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lino

Fortgeschrittener

1

09.03.2019, 05:57

Medion E4254 :: installation eines neuen Betriebsystems scheitert - Festplatte nicht konfiguriertbar

hallo community,

hatte da länger Antergos drauf. Das war im letzten Herbst die einzige Version die unter Linux die Maus unterstützt hat.

jetzt denke ich - dass ich sehr sehr viel weiter gekommen bin.
hatte etwa ein halbes Jahr Antergos drauf - und jetzt merke ich - es läuft auch mit Manjaro ...


hier die ganze Geschichte:
Vor
einer Woche hatte ich dann eine Manjaro Live-Version (Manjaro 18.02)
installiert. Damit geht auch alles - also jetzt wird auch von Manjaro
die Maus komplett unterstützt.Als ich dann diese Version installieren
wollte, stellte ich fest dass ich die alte Antergos nicht ohne weiteres
wegbekomme.
Das war nicht moeglich.
Woran kann das liegen..!?! Es hängt m.-E. genau an dem Punkt an dem ich Manjaro sage wie die Partitionen aussehen sollen!
Hier scheitert m.E. jede der verscchidenenen moeglichen Konfiguriationsoptionen.

Sitzte
nicht direkt vor dem _Notebook selbst_ deshalb kann ich hier und heute
nur etwas vage angaben machen. Werde das aber in der
kommenden Woche nachholen..

update: bin zwar aktuell nicht an dem notebook - das kann ich erst in der kommenden -woche also ausprobieren,.
Aber:
Ich denke, daß das mit UEFI zusammenhängt. Oder mit den GPT
-Partitionen. Vermutlich letzteres mehr. Die brauchen alle eine ganz
bestimmte Kennung.
Ergo koennte ein moegliches Vorgehen
sein: Vielleicht erstelle ich erst mal o.g. Partitionen mit einer
anderen Distribution ( z.B. openSuSE), als ob Du sie installieren
wolltest, und überbügel alles was auf der Platte drauf ist,
Was haltet ihr von dieser _Idee - von diesem Vorschlag?

Freue
mich von Euch zu hoeren. Werde in der kommenden Woche, wenn ich am
_Notebook_ bin dann mehr sagen koennen. Dann gibts mehr Daten &
Infos

Beiträge: 652

Geschlecht: Männlich

2

10.03.2019, 04:50

Ich kenne beide Betriebssysteme nicht.
Ich lese aus deinem Text das Du Manjaro neben Antergos installiert hast.
Starte mal eine Knoppix DVD und dann Gparted.
Dann machst Du ein Screenshot mit Alt+Druck.
Pooste dieses Bild hier.Vielleicht kann ich dir helfen.

lino

Fortgeschrittener

3

12.03.2019, 17:31

hallo Ubuntuli
vielen Dank für deine schnelle Antwort - das ist eine super IDEE. Ich mache das mal.

Mit Gparted klappte das leider nicht.


2. nachdem gparted leider nicht richtig lädt und ich v. a. keine Maussteuerung - habe. habe ich des mal mit dem Manjaro-Linux 18.03 versucht.
hier mal allererste - rudimentäre DATEN. Was soll ich noch abfragen. Was meinst Du denn dennn dazu. ?
Welche Daten soll ich denn noch von Konsole /(ich hab grad das live-system drauf 18.03) abfragen!?

Ich kann auch sehr sehr gerne nächstens einfach eine Knoppix nehmen.


Freue mich auf einen Tipp,

vg
»lino« hat folgende Dateien angehängt:

Beiträge: 652

Geschlecht: Männlich

4

13.03.2019, 03:35

Hallo lino.
Dein zweites Bild ist nicht gut lesbar weil zu fiel Licht von hinten kommt. Ich kann aber einiges erkennen.
Du benutzt gerade EFI BIOS.Wenn Du deinen Rechner auf UEFI BIOS umstellen kannst dann stell ihn auf UEFI 64BIT um.Wenn nur EFI geht brauchst Du unbedingt 64BIT.
Dann musst Du Manjaro neu Installieren.
Bild 1 Partitionen ist Antergos ein Ableger von Mikrosoft wenn die Partition 1 FAT32 ist.
Bild 1 Zeile 3.Die Festplatte scheint leer zu sein.
Ich lese /dev/AntergosVG das ist der Hersteller der Festplatte.
Zeile 4 hast Du Manjaro ohne Linux swap installiert.
Ich empfehle sda1/Linux swap 1.2GB der Rest sda2/ext4 und dann Manjaro auf sda2 installieren.

