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31.10.2017, 17:13

Knoppix auf USB-Stick erheblich langsamer als auf DVD - was ist da los?

Werte Foristen,


bei mir kann von einer fünffachen Geschwindigkeit bei Gebrauch eines USB-Sticks nicht im entferntesten die Rede sein!

Es ist genau umgekehrt: Knoppix 7.6.1 (das läuft am stabilsten) ist über DVD bestimmt 15 Mal so schnell wie über USB-Stick!

Wie kann das sein?

Bei Gebrauch eines USB-Sticks wird Knoppix mit der Zeit immer lahmer und lahmer bis z.B. das Wechseln von einem Tab zum andern 17 Minuten (!) dauert!

Bisher war es tatsächlich immer so, daß Knoppix über USB erheblich schneller war als über DVD.

Was ist da los?

Oder anders gefragt: Was kann ich ändern?

Eine Einstellung in Knoppix selbst? Oder im BIOS?

Nun hoffe ich, es wird nicht allzu kompliziert, ich bin ja nur ein einfacher und bescheidener Anwender.

Overlay-Bereich wurde natürlich auf dem Stick (64 GB) eingerichtet.

Danke jetzt schon für Eure Antworten!

progi

Fortgeschrittener

2

31.10.2017, 18:46

Hi,

Zitat

bei mir kann von einer fünffachen Geschwindigkeit bei Gebrauch eines USB-Sticks nicht im entferntesten die Rede sein!


Vergleichst Du nicht Äpfel mit Birnen ?

DVD ohne persistent memory <==> Overlay-Bereich Stick (64 GB)

Jede Aktion wird doch auf Sticks mit Overlay-Bereich gespeichert ! - nicht so bei DVD ! (ohne Overlay-Bereich)

Wie hast Du den Sticks eingerichtet ? mit "KNOPPIX auf Flash kopieren" oder "KNOPPIX HD-Installation" oder tohd oder anderst ?

Warum hast Du auf Sticks und nicht auf HD -oder RAM-Disk (wer hohe Ansprüche an die Geschwindigkeit stellt - aber 17m ist wirklich lange) eingerichtet - das wäre deutlich schneller - aber natürlich weniger transportabel. Ohne solche Informationen ist es nicht einfach, zu diskutieren.
Auch 64GB "scheinen mir eine Menge Holz" - aber das kann natürlich vollkommen sinnvoll sein - aber vielleicht mußt Du in einem laufenden Knoppix nicht alles im Overlay speichern (ich rede natürlich von großen Dateien) ?

MfG
progi

3

31.10.2017, 19:01



Wie hast Du den Sticks eingerichtet ? mit "KNOPPIX auf Flash kopieren" ...


Genau so!

Und auf diese Weise waren alle Installationen auf USB bisher stets schneller als von DVD zu starten.

ubuntuli

Fortgeschrittener

Beiträge: 394

Geschlecht: Männlich

4

31.10.2017, 19:23

Ich kenne USB-Sticks seit etwa 12 Jahren. Viele von denen sind gestorben.
Der Hersteller ist für mich wichtig.

pit234a

Fortgeschrittener

5

31.10.2017, 21:05

ich habe hier auch aktuell eine Sorte, Kingston DataTraveler G4, die sind grottenschlecht und unglaublich lahm. Ich habe mehrere 64GB Sticks davon und einen hatte ich zum Experimentieren mit Betriebssystemen genommen, der hatte 32 G und ist letztlich ab-geraucht. Also wirklich verbrannt, als ich mit Knoppix 8.1 spielte und einige Sachen darauf installieren wollte.
So etwas ist total mies, weil man es keinem Stick ansehen kann. Alle Daten, die evtl von außen auf einer Verpackung drauf angegeben werden, kann man da getrost vergessen. Sie sagen einem nichts. Und was noch schlimmer ist: im normalen Betrieb ist mir das zunächst gar nicht aufgefallen. Einzelne Dateien hin und her kopieren, erscheint vollkommen normal zu funktionieren. Erst, wenn länger dauernde Datenstreams erzeugt werden und vor allem bei vielen kleinen Dateien, da bemerkt man dann schon eher wie lahm die Dinger sind.
Übrigens ist es auch relativ egal, ob man es mit USB3 oder USB2 Sticks zu tun hat. Meinem Gefühl zur Folge sind USB3 etwas schneller, aber es macht wirklich nicht die Welt.
Das hat sicher damit zu tun, dass Knoppix (nach einem Flash-Install) gepackt auf dem Stick liegt und sehr viel in eine tmpfs verlegt. Es wird tatsächlich außer RAM nur das Overlay schreibend eingebunden. Die Optionen weiß ich nun nicht auswendig, aber ich weiß, dass ich meine Overlay-Partitionen auf ext2 umgestellt habe. Damit gibt es schon mal garantiert keine Journals auf den Stick. Schreiben ist nämlich in jedem Fall sehr viel langsamer und sollte vermieden werden. Im Normalfall braucht ja auch im Betrieb kaum etwas auf den Stick geschrieben zu werden, wenn nicht gerade etwas installiert wird und weil Knoppix schon ziemlich zugepackt mit SW ist, sind das bei mir allenfalls etwa 1,5 oder 2GB an zusätzlichen Programmen, die ich in einer Overlay belege.

