14.12.2017, 17:52 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Knoppix Forum | www.KnoppixForum.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

17.09.2017, 04:30

Nach Mainboard-Crash im NAS die eingebaute HDD auslesen

Hallo zusammen,

Versuche mein Problem so ausführlich wie möglich zu beschreiben, aber damit es keinen Roman gibt hier die (hoffentlich) ebenso informative Kurzfassung :

Conceptronic ch3snas bestückt mit 1 samsung HD103UI (1TB) fährt nicht mehr hoch, LED leuchtet nur ganz kurz auf 》 vermutlich Mainboard-Crash (Netzteil geprüft, auch unter Last ok) 》HDD per USB-Dockingstation mit ext. Stromversorgung an Laptop (keine andere HW-Optionen vorhanden) angeschlossen 》 normale Laufgeräusche von Platte zu hören (vermutlich physikalisch ok) 》 Platte wird aber weder unter Win 10 noch mit Knoppix gefunden

Wer kann mir beim suchen helfen? Bin gerade am verzweifeln!

Hatte übrigens noch nie mit Linux zu tun und habe noch keine Ahnung wo ich was eingeben muss/kann. Bei eventuellen Vorgehensbeschreibungen also am besten am blanken Startbildschirm anfangen

pit234a

Fortgeschrittener

2

17.09.2017, 10:26

Schlecht, ganz schlecht.
Ich will dir mal vorab alle Hoffnungen nehmen und auf meinen Beitrag hier Knoppix und Datenrettung, was niemand hören möchte verweisen.

Du kannst folgendes machen.

Erklärung: Linux nennt alle Geräte, die über das SCSI-Subsystem behandelt werden, /dev/sd"ab" wobei sd fest steht (wohl scsi-device) und "ab" Variablen sind. "a" steht für einen fortlaufend gezählten Buchstaben, also a für das erste erkannte Gerät, b für das nächste und dann c und so weiter. Die Variable "b" steht für eine Nummer und hier werden fortlaufend die erkannten Partitionen gezählt. Das alles kann man in den Kernel-Meldungen nachsehen, die etwas unglücklich sortiert sind.

Ablauf: PC mit Knoppix booten, ohne externe Festplatte. Ein Terminal öffnen. Befehl dmesg | grep sd eingeben und die Ausgabe studieren. Dann die externe Platte anschließen und den Befehl nach kurzer Zeit wieder absetzen.

Ergebnis: Nach dem ersten Befehl solltest du eine Zusammenstellung der bereits vorhandenen und erkannten Geräte sehen. Das dürfte deine eingebaute Platte mit ihren Partitionen und evtl der USB-Stick mit Knoppix sein, falls du es von Stick benutzt. Die erste Platte ist für gewöhnlich die eingebaute Platte, sie sollte also sda heißen und wenigstens eine Partition aufweisen, also sda1 sollte zu finden sein. Sieh ruhig etwas genauer hin und studiere die Ausgabe, sie ist auf den ersten Blick womöglich verwirrend. Nach Anstecken der externen Platte sollte diese nun erkannt werden und entsprechend der nächste freie Buchstabe für sie benutzt werden. Du kannst das sehen und auch erkennen, ob mehrere Partitionen erkannt werden.

Das bedeutet dann noch lange nicht, dass du etwas damit wirst anfangen können. Aber, wenn du hier nichts sehen kannst, dann wird die Platte tatsächlich nicht erkannt und jeder weitere Rettungsversuch kann keinen Erfolg haben, egal mit welchem Betriebssystem.

3

17.09.2017, 14:07

Den erwähnten Beitrag hatte ich bereits vorab bei meiner Suche nach Hilfe gelesen und fühlte mich gleich ein wenig ertappt bzgl. Backupkonzept. Die Pläne und die Hardware dafür liegen schon einige Wochen in der Schublade, konnten aber nicht rechtzeitig umgesetzt werden.

Gefunden wird sda 1-4. Nach Anschluss der Dokingstation ergibt sich keine Veränderung. Eine zum Vergleich probierte USB-Platte erscheint als sdb1. Die HDD aus dem NAS wird also nicht gefunden.
Habe da allerdings noch zwei Schwachstellen
1.Dockingstation. Diese habe ich mir nur geliehen und keinerlei Vergleichswerte mit einer funktionierenden Platte
2.Laptop. Da ich nur mit Laptop arbeite kann ich die Platte nicht direkt an ein Mainboard anschließen
Könnte ein direkter Einbau in ein funktionierendes System eine Verbesserung des Suchergebnisses bewirken?

Falls nein, die Platte scheint zumindest physikalisch zu funktionieren. Wie stehen die Chancen dass professionelle Datenretter(z.B. Datenklinik.de) noch was machen können? Egal zu welchem Preis!

4

17.09.2017, 15:18

Noch ein (für mich) denkbarer Fehler könnten die Jumper-Settings an der Platte sein. Der erste Schritt in der Anleitung der Dockingstation (LC-Power LC-35U3) besagt, dass die einzubauende Platte per Jumper in den Master-Modus gesetzt werden muss. An der Platte finde ich nur 4 freie Pins, keinen Jumper und keinen Aufdruck der über Jumpersettings informiert.
Auf der Suche nach Abhilfe bin ich in verschiedenen Foren auf Beiträge gestoßen die besagen, dass bei dieser Platte (nochmal zur Info: samsung HD103UI Bj. 2009) keine Settings erforderlich sind.
Ist das korrekt oder liegt der Hase bereits hier im Pfeffer???

pit234a

Fortgeschrittener

5

17.09.2017, 18:05

Sofern ich mich recht entsinne, ist Slave immer ohne Jumper gewesen. Siehe mal diesen Beitrag, den ich gerade dazu gefunden habe: http://wiki.winboard.org/index.php/Master_und_Slave.

Eine Platte läuft meist auch schon, wenn sie nur an Spannung liegt. Das bedeutet also noch nicht viel.

Ich vermute allerdings auch, dass es in diesem Fall ein Problem mit der Docking-Station ist. Lnix erkennt irgendwas fast immer, auch, wenn die Partition selbst dann weiter unzugänglich bleibt. Du hast vollkommen richtig das Experiment mit der USB-Platte durchgeführt und eine entsprechende Änderung gesehen. Die Einträge für die Geräte werden beinahe auf aller unterster ebene angelegt, also tatsächlich, sobald ein Gerät vorhanden ist und als solches erkannt wird.
Docking-Station: ich dachte an ein externes USB-Gehäuse. Da wird eine Festplatte dann als SD-Gerät durch gereicht, wie bei deiner USB-Platte geschehen. Ich weiß nicht, was eine Docking-Station genau macht und wie sie angeschlossen wird.
Erstaunlich ist, dass du deine IDE Platte noch dort eingebaut bekommst. Mein spontaner Rat wäre nämlich gewesen, das Gehäuse der externen USB-Platte zu öffnen und statt dessen dann deine Platte dort einzubauen. Es wird aber kaum noch Gehäuse geben, die IDE-Platten aufnehmen. Insofern ist es auch unwahrscheinlich, dass du noch entsprechende HW in einem PC finden wirst.
Die Identifizierung der HW ist in jedem Fall ein wichtiger Schritt, den du aber selbst leisten musst. Ich will nicht die Suche im Web dafür bemühen. Du musst wissen, ob es IDE oder SATA oder gar SAS ist und dann den entsprechenden Controller dafür benutzen.

