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pit234a

Fortgeschrittener

1

12.11.2019, 11:51

EFI-Boot konfigurieren, Cheatcodes dauerhaft festlegen?

Hi.

Wenn ich Legacy oder Bios boote, wird die Syslinux ausgewertet und dort kann ich in den APPEND-Zeilen des syslinux.cfg ein gewünschtes Verhalten festlegen. Zum Beispiel, dass ich kein 3D haben möchte.
Wenn ich den gleichen Stick aber (U)EFI boote, dann wird das ja nicht ausgewertet. Alle meine schönen Einstellungen kommen nicht zum Zuge, weil wieder der verdammte Compiz geladen wird, anstatt mein erwünschtes Openbox. Ich finde da sicher noch Abhilfe, frage mich aber, ob ich nicht eine Möglichkeit übersehe, wie man auch für den EFI-Boot derartige Dinge festlegen kann. Kein 3D, kürzere Wartezeit etc, halt, was ich in der syslinux.cfg so schön machen kann.

klaus2008

Meister

Beiträge: 2 728

Geschlecht: Männlich

2

12.11.2019, 23:38

syslinux

Hallo pit234a!

Ich habe Deinen Beitrag kurz überflogen. Momentan fehlt mir Zeit, um mich näher mit der Frage zu befassen, wie Knoppix mit UEFI kooperiert.
Aber vielleicht kann das Syslinux Wiki weiterhelfen: https://wiki.syslinux.org/wiki/index.php?title=Install#UEFI
Möglicherweise kann bei einer Installation auf einem USB-Stick notfalls das Bootsystem durch syslinux ersetzt werde.

Gruß
Klaus

pit234a

Fortgeschrittener

3

13.11.2019, 14:54

erstaunlich, das geht ja immer noch weiter, also SYSLINUX. Ich hatte eigentlich geglaubt, es sei zum Aussterben verurteilt. Nun lese ich, dass es sogar UEFI und PXI-Implementationen gibt.

Nun, wirklich ganz durchblicke ich es noch nicht. Da sollten auch für UEFI Konfigurationsdateien möglich sein und sogar eine syslinux.cfg berücksichtigt werden. Das kann ich insofern bestätigen, dass ich eine in /EFI/BOOT erstellen kann und diese dann tatsächlich was bewirkt, nur nicht, was ich möchte. So, wie ich den Aufbau in /EFI/BOOT/ deute, scheinen die entsprechenden Dateien hier fest kodiert zu sein. Ich denke, dass LOADER.EFI das Pendant zu syslinux.cfg ist und BOOTX64.EFI sowie BOOTIA32.EFI die Entsprechungen zu SYSLNX64.CFG und SYSLNX32.CFG.
Nur, diese sind alle Text und lassen sich bearbeiten. Die EFI-Teile sind binarys.

Das sieht grundsätzlich nach einer Möglichkeit aus, aber ich war inzwischen zu ungeduldig und habe mir insofern anders beholfen, dass ich den verdammten compiz komplett rausgeworfen und die startlxde zu einer "start mein ObenBox" umgeschrieben habe. Bleibt nur die längere Wartezeit am Bootscreen, die ich einfach aushalte (wenn ich an den Macs keine Enter-Taste drücken kann, um das abzukürzen).

4

14.11.2019, 22:58

hier steht auch noch was über UEFI...
https://wiki.syslinux.org/wiki/index.php?title=Config
https://wiki.archlinux.org/index.php/Syslinux

um die wartezeit zu verkürzen, könntest du vielleicht per cfg datei den TIMEOUT von 100 auf 0 verkürzen (und auch PROMPT 0).

und wenn ich per text-editor mir die datei loader.efi anschaue, kommen dort zwischen den binärdaten strings vor, wie z.B.:
ldlinux.e64
/boot/isolinux
/boot/syslinux
isolinux.cfg
syslnx64.cfg
extlinux.conf
syslx64.cfg
pxelinux.cfg/
Syslinux 6.04 (EFI; 20181203)

eventuell wird doch auch im /boot/isolinux verzeichnis nach den cfg dateien geschaut, was so aber nicht dokumentiert ist.


PS: lustigerweise steht in der cfg datei unter /boot/isolinux/syslnx64.cfg als überschrift/kommentar "#KNOPPIX EFI boot config...":

Quellcode

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# KNOPPIX EFI boot configuration file (for 64bit CPU)
DEFAULT knoppix64
APPEND lang=de apm=power-off initrd=minirt.gz nomce hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1
TIMEOUT 100
# KBDMAP german.kbd
...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »beta-tester« (14.11.2019, 23:32)


pit234a

Fortgeschrittener

5

16.11.2019, 13:48

jo, das ist ziemlich lustig.

Also, isolinux und syslinux sind alternativ. Isollinux gilt für DVD und ist daher unveränderlich. Syslinux wird auf dem Stick, wenn dieser mittels Flash-Install hergestellt wurde. Dann ist es veränderlich und wie ich das bisher lernte, ist die syslinux.cfg quasi die vorgeschaltete Datei und was hier editiert wird, gilt auch für die nachrangigen xyz.32 bzw 64er Dateien.
Ich editiere immer die syslinux.config.

Quellcode

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# KNOPPIX 8.x isolinux/syslinux boot config

DEFAULT auto
APPEND lang=de apm=power-off initrd=minirt.gz nomce hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1

TIMEOUT 10
KBDMAP german.kbd
PROMPT 1
F1 boot.msg
F2 f2
F3 f3
DISPLAY boot.msg

LABEL auto
KERNEL ifcpu64.c32
APPEND knoppix64 -- knoppix

LABEL knoppix
KERNEL linux
APPEND lang=de apm=power-off initrd=minirt.gz nomce hpsa.hpsa_allow_any=1 loglevel=1 no3d nocompiz noscreensaver tz=Europe/Berlin desktop=openbox

Bisher war mir nicht aufgefallen, dass dieses Verhalten aber nur bei BIOS (bzw Legazy) Boot ausgewertet wird, bei (U)EFI aber nicht. Ich möchte beinahe wetten, dass das früher mal anders war, aber sicher sein kann ich nicht, weil ich früher auch meinen Desktop selbst hinzu basteln musste und deshalb ja mehr Umbauten vornahm, als nur desktop=openbox zu schreiben. Nachdem ich meine neuen Sticks fertig eingerichtet hatte, war ich deshalb ziemlich entsetzt, als mir mit einem EFI Boot trotzdem wieder der unsägliche Compiz begegnete. Keine Einstellung war übernommen worden! Dann bemerkte ich, dass dies auch schon für die Wartezeit gilt, die ja eigentlich verringert sein sollte.

Irgendwie geht das nicht bei meinen Sticks und wie schon gesagt: kurzerhand tabula-rasa gemacht, bringt mir wenigstens meine Arbeitsumgebung auch unter EFI-Systemen. Das ist mein Hauptziel. Die Wartezeit und die falsche Systemzeit kann ich getrost ignorieren.

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