24.11.2017, 21:11 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Knoppix Forum | www.KnoppixForum.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

05.09.2017, 00:37

V7.65.1 startet nicht von USB

Hallo zusammen,

ich habe mir Knoppix V7.6.1 als *.iso heruntergeladen und per Rufus auf einen USB Stick entpackt (bootfähig). Auf meinem Dell läuft es per Stick einwandfrei. Allerdings auf dem anderen Dell, dessen Platte ich dann klonen möchte, kommt nach dem Zugriff auf dem USB Stick in der Bootsequenz folgendes in einem blauen Bildschirm:

Failed to start loader

It should be called loader.efi (in the current directory)
Please entrol its hash and try again

I will now execute HashTool for you to do this

OK Button

Was muss ich tun? Es ist auch kein gewöhnliches BIOS auf dem Dell sondern UEFI. Hat es damit was zu tun?

Freue mich auf Antworten.

Tobi

pit234a

Fortgeschrittener

2

05.09.2017, 01:33

Was muss ich tun? Es ist auch kein gewöhnliches BIOS auf dem Dell sondern UEFI. Hat es damit was zu tun?


Ja, damit hat es wohl zu tun.
Rufus sagt mir allerdings gar nichts. Deshalb ist das ein wenig spekulativ.
Erst das neue und inoffizielle Knoppix 8 hat eine neue Struktur und stellt ein sogenanntes hybrid-Image dar, das quasi als iso sowohl von DVD als auch von einem Stick gebootet werden kann. Es ist also eher erstaunlich, dass deine Version mit Rufus so funktioniert. Ich will dabei nun nicht auf die Details eingehen, die Rufus dazu erledigen muss, aber es kann dann offenbar nicht von (U)EFI starten.
Zum Starten von (U)EFI braucht man (wenn man nicht in einem speziellen Modus, meist Legacy genannt bootet) eine EFI-Partition und diese liegt für gewöhnlich vorne und ist in FAT.
Knoppix realisiert dies, wenn man etwa eine DVD mit Knoppix bootet und dann aus dem KNOPPIX-Menü heraus "Flash-Install" wählt. Das legt dann die benötigten Dateien auf einen FAT formatierten Stick und macht diesen bootbar und das geht (zumindest bei meinem aktuellen 7.7.1) sehr gut direkt in (U)EFI Systemen und sogar bei Macs. Das scheint mir der einfachste Weg und die geeignete Lösung zu sein.
Wenn dein Stick FAT formatiert ist, kannst du mal überprüfen, ob es dort überhaupt den Eintrag für EFI gibt. Vielleicht kann das nachträglich aus dem ISO kopiert werden. Hat dein Stick keine FAT-Partition mit EFI, kann er nicht nativ in EFI Systemen booten.

Der Beitrag von »ubuntuli« (05.09.2017, 21:07) wurde vom Autor selbst gelöscht (06.09.2017, 19:33).

4

16.09.2017, 19:49

Hi

Sorry für die späte Rückmeldung. Es hat geklappt, so wie du vermutet hast. Habe im Bios auf Legacy umgestellt und zack wurde von USB gebootet. Perfekt soweit.

Jetzt habe ich aber folgendes Anliegen: Wenn ich Programme installiere geht das auch soweit. Allerdings werden die Programme für den nächsten Bootvorgang von Knoppix nicht gespeichert. Knoppix ist wieder im Urzustand. Was kann ich tun, wenn ich was installiere, diese auch gespeichert bleiben?

Knoppix ist echt genial und möchte es gerne als portables Betriebssystem nutzen.

Beste Grüße
Tobi

pit234a

Fortgeschrittener

5

16.09.2017, 22:54

Knoppix ist auch für mich genial und ich liebe es. Es hat aber keine eingebauten Updatemechanismen und es kann sogar Probleme geben, weil die Paketdatenbanken nicht synchron gehalten werden. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, weil ich in Debian auch nicht so zu Hause bin. Aber ob man so ein System dann wirklich als ein mobiles Betriebssystem betreiben möchte, sollte man wenigstens hinterfragen.
Ich nutze es so, mache aber auch nur selten davon Gebrauch und keinerlei sensiblen Aktionen.

Wenn du überhaupt Programme nachträglich installieren möchtest, solltest du grundsätzlich die aktuellste verfügbare Version benutzen, weil dann die Chance größer ist, noch mit aktuellen Paketen versorgt zu werden. Derzeit ist das Knoppix 7.7.1.

Mein Rat, die einfachste Lösung: nimm die aktuelle Version auf einer DVD und boote davon. Im Menü unter Knoppix gibt es Flash-Install. Das kopiert Knoppix auf einen USB-Stick, der in FAT partitioniert ist UND es fragt danach, ob man eine Overlay-Partition (oder Datei) haben möchte und legt eben diese korrekt an. Je nach Umfang der gewünschten Programme und Änderungen, braucht man halt entsprechend Platz. Ich komme bisher mit etwa 2GB aus und habe aus diversen Gründen bisher immer nur die Partition und nie die Datei genommen. Diese Overlay-Partition ist das, was Änderungen am laufenden System speichert und behält.

Etwas komplizierter wäre es, auf deinem installierten Stick eine Overlay-Partition anzulegen und ich möchte ohne Kenntnis der Verhältnisse und von Rufus dazu nur ungern etwas sagen.

Zu der Funktion von Knoppix mit seiner Overlay-Partition habe ich erst kürzlich was geschrieben, was für dich vielleicht interessant sein könnte. Ich suche es gleich und stelle den Link dazu hier ein.

pit234a

Fortgeschrittener

6

16.09.2017, 22:59

usb stick DUPLIKAT BACKUP clonen ??

im vierten Post dieses Threads steht das, worauf ich mich oben beziehe.

Wenn du meinem Rat folgst und Knoppix per Flash-Install aus einer laufenden Sitzung heraus auf einen Stick legst, dann sollte der auch unter (U)EFI korrekt booten. Knoppix macht das alles echt gut. Nur die neue Version 8.0 ist eine reine Testversion und die solltest du nicht nehmen, falls du irgendwo darauf stoßen solltest.

7

17.09.2017, 14:33

Wow danke dir für die Infos. So werde ich es mal versuchen... sobald ich dazu komme. Perfekt...

pit234a

Fortgeschrittener

8

18.09.2017, 20:59

es fällt mir noch was am Rande ein, was zur Overlay-Partition vielleicht nicht unerwähnt bleiben sollte.

Knoppix bietet es an, diese verschlüsselt anzulegen und dann muss man beim Booten immer ein Passwort dafür eingeben. Der Rest des Sticks, in FAT formatiert, bleibt allen Systemen direkt zugänglich. Auf diese Weise kann man nicht nur zusätzlich installierte Programme und eigene Settings vor einem Zugriff Fremder besser schützen, man kann diesen Bereich auch generell zum Speichern privater Daten nutzen. Dann sollte die Partition natürlich größer gewählt werden.

Es gibt gute Gründe dafür, es so zu machen.
Ich rate davon ab. Meine Erfahrungen mit passwortgeschützten Partitionen sind derart, dass man sich eher selbst aussperrt, als Fremde. Der Schutz greift nur bei Abhandenkommen eines entsprechenden Mediums. Er greift nicht bei einem Angreifer auf das laufende System. Das Abhandenkommen eines Mediums kann man gut und einfach verhindern. Die allermeisten Leute benutzen kein Linux oder andere Freie Systeme und kennen sich entsprechend wenig aus. Windows verweigert die zweite Partition auf einem Stick, es ignoriert sie einfach (außer bei sehr speziellen Sticks). Daraus folgt, dass ein Angreifer oder zufälliger Finder des Sticks zu beinahe 90% oder sogar mehr überhaupt nichts von der zweiten Partition bemerkt, auch dann, wenn sie vollkommen unverschlüsselt bleibt. Das ist an sich bereits ein recht guter Schutz. Dann ist es aber auch noch eine Linux-Partition, Knoppix nutzt per Default ReiserFS dafür (was ich persönlich gar nicht mag) und das ist sehr angestaubt und wird afaik nur noch von Linux überhaupt erkannt. Die Chance ist also recht gering, dass irgendjemand die Daten auf der Partition zufällig auslesen kann.
Kommt jemand in den Besitz des Passwortes (sozial engeneering), kann er die Partition auch ohne Knoppix in einem anderen Linux einbinden und an die Daten herankommen. Dafür müssen aber erst einige Programme installiert werden, es ist nicht einfach. Das wiederum bedeutet, dass ich zunächst nur mit Knoppix an die derart gespeicherten Daten wieder herankomme. Als Austauschdatenträger kann ich diese Partition nicht nutzen. Will ich Daten auch in einem Windows-System sehen, müssen die auf den FAT-Bereich des Sticks und der ist ja nicht verschlüsselt.

Meine Meinung ist, dass wichtige Daten gut geschützt werden müssen. Deshalb kann man solche Dateien auch einzeln sehr gut verschlüsseln und außerdem kann man sehr gut darauf achten, dass sie nicht in fremde Hände gelangen.
Die Overlay-Partition als Bereich für private Daten zu nutzen, gefällt mir daher gar nicht. Nur dafür macht es überhaupt Sinn, über Verschlüsselung nachzudenken. Will man nur seine Druckerkonfiguration und sein Hintergrundbild speichern und außerdem zusätzliche Programme installieren, dann ist ein Passwortschutz in meinen Augen unsinnig.

Viele Leute denken darüber nicht ausreichend nach und sehen PasswortSCHUTZ und halten das automatisch für gut. Ich nicht und ich habe damit etliche Male entsprechende Erfahrungen gesammelt.

Linux HardwareLinux Computer & PCs | Linux Notebooks & Laptops | Geek Shirts | Geek und Nerd Shirt Shop