Im Augenblick nützt dir deshalb keine SW auf der Welt etwas, weil dein Gerät als HW nicht erkannt wird. Das ist Voraussetzung für jegliche SW.

Es gibt externe Adapter relativ preiswert, etwa so etwas. http://www.pearl.de/a-PX4943-1162.shtml
Den Link habe ich auf die Schnelle genommen und der ist nicht als Empfehlung gemeint; ich habe keine Empfehlung. Als ich so etwas (für etwa 25€ gekauft) letztens probierte, ist sogleich das mitgelieferte Netzteil mit einem Knall gestorben und hat mir jede weitere Lust an dem Ding genommen. Grundsätzlich ist das aber eine recht billige und deshalb vertretbare Möglichkeit, eine Festplatte an einen Laptop anzubinden. Ich meine, es kann ja immerhin sein, dass die Platte eben vollkommen defekt ist und deshalb eine Investition in extra HW immer ein Risiko darstellt.

6

17.09.2017, 18:30

Platte ist schon eine SATA die in das externe Gehäuse https://www.googleadservices.com/pagead/…oQ9aACCDA&adurl= eingebaut ist.
Als Hoffnungsschimmer sehe ich noch das mit den Jumpern. Werd mal schauen ob ich an eine Alternative zum Laptop ran komme und es vielleicht mal mit direkteinbau versuchen.
Was hälst du von sogenannten "professionellen Datenrettern"? Wäre das noch eine Option bzw. kennst Du gute Adressen dafür?

7

17.09.2017, 18:32

Habe nämlich ehrlich gesagt ein bisschen Angst, dass ich evtl. noch mehr kaputt machen könnte als ohnehin schon ist.

8

17.09.2017, 19:02

Habe jetzt Deinen Link verfolgt und kapiert, dass SATA keine Jumper benötigen. Umso verwirrender ist die Aussage in der Anleitung des externen Gehäuses, welches ausdrücklich für SATA to USB3.0 gedacht ist. Wie bereits erwähnt heißt es dort nämlich unter Punkt 1, dass nur Platten die auf Master gejumpt sind erkannt werden können.
Wissen die selbst nicht was die da bauen???

pit234a

Fortgeschrittener

9

17.09.2017, 19:25

ja, so ist das mit den Beschreibungen. Irgendwie muss man immer interpretieren.
Gut, dass du SATA-Platte hast, schlecht, dass sie dann nicht erkannt wird, denn, wie du schon sagst, SATA hat keine Jumper mehr.
Ein anderes Gehäuse könnte es vielleicht bringen...

Wenn die Platte in der Form nicht von deinem System erkannt wird, kann sie nicht mehr über den (eingebauten) Kontroller angesprochen werden. Damit nutzen keinerlei Rettungstools auf der ganzen Welt etwas.
Ich habe nur davon gelesen, dass es Firmen gibt, die sich auf Datenrettung in solchen Situationen spezialisiert haben. Die Platten werden dort zerlegt und HW so ergänzt, dass man wieder Zugriff auf irgendwelche Daten erhält. So etwas ist extrem Teuer. Es kommt für Privatleute meist nicht in Frage. Die Preise sind angeblich ab 5000€ und ich habe darüber in Foren gelesen, es für mich aber sogleich verworfen und nicht gemerkt. Ich glaube, das Unternehmen damals war in Berlin, was aber auch nicht viel hilft.

Alle SW-Lösungen, auch die aller-teuersten, können so mit der Platte nicht arbeiten. Sobald du die Platte, bzw ihre Partitionen sehen kannst, können wir als erstes ein Abbild davon machen und damit noch sichern, was zu sichern ist. Dazu brauchst du ausreichend viel Speicherplatz. Wenigstens genau so viel, wie die Platte nun groß ist.

Es besteht aber auch noch immer die Möglichkeit, dass nur das benutzte Gehäuse nicht geht und die Platte vollkommen in Ordnung ist. Im simpelsten Fall würde sie automatisch ins Knoppix eingebunden und du könntest direkt auf die Daten zugreifen, ganz ohne jegliche Rettungssoftware. Knoppix kann wesentlich mehr Dateisysteme als Windows und besonders in NAS werden sehr oft Linux-Systeme verwendet und die benutzten Dateisysteme problemlos von einem anderen Linux beherrscht.

Die definitive Aussage über den HW-Zustand der Platte ist dein nächster Schritt. Entweder anderes Gehäuse mit dieser Platte oder andere Platte mit diesem Gehäuse probieren und je nach Ergebnis ist man dann schlauer.
Der alternative Einbau in einen PC wäre auch eine gute Aussagemöglichkeit. Am liebsten dort dann auch ein Knoppix booten und erst ohne die Platte schauen, dann mit Platte. Das hilft nicht bei der Rettung von Daten, noch nicht. Es geht erst darum, eindeutig etwas über die Platte sagen zu können und dem nun benutzten Gehäuse wollen wir so noch nicht trauen.

10

18.09.2017, 00:31

Ein großer Schritt geschafft!
Um die Schwachstelle externes Gehäuse zu umgehen, habe ich meine !!!Schwiegermutter!!! dazu überreden können mir ihren PC zur Verfügung zu stellen.
Platte angeschlossen, Knoppix gebootet und die Platte war da mit sämtlichen vorhandenen Ordnern!!! Irgendwas hat sich in vorherigen Konstellation nicht vertragen, also Platte>Gehäuse, Platte>USB oder was auch immer.
Habe jetzt alle Dateien auf eine 2GB USB-Platte kopiert. Dabei traten allerdings bei manchen Dateien Probleme auf. Als Fehlermeldung wurde "Keine Berechtigung" angezeigt. Die Dateien (hauptsächlich jpg und odt) sind also da, ich kann sie allerdings nicht öffnen oder kopieren. Gibt es da noch Chancen das zu beheben? Dann wäre mein Glück perfekt.
Mir ist schon ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, dass der Großteil der aus zehntausenden Bildern besteht offenbar nicht verloren ist.
Wenn ich

klaus2008

Meister

Beiträge: 2 656

Geschlecht: Männlich

11

18.09.2017, 07:15

Hallo!

Zitat

Habe jetzt alle Dateien auf eine 2GB USB-Platte kopiert.
Welche Dateisystem wird dort verwendet? Linux hat Grenzen, wenn es sich um ein NTFS-Laufwerk handelt.

Zitat

Gibt es da noch Chancen das zu beheben?
Möglicherweise benötigt man Administratorrechte. Wenn es sich um ein NTFS-Laufwerk handelt, könnte man versuchen als Windows-Administrator die Besitzrechte an den Dateien zu lockern.

Gruß
Klaus

12

18.09.2017, 10:39

Nochmal eine kurze Beschreibung der aktuellen Situation:

Linux findet die Platte aus dem NAS, kann den Großteil der Dateien öffnen und auch kopieren. Bei einigen (VERHÄLTNISMÄSSIG wenigen) bekomme ich die Meldung "Keine Berechtigung" was für lesen als auch kopieren betrifft.
Was ohne Fehlermeldung ging habe ich mit der Funktion "kopieren nach..." (sollte ich da vielleicht was anderes verwenden?) auf meine USB-Platte kopiert.
Ich hätte also mit Windows keine Möglichkeit als Admin die Zugriffsrechte zu ändern weil die Daten noch auf der Platte aus dem NAS sind und nicht kopiert werden konnten.
Das Dateisystem der USB-Platte ist mir momentan nicht bekannt. Habe erst heute Abend wieder Zugriff darauf. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es sich auch um irgendwas Linuxmäßiges handelt, weil die Platte als Backupspeicher für eine Synologie DS216j vorgesehen war und auch über die DS (welche auch Linux verwenden dürfte) formatiert wurde. Außerdem habe ich jetzt festgestellt, dass Win das Laufwerk nicht erkennt. Deshalb vermute ich kein NTFS-System.

