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RalfonLinux

Erleuchteter

Beiträge: 2 931

Geschlecht: Männlich

1

27.09.2004, 11:21

§HOWTO: Image von anderen Maschinen übers Netz

Hallo Zusammen,

hat zwar nichts mit der Datensicherung eurer LinuxDaten unter Knoppix (persitent Home) zu tun, aber behandelt das Thema Datensicherung.

Ich hatte gerade letztes Wochenende einen Daten-GAU im Rechenzentrum. Eine NT4SP6 mit Oracle8i wollte nach dem Patchen nicht wieder hoch kommen. Damit ich nun beim Reparieren nicht noch mehr kaputt mache, wollte ich ein Image von der Windows-Büchse ziehen. Es war ein LH6000 mit MegaRaid-Adapter, welcher 2 Laufwerke ans BIOS simulierte. Es musste also /dev/sda gesichert werden.
Da keine FAT-Partitin vorhanden war, schied eine lokale Sicherung mit GHOST.EXE aus.
Eine DOS-Bootdisk mit Netzwerkkarten-Treiber wollte nicht starten (EMS/XMS Konfig) und somit durfte ich dann mit Knoppix los legen. (In der Not ist der Chef zu fast allem bereit.)

Um anderen nun einige Linux-Fehler und Zeit zu ersparen, hier ein kleines HowTo...
  • Erstellen einer Freigabe auf einem anderen Server. Entgegen einiger anderen Aussagen kann die Freigabe ruhig auf NTFS sein, da nicht LINUX schreibt, sondern das freigebende Betriebssystem. ShareRechte EveryOne Alles, NTFS-Rechte EveryOne FullControl.

    Knoppix booten mit Bootparameter: knoppix 3 nodma

    Wenn DHCP aktiv ist, sollte die eth0 schon eine IP-Adresse haben, ansonsten kann mit

    Quellcode

    1
    
    mii-tool -F 100baseTx-FD eth0 

    die Linkgeschwindigkeit eingestellt werden, und mit

    Quellcode

    1
    
    ifconfig eth0 192.168.10.10 netmask 255.255.255.0 broadcast 192.168.10.255

    wird die IP-Adresse auf 192.168.10.0/24 gesetzt.
    Nun noch die Route (Default Gateway)

    Quellcode

    1
    
    route add default gw 192.168.10.254


    Mounten der Windows-Freigabe mit:

    Quellcode

    1
    
    mount //SERVERNAME/FREIGABE /mnt/test -o username=USERNAME%PASSWORT,workgroup=DOMAIN
    Wobei:
    • SERVERNAME=Windows-Server-Name, z.B. SCHWEDEN
      FREIGABE=Freigabename, z.B. Images
      USERNAME=ist klar, z.B. THOR
      PASSWORT=dito, z.B. hammer
      DOMAIN=na wo wohl, z.B. WALHALLA
      ergibt dann: mount //SCHWEDEN/Images /mnt/test -o username=THOR%hammer,workgroup=WALHALLA


    Den Platteninhalt holt man mit dem Befehl dd (sollte die Weiterendwicklung von CarbonCopy sein, aber cc war schon belegt, daher dd DirectDump) runter.
    • dd if=/dev/sda

    Um das Netz zu entlasten, und damit es schneller geht, sollte man das Images gezippt ablegen.
    • gzip

    Da leider bei 2 Gigabyte Dateigrösse Schluß ist (sollte vom Kernel 2.4 eigentlich unterschützt werden, aber samba kann nicht), wird noch in handliche Pakete gesplittet.
    • split

    Somit ergibt sich:

    Quellcode

    1
    
    dd if=/dev/sda | gzip | split -b 650m - /mnt/test/SCHWEDEN_IMAGE_SDA.ddz.

    Dadurch werden auf der Freigabe die Dateien abgelegt SCHWEDEN_IMAGE_SDA.ddz.aa, SCHWEDEN_IMAGE_SDA.ddz.ab, ... SCHWEDEN_IMAGE_SDA.ddz.zz

    Nun kann der NT-Spezi sein Glück versuchen. Sollte es klappen, dann erstellt IHR sofort ein neues Image der lauffähigen Konfiguration fürs nächste Mal. Durch die Dateigröße von 650m passt das alles jeweils auf eine CD.

    Im Restorefall gebt ihr dann folgendes ein, nachdem ihr wieder eure Freigabe gemountet habt:

    Quellcode

    1
    
    cat /mnt/test/SCHWEDEN_IMAGE_SDA.ddz.?? | gzip -d | dd of=/dev/sda


    Ihr müsst aber darauf achten, das dd ganz stumpf auf die Platte schreibt. Das heißt, wenn z.B. die neue Platte zu klein ist, habt ihr nur ein Teil der Daten. Der Restore ist also nur auf gleichgroße oder größere Datenträger möglich, auch wenn die Datenmenge selbst kleiner ist.


Das sollt's gewesen sein. Für die Leutchen, welche ein "Heim-Rechenzentrum" betreiben, SDA kann auch HDA sein, ist dann die Master-Festplatte am primären IDE-Bus, im mount-Befehl kann man anstelle der DOMAIN auch seine ARBEITSGRUPPE oder SERVERNAME eintragen, wenn es sich um einen lokalen User handelt.

Viel Erfolg, und schnelles Gelingen, sonst ist der Sonntags-Kuchen alle. :wink:

Ralf


Ach ja, die Windows-Kiste war dann doch tot, es wurde dann eine andere Hardware mit NT4 und SP6 installiert, Oracle 8i drauf, und dann die Bandsicherung vom Samstag-Morgen.

(Wieso läuft die Anwendung nur mit 8i und nicht mit 9, warum kann 8i nicht auf W2K ? Fragen über Fragen, aber vielleicht kriege ich meinen Chef ja noch auf Linux/MySQL bzw. Linux/Oracle)
Auf Wunsch gibt es nur noch Text und keine Bilder mehr in der Signatur.
Keine ? ....... :evil:

Quellcode

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RalfonLinux« (23.06.2008, 19:00)


Anonymous

unregistriert

2

08.03.2007, 12:33

Geheimtipp - smbfs kann (inzwischen) doch > 2 GB

siehe
http://www.elearnit.de/knoppix/forum/viewtopic.php?p=16639#16639

Anonymous

unregistriert

3

22.06.2007, 12:08

Hallo,
gibt es einen M?glichkeit diese ganze image-geschichte mit dd auch aus einem GRUB-Menue zu starten?
Also das ich mich morgens an den Rechner setze und starte und GRUB mir ein Menue anbietet wo ich aus?hlen kann zwischen Win2k /winXP / Linux / Solaris ? dann werden vorher gemachte sicherungen automatisch ?bers netz per dd draufgeb?gelt und nach'm neustart l?uft dann die kiste?

also ich bin jetzt auf dem Stand das ich per PXE + grml Linux und ntfsclone eine WinXP Sicherung zur?ckspielen konnte...
aber ich denke die oben genannte L?sung mit dem Grub-Menu m?sste auch funktionieren, oder?

Thx 4 help

Mik

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