Was natürlich (besonders auf langsamen Rechnern) unnötig Zeit frisst, dass sind die 3D-Effekte, die einen eh nur am Arbeiten hindern. Das ist ja reiner Präsentationsmodus und nicht wirklich zum Arbeiten gemacht. Du kannst die verhindern, wenn du die Bootoption (Cheatcode) no3d angibst (also etwa boot knoppix64 no3d oder so ähnlich, lies zur Sicherheit nochmal nach). Du kannst das probieren (du solltest es probieren und wenn du einen Stick nutzt auch fest verdrahten), aber, es wird nicht einen Faktor zehn bringen, noch nicht mal einen Faktor zwei, wenn nicht wirklich dein Rechner gerade an der Stelle seine Schwierigkeiten hat.
Knoppix schaltet bei no3d vom Fenstermanager Compiz auf Metacity und ich selbst glaube, dass OpenBox noch schmaler und besser ist und habe das deshalb bei mir eingebaut. Aber auch das sind Dinge, die eher im unmerklichen Bereich liegen.
Es gibt einen Cheatcode, das komplette System in den RAM zu laden. Das ist natürlich schneller im Betrieb, aber, seit wir keine CDs sondern nur noch DVDs von Knoppix erhalten, bin ich davon nicht mehr erbaut. Es ist einfach zu viel und wenn dein Stick eh langsam ist, dauert es viel zu lange, bis alles im RAM liegt. Du kannst es mal testen, es geht ja nichts dabei kaputt, aber es wird dir sicher nicht gefallen.

Also, ich bin jetzt nicht davon ausgegangen, dass das Problem von deinem PC verursacht wird. Du kannst ja einfach den Stick mal an einem anderen Rechner probieren, dann wissen wir mehr.
Nach meiner Erfahrung liegt der Schwerpunkt unbedingt auf Seiten des Sticks selbst, wenn er derart drastisch langsam wird.
Ein wenig wundert mich aber deine Aussage, dass 7.6 am stabilsten ist. 7.7.1 sollte eigentlich "besser" sein oder wenigstens nicht deutlich schlechter. Das könnte dann vielleicht doch ein zarter Hinweis auf eine HW-Unverträglichkeit sein.
Lass uns einfach mal den Stick als Ursache annehmen, boote ihn mit unterschiedlichen Rechnern und sieh mal, was passiert.

Vielleicht sollten wir auch mal einen Benchmark-Versuch machen. Aber das ist immer relativ schwierig, vergleichbare Werte zu erhalten

6

01.11.2017, 09:45

Ich kenne USB-Sticks seit etwa 12 Jahren. Viele von denen sind gestorben.
Der Hersteller ist für mich wichtig.

Da nehme ich stets einen neugekauften.

Toshiba.

Wie bei den anderen auch.

pit234a

Fortgeschrittener

7

01.11.2017, 13:23

also, ich glaube nicht, dass irgendein aufgedruckter Name da tatsächlich viel bedeutet. Eher kommt es auf verwendete Speicherchips und Kontroller an und die werden von den "meisten Herstellern" gekauft. Ich zweifele sogar daran, dass es sehr viele verschiedne Hersteller dafür gibt.
Wie auch immer.