Werde als nächstes eine fabrikneue USB-Platte besorgen (brauche ich ohnehin) und die Platte aus dem NAS erneut kopieren. Mit welchem Dateisystem sollte diese formatiert werden damit sie Windows lesen kann und mit welcher Funktion bzw Tool kopiere ich die Daten am besten?
Im günstigsten Fall sollten natürlich auch die Dateien kopiert werden auf die ich derzeit keine Zugriffsrechte habe.

Gibt es da Optionen???

pit234a

Fortgeschrittener

13

18.09.2017, 11:33

Gibt es da Optionen???


Zur Erklärung: In Unix-Systemen gibt es Benutzerrechte. So ungefähr die höchsten Rechte hat der SuperUser root und als solcher arbeitet man normalerweise nie. um das Potenzial für eine feindliche Übernahme des Systems geringer zu halten. In Knoppix arbeitet man grafisch als User knoppix ohne Passwort. Jeder Benutzer wird anhand seiner UID und GID erkannt, zwei Systemnummern, die manuell vergeben werden können oder automatisch ab einer gewissen Zahl hochgezählt werden. Es wäre Zufall, wenn auf dem NAS die gleichen UIDs und GIDs verwendet worden wären. Wenn das also ein Unix-Dateisystem ist, dann wäre es gut verständlich, dass du nicht alle Dateien kopieren darfst.

Die (mögliche) Lösung: die Befehle chown (change owner) und chmod (change mode) ändern die Rechte an Dateien. Diese kannst du als SuperUser auf auf solche Dateien anwenden, die nicht direkt dir selbst gehören.

Ein denkbares Vorgehen: Du hast die Platte in deinem Knoppix eingebunden und einen Dateimanager geöffnet, der dir die enthaltenen Dateien anzeigt. Außerdem zeigt er (hoffentlich) den Ort an, wo das Dateisystem eingebunden wurde. Öffne nun ein Terminal und sieh dir die Verhältnisse erst mal an. Die Mountpoints, das sind die Orte, wo die Dateisysteme eingebunden werden, liegen bei Knoppix wohl in /media (ich bin nicht 100% sicher, aber das siehst du ja. Vielleicht ist es /mnt oder /media/knoppix). Angenommen, deine Platte ist die zweite erkannte und es geht um die erste Partition, dann dürfte sie also als /media/sdb1 eingebunden sein. Du kannst das nun nach den tatsächlichen Verhältnissen anpassen.

Quellcode

1
mount |grep sdb1
mount zeigt alles, was eingebunden ist und mit grep filterst du die Ausgabe nach Zeilen, die sdb1 enthalten. Wenn dies ein Linux-Dateisystem ist, dann kannst du weiter machen, wie im folgenden beschrieben.

Quellcode

1
2
su
# chmod -R 777 /media/sdb1
su wechselt zum SuperUser. Knoppix hat kein Passwort hierfür, es sollte also gelingen. Der Gartenzaun "#" vor der Stelle des Cursors zeigt an, dass man nun root ist. Der chmod Befehl wechselt die Dateirechte und 777 ist am einfachsten zu tippen, wenngleich das eigentlich zu weit geht, weil damit alle Dateien auch ausführbar gemacht werden. Das ist aber nicht schlimm und eben die einfachste Möglichkeit. Jeder Nutzer darf nun alle Dateien in dem angegeben Verzeichnis lesen, schreiben und ausführen. Damit sollten sie auch kopierbar sein.
Du musst evtl erst den Dateimanager neu öffnen oder mit F5 updaten, damit er die neuen Rechte neu einliest.

Alternativ kannst du die einzelnen Dateien als root im Terminal mit cp kopieren. Dazu muss der komplette Name zur Datei angegeben werden und der komplette Name zum Zielort. also ein Beispiel:

Quellcode

1
# cp /media/sdb1/Briefe/mein-Brief.odt /media/sdc1/Sicherungskopie/
wobei "Briefe" und "Sicherungskopie" irgendwelche Ordner auf den Medien sind. Hierbei können auch Wildcards benutzt werden. *.odt würde etwa alle Dateien mit solchen Namen betreffen, die irgendwelche Zeichen haben, gefolgt von einem .odt. Wenn du auf ein Linux-Dateisystem kopierst, werden die Dateirechte erhalten und das bedeutet, dass du anschließend wieder keine Rechte als User an der Datei hast. Kopierst du auf ein nicht-Linux-Dateisystem, kann es deshalb Fehlermeldungen geben, weil die Dateirechte nicht erhalten bleiben können.

Im Terminal brauchst du nicht immer jeden Buchstaben zu tippen. Pfeil nach rechts macht eine automatische Vervollständigung, wenn einige Buchstaben getippt sind und Pfeil nach oben wiederholt die letzten Befehle.
Mit der Maus markierte Textstellen können mit mittlerer-Masu-Klick eingefügt werden. Wichtig ist, dass Namen keine Sonder- oder Leerzeichen enthalten dürfen, wenn sie nicht in "Anführungszeichen" gesetzt sind.

Die Bedeutung und Handhabung der Kommandos kannst du im Terminal mit man "kommando" nachlesen. also etwa man chmod.

Es gibt noch andere Möglichkeiten. Ich habe mir den aus meiner Sicht wahrscheinlichsten und einfachsten Fall herausgegriffen und hoffe, dass das zum Erfolg führen wird.

pit234a

Fortgeschrittener

14

18.09.2017, 11:41

Mit welchem Dateisystem sollte diese formatiert werden damit sie Windows lesen kann und mit welcher Funktion bzw Tool kopiere ich die Daten am besten?


Es gab inzwischen weitere Antworten, die ich im vorigen Beitrag nicht berücksichtigt hatte.

Windows kann nativ nur NTFS als einziges und richtiges und bestes Dateisystem. FAT ist kein echtes Dateisystem, aber Windows kann das ebenfalls und ExFAT ist ein widerliches Ding, das niemand wirklich mag. FAT kann nur 4GB große Dateien und ist deshalb für heutige Verhältnisse nur mit Einschränkung zu empfehlen.
Damit bleibt nur NTFS.
NTFS ist aber Windows und geheim. Deshalb gibt es immer wieder mal Probleme mit anderen Systemen, die ja die Eigenschaften von NTFS nur gut geraten haben, sie aber nicht wirklich auch kennen.
Allerdings nutze ich seit Jahren NTFS zwischen Windows und meinen freien Systemen ziemlich problemlos. Ich denke, man sollte keine Angst davor haben.

Du willst sicher nun nicht Windows aufgeben und in die Freie Welt wechseln. Deshalb kannst du praktisch nur mit NTFS leben.

Eine Alternative wäre natürlich, einen Server bauen, der die Dateien im Netzwerk zur Verfügung stellt. Allerdings ist der Aufwand wohl zu groß. Fertige NAS-Lösungen machen genau dies, sie bieten aber nicht automatisch Redundanz.