pit234a

Fortgeschrittener

5

13.03.2019, 19:18

lino stellt seine Fragen nicht nur an einem Platz und sammelt irgendwo irgendwelche Tips.
Ohne den Anspruch zu haben, überhaupt helfen zu können, macht das aber so auch keinen Spaß. Es ist auch keine gute Sitte und zu Recht in vielen Foren verpönt. Die Mühe, die sich jemand macht, um mit fremden Problemen warm zu werden, wird hier geradezu bestraft. Man weiß nie, was denn nun tatsächlich gemacht wurde, welche Ratschläge zum Erfolg geführt haben oder ob ein Problem aus anderer Ursache verschwunden ist, weil es vielleicht unwichtig wurde.
Deshalb habe ich mir vorgenommen, gar nicht auf seine Fragen zu antworten.

EFI ist UEFI ist UEFI-64BIT.
In allen praktischen Belangen kann man das so nehmen. Man kann es vielleicht auch anderes sagen: unter UEFI kommen viele unterschiedliche Dinge zum Einsatz, der einstmals angestrebte Standard, an den sich alle Hersteller halten sollten, wurde nicht wirklich erreicht und vielfach lese ich von sehr schlecht umgesetzten Implementationen.
Was dem gemeinsam ist:
Es wird damit auch ein neues System des Bootens beschrieben. Statt wie früher aus einem BIOS heraus zu starten, wird nun eine erste Partition in einem FAT angelegt (FAT12, FAT16 oder gelegentlich auch FAT32), auf der ein kleiner Bootloader installiert wird.Diese Partition wird in den Bildern von lino gezeigt. Ich habe gerade nur ein UEFI-taugliches System hier und zeige mal den Inhalt:

Quellcode

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pit@Celsius ~:- > gpart show da2
=>     40  7812424  da2  GPT  (7.6G) [CORRUPT]
       40     1024    1  freebsd-boot  (512K)
     1064   409600    2  efi  (200M)
   410664  6881280    3  freebsd-ufs  (3.3G)
  7291944   520520       - free -  (254M)
pit@Celsius ~:- > mmls -B /dev/da2
GUID Partition Table (EFI)
Offset Sector: 0
Units are in 512-byte sectors

      Slot      Start        End          Length       Size    Description
000:  Meta      0000000000   0000000000   0000000001   0512B   Safety Table
001:  -------   0000000000   0000000039   0000000040   0020K   Unallocated
002:  Meta      0000000001   0000000001   0000000001   0512B   GPT Header
003:  Meta      0000000002   0000000033   0000000032   0016K   Partition Table
004:  000       0000000040   0000001063   0000001024   0512K   gpboot
005:  001       0000001064   0000410663   0000409600   0200M   gpefiboot
006:  002       0000410664   0007291943   0006881280   0003G   nomadroot
007:  -------   0007291944   0015974399   0008682456   0004G   Unallocated

pit@Celsius ~:- > file -s /dev/da2p2
/dev/da2p2: DOS/MBR boot sector, code offset 0x3c+2, OEM-ID "BSD4.4  ", root entries 512, sectors 1600 (volumes <=32 MB), sectors/FAT 5, sectors/track 63, heads 1, serial number 0xbd4111ee, label: "EFISYS     ", FAT (12 bit), followed by FAT

pit@Celsius ~:- > tree /media/EFISYS/
/media/EFISYS/
└── efi
    └── boot
        ├── BOOTx64.efi
        └── startup.nsh

2 directories, 2 files
Ich habe die EFI-Partition, die oben gut in den beiden Ausgaben von gpart show und mmls gezeigt wird, nach /media/EFISYS gemounted und zeige dann den Inhalt dieses Verzeichnisses mit tree.
Efi-Loader sehen immer so aus, in der Art. BOOTx64.efi ist der Loader dieses Systems, die startup.nsh verweist nur zur Sicherheit nochmal auf ihn.
Dieses hier ist ein Loader, der nur ein System laden kann. Wenn mehrere Systeme installiert werden, gibt es hier mehrere Einträge. Alle Einträge müssen eindeutig sein. Wird ein System deinstalliert, muss (sollte) auch der Eintrag hier entfernt werden.

efibootmgr ist unter Linux das Tool, mit dem man diese Einträge bearbeiten kann.