Einen Test, den man ja schnell mal machen kann, ist bonnie.
Ich habe gerade keinen Rechner frei, um Knoppix zu starten und nachzusehen oder ein anderes GNU/Linux. Ich meine, dass bonnie hier bonnie++ genannt wird. Es müsste deshalb wohl mit einem apt-get install boniie++ installiert werden, wenn es nicht bereits auf einem Knoppix mit ausgeliefert wird. Ich zeige mal einen Test mit einem eingebunden Stick auf meinem System, wo das noch bonnie heißt:

Quellcode

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pit@senyo ~:- > bonnie -d /media/NTFS16K -s 4G
File '/media/NTFS16K/Bonnie.67449', size: 4194304
Writing with putc()...done
Rewriting...done
Writing intelligently...done
Reading with getc()...done
Reading intelligently...done
Seeker 1...Seeker 3...Seeker 2...start 'em...done...done...done...
              -------Sequential Output-------- ---Sequential Input-- --Random--
              -Per Char- --Block--- -Rewrite-- -Per Char- --Block--- --Seeks---
Machine    MB K/sec %CPU K/sec %CPU K/sec %CPU K/sec %CPU K/sec %CPU  /sec %CPU
            4 28037 27.3  2064  1.4 105686 35.3 132676 52.5 1522676 177.8 43884.2 68.4
/media/NTFS16K ist der Einhängepunkt und hier handelt es sich um ein NTFS-Dateisystem und das wird in diesem Fall über fuse gemountet, also mit ntfs-3g.
Schon diese zusätzlichen Angaben deuten Schwierigkeiten mit derartigen Benchmark-Tests an. Wenn die Fuse-Implementierung bei meinem System vielleicht nicht so gelungen ist oder ein Dateisystem nicht so gut unterstützt wird, dann kann solch ein Test in Schieflage kommen. Es wird hier auch nur eine Datei geschrieben, gelesen und wieder gelöscht und die ist bei mir 4G groß gewesen. Das ist nicht vergleichbar mit einem Test in dem viele kleine Dateien geschrieben werden. Es spielt auch der RAM eine Rolle und wie sehr gecachet wird. Schon deshalb sollten Dateien groß gegenüber RAM sein und es sollte mit der Option sync gemountet werden.
Das alles und noch einiges mehr sollte man bedenken und deshalb nicht direkt Ergebnisse vergleichen und davon etwas ableiten.
Allerdings kann man unterschiedliche Sticks einfach mal durch testen und bei mehreren Durchläufen ergibt sich vielleicht ein Bild.
Wenn bei solchen Tests der lahme Knoppix Sticks ebenfalls ein lahmes Verhalten zeigt, dann wäre das eine starke Übereinstimmung.
Es ist zwar nicht zu erwarten, dass sich ein solch schwacher Stick schon durch einen derart einfachen Test direkt zu erkennen gibt, trotzdem ist es vielleicht den Versuch mal Wert.

Hast du mal no3d probiert? Hat es irgendwas gebracht?

pit234a

Fortgeschrittener

8

01.11.2017, 13:32

Nachsatz zu bonnie++

https://manpages.debian.org/testing/bonn…nie++.8.en.html

diese Seite habe ich eben erst gefunden. Sie zeigt, dass bonnie++ mehr kann, als mein altes bonnie und deutet auch an, dass eine weitere Dokumentation im System dafür gibt.
Damit lassen sich dann vielleicht noch bessere Tests entwickeln, als was ich einfach mal kurz hier rein geworfen habe.

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02.11.2017, 22:09

Na, ja, wahrscheinlich bin ich als braver Anwender mit sowas überfordert.

Hab's auf einem anderen Stick versucht: gleiches Ergebnis.

Was auffällt: Am Anfang geht es, die Geschwindigkeit ist normal.

Mit zunehmender Dauer wird immer häufiger der Prozessor zu höchster Auslastung getrieben (kleines Fenster rechts unten).
Man muß warten, bis er fertig ist.
Dann kann es sein, daß man nochmals warten muß, weil der Prozessor nochmals beschäftigt wird und dann erst kann man weitermachen.

Da werden dann viele Operationen, die man so vollbringen wollte, "nachgeholt".

pit234a

Fortgeschrittener

10

02.11.2017, 23:02

ich zucke leicht innerlich zusammen, denn ich selbst bin ja kein Guru und kenne mich ja nur leidlich aus. In den Jahren, seit ich OpenSource-Systeme nutze, habe ich eben so erlernt, mich darin ein wenig zu bewegen ohne alle Nase lang ins Stolpern zu kommen. Offenbar kennst du dich noch wesentlich schlechter aus und das ist keine gute Voraussetzung, gemeinsam die Ursachen für ein Problem zu erarbeiten.
Es stünde da jetzt an, die Ursache für die Last zu finden. Ich nutze selbst keine derartigen Anzeigen und weiß nicht was die darstellen.
Der Standard-Befehl, mit dem man zunächst auf die Suche geht, ist top.
Dazu muss man die man-Page lesen, also man top.
Das top in meinem System ist anders, als in Knoppix. Ich kann demnächst vielleicht wieder ein Knoppix starten und nachsehen, es gibt sicher auch eine Online Doku bei Debian.
top kann die Last der einzelnen Prozesse anzeigen oder den Datenverkehr zu den Platten.
Damit kann man dann Verdächtige meist ausmachen und entscheiden, ob man die braucht. Oder man zumindest einen Anhaltspunkt für eine weitere Suche bekommen.
Wenn das alles für dich neu ist, ist das nicht so ganz einfach, alles richtig zu machen und zu erklären.

Und bevor ich das mache, zuerst die Frage: hast du es mal mit no3d probiert?
Mir scheint das der sinnvollste Test, neben einem solchen mit einem gleichen Knoppix ohne Overlay.

Wenn du gute Gründe hast an einen langsamen Stick nicht zu glauben, muss der Fehler im System liegen und ist schwieriger zu finden. Es gibt jedenfalls keinen einfachen Schalter. Wenn es den gäbe, würde jeder den umlegen und wenn alle solch ein Problem mit Knoppix vom Stick hätten, dann würde sich das herumsprechen.
Bei mir geht es von Stick extrem viel schneller, als von DVD und ich benutze Overlay. Ich nutze einige andere Dinge und niemals 3d!!! Mein Bildschirm ist flach!
Es gibt schon einige Dinge, die man ändern kann und die auch Knoppix schneller machen, aber das ist immer nur recht wenige Prozent und niemals so dramatisch, wie du das schilderst.
Neben einem langsamen Stick, könnte auch mal ein USB-Port oder Kontroller defekt sein.
Du könntest einen Rechner mit wenig RAM haben. Alle Programme brauchen immer mehr RAM, um flüssig zu arbeiten. Alleine die Darstellung in immer höher auflösender Grafik kostet Rechenpower.
All solche Faktoren sollte man ins Kalkül ziehen und ausschließen, bevor man sich die Mühe macht und tiefer ins System schaut. Man kann das nur durch Wechseln der Komponenten relativ eindeutig und einfach ausschließen. Den Stick hast du schon getauscht, hast du noch einen PC zum Testen? Was für einen PC mit wieviel RAM hast du?

Hast du no3d probiert?
Was arbeitest du, welche Anwendungen nutzt du da so, was machst du mit dem Knoppix? Wie hast du den Stick partitioniert? Also mit welchen Tools und mit welchem Ergebnis?

pit234a

Fortgeschrittener

11

04.11.2017, 15:00

top und iotop und iostat

Hi.

Ich habe eben ein Knoppix bei mir gestartet und gefunden, dass top nicht die gleichen Optionen hat, die ich aus meinem System kenne. Zumindest habe ich nicht gefunden, wie man damit den Datentransfer zur Platte bzw zu einem Stick ansehen kann. Aber dafür habe ich iotop gefunden und iostat und das hilft auch.
Fangen wir mal mit iotop (einem Auszug) auf meinem laufenden Knoppix an:

Quellcode

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Total DISK READ :       0.00 B/s | Total DISK WRITE :       0.00 B/s
Actual DISK READ:       0.00 B/s | Actual DISK WRITE:       0.00 B/s
  TID  PRIO  USER     DISK READ  DISK WRITE  SWAPIN     IO>    COMMAND                                                                                        
    1 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % init [5]
    2 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [kthreadd]
    3 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [ksoftirqd/0]
 1540 be/0 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [bioset]
    5 be/0 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [kworker/0:0H]
    7 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [rcu_preempt] 
    8 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [rcu_sched]  
    9 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [rcu_bh]   
   10 rt/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [migration/0]
   11 be/0 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [lru-add-drain]
   12 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [cpuhp/0]
   13 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [cpuhp/1]
   14 rt/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [migration/1]
   15 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [ksoftirqd/1]
 1552 be/0 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [bioset]
   17 be/0 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [kworker/1:0H]
   18 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [cpuhp/2]
   19 rt/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [migration/2]
   20 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [ksoftirqd/2]
   21 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [kworker/2:0]
   22 be/0 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [kworker/2:0H]
   23 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [cpuhp/3]
   24 rt/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [migration/3]
   25 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [ksoftirqd/3]
 2074 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [usb-storage]
   27 be/0 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [kworker/3:0H]
   28 be/4 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [kdevtmpfs]
   29 be/0 root        0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % [netns]
 3102 be/4 knoppix     0.00 B/s    0.00 B/s  0.00 %  0.00 % gvfs-udisks2-volume-monitor [gdbus]
vergleiche diese Ausgabe mal mit deiner eigenen. Du weißt, wie man so eine Ausgabe bekommt? Ein Terminal öffnen, am liebsten gleich zu root werden indem du su eingibst und enter drückst. der Prompt in der shell ändert sich dann. Als User knoppix sieht er so aus:

Quellcode

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knoppix@Microknoppix:~$

als superuser root dann so:

Quellcode

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root@Microknoppix:/home/knoppix#
und ist auch farblich anders markiert. Es ist allgemeine Praxis, den Gartenzaun # als Zeichen für den root-account zu benutzen. Wenn dir jemand eine Zeile mit Code nennt, der in der shell ausgeführt werden soll und stellt diesem den Gartenzaun vor, dann meint das immer, dass dies als root durchgeführt wird. Der Befehl iostat verlangt das, deshalb der Vorschlag, sofort zu root zu werden.
Mein USB-Stick mit Knopix ist nun /dev/sdb und hat die Partionen sdb1 mit dem FAT Dateisystem und Knoppix und sdb2 mit der Overlay-Partition in ext2. Auf beide kann geschrieben werden.
Die Ausgabe von oben zeigt dir, dass bei mir ziemlich viel Ruhe herrscht und genau so soll das auch sein, ich arbeite nicht mit dem System, habe es gestartet, einen sshd gestartet und mich über meinen PC darauf eingeloggt. Also kein grund, irgendwas großartig zu schreiben und zu arbeiten. Das sieht man oben an den vielen Nullen. Jedes System startet eine Menge an laufenden Prozessen, doch die verhalten sich dann normalerweise eher zurückhaltend. Es kann auch die Überprüfung von Dateisystemen nach einer gewissen Zeit anlaufen, das ist aber ein interner Prozess, als nicht auf andere Platten im System bezogen und ohne nachgesehen zu haben, erwarte ich so etwas von Knoppix eher nicht. Es könnte ja nur Sinn machen, die Overlay-Partition zu prüfen und das macht man besser schon zum Systemstart. Aber, nachgesehen habe ich nicht.
Du kannst die Ausgaben wie oben gezeigt erhalten, einfach iotop in der Konsole tippen und enter und du kannst das Programm auch laufen lassen und es beobachten. Wenn du nun arbeitest, etwa ein Programm startest, dann verändert sich die Anzeige und man sieht, dass Daten wandern. Wenn bei dir nicht Ruhe herrscht, sondern ein Prozess da ständig Daten produziert, dann kann der natürlich das System ausbremsen.
Nun kannst du zusätzlich ein zweites Fenster mit einer shell öffnen und dort den Befehl top eingeben. Du kannst wieder zu root werden, top geht aber auch als einfacher user. Ein Auszug von meinem Knoppix:

Quellcode

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top - 14:33:30 up 41 min,  3 users,  load average: 0,08, 0,02, 0,01
Tasks: 222 total,   1 running, 221 sleeping,   0 stopped,   0 zombie
%Cpu(s):  0,1 us,  0,1 sy,  0,0 ni, 99,8 id,  0,0 wa,  0,0 hi,  0,0 si,  0,0 st
KiB Mem :  7971504 total,  7171988 free,   180408 used,   619108 buff/cache
KiB Swap:  4194300 total,  4194300 free,        0 used.  7652656 avail Mem 

  PID USER      PR  NI    VIRT    RES    SHR S  %CPU %MEM     TIME+ COMMAND                                                                                  
 3422 root      20   0    9984   3624   3008 R   0,7  0,0   0:00.20 top                                                                                      
 2700 message+  20   0    6444   3568   2880 S   0,3  0,0   0:00.36 dbus-daemon                                                                              
    1 root      20   0    3740   1788   1656 S   0,0  0,0   0:01.04 init                                                                                     
    2 root      20   0       0      0      0 S   0,0  0,0   0:00.00 kthreadd         
die Anzeige ändert sich häufiger und man sieht, wenn einzelne Prozesse mal in der Priorität steigen, weil sie mal aktiv werden. Genau wie eben, kannst du nun ein Programm starten und zusehen, wie sich das verändert. Ziemlich wichtig ist hier, dass kein Programm für lange mit hoher Priorität läuft und Rechnerpower zieht. Beobachte die Ausgabe getrost eine Weile. Wichtig ist auch, dass noch genug Speicher frei ist. Das sagen einem die ersten Zeilen im Kopf der Ausgabe.
Beide Programme, iotop und top, können mit Eingabe von q gestoppt werden.
iostat gibt nur eine einzige Ausgabe und zeigt die Summe der Aktivität für ein bestimmtes Gerät. ich zeige mal die drei Ausgaben, für meinen Knoppix-Stick, das Gerät sdb mit den Partitionen sdb1 und sdb2:

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root@Microknoppix:/home/knoppix# iostat /dev/sdb1
Linux 4.7.9-64 (Microknoppix) 	04.11.2017 	_x86_64_	(4 CPU)

avg-cpu:  %user   %nice %system %iowait  %steal   %idle
           0,30    0,00    0,21    0,86    0,00   98,63

Device:            tps    kB_read/s    kB_wrtn/s    kB_read    kB_wrtn
sdb1              2,04        70,71         0,00     201538          1

root@Microknoppix:/home/knoppix# iostat /dev/sdb2
Linux 4.7.9-64 (Microknoppix) 	04.11.2017 	_x86_64_	(4 CPU)

avg-cpu:  %user   %nice %system %iowait  %steal   %idle
           0,27    0,00    0,20    0,78    0,00   98,75

Device:            tps    kB_read/s    kB_wrtn/s    kB_read    kB_wrtn
sdb2              0,79        10,51         2,94      33229       9276

root@Microknoppix:/home/knoppix# iostat /dev/sdb
Linux 4.7.9-64 (Microknoppix) 	04.11.2017 	_x86_64_	(4 CPU)

avg-cpu:  %user   %nice %system %iowait  %steal   %idle
           0,27    0,00    0,20    0,78    0,00   98,75

Device:            tps    kB_read/s    kB_wrtn/s    kB_read    kB_wrtn
sdb               2,66        74,58         2,94     235408       9277
Auch diese Ausgaben können vielleicht helfen, um einen Datenverkehr zu sehen, der eigentlich nicht stattfinden sollte und deshalb dein System bremst. Ich denke, die Ausgaben sind selbst erklärend.

Berüchtigt für CPU-Auslastungen ist der Firefox und zwar hier irgendwelche Dinge, meist Scripts von bösen Webseiten. Die können sich auch dann noch erhalten, wenn der Browser geschlossen wurde. Mit der Ausgabe von top solltest du da fündig werden. Ich würde aber zunächst mal sehen, was das System einfach im Standby macht, weil du das schon mal mit meinen Ausgaben von oben vergleichen kannst.
Außerdem kannst du mal vergleichen, wie die Dateisysteme gemountet wurden. Ich zeige mal mein Beispiel, Knoppix ist auf sdb:

Quellcode

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root@Microknoppix:/home/knoppix# mount | grep sdb
/dev/sdb1 on /mnt-system type vfat (rw,relatime,fmask=0000,dmask=0000,allow_utime=0022,codepage=850,iocharset=utf8,shortname=winnt,utf8,errors=remount-ro)
/dev/sdb2 on /KNOPPIX-DATA type ext2 (rw,relatime,errors=continue,user_xattr,acl)
Wichtig ist, dass die Option relatime erscheint. gerade bei Sticks wäre das sonst eine echte Performance-Bremse. Bei einem "normalen" Knoppix wird die overlay-Partition in reiserfs formatiert sein, ich habe das bei mir geändert, also nicht davon verwirren lassen.

Wenn du Fragen hast, dann stell sie. Ich bemühe mich gerne.
Hast du schon mal no3d probiert? Wenn nicht, dann mach das doch bitte mal und vergleiche die Ausgaben. Das würde mich selbst interessieren, da ich immer gleich sofort auf no3d gehe, habe ich da nämlich selbst keinen Vergleich.

pit234a

Fortgeschrittener

12

12.11.2017, 18:50


Mit zunehmender Dauer wird immer häufiger der Prozessor zu höchster Auslastung getrieben (kleines Fenster rechts unten).
Man muß warten, bis er fertig ist.
Dann kann es sein, daß man nochmals warten muß, weil der Prozessor nochmals beschäftigt wird und dann erst kann man weitermachen.


In den letzten Tagen habe ich viel mit Knoppix getestet und versucht, Merkmale für Benchmarks zu finden, die ein solches Verhalten beschreiben könnten. Es ist mir nicht gelungen und ich konnte auch nicht irgendwas in Knoppix "schlecht eingestellt" finden, womit man solche Aussetzer erklären könnte. Es kam auch bei mir im Betrieb vor, dass ein Installationsvorgang extrem lange dauerte und einige Prozesse behinderte, ohne dass ich gleichzeitig irgendwelche außergewöhnlichen Auslastungen nachvollziehen konnte. Es sah alles im System gut aus und es war ausreichend RAM und CPU-Power vorhanden und trotzdem hing das System scheinbar. Erst nach einer Weile arbeitete es wieder weiter.
Das passierte nur einmal und beim Installieren einer SW auf das Overlay.
Über ssh war der Rechner noch erreichbar und ich konnte mir auch top und die anderen ansehen, aber eben nichts feststellen.

Es bleibt mein Verdacht, dass hier hauptsächlich Compiz verantwortlich ist und vielleicht zusammen mit dem Screensaver anfängt, Datenverkehr zu blockieren. Es kommen aber auch Dateimanager in Frage, die irgendwelche Vorschauen erstellen wollen. Das ist ganz schlecht mit Knoppix und sollte tunlichst nicht genutzt werden. Als Workaround bietet sich an, mit no3d und ohne Screensaver zu arbeiten und keine Vorschaubilder im Dateimanager zu nutzen.
Es wäre interessant, den Unterschied zu beobachten.

Ansonsten fand ich nur eine einzige, halbwegs brauchbare Aussage zur Geschwindigkeit des Systems, die auch vergleichbar ist:

Quellcode

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root@Microknoppix:/home/knoppix# time find /KNOPPIX -name "vmlin*64" | xargs md5sum
809837632ad2f9ec763392ebeef29e15  /KNOPPIX/boot/vmlinuz-4.7.9-64

real	0m32,850s
user	0m0,747s
sys	0m29,483s
Dieses ist nur ein Beispiel und zwar mit einem recht flotten Stick in einem Mehrkern-Rechner. Ein anderes, langsames System braucht hierfür über eine Minute und die DVD lief innerhalb von etwa 50 Sekunden (auf dem schnelleren Rechner) durch. Das ist auch keine echte Zahl, die einem dann sagt, nun ist Knoppix wirklich langsam, denn auch auf dem langsamstem System war doch noch ein durchaus normales Arbeiten möglich. Es ist aber vielleicht etwas, das man vergleichen kann.
Wer das probiert und häufiger eingibt, sollte zwischendurch den Cache immer löschen:

Quellcode

1
root@Microknoppix:/home/knoppix# sh -c "sync; echo 3 > /proc/sys/vm/drop_caches"


Das gilt auch bei Dateisystem-Tests.
Der eben beschriebene Aufruf geht ja ins KNOPPIX-System. Die Verzweigung über xargs nach md5sum ist ziemlich unnötig, sie verlängert das Ergebnis kaum noch.
Speichern auf Dateisystemen kann wieder ganz unterschiedlich schnell sein und schnellere Medien haben natürlich auch ein schnelleres Knoppix zur Folge. Systemtests mit Lesegeschwindigkeiten sind gar nicht ergiebig und HW-Tests (etwa hdparm -t) sagen auch kaum etwas aus. Mit bonnie++ lassen sich ganz gute Aussagen erzielen, weil aber USB-Sticks oft sehr klein gegenüber RAM sind, muss man mit kleinen Datenmengen operieren, was die Tests wieder weniger aussagefähig macht.

Quellcode

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root@Microknoppix:/home/knoppix# bonnie++ -d /mnt-system -r 500 -s 1000 -n 0 -f -b -u knoppix
ist sehr oft vergleichbar mit den Ergebnissen aus:

Quellcode

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root@Microknoppix:/home/knoppix# time sh -c "dd if=/dev/zero of=/mnt-system/testfile bs=1M count=1024 conv=fdatasync,notrunc && sync"
root@Microknoppix:/home/knoppix# rm -f /mnt-system/testfile
Hier ist trotz fdatasync am Ende die Option syc wichtig und anschließend muss die Datenrate aus der angegeben Totalzeit und der Anzahl der übertragenen Daten ermittelt werden.
Löschen des Caches vor Folgeversuchen ist immer wichtig:

Quellcode

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root@Microknoppix:/home/knoppix# sh -c "sync; echo 3 > /proc/sys/vm/drop_caches"

Man kann so alle eingebundenen Dateisysteme testen, auch den Overlay. Ich habe das gemacht und etwa bei einem USB3 Stick in einem USB3 Port deutlich bessere Werte erhalten, aber mit einem USB2-Stick am gleichen Rechner (mit sehr viel schlechteren Werten) trotzdem ein vergleichbar flottes Knoppix gehabt. Bei Eingangs gezeigten Test gab es vielleicht einen Unterschied von ein oder zwei Sekunden und gefühlt reagierte alles etwa vergleichbar. Ein Schneller Stick und schneller Datentransfer ist sicher gut, aber es kann an der Stelle nicht liegen, wenn Knoppix so langsam wird, wie hier beschrieben. Also, man kann jedenfalls keine Rückschlüsse aus derartigen Messungen ziehen, außer, wenn die Werte tatsächlich komplett in den Keller gehen.
Ich zeige mal nur ein Beispiel mit dem schnellen USB3-Stick am USB3-Port:

Quellcode

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root@Microknoppix:/home/knoppix# time sh -c "dd if=/dev/zero of=/mnt-system/testfile bs=1M count=1024 conv=fdatasync,notrunc && sync"
1024+0 Datensätze ein
1024+0 Datensätze aus
1073741824 bytes (1,1 GB, 1,0 GiB) copied, 13,1569 s, 81,6 MB/s

real	0m34,359s
user	0m0,000s
sys	0m1,563s
root@Microknoppix:/home/knoppix# rm -f /mnt-system/testfile
Das ergibt 1073741824 / 34,359 bytes/sec = 31250672 also ungefähr 30M/s Schreibgeschwindigkeit. Zum Vergleich genügt ja die Zeit und man muss nicht rechnen. Der USB2-Stick braucht dafür am gleichen PC etwa 7 Minuten, wenn ich das richtig erinnere. Das ist also schon ein gewaltiger Unterschied, aber Knoppix schreibt ja im Betrieb normalerweise gar nicht und deshalb sagen einem diese Tests nicht wirklich sehr viel über die Performance in einem Knoppix.

Mit einem Knoppix kann man dann aber auf diese Weise auch die Performance von angesteckten Sticks mal durchleuchten, sobald ihr Dateisystem erkannt wird. Also, auch aus einer DVD-Live-Sitzung kann ein Knoppix-Stick untersucht werden und zwar auch beide Partitionen und daraus wären die Ergebnisse vielleicht richtig vergleichbar und könnten etwas zeigen, was das hier beschriebene Verhalten erklärt.
Das habe ich natürlich auch gemacht und musste enttäuscht feststellen, dass ein von mir als grottenschlecht gebrandmarkter Stick bei diesen Tests gut weg kam. Wenn sie also etwas zeigen, ist das ein Grund, sich Gedanken zu machen. Zeigen sie aber nichts Auffälliges, kann ein Stick immer noch ungeeignet für Knoppix sein.

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