15

18.09.2017, 13:08

Wenn du auf ein Linux-Dateisystem kopierst, werden die Dateirechte erhalten und das bedeutet, dass du anschließend wieder keine Rechte als User an der Datei hast. Kopierst du auf ein nicht-Linux-Dateisystem, kann es deshalb Fehlermeldungen geben, weil die Dateirechte nicht erhalten bleiben können.

Verstehe ich das nur nicht richtig oder ist da ein Tippfehler reingerutscht? Vermutlich sollte es DEINE Rechte heißen, oder? Alles andere würde ja bedeuten, dass ich kopieren kann wohin ich will und trotzdem weiterhin keine Rechte habe.

Für den Fall eines Tippfehlers nochmal weiter gedacht:
Kopiere ich auf eine NTFS Platte die standartmäßig von WIN gelesen wird (wie z.B. die im Laptop), werde ich vermutlich keine Rechte haben.
Kopiere ich aber z.B. auf ein Linux-basiertes NAS-System könnte ich Chancen haben dass ich Zugriff auf die Daten habe.

Oder mache ich mir da jetzt schon wieder zu viele Hoffnungen?

pit234a

Fortgeschrittener

16

18.09.2017, 13:56

Ausnahmsweise kein Tipfehler, aber vielleicht falsch erklärt.

ich versuche es mal anschaulich, habe etwas Geduld.

Quellcode

1
2
3
pit@senyo ~:- > touch test
pit@senyo ~:- > ll test
-rw-r--r--  1 pit  pit  0 18 Sep. 13:12 test

Ich sitze an meinem "Unix"-PC und bin der Nutzer pit. Mit dem Befehl touch lege ich im aktuellen Verzeichnis eine Datei an. Mit ll (= ls -l) sehe ich mir diese dann an und erfahre etwas über die Rechte der Datei.

-rw-r--r-- 1 pit pit
das ist der Teil, der die Rechte beschreibt. Die erste Stelle will ich mal weglassen, das wäre hier vielleicht zu kompliziert. Dann kommen drei Tripel und die können maximal sein rwx rwx rwx und das steht für lesen (r), schreiben(w) und ausführen(x) und zwar in der Reihenfolge für user, group, others. Ein Nutzer kann also bestimmte Rechte haben. für eine Gruppe (Nutzer gehören zu verschiedenen Gruppen) kann man eigene Rechte bestimmen und schließlich alle anderen, die nicht user und nicht Mitglied von group sind können bestimmte Rechte haben.
Der Teil pit pit bezeichnet user und group. Im Beispiel gehört die Datei also pit und der gruppe pit. Nutzer pit hat lese- und schreibrechte (rw-), alle Mitglieder der Gruppe pit haben leserechte (r--) und alle anderen haben ebenfalls leserechte.

Ich ändere nun mal was:

Quellcode

1
2
3
4
5
6
pit@senyo ~:- > chmod 777 test
pit@senyo ~:- > ll test
-rwxrwxrwx  1 pit  pit  0 18 Sep. 13:12 test
pit@senyo ~:- > chown pit:operator test
pit@senyo ~:- > ll test
-rwxrwxrwx  1 pit  operator  0 18 Sep. 13:12 test

das 777 kennst du schon von vorhin. Wenn man jedes Tripel als binäre Zahl sieht, wird das auch schnell klar. 7 = I I I und das bedeutet eben r gesetzt, w gesetzt und x gesetzt, also rwx.
Im nächsten Befehl ändere ich die Eigentümer und setze die Gruppe operator statt der gruppe pit ein. Nun haben alle Mitglieder der Gruppe operator die angegeben Rechte. User und Group werden anhand einer Nummer im System erkannt, die UID und GID.

Ich zeige mal etwas von einem entfernten System, ein anderes Freies und unixoides Betriebssystem:

Quellcode

1
2
pit@senyo ~:- > ll /mnt/files/raid1/Exports/db_96-Filme/movie/*.ts | grep -i duft
-r-xr-xr-x  1 4294967294  wheel   7591177552 11 Juli 04:35 /mnt/files/raid1/Exports/db_96-Filme/movie/17-07-11 - Das Erste - SommerKino im Ersten_ Madame Mallory und der Duft von Curry.ts

Wichtig ist mir, dass hier der User 4294967294 ist und die Gruppe wheel heißt. wheel ist eine lokale gruppe, also auf meinem lokalen System vorhanden und zufällig ist die entfernte GID gleich der lokalen GID für wheel. Die entfernte UID 4294967294 hat keine Entsprechung auf meinem lokalen System. Es gibt hier keinen User mit UID 4294967294. Die Dateirechte beziehen sich aber genau auf diese UID und GID. (ich will hier nicht darüber reden, wie man das Verhalten ändern könnte, das soll mir nur als Beispiel dienen). Weil ich Mitglied in der Gruppe wheel bin, habe ich damit auch keine Probleme. Der SuperUser root hätte auch keine Probleme, denn er darf alles (nicht wirklich, aber als Regel kann man das zunächst mal annehmen).

In dieser Art kannst du nun die Dateien auf deiner ehemaligen NAS-Platte betrachten. Falls es ein unixartiges Dateisystem ist. Es sollten dann vielleicht bei den Dateien, die sich nun nicht kopieren ließen, fehlende Rechte im Vergleich zu den anderen auffallen. Die Rechte kannst du anpassen, wie oben beschrieben.
Du kannst sie auch ignorieren und als root kopieren. Dann bleiben sie erhalten. Das bedeutet, dass sie im neuen Ziel so landen, wie sie im alten Ziel waren und wenn du im alten Ziel keine ausreichenden Rechte als einfacher Nutzer hattest, dann wirst du sie im neuen Ziel auch nicht haben. Du kannst die Rechte aber auch im neuen Ziel als root wieder anpassen.
Ist dein neues Ziel kein unixartiges Dateisystem (was ja eher selten ist), dann verlieren sich die Rechte. Wenn du also auf NTFS kopierst, kann das später jeder ansehen, weil durch zusätzliche Dateirechte keine Beschränkungen gesetzt werden können (es gibt so etwas auch für Windows, aber ich will das hier nicht noch größer werden lassen).

"Alles andere würde ja bedeuten, dass ich kopieren kann wohin ich will und trotzdem weiterhin keine Rechte habe"
Ja, so kann man das tatsächlich beinahe sehen. Beim Kopieren (auf Unix-Dateisystemen) bleiben die Nutzerrechte erhalten und gehen nicht verloren. Man kann sie aber anpassen, wenn man ausreichende Rechte dazu hat. Der SuperUser hat immer ausreichende Rechte dazu.
Kopierst du auf NTFS, gehen die Rechte verloren. Die Datei wird nun nicht zusätzlich gegen unbefugten Zugriff geschützt, sie ist für alle Anwender uneingeschränkt nutzbar, die auf das Dateisystem zugreifen können.
Du kannst also in beiden Fällen gute Hoffnung haben, dass du uneingeschränkten Zugriff auf die Dateien bekommen kannst.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass die Dateien Spezialfälle sind, etwa zerstört wurden. Dann sieht die Welt wieder anders aus. Aber darauf sollten wir erst eingehen, wenn das wirklich der Fall ist. Sehr viel wahrscheinlicher ist es, dass der NAS unterschiedliche UIDs genutzt hatte oder aus anderen Gründen unterschiedliche Rechte zugewiesen hatte, die nun ein Kopieren verhindern. Und das kannst du einfach korrigieren.