Ein neues System kann man installieren, ohne den alten Loader zu entfernen. Man muss den neuen dann aber evtl manuell vor dem Booten auswählen. Je nach Hersteller des UEFI kann hier die Routine unterschiedlich sein.
Wenn ein neues System bei der Installation ein bereits installiertes System erkennt, sollte es dieses nach Möglichkeit nicht unbrauchbar machen. Viele Systeme bauen hier Mist, weswegen dann vermehrte Aufmerksamkeit und vielleicht Handarbeit des Sysadmins notwendig wird.
Soll das bereits installierte System jedoch vollkommen gelöscht werden, empfiehlt es sich, zuvor den Datenträger komplett platt zu machen (mit Nullen zu beschreiben) und erst dann die Installation des neuen Systems zu starten. Dieses wird dann mit großer Wahrscheinlichkeit alles passend einrichten. Es gibt gerade im GNU/Linux Umfeld zahlreiche Distributionen, die niemand auch nur annähernd überschauen kann. Ob nun gerade die hier nachgefragten makellos sind, kann in einem Forum zu Knoppix wohl nicht beantwortet werden.

Knoppix liegt übrigens selbst für gewöhnlich genau deshalb auf einem FAT-Dateisystem, weil dieses auch als EFI-Partition benutzt wird. Es legt keine eigene Partition an, weil die von diversen Systemen dann nämlich erkannt werden würde. Ich habe gerade keinen Knoppix-Stick am Arbeitsplatz, sonst hätte ich natürlich dies gezeigt. Deshalb sind die Startmechanismen für Knoppix auf dem Stick neben dem eigentlichen System (das ja in Images gepackt ist) und frei zugänglich, also auch beeinflussbar und das meint ausdrücklich auch negativ beeinflussbar.

lino

Fortgeschrittener

6

14.03.2019, 13:26

-hallo Pit

hab zwar nur superwenig Zeit aber hier ein Antworversuch.
vorweg - vielen Dank für Deine Antwort - in allen Teilen. Danke auch für den Hinweis sich nur auf einen Ort der Auskunft zu konzentrieren u. zu beschränken.

Viele meiner Fragen sind kpl auf Linux bezogen - u. im Grunde oft auch sehr speziell.
nehmen wir das Akoya-Notebook und die Linux-Installation - Gegenstand dieses Threads: Ich hatte das NB gekauft um gleich sofort danach Linux zu installiern. Das war anfangs nicht leicht - am Anfang lief nur Antergos ein Arch-Derivat.

Weder Suse, noch Ubuntu noch Debian konnten im Herbst letzten Jahres installiert werden:

Nun - da war ich wohl opfer meiner Sparsamkeit geworden. Die Antwoten die ich in den einschlägigen Foren bekommen habe . - z.B
- in einem Linux-Forum - da ich ja Linux installieren wollte - Geh weiter so ein Billig Schrott - Vergiss das mit dem Linux - kauf dir nächstens etwas Gescheites

- im Hersteller Medion-Forum;: da es sich ja um ein Medion-Notebook handelt: - tja tut uns leid. Das gerät ist halt nur für Linux gebaut worden. Sorry ... aber versuchs cdoch mal mit Win 10 oder so....


Es war tatsächlich so: Das Akoya Notebook ist im dem vom Hersteller eingerichteten Forum nicht als Linux Gerät auf den Markt gebracht worden. Das sagt sogar der dortige offiz. Support. Die verweisen an Linux-.Experten wenn ich mich mit Fragen bzgl. Einrichtung von Linux melde.


doch auch auf einem einschlägigen Linux-Forum bekam ich diesbezüglich Antworten die nicht grad weitergeholfen hab- (ich such die gern mal noch raus)
Das war im letzten Hebst.

