgrhen:

Ich komme von heute auf morgen nicht mehr an die Dateien meiner externen Festplatte (500 GB ca 10 GB waren belegt).

Am Windows XP Laptop angeschlossen kommt die Fehlermeldung, dass ein Fehler $MFT Datenverlust beim Schreiben besteht. Wenn ich die Festplatte anschließe, poppt die Autoplay-Funktion auf, die Ordner werden angezeigt, sind aber alle leer. Dann kommt immer wieder die Fehlermeldung zum $MFT Fehler beim Schreiben, obwohl ich gar nichts mache.

1. Lösungsversuch: die Festplatte aus dem Gehäuse genommen und in ein neues Gehäuse gebaut.

An einen Laptop mit Windows Vista angeschlossen, öffnet er das Fenster zur automatischen Wiedergabe, klicke ich auf Ordner öffnen, möchte er mir die Festplatte formatieren. Klicke ich auf abbrechen, folgt zusätzlich die Meldung "Der Pfad ist nicht verfügbar. Auf E: kann nicht zurückgegriffen werden. Datenfehler (CRC-Prüfung).

Laut Datenträgerverwaltung ist alles ok. NTFS-System und Größe wird korrekt angezeigt.

Zurück an den Laptop mit Windows XP angeschlossen, konnte ich kurzzeitig auf Ordner zugreifen und 33 MB (von 10 GB )retten!!!

2. Lösungsversuch: Photorec. Die Festplatte wird mit der richtigen Größe erkannt, aber bei Partition steht "Unknown". 100 Stunden wollte er suchen, nach 30 Minuten habe ich abgebrochen, weil er nichts fand und nur "error bad sectors" meldete.

3. Lösungsversuch: Testdisk: Schritte wie hier öfters gelesen:LogDatei erstellen -> Datenträger auswählen -> Intel auswählen -> Analyse -> search, doch auch hier Partition unknown.

4. Lösungsversuch: ddrescue. Da ich mich nicht mit Linux auskenne, musste ich mich erst einlesen. Aber vieles habe ich wohl immer noch nicht verstanden... :S Dank Foren wie diesen hier, bin ich nun soweit, dass ich etwas zum Läufen bekommen habe. Doch ich glaube, irgendwas mache ich falsch 8|

Kaputte Festplatte: 500 GB und im System sdb
Neue Festplatte: sdc
Die neue Festplatte habe ich ins System gemountet (hoffentlich ist das so richtig gesagt und ich blamiere mich nicht :) )
Die kaputte Festplatte habe ich nicht gemountet. Hätte ich das?
Verwendeter ddrescue Befehl:

Ddrescue /dev/sdb/ /media/extern/backup.iso logdatei.log

Kurze Zeit später
Rescued: 3028 MB, errsize: 497 GB, errors: 4 current rate: 0
So hängt das jetzt seit einer halben Stunde
Ipos und opos Werte ändern sich
Splitting failed blocks

Mache ich was falsch?! Wieso ist der errsize so hoch ;( ?( ?

klaus2008

Meister

Beiträge: 2 648

Geschlecht: Männlich

2

06.05.2014, 22:00

Hallo!

Ich glaube, dass es sinnvoll ist, jetzt das Handbuch zu ddrescue zu lesen: GNU ddrescue Manual Das ist allerdings in englischer Sprache, was aber hoffentlich kein Problem darstellt. Vor allem den Abschnitt "3 Using ddrescue safely" sollte man gelesen haben. Auch der Abschnitt "7 A small tutorial with examples" erscheint mir interessant.

Zu beachten ist meiner Meinung nach, dass das defekte Laufwerk mit NTFS formatiert wurde. Nur mit Windows kann man derzeit ein chkdsk für NTFS durchführen. ddrescue kann zwar eine Abbilddatei erstellen, jedoch muss man immer noch einen Weg finden, chkdsk auf diese anzuwenden, damit die Dateisystemfehler behoben werden.

3

06.05.2014, 22:55

Hallo Klaus,

vielen Dank :)!

Mir ist aufgefallen, dass nach diesem oben genannten Punkt, die Kaputte Festplatte nicht mehr unter fdisk -l aufgeführt wurde! Habe das ganze jetzt mit dem zusätzlichen Befehl -R am Laufen und siehe da, er zeigt die doppelte MB Anzahl als rescued an (sind das wohl wirklich Dateien oder auch leere Felder? Die Platte war nämlich gar nicht voll).

Hatte von einem Befehl in Linux gelesen "ntfsfix", der das Dateisystem angeblich retten könnte (ähnlich chdsk)? Die neue externe Festplatte ist im Moment gemountet und da wird die ISO-Datei reingeschrieben. Wenn ich sie wieder unmounte und an einem Windows-PC anschließe, sehe ich sie dann in einer normalen Ordnerstruktur? Kenne mich da leider überhaupt nicht aus :(.

Update: es läuft zwar langsam, aber es läuft weiterhin!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sinufepa« (07.05.2014, 20:50)


klaus2008

Meister

Beiträge: 2 648

Geschlecht: Männlich

4

10.05.2014, 07:48

Hallo!

Das Programm ntfsfix ersetzt nicht chkdsk von Windows, siehe die Handbuchseite für ntfsfix.

5

10.05.2014, 22:16

Danke schön :)! Denke, daß ich es zunächst mit ntfsfix probieren werde. Aber das wird wohl erst in einem bis zwei Monate möglich sein...

Jetzt läuft ddrescue mit dem Befehl -R schon seit Tagen, aber trotzdem ist er erst bei 77 GB. Und das Programm wird immer langsamer :((. Wenn jemand hier eine Idee hat, wie man das ganze beschleunigen könnte, bitte her damit :)!!

Allen einen schönen Abend!

6

12.05.2014, 20:51

Hallo,

welch ein Schock: es sind noch keine 100 GB fertig :(.

Bei der Geschwindigkeit sitze ich noch in einem halben Jahr hier. Die ersten 3 GB im Vorwärtslauf waren deutlich schneller durch. Dann aber gab es das Problem, dass ddrescue den defekten Sektor erreicht hat und die Verbindung zur Festplatte verlor. Der Befehl mit -R war schon immer deutlich langsamer, aber er wird von Tag zu Tag noch langsamer :(.

Kann man irgendwie feststellen, wo der Defekte Sektor (Defekte Sektoren) sich befinden? Idee ist folgende: wenn ich wüsste, dass der Defekte Sektor sich bei GB 3,1 befindet, könnte ich ddrescue doch erst nach diesem Punkt starten lassen....

Gibt es so ein Programm, der die Problemstelle ausfindig machen kann?

So langsam verzweifel ich :(

7

12.05.2014, 22:13

Nur mal so als Zwischenbemerkung: Dir ist schon klar, daß ddrescue nicht wirklich etwas retten kann, auch wenn "rescue" im Namen enthalten ist. Es versucht lediglich irgendwie aus Datenfragmenten einer kaputten Festplatte so etwas wie ein Image zu erstellen. Je kaputter die Platte, desto aussichtsloser, noch irgendetwas sinnvolles zu erhalten.

testdisk und photorec konnten schon mit der kaputten Platte nichts anfangen und werden es meiner Meinung nach erst recht nicht mit dem nicht fertig werdenden Image können.

Als letzten Versuch würde ich die kaputte Platte als Zweitplatte in einen Windowsrechner einbauen und von dort aus das chkdsk für NTFS versuchen. Vermutlich wird auch dies nichts mehr retten können.
Gruß Werner * Eigene Rescue-CD
remaster Grml * remaster Knoppix

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