17

18.09.2017, 14:35

Ähh, ok. Auf jeden Fall danke für die ausführliche Beschreibung. Muss mir das nach Feierabend mal in Ruhe durchlesen um es zumindest teilweise zu kapieren. Auf den ersten kurzen Blick klingt das wie chinesisch. Das ist wohl ein paar Ebenen zu hoch für mich!
Aber Du wirst es nicht umsonst geschrieben haben. Ich neige nicht dazu die Flinte gleich ins Korn zu werfen. Werde mich damit befassen und von Erfolgen und Misserfolgen berichten.
Kann allerdings dauern, da an Werktagen das mögliche Zeitfenster für Studien und Versuche doch recht spärlich ausfällt.

pit234a

Fortgeschrittener

18

18.09.2017, 14:45

lass dich nicht verwirren. Ich habe es versucht, mit einfachen Worten und kurz darzustellen, das kann vielleicht auch verwirrend sein. Wenn es dich interessiert, gibt es dazu weiterführende Lektüre.
Es muss dich aber nicht interessieren, du willst ja nicht dein Betriebssystem wechseln und mit einem Unix warm werden.
Du musst das auch nicht verstehen, aber es ist immer besser, als einfach Befehle nachzumachen und per cp_n_paste anzuwenden. Ich gebe grundsätzlich nicht gerne solche Befehle raus, das Risiko ist hoch und ich bin sehr für eigene Verantwortung.

Nochmal das Wesentliche: Dateirechte beziehen sich auf die Datei und sie sollen vor unbefugtem Zugriff schützen.
Als SuperUser kannst du die Rechte ändern.
Sie verlieren sich auf einem NTFS, es gibt da keinen zusätzlichen Schutz. Das bedeutet, jeder kann die Dateien da uneingeschränkt nutzen.

edit: Bezug verdeutlicht

19

19.09.2017, 21:03

Kurzer Zwischenbericht

Man soll ja bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben, aber ich wage jetzt mal die Prognose dass ich die Daten von der Platte aus dem kaputtem NAS ohne jeglichen Verlust auf eine neue NTFS-formatierte und damit Windows-lesbare USB-Platte kopieren kann. Der Vorgang läuft gerade noch. Habe mit einigen Ordnern die Bilder, Videos und Textdatei enthalten angefangen und geprüft ob Windows das kopierte lesen kann. Hat funktioniert und jetzt gerade bekommen ca 700 GB hauptsächlich Bilder ein neues, bzw. zweites Zuhause.
Wenn alles abgeschlossen ist werde ich hier nochmal die durchgeführten Schritte kurz beschreiben.

Bis dahin!

20

19.09.2017, 21:16

Im Moment stört mich nur die, trotz USB 3.0, wahnsinnig lahme übertragungsgeschwindigkeit. Natürlich ist mir klar, dass solche Datenmengen eine Weile brauchen bis sie bewegt werden. Aber ich sehe ja den Fortschritt und wie lange es dauert um einfache jpg's zu kopieren. Es kommt mir schon recht lange vor. Aber wenn am Ende alles ins Ziel kommt ist auch die Zeit zweitrangig.

pit234a

Fortgeschrittener

21

19.09.2017, 22:04

viele kleine Dateien schreiben auch mit USB3 sehr langsam.
Insgesamt hat Linux einen sehr guten und flotten USB-Stack, daran sollte es nicht liegen.

"Hinsehen" kann die Sache unter Umständen auch verlangsamen. Dann werden unter Umständen immer Vorschaudateien aus den frisch übertragenen generiert und das erfordert wieder Datenverkehr, der nicht sein muss.

22

19.09.2017, 22:57

Alles was geöffnet ist ist das Fenster das den Fortschritt und die verbleibende Zeit anzeigt, also kein Dateimanager, Explorer oder andere Tools. Eine einfache jpg's dauert ca 2 Sekunden. Es sind ca 295000 Fotos auf der Platte. Wenn die Geschwindigkeit bleibt und ich das mal hochrechne, dann dauert das bei 24 Std täglich fast eine Woche. Scheint mir schon etwas heftig. Habe den Eindruck, dass das gestern schneller ging.
Deutlich schneller war der erste Versuch auf die usb-Platte mit Linux basierten Dateisystem ohne die geänderten Zugriffsrechte. Das war die gesamte Platte in gut 8 Std durch. Abgesehen von den ca 800 Dateien bei denen der Zugriff verweigert wurde.
Je mehr ich drüber nachdenke umso komischer kommt mir das vor. Das kleine schwarze Feld links neben der Uhrzeit ist vermutlich eine Anzeige für die system- bzw cpu-auslastung. Dort sind kaum Ausschläge zu sehen. Die zugriffs-led an der usb-Platte blinkt mit einer Frequenz von 1 - 2 Hz.
Verlässt mich die Datenquelle jetzt vielleicht endgültig?

pit234a

Fortgeschrittener

23

19.09.2017, 23:14

da müsste man Hellseher sein, erst Recht aus der Ferne...

Für mich gibt es keinen Grund, weshalb die Platte überhaupt eine Macke haben sollte.
Der NAS ist kaputt, ok. Es kann natürlich schon sein, dass die Platte einen Schaden abgekriegt hatte, aber die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich klein.
Typischerweise verlangsamen schlechte Kabel oder Kontakte schon mal Datenübertragungen.

Ich würde das abbrechen und alles abschalten und die Kabel nachstecken und alles wieder starten und nochmal probieren. Die Dateirechte sollten so bleiben, wie du sie gesetzt hattest. Du brauchst das also nicht nochmal zu machen.

Eine wirkliche Erklärung habe ich aber nicht, alles nur geraten.
Ich weiß aber aus Erfahrung, dass kleine Dateien schon sehr langsam kopieren.
Deutlich schneller wäre es bestimmt auf eine interne Platte kopiert. Du schreibst 700GB an Bildern und ich halte da tatsächlich so einige Tage für ziemlich normal. Vielleicht keine ganze Woche, aber sicher deutlich über einen Tag.
Vielleicht lässt du es auch einfach mal über Nacht laufen.

Nebenbei. Und unwichtig. Ich will nicht noch Verwirrung stiften, wo du nun so gut unter Wegs bist.
Ich bevorzuge rsync und einen Befehl von Konsole, auch, wenn das in Richtung NTFS später Fehlermeldungen gibt. Dabei sieht man allerdings gar keinen Fortschritt, außer man sieht ab und zu mittels df die Festplattenbelegung an. -... Nein, mach es lieber so weiter, wie du nun schon angefangen hast.

24

19.09.2017, 23:30

Bekomme jetzt wieder Fehlermeldungen. Betrifft ca 40 Dateien. "Eingabe-/Ausgabefehler" heißt es da jetzt

pit234a

Fortgeschrittener

25

19.09.2017, 23:41

Das ist leider keine gute Fehlermeldung. Man weiß nur, dass irgendetwas schief gegangen ist und kann nicht mal sagen, ob beim Schreiben oder Lesen.

Ich nehme an, dass du noch immer bei deinem kopieren bist und nicht unterbrochen hattest. Dass also die 40 Dateien nur vorläufig sind und sich vielleicht noch mehr ergeben.

Hattest du nachgesehen, welches Dateisystem die Quell-Platte hatte?
Es ist sehr vage, etwas dazu zu raten. Es könnte sein, dass das Dateisystem beschädigt ist. Aber es wurde ohne Fehlermeldung eingebunden und dann ist es normalerweise in Ordnung.
Es ist auch so, dass man ja "normalerweise" vor einem Rettungsversuch erst einen kompletten Clone der fragwürdigen Platte zieht, weil man vermeiden möchte, dass sie durch zusätzliche Belastung oder durch Fehler in der Handhabung endgültig zu Bruch geht. Das hast du nicht gemacht, ich hätte es in der Situation und bei diesem Problem auch nicht gemacht, denn ich gehe davon aus, dass die Platte unbeschädigt ist.
Das führt wieder zu der Verkabelung und den Kontakten.

Das ist so, also mir juckt es regelrecht in den Fingern, da selbst was zu machen. Aber in die Ferne jemandem einen Rat geben, der vollkommen neu mit Linux ist, das ist schon riskant. Vor allem, weil du mit dem Stand von jetzt schon ziemlich gute Erfolge hast.

26

20.09.2017, 00:36

Habe jetzt unterbrochen, heruntergefahren, Kabel geprüft neu gestartet und Kopiervorgang fortgesetzt. Ging anfangs recht zügig, hat aber schnell wieder nachgelassen.
An irgendwas scheint sich das System zu stören. Solange der Dateimanager geöffnet bleibt friert der Mauszeiger immer wieder ein. Beim herunterfahren bekam ich 3 mal eine Zeitüberschreitung angezeigt bevor was passiert ist.

Dateisystem weiterhin unklar. Was mich verwirrt ist, dass ich gestern bereits jede Menge Daten der selben Art, mit der selben Quelle und selben Ziel kopiert habe und das ging auf jeden Fall schneller. Ich lass es jetzt mal laufen und schau morgen früh wie die Lage ist.

Wie bereits erwähnt ist die Dauer eher zweitrangig wenn ich hinterher alles wieder habe.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »FastDriver« (20.09.2017, 00:47)


pit234a

Fortgeschrittener

27

20.09.2017, 13:18

ich kann immer nur wiederholen, dass all meine Ideen in dem Fall auch auf Rätselraten beruhen. Natürlich auch auf meiner persönlichen Erfahrung, aber nicht unbedingt auf nachprüfbaren oder festgestellten Befunden.
Man kann so ein Problem vollkommen anders angehen und "ALLES RICHTIG" machen. Vielleicht sollte ich mir mal Gedanken darüber machen und etwas entsprechendes aufschreiben, aber vermutlich hat jemand das schon getan und irgendwo im Netz veröffentlicht und auch noch viel kompetenter, als ich das könnte. Wir haben hier nicht alles richtig gemacht und einige Dinge direkt übersprungen und zwar in der Annahme, dass die Platte und das Dateisystem in Ordnung sind.
Das ist nicht ganz aus der Luft gegriffen.
Der Tod des NAS lässt sich definitiv auf eine andere Ursache zurückführen. Die Festplatte kann also nur einen Schaden in Folge eines anderen Fehlers erhalten haben. Das kommt vor, aber nicht sehr häufig.
Die Festplatte wurde dann, nachdem zunächst eine HW-Unverträglichkeit herrschte, in einem PC vollkommen automatisch eingebunden, also richtig erkannt, ohne festgestellte (größere) Probleme beim Dateisystem, denn sonst hätte die Automatik an der Stelle nicht gegriffen.
Schließlich konntest du nicht nur lesen, sondern auch etliche Dateien problemlos auf ein anderes Medium kopieren.
Das zusammen spricht schon recht deutlich dafür, dass die Festplatte in Ordnung ist und kein (größerer) Fehler derzeit dort herrscht.
Es spricht dafür, aber es kann eben doch auch ganz anders sein, was wir nicht vergessen sollten.
Stirbt die Festplatte nun tatsächlich, kannst du mir die Knochen im Leib verfluchen, weil wir nicht von Anfang an alles richtig gemacht hatten.
Nur: es ist ungleich komplizierter, alle Schritte zu durchlaufen und alles richtig zu machen und man kann dabei eben auch sehr viel falsch machen.
Deshalb folge ich lieber der Devise: keep it simple.

Lass uns mal an der These kleben, dass die Platte in Ordnung ist. (Die Fehlermeldung bei einigen Dateien und das langsame Kopieren könnten allerdings auch dagegen sprechen)
Was du getan hast, (ich vermute das, bestätigt hast du das nicht ausfrücklich), ist das Ändern der Dateirechte, damit du in der Lage bist, auch bisher nicht zugängliche Daten zu kopieren.
Das alleine ist nur ein Dateiattribut. Es macht die Dateien nicht größer oder kleiner oder die Übertragung langsamer oder schneller.
Du stellst aber eine deutliche Verlangsamung der Datenübertragung seither fest und sogar das System scheint vorübergehend einzufrieren. Das lässt mich vermuten, dass zusätzliche Aktionen den Vorgang nun beeinflussen. Nur, was könnte das schon sein, wenn du doch nichts anders machst?
Mir fällt das typische Verhalten der meisten modernen Dateimanager ein, dass Dateien gescannt und kleine Vorschaubilder irgendwo erstellt werden. Es ist mir nicht ganz klar, wie das bei dir aussieht. Zunächst hattest du erklärt, bis auf wenige Dateien alles von der NAS-Platte gesichert zu haben, dann sprichst du von zusätzlichen 700G an Bildern, die nun kopiert werden können, nachdem du die Dateirechte geändert hast. Für mich hört sich das nicht nach wenigen Dateien an. Wenn ich annehme, dass du zuvor keine Berechtigung an den Dateien hattest und sie deshalb auch nicht gescannt wurden und keine Vorschaubilder erstellt werden mussten, dann macht das schon einen gewaltigen Unterschied. Ich kann mir gut vorstellen, dass so etwas das System deutlich ausbremst, vor allem, weil es live läuft. Und so etwas passiert im Hintergrund und unbemerkt, sobald du mit dem Dateimanager das Verzeichnis mit den Bildern öffnest.
Kopierst du hingegen das komplette Verzeichnis, so dass du nicht die einzelnen Bilder-Dateien dargestellt bekommst, sollte auch das Scannen der Dateien unterbleiben.

Ich nehme an, dass du drag_n_drop kopierst, also mit der Maus von einem Fenster in ein anderes. Also jedenfalls nicht aus dem Terminal mit einem Befehl. Kopiert man aus einem Terminal heraus, gibt es keinerlei Möglichkeit für einen Dateimanager, auf die geschilderte Weise das System zu verlangsamen. Aber nochmal: dass das passiert, ist eine vage Annahme, es können auch zahlreiche andere Faktoren eine Rolle spielen.
Um solch eine Annahme zu festigen, bietet Knoppix eine Reihe an Möglichkeiten. So etwas gehört ja quasi zum Alltag eines Unix-Admins. Nur, für einen Nutzer aus der Windows-Welt ist das vollkommen unbekannt und ich scheue mich sehr, zu detailliert zu werden. Es ist eben sehr gut möglich, dass man Fehler macht und dadurch neue Probleme schafft und ich selbst bin alles andere, als ein Unix-Admin.
Das Kopieren aus dem Terminal ist nicht so kompliziert. Das Überprüfen des Dateisystems schon etwas komplizierter.

Aber generell tendiere ich dazu, den Kopiervorgang einfach mal machen zu lassen, so lange das System nicht vollständig einfriert und zu hoffen, dass dies einigen Erfolg haben wird.
Das ist nicht das, was ich selbst machen würde, es nicht das, was man generell machen würde, aber ist für mich, mit der momentanen Information und den daraus abgeleiteten Annahmen, das einfachste Vorgehen und empfiehlt sich alleine deshalb. Du möchtest ja nicht noch einen Kurs in Unix belegen.

28

21.09.2017, 00:53

Vorab mal soviel: bislang konnte ich 99,9% der mir wichtigen Daten retten, und das ist schon mehr als ich mir erhofft hatte! Ich denke an dieser Stelle ist es schon mal Zeit für ein Dankeschön vor allem natürlich an pit234a!!!
Was zuletzt passiert ist:
Damit den Kopiervorgang nicht jedes mal abbrechen muss um zwischendurch den PC auch anderweitig nutzen zu können habe ich nicht komplett, sondern jedes mal zwei bis vier Ordner ans Ziel geschickt (Ordnergröße liegt jeweils zwischen 15 und 30GB). Zum kopieren habe ich im Dateimanager die Ordner markiert und unter "bearbeiten" die Funktion "kopieren nach..." ausgewählt und das Zielverzeichnis festgelegt. Zuletzt gestartet um 1 Uhr als ich ins Bett gegangen bin. Um 6.30 Uhr als ich zur Arbeit musste wurde ein (angeblicher) Fortschritt von 12% und verbleibende Zeit ca 50 Std angezeigt. Um 8.30 Uhr bekam ich die Info, dass der Fortschritt bei 34% und die verbleibende Zeit ca 16 Std beträgt. Um 10.45 Uhr kam die Nachricht dass der Vorgang abgeschlossen wäre. Mir ist klar dass solche Angaben alles andere als zuverlässig sind, aber bei solchen Abweichungen wäre es besser man bekäme sowas gar nicht angezeigt.
Gegen Mittag habe ich per telefonischer Anleitung den Kopiervorgang für den letzten verbliebenen Ordner (ca 15GB) starten lassen, welcher nach gut einer Stunde mit Fehlern abgeschlossen war. Betroffen waren ca 40 Dateien (nur jpg). Als Dateipfad war das Zielverzeichnis angegeben. Die Fehlermeldung war "Eingabe-/Ausgabefehler". Linux kann die Bilder auf dem Quelldatenträger öffnen, vermutlich auch kopieren (wg. angegebenen Dateipfad) aber scheinbar nicht schreiben.
Grundsätzlich bin ich mit dem bisherigen Erfolg der Rettungsaktion mehr als zufrieden da ich meine Frau vor einem Nervenzusammenbruch bewahren konnte. Wenn ich die letzten 0,1% auch noch zurückholen könnte wäre natürlich alles perfekt. Hat dazu noch jemand Ideen?

Ich werde versuchen am Wochenende eine Art Abschlußbericht zu verfassen in dem ich auf alle durchgeführten Schritte nochmal eingehen möchte. Schaffe ich jetzt und heute leider nicht mehr.

pit234a

Fortgeschrittener

29

21.09.2017, 01:23

es freut mich, dass du schon so weit bist und zufrieden scheinst.
Das Problem mit den letzten 40 Dateien verstehe ich noch nicht. Du sagst, du kannst sie öffnen, aber nicht kopieren und vermutest, dass es am Ziel liegt? Wobei es das gleiche Ziel ist, das bei den tausend und mehr anderen Dateien funktionierte?
Du kannst ja mal ein anderes Ziel probieren. Vielleicht hast du noch einen Stick oder benutz die eingebaute Platte mit dem Windows drauf oder auch die eingebaute Platte aus dem NAS, halt an einen anderen Ort darauf.

Also, wenn du die Dateien öffnen kannst, dann musst du sie auch speichern können. Irgendwohin.
Das sehen wir uns dann eben noch genauer an.

pit234a

Fortgeschrittener

30

22.09.2017, 13:38

kopieren mit rsync als root in knoppix

hi. Ich habe eben etwas Zeit und will die nutzen, um eine Information hier einzustellen, die du vielleicht nicht brauchst, die aber vielleicht helfen kann. Später werde ich eher keine Zeit mehr dafür haben und das deshalb quasi vorsorglich hier und jetzt erledigen.
Ich möchte das kopieren von Dateien mittels rsync zeigen. cp ist ein anderes Werkzeug, das ähnlich funktioniert. man cp und man rsync zeigen jeweils, wie die Tools angewendet werden können und rsync ist mir vertrauter (cp ist in meinem nicht-Linux (nicht GNU, um an der Stelle genau zu sein) etwas anders und ich will mich deshalb nicht darauf einlassen).
rsync ist ein gutes Tool um Dateien sowohl lokal als auch remote zu kopieren. Es beherrscht zahlreiche sinnvolle Optionen (von denen wir hier die meisten nicht brauchen) und kann auch nur neuere Dateien und sogar das Delta zwischen neu und alt übertragen. Außerdem liefert es abschließend einen Report.

Ich habe nun Knoppix auf meinem Laptop gestartet und dort zwei USB-Sticks eingesteckt, die beide automatisch vom System eingebunden wurden und dazu passend den Dateimanager öffneten. Ich habe da also zwei Bilder auf den Desktop, die mir den Inhalt der beiden Sticks anzeigen. Das bedeutet, dass die beiden Sticks gemountet sind. Beim Mounten wird einem Dateisystem ein Platz im Verzeichnisbaum zugewiesen, wo man dann ihren Inhalt finden kann. Die Ausgabe mount zeigt an, was gemountet ist und df zeigt an, wieviel Platz da noch vorhanden ist. ich fange mit df an:
edit: Codeblock.Lage korrigiert

Quellcode

1
2
3
4
5
6
knoppix@Microknoppix:~$ df -h | grep -v fs | grep -v op | grep -v udev
Dateisystem    Größe Benutzt Verf. Verw% Eingehängt auf
/dev/sdb1        54G    4,5G   50G    9% /mnt-system
/dev/sdb2       7,0G    1,4G  5,3G   20% /KNOPPIX-DATA
/dev/sdc1        29G    103M   27G    1% /media/sdc1
/dev/sdd1        58G     65M   58G    1% /media/sdd1
Weil in Knoppix viele virtuelle Dateisysteme vorhanden sind, habe ich die Ausgabe gefiltert und das weggelassen, was uns nicht interessiert. Die beiden Dateisysteme auf /dev/sdb1 und /dev/sdb2 sind mein Knoppix. /dev/sdc1 ist der eine Stick und /dev/sdd1 ist der zweite Stick. Ich kann die beiden schon so anhand ihrer unterschiedlichen Größe unterscheiden. Knoppix hat automatisch eingebunden und die Einhängepunkte sind /media/sdc1 bzw /media/sdd1. Nur die letztere Information ist für den Gebrauch von rsync oder eines anderen Tools aus einem Terminal wichtig. Ich zeige aber auch, wie du an mehr Informationen zu einem Dateisystem herankommen kannst, weil du vielleicht mit der NAS-Platte noch mehr vorhast. Nochmal mount:

Quellcode

1
2
3
4
5
knoppix@Microknoppix:~$ mount | grep -v fs | grep -v op | grep -v udev | grep -v pts | grep -v proc
/dev/sdb1 on /mnt-system type fuseblk (rw,relatime,user_id=0,group_id=0,allow_other,blksize=4096)
/dev/sdb2 on /KNOPPIX-DATA type ext2 (rw,relatime,errors=continue,user_xattr,acl)
/dev/sdc1 on /media/sdc1 type ext2 (rw,nosuid,nodev,relatime,errors=continue,user_xattr,acl)
/dev/sdd1 on /media/sdd1 type fuseblk (rw,nosuid,nodev,relatime,user_id=0,group_id=0,default_permissions,allow_other,blksize=4096)
Die Ausgabe ist wieder gefiltert, um sie übersichtlicher zu machen. Hier sieht man nun auch den Dateityp des Dateisystems und wie eingebunden wurde. /dev/sdc1 ist ein ext2, also ein Linux-Dateisystem und sehr wichtig ist, dass es mit der Option rw eingebunden wurde, also lesend und schreibend. Bei /dev/sdd1 sieht man zunächst nur, dass es über fuse eingebunden wurde, also nicht direkt von Linux, dem Kernel. Außerdem erkennt man aber auch hier einige wichtige Optionen. Um es kurz zu machen, Knoppix bindet dieses Dateisystem so ein, dass es wie ein Unix-Dateisystem erscheint und jeder darf damit umgehen. Wie ein Unix bedeutet, dass Dateirechte "vorgegaukelt" werden.
Genauere Information kann man mittels file abfragen:

Quellcode

1
2
3
4
5
6
7
knoppix@Microknoppix:~$ file -s /dev/sdc1 | tr ";" "\n"
/dev/sdc1: Linux rev 1.0 ext2 filesystem data (mounted or unclean), UUID=73f444ab-cf5c-4371-a316-d6a46ad9821f (large files)

knoppix@Microknoppix:~$ file -s /dev/sdd1 | tr ";" "\n"
/dev/sdd1: DOS/MBR boot sector, code offset 0x52+2, OEM-ID "NTFS    ", sectors/cluster 32, Media descriptor 0xf8, sectors/track 63, heads 255, hidden sectors 93408, dos < 4.0 BootSector (0x0), FAT (1Y bit by descriptor)
 NTFS, sectors/track 63, physical drive 0x80, sectors 121148191, $MFT start cluster 196608, $MFTMirror start cluster 1, bytes/RecordSegment 2^(-1*246), bytes/index block 2^(-1*244), serial number 0b42ec0712ec02e64
 contains Microsoft Windows XP/VISTA bootloader BOOTMGR
hier wird deutlich, dass es sich bei /dev/sdd1 um ein NTFS handelt.

Das war etwas Vorgeplänkel, nicht, um damit anzugeben, was ich alles in Knoppix kann. Ich habe es eben gerade gestartet und greife aus meinem PC darauf zu und kann das deshalb nun genau in Knoppix und mit Knoppix zeigen, was später mehr Aufwand bedeutet.
nun zum rsync.
Zunächst sehen wir und den Inhalt von /dev/sdc1 an, was mein Quellmedium sein soll. Man sieht diesen Inhalt auch auf dem Dateimanager auf dem Knoppix-Desktop und im Dateimanager wird auch der mountpoint, der Einhängepunkt /media/sdc1 genannt.

Quellcode

1
2
3
4
knoppix@Microknoppix:~$ ls -l /media/sdc1
insgesamt 24
drwxrwxrwx 2 root    root    16384 Aug 20 21:22 lost+found
drwxr-xr-x 2 knoppix knoppix  8192 Sep 20 15:38 screenshots-jpg
screenshots-jpg ist ein Verzeichnis, das ich eigens zuvor dort angelegt habe und dort habe ich einige Dateien als jpg's hineingelegt. Die will ich nun ins Ziel kopieren, also nach /media/sdd1:

Quellcode

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
knoppix@Microknoppix:~$ rsync -auv /media/sdc1/screenshots-jpg/ /media/sdd1
sending incremental file list
./
screenshot-2012.09.10-192303.jpg
screenshot-2013.12.05-210037.jpg
screenshot-2013.12.05-211808.jpg
screenshot-2013.12.16-213329.jpg
....
....
screenshot-2017.09.08-203231.jpg
screenshot-2017.09.09-151929.jpg

sent 59,872,799 bytes  received 3,667 bytes  17,107,561.71 bytes/sec
total size is 59,847,462  speedup is 1.00
Man sieht, wie rsync arbeitet. Die Option -v zeigt das an, ohne -v sieht die Ausgabe ziemlich leer aus. Man sieht auch, was rsync gemacht hat und es würde auch sagen, wenn es Fehler gegeben hätte. Wichtig ist, das ich mit dem Befehl von eben den Inhalt von /media/sdc1/screenshots-jpg/ nach /media/sdd1 übertragen habe. Da gibt es also nun etliche *.jpg in meinem /media/sdd1 und nicht in einem Unter-Ordner. (das wichtige Detail ist der "/" am Ende der Quelle, ich habe versucht, das im Text hervorzuheben, aber es bleibt doch undeutlich. / bedeutet quasi, alles was danach kommt und ohne / bedeutet, den zuletzt genannten Ordner komplett als Ordner.)
Also, gleicher Befehl so, dass der Ordner kopiert wird:

Quellcode

1
knoppix@Microknoppix:~$ rsync -auv /media/sdc1/screenshots-jpg /media/sdd1
Hier laufen wieder alle Dateien rüber, nun eben in den Ordner. Im ergebnis habe ich nun die Dateien einmal nach /media/sdd1 direkt kopiertund noichmal in den ordner /media/sdd1/screenshots-jpg. Was ich dir zeigen will, kommt nun. Ich kopiere eine weitere Datei in das Ziel, also nach /media/sdc1/screenshots-jpg. Das mache ich flott auf dem Desktop mit der Maus und die Datei ist hg_2.jpg. Nun wieder rsync:

Quellcode

1
2
3
4
5
6
7
knoppix@Microknoppix:~$ rsync -auv /media/sdc1/screenshots-jpg /media/sdd1
sending incremental file list
screenshots-jpg/
screenshots-jpg/hg_2.jpg

sent 249,448 bytes  received 615 bytes  166,708.67 bytes/sec
total size is 60,092,940  speedup is 240.31
Es überträgt nur die neue Datei zusätzlich.

Mehr wollte ich dazu nicht zeigen. Wesentlich ist, dass du den Befehl rsync auch als root ausführen kannst und damit mehr Rechte hast. Das gilt auch für cp, klar. Vielleicht hilft das bei der Lösung des Problems mit den letzten Dateien, vielleicht auch nicht.
Eine weitere Datei ins Ziel kopiert und den gleichen Befehl als root in Knoppix:

Quellcode

1
2
3
4
5
6
7
8
knoppix@Microknoppix:~$ su
root@Microknoppix:/home/knoppix# rsync -auv /media/sdc1/screenshots-jpg /media/sdd1
sending incremental file list
screenshots-jpg/
screenshots-jpg/photorec.ses

sent 202,439 bytes  received 615 bytes  406,108.00 bytes/sec
total size is 60,291,395  speedup is 296.92


Dateien, die hier Fehler zeigen, werden aufgelistet. Dann kannst du vielleicht mit der Maus diese markieren und mit mittlerer Maus in leafpad (einem Texteditor) einfügen und als Text speichern. Das kann dann vielleicht helfen, Fehler weiter einzugrenzen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pit234a« (22.09.2017, 22:41)


Linux HardwareLinux Computer & PCs | Linux Notebooks & Laptops | Geek Shirts | Geek und Nerd Shirt Shop