Ich hab nicht aufgegeben - sondern weitergefahndet u nach Moeglichkeiten gesucht doch noch Linux auf das Gerät zu bringen.

UND JA hier in diesem Forum hab ich damals im Herbst ermutigende u. hilfreiche Antworten bekommen. Solche nämlich die mir gezeigtzt haben dass ich doch das ein oder andere auch noch versuchen solle u. nicht aufgeben sollle.

Das ist eine gute Erfahrung gewesen: und solche Erfahrungen mache ich in versch. Bereichen - mit verschiedenen Themen rund um Linux. Hier wurde mir immer wieder geholfen in diesem Forum- Dann denke ich oft es ist mir also in einem Linux-.Expertenforum am meisten gehofen - weitaus mehr als jetzt etwa in einem Forum von Chip oder Heise oder eben Akoya. Aber zugegeben pit. Du hast Recht - es ist nicht ok sich so zu verhalten.

Ich stimme dir zu...

- In dem Akoya Fall - skuril u. fatal - der Hersteller an den ich mich wende weist ab - schickt weg . hält sich nicht für zuständig.

- und einige Linuxer - die auf dem Standpunkt stehen dass ein vernünftiges Linux-fähiges Notebook 800 Euro aufwärts kostet - oder zumindest doch aber von Tuxedo stammen müsste - solchen begegne ich leider immer wieder.

Doof - zumindest für mich. Denn dann kann ich oft nur allein weitersuchen - die ganzen Problemloesungen halt irgerndwie selber suchen & experimentell aufspüren.


Fazit: Es gibt noch andere prekäre Fallen ausserhalb der proprietären Windows Welt. .....Leider...Und da muss man dann halt selber durch...

@Pit - ich werde in Zukunft aber deinen Tpp beherztigen.
Dir dennch vielen Dank - auch für die Erläuterungen - bzgl des Themas
Danke an Alle die hier mir weitegeholfen habven - auch dir Ubuntuli und Klaus!! !!!!


Vg ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »lino« (14.03.2019, 17:23)


pit234a

Fortgeschrittener

7

14.03.2019, 20:05

Das ist so persönlich und schön und gut erklärt, dass ich darauf natürlich ebenfalls antworten möchte.

Lass mich ein wenig ausholen, um verwendete Begriffe zu verdeutlichen. Die sind nämlich nicht genormt und werden unterschiedlich benutzt. Ohne vorherige Einigung, könnte man aneinander vorbei reden. Wenn ich Linux sage, meine ich meist etwas ganz anderes, als viele andere Leute.
-Linux ist ein Kernel. Betriebssysteme haben Kernel, aber meist haben diese keine Namen oder es kennt sie niemand. Linux wird von recht wenigen Entwicklern dirigiert. Linus Thorvalds hat die Hand darauf, wenn man so will. https://de.wikipedia.org/wiki/Linux_(Kernel)
-Auf Linux wird eine erste Benutzerschicht gelegt. Bei meinen Sat-Receivern ist das zB busybox, bei den meisten PCs ist es GNU. https://de.wikipedia.org/wiki/GNU-Projekt
-Auf GNU liegt bei einem Desktop-PC meist ein X-Server, ein DesktopEnvironment und zahlreiche weitere Anwendungen, die dezentral entwickelt werden und oft auch für andere Systeme benutzt werden oder zur Verfügung stehen, weil die Quellcodes unter einer Freien Lizenz stehen.

Sehr oft wird alles zusammen als Linux bezeichnet.
Distributionen nehmen die Teile und stellen sie zu einem fertigen System zusammen. Manchmal entwickeln sie eigene Tools, um die Systeme zu verwalten, insbesondere Paketverwaltungen für die zusätzliche SW.

Linux, der Kernel, wird also von Leuten entwickelt, die eigene Ziele verfolgen. Manche Distributionen verändern auch hier etwas und bauen zusätzliche Dinge ein, um HW zu unterstützen, die ursprünglich nicht funktioniert. Viele HW, vor allem neue HW, wird nämlich nur mit Fokus auf proprietäre Systeme entwickelt und findet keine Unterstützung in der Freien Welt.
Ich nenne das eine HW-Inkompatibilität und es gibt dafür keine Lösung. Vielleicht wird im Laufe der Zeit Unterstützung kommen, aber, wenn man nicht selbst in der Lage ist, diese zu programmieren und mit anderen zu teilen, dann sieht das oft schlecht aus. Für die meisten von uns sieht das also schlecht aus und es bleibt kaum etwas anderes übrig, als zu testen und Erfahrungen zu sammeln.

Das hast du ja auch offenbar gemacht.
Es bleibt aber dabei, dass eben manche HW nicht unterstützt wird. Punkt. Darüber kannst du dich nur bei den Herstellern von HW beschweren.
Soviel ich weiß, ist Medion selbst kein Hersteller, sondern eine Art Manager. Die werden von Auftraggebern beauftragt, irgendeine HW mit bestimmten Eigenschaften zu einem bestimmten Preis in bestimmter Stückzahl zu liefern und alle rechtlichen Bestimmungen, sowie Service zu regeln. Die HW in Medion Geräten ist deshalb meist nicht speziell, sondern in vielen anderen Geräten zu finden und das bedeutet nichts anderes, als dass die Chance sogar eher groß ist, Unterstützung in Freien Systemen dafür zu finden.
Solche dummen Sprüche, wie dass man diesen Schrott nicht kaufen sollte, brauchst du dir dabei wirklich nicht anzuhören.
Wahrscheinlich laufen die Medion-Laptops auf den gleichen Fertigungsstrecken, wie die sehr viel teureren Mac-Books. Das kommt letztlich alles aus ziemlich wenigen Fabriken in China.

Dein Weg, beim Hersteller zu fragen, ist gut. Wenn die sich aber sträuben und Unterstützung quasi entziehen, weil es um Linux geht, musst du das akzeptieren. Die Geräte werden nicht als reine HW verkauft, sondern mit installiertem System, also eine Funktionsgruppe. Diese änderst du, wenn du andere SW aufspielst. Schon innerhalb des ausgelieferten Windows endet damit der Support (in aller Regel und über Kulanzen will ich nicht reden).

Sehr viel besser ist man oft mit gebrauchten Geräten aufgestellt, die etwas abgehangene HW haben und wo man schon erfolgreich Freie Systeme installiert hat. Legendär sind hier quasi Lenovo-Laptops, aber auch da gibt es Ausnahmen bei bestimmter HW, etwa den Fingerscannern, die in einigen Modellen drin sind.

Das hilft dir nichts, denn du hast ja nun dein Gerät und möchtest damit weiter leben und nach Möglichkeit mit einem Freien System.

Ganz grundsätzlich: Von allen Freien Systemen hat Linux die größte Verbreitung (ich weiß, eigentlich Minix, aber davon weiß kein Anwender was). Die Chance, HW mit Linux ans Laufen zu bekommen, ist deshalb am Größten.
Die am weitesten verbreiteten Distributionen liefern hier wiederum die größere Chance, Lösungen parat zu haben und unter diesen dann wieder jene, die eine eifrige Entwicklergemeinde besitzen. In meinem bescheidenen Erfahrungsfeld zeichnet sich da stets Ubuntu gegenüber allen anderen aus. Hier gibt es ein gut lesbares Wiki und ein relativ freundliches Support-Forum auf Deutsch.
Egal, welches System du auch benutzt, in den jeweiligen Foren dazu kannst du am ehesten Fragen beantwortet bekommen, die das System selbst und möglicherweise seine Komponenten betreffen. Nutzt man Ubuntu, fragt man dort im Forum. Nutzt man SuSe, fragt man dort usw.
Die werden aber auch keine Lösung für nicht unterstützte HW bieten können! Wenn etwas nicht in Linux geht, gibt es keinen Weg (außer womöglich ein anderes OS).

Bevor man fragt, ist eigenständige Suche im Internet zu empfehlen. Dabei findet sich leider extrem viel Mist und alleine schon deshalb dauert das. Aber auch der Erwerb der nötigen Kompetenz darf nicht unterschätzt werden. Fürs Lernen ist sehr viel Zeit nötig und es tut bekanntlich weh. Außerdem ist die notwendige Intelligenz erforderlich. Das meint nicht, dass es schlaue Menschen gibt und dumme, die dann nicht OpenSource nutzen können (im Grunde ist es ja schon so ;) ), sondern, ich meine die richtige Art technischer Intelligenz, um die anstehenden Fragen lösen und verstehen zu können. Ein Germanistik Professor könnte damit durchaus überfordert sein. Bei weitem nicht Jeder ist mit dem Sysadmin-Gen geboren, das hier notwendig ist und viele (wie ich selbst) können nur die grundlegenden Stufen erklimmen und müssen sich deshalb eher zufrieden geben.

Knoppix ist ein Live-System und nur dafür gemacht, hat aber eine wirklich gute HW-Erkennung. Ich benutze es immer (weil ich es in der Hosentasche habe), um unbekannte HW damit zunächst mal zu booten. Geht meine HW damit (zumindest der Teil, den ich haben muss), dann wird es höchst wahrscheinlich auch mit einem Ubuntu funktionieren. Man kann natürlich auch gleich das Ubuntu als Live-System von einem Stick benutzen. Nur, den müsste ich ja erst noch anfertigen.
Man kann dann auch in einem Knoppix nachsehen, wie die HW erkannt und als was die behandelt wird. So etwas kann sehr vorteilhaft sein, etwa bei meinem Lieblingssystem, wo die HW-Unterstützung generell sehr sehr viel schlechter ist, als bei Linux.


Deine Probleme dieses Threads sind eher allgemeiner Natur.
Du könntest vielleicht in einem Ubuntu-Forum darauf Antwort bekommen.
Oder hier :)
Hast du nur diesen einen Rechner?
Das Üben einer Installation und des Umganges mit einem neuen System kann nämlich auch in einer virtuellen Umgebung geschehen. Ich bevorzuge das, auch dann, wenn das System meiner Wahl womöglich nicht vollends integriert werden kann. "Mal ansehen" geht eben in VM einfach und ungefährlich. Würde ich etwa nun den Wunsch verspüren, mal ein SuSE oder OpenIndiana anzusehen, täte ich das in VirtualBox laufen lassen und versuchen, es kennen zu lernen. Erst danach würde ich es auf echte HW anwenden wollen, was dann natürlich vollkommen misslingen kann, weil es an passender HW-Unterstützung fehlt.

lino

Fortgeschrittener

8

15.03.2019, 07:51

hallo u. guten Tag Pit

danke für die ausführliche Antwort - weil ich nur kurz Zeit habe u.gleich los muss hier eine kurze Antwort.
Deine Ideen zur OSS-Entwicklung u. der OpenSource Community sind einleuchtend - auch die Idee wie man zu Erkenntnissen kommen kann - wenn mal etwas nicht so läuft wie es laufen sollte.
Alles das ist sehr konsensfähig - mit einer Einschränkung vielleicht; ich denke, dass es nicht so viele Partial-Intelligenzen gibt - also etwa eine technische, eine germanistische, eine philsophische, eine politische, eine biologische und was darüber hinaus vielle. noch moeglich ú. denkbar wäre.

Da glaube ich, ist die Welt einfacher - zumindest denke ich dass intelligent ist - wer (auch) in omplexen Systemen & Strukturen denken kann u. deren Sachverhalt erfassen kann. Und dann auch moeglichst gut - dem Sachverhalt angemessen u darüber hinaus auch für andere verständlich u. konzise beschreiben kann. Das kann sein dass also bei mir die Germanisten gar nicht hinten kunterfallen müssen.

zu den techn. Aspekten: zu Linux und insbes. auch hier zu Knoppix:
Die Idee mit Knoppix in der Hosentasche - als Tool u. als Desaster Recovery-.System - finde ich auch sehr gut.

Ich werde mal sehen wie ich mit dem Medion-Noteook weiterkomme.

Dir nochmals vielen Dank u. viele Grüße

Auch allen anderen Vielen vielen Dank für die Hilfe - u. für dieses tolle Forum - dafür dass es das gibt. Dass dies so eine lebendige Community ist!!!

ich bin immer wieder sehr beeindruckt!!!

vg ;) lin
lin

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »lino« (15.03.2019, 10